Manowar

Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 17. Juli 2023, 00:03

Ach ja, und mit Kennis zweiter Liste hat dann auch "Battle Hymns" eine Pole Position.
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Re: Manowar

Beitragvon Loomis » Montag 17. Juli 2023, 08:11

Stefans Einschätzung zur Into Glory Ride kann ich wie Rüdiger auch nicht teilen, da das Album bei mir auf Platz 1 gelandet wäre.

Aber am meisten verwundert hat mich Stefans Kommentar zum Cover der Imperial Edition:
Der andere Pluspunkt geht an das gelungene Artwork der „Imperial Edition“


Ich hätte nicht gedacht, dass es neben Joey noch eine zweite Person auf dieser Welt gibt, die dieses Cover gelungen findet.

Sicherlich, das alte Cover der Recken in Fellschlüpfern kann man nicht ganz ernst nehmen, aber das neue ist doch nur eine stümperhaft in Photoshop vermurkste Version eines im Original doch ganz netten Ken Kelly-Gemäldes.

Hier das Original:
Bild

Irgendwer hat daraus die Teile ausgeschnitten und neu zusammengefügt, so dass nun in der IGR Imperial Edition gar nichts mehr passt:
Bild

Diese Zwergponys! :lol:
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Re: Manowar

Beitragvon Feamorn » Montag 17. Juli 2023, 09:06

Also ich finde die Vorlage schon echt nicht gut (um nicht zu sagen Sch..., aber das geht mir tatsächlich bei vielen Kelly-Artworks/Manowar-Covern so, der macht Fehler in der Bildkomposition und bei Größenverhältnissen... puh...), aber mit der Bearbeitung haben sie echt den Vogel abgeschossen.
Habe mich damals schon gefragt, wie man das allen ernstes auf sein Album drucken lassen kann.
Ich meine, das frage ich mich beim Metal öfters, aber das sind dann meist Bands, die Budget mäßig deutlich unter Manowar rangieren...
Ich finde, da gibt es nichts zu entschuldigen. Gar nichts.
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Re: Manowar

Beitragvon Loomis » Montag 17. Juli 2023, 09:16

Immerhin gefällt mir die Farbgebung bei der bearbeiteten Version besser als das quietschbunte Original-Gemälde. Aber das wars dann auch schon. Aber hast recht, das Ken Kelly-Original ist auch nicht eins seiner besten.
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Re: Manowar

Beitragvon Wulder » Montag 17. Juli 2023, 09:20

Warum die "Louder Than Hell" auf Platz 1 ist, kann ich sehr gerne erklären. :grins:

"Louder Than Hell" war die erste MANOWAR-CD, die ich mir im Fachgeschäft geholt habe, nachdem ich sie vor Ort eine Stunde lang probegehört habe. Ich konnte mich der Platte damals einfach nicht entziehen und habe sie wie keine zweite rauf und runter gehört. Sie hat einen enorm hohen, emotionalen Stellenwert für mich: Zu Hause, als meine größte Sorge noch eine versiebte Mathe-Klausur war, sitze ich vor der PlayStation, zocke Tony Hawk rauf und runter und höre diese von vorne bis hinten mächtige MANOWAR-Scheibe. Dass es objektiv bessere MANOWAR-Scheiben gibt, liegt auf der Hand, doch für mich hat sie einen starken nostalgischen Wert, an die einfach keine andere Platte der Jungs herankommt. :)
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Re: Manowar

Beitragvon Pillamyd » Montag 17. Juli 2023, 10:09

Das kann ich natürlich zu gut verstehen.
Wobei Tony Hawks und Manowar für mich auch nicht zusammengehen :grins:
Welchen Teil hast du denn dann gespielt? Bei mir war es immer Tony Hawk 1,2 und American Wasteland. Ich weiß, ein bisschen Off-Topic :grins:

Jetzt wo ich deinen Beitrag gelesen habe, stelle ich mir gerade vor, wie ihr das Thema im Podcast. So im Helloween Style. Amüsant :)
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Re: Manowar

Beitragvon Pillamyd » Montag 17. Juli 2023, 10:21

Loomis hat geschrieben:Stefans Einschätzung zur Into Glory Ride kann ich wie Rüdiger auch nicht teilen, da das Album bei mir auf Platz 1 gelandet wäre.


Und den Rest ordnest du wie ein?

Mir viel dieses "vermurkste" Coverartwork noch nie so wirklich auf. Und auch jetzt sehe ich das so gar nicht. Fand den schwarzen Hintergrund immer sehr, ja, edel, eigentlich. Aber ich kenne auch das Original nicht bzw. sehe ich das jetzt zum ersten Mal. Aber mir fehlt auch ganz ehrlich das Auge, bei solchen Feinheiten.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Dass bei dir die letzten beiden Studioalben besser abschneiden als bei den meisten Leuten, finde ich tatsächlich gut, weil es mich sehr freut, wenn auch das Spätwerk seine Freunde findet, zumal ich gerade ja auch "The Lord of Steel" durchaus sehr gerne mag. Bei mir ist es auch nicht in Steil gemeiselt, dass die "Warriors of the World" immer vor dem Lord steht.


Mich verwundert das schlechte Abschneiden nicht. Das war mir schon beim ersten Artikel klar, dass die ersten beiden Artworks die man zu Gesicht bekommt, eben diese beiden sind.
Aber wie ich schon sagte. Das eine finde ich mutig, das andere ganz ehrlich nicht so schwach, wie es immer gemacht wird. Vor allem, weil die Resonanz dann teilweise doch beachtlich positiv ausgefallen ist, wenn ich so zurückdenke.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Deine Einschätzung zu "Kings of Metal" kann ich ehrlicherweise natürlich ähnlich wenig nachvollziehen wie jene von Stefan zu "Into Glory Ride". Für mich sind alle beide im Punktebereich von ca. unendlich/10, wie eben alle der ersten sieben Alben, während die achte für mich eben - nur noch - simple 10/10 bekommt.


Für mich liegen zwischen "Into Glory Ride" und "Kings Of Metal" Welten. Aber ich wusste, dass ich mit der Meinung so ziemlich alleine dastehe.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Das ist aber nun nicht nur biographisch bedingt, mit der "Kings Of Metal". Also der Platz 1 schon, aber die Wertung als perfektes Album sehe ich tatsächlich in allen Fasern, außer ggf. bei der Produktion. Aber kompositorisch finde ich das Album durchaus über jeden Zweifel erhaben.


Das sollte auch nicht so rüberkommen, als sei dass dein einziges Argument, warum dir die Scheibe so am Herzen liegt. Ich nehme dir das schon ab (warum auch nicht?). Wir liegen dann einfach im kompositorischen Sinne mit unserer Meinung weit auseinander. Da finde ich den Nachfolger viel ausgereifter und "perfekter". Und der Sound. Ich sag es immer wieder. Die Produktion spricht mich von allen Scheiben am meisten an. Hier passt für mich: "Laut Und Hart, Stark Und Schnell" :grins:
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Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 17. Juli 2023, 11:14

Pillamyd hat geschrieben:Für mich liegen zwischen "Into Glory Ride" und "Kings Of Metal" Welten. Aber ich wusste, dass ich mit der Meinung so ziemlich alleine dastehe.

Alleine durch aus nicht, denn es gibt sehr viele Manowar-(ex)-Fans, die tatsächlich nur die Alben 1-4 gelten lassen, da es ihnen danach zu simpel, eingängig und mainstreamig wurde, oder sie getriggerte Drums stören. Aber zu dieser Klientel gehörst du ja auch nicht. Mich überrascht mehr, dass du das Album davor, also "Fighting The World" so viel besser siehst. Bei "Triumph Of Steel" kann ich es verstehen, da dieses eben wieder viel unkonventioneller, progressiver, epischer ist und damit einfach einen deutlich anderen Schwerpunkt hat. Aber "Kings of Metal" und "Fighting the World" sind ja schon ein ziemliches Zwillingspärchen und als doppel irgendwie eine "Phase für sich", in welcher doch die Mehrzahl zum 1988er-Album tendiert.

Aber wie gesagt, ist ja cool, dass es jeder anders sieht, denn das ist irgendwie auch ein Beweis für die hohe Qualität einer Diskographie insgesamt, wenn sich nahezu jedes Album bei einem Teil der Fans großer Beliebtheit erfreut. Eine größere Bestätigung kann eine Band ja kaum haben.
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Re: Manowar

Beitragvon Pillamyd » Montag 17. Juli 2023, 11:40

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mich überrascht mehr, dass du das Album davor, also "Fighting The World" so viel besser siehst.


Als Zwillingspärchen habe ich das noch gar nie betrachtet!
Ja, "Fighting The World" ist im Gesamten für sich, schon um einiges einfacher und vielleicht auch "stumpfer" als zuvor. Aber im Gegensatz zu "Kings Of Metal" erkenne ich hier großartige Songs. Ich mag "Fighting The World" unfassbar gerne. Die Stelle ab: "See my brother standing by my side...", finde ich so simpel und doch so effektiv, dass ich das Teil gern auf Anschlag drehe. Ein Partysong wie "Blow Your Speaker" hätte mit einem anderen Klangbild auch locker auf dem Debüt Platz gefunden. Ich finde den Mix aus epischen Songs und "Partysongs" (sorry, aber ich finde kein anderes Wort dafür) sehr gut ausbalanciert und ist eines der Gründe warum ich das Album so mag. Der Unterschied, den ich sehe, mag auch daran liegen, dass ich die Songs kaum kopflastig finde. Eher so Bauchgefühl, als verkopft und zwingend. Ja, das dürfte es sein. Außerdem macht dieser "typische" 80er Sound für mich einfach den Reiz aus, auch wenn das Teil viel zu leise in der Produktion ist. Man braucht ja nur "Violence And Bloodshed" zu hören. Was ein heavy Heavy Metal Song. Aber noch gut differenziert, dass es dann nicht so klingt, wie der Opener auf "Kings Of Metal". Und ich würde die Songs stilistisch schon in eine Schublade packen. Auf der anderen Seite hast du "Defender", "Black Wind, Fire And Steel", "Master Of Revenge". Großartige Epen.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Aber wie gesagt, ist ja cool, dass es jeder anders sieht, denn das ist irgendwie auch ein Beweis für die hohe Qualität einer Diskographie insgesamt, wenn sich nahezu jedes Album bei einem Teil der Fans großer Beliebtheit erfreut. Eine größere Bestätigung kann eine Band ja kaum haben.


Das finde ich auch. Und wirklich. So viel Manowar am Stück habe ich, glaube ich noch nie gehört. Mit dem schauen von Videos und Konzertmitschnitte. Diese Vielfalt an Meinungen ist Unterhaltung pur. Und ich bin wirklich froh, dass ihr das angegangen seit. Die Vorbereitung darauf muss ja auch schon sehr lange Zeit beansprucht haben, wenn ich das richtig rausgelesen hab aus eurem Artikel.
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Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 17. Juli 2023, 12:22

Klar, da wir das ganze Ding als Dialog aufgebaut haben, mussten wir uns natürlich immer den Text hin und her schicken, immer mit Aufschlagwechsel, um es mit Tennisbegriffen zu sagen. Der verhältnismäßig lange Verzug zwischen Erstellung der Liste und der Veröffentlichung des fertigen Artikels hat aber auch damit zu tun, dass das Bauen und Lektorieren ein bisschen Zeit verschlungen hat. Eigentlich hätten wir ihn gerne zum Beginn der vergangenen Tour gebracht, aber das hat dann zeitlich nicht hingehauen, weil ich die Photos noch nicht fertig hatte, und dann haben wir halt als zeitlich nächsten geeigneten Anlass das 40. Jubiläum von "Into Glory Ride" hergenommen.
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