U.D.O. / Udo Dirkschneider

Neues von U.D.O

Beitragvon Speedhoven » Freitag 30. Oktober 2020, 14:49

Hatte in letzter Zeit U.D.O und auch Accept etwas aus den Augen/Ohren verloren und bin nun auf 2 Songs gestoßen, die sich dermaßen in meinen Gehörgang gefressen haben.
Interessant auch, da Peter Baltes wieder mit von der Partie ist.

1. "We are one" U.D.O und das Bundeswehrmusikkorps 8-) https://www.youtube.com/watch?v=cLB_RTWSFh8

2. "Where the Angels Fly" Direkschneider an die old Gang :dafuer: https://www.youtube.com/watch?v=RmEt6FnFl54

Viel Spaß damit :)
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 29. April 2021, 22:38

Und nochmal "Big News"... auch Mathias "Don" Dieth ist bei DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG mit an Bord... und es gibt ein neues Video zum zweiten Song!

https://www.powermetal.de/news/news-DIR ... 50551.html

Ich bin ein bisschen begeistert.

Was für ein großartiges Solo!
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Chris Staubach » Samstag 1. Mai 2021, 13:27

Ist ja eine witzige und für Fans sehr nostalgische Aktion, aber warum macht er das? Ernsthafte Frage. Wahrscheinlich weil er Bock drauf hat. Ok, einverstanden. Doch jetzt gibt es U.D.O., DIRKSCHNEIDER (obwohl offiziell begraben, spielt er noch vereinzelt Konzerte) und Dirkschneider & The Old Gang. U.D.O. klingt wie ACCEPT, mit DIRKSCHNEIDER spielt er nur Sachen von ACCEPT und mit Dirkschneider & The Old Gang frönt er den alten ACCEPT-Vibe :?

Da Du da ein bisschen besser Bescheid zu wissen scheinst, kläre mich doch mal auf.
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 1. Mai 2021, 13:57

Ich glaube tatsächlich, dass es einfach gut läuft, die Leute das hören wollen, und sich durch Baltes' Ausstieg bei Accept einfach aufgedrängt hat, dass die beiden was zusammen machen, sei es aus alter Verbundenheit, oder um Hoffmann zu zeigen, dass inzwischen ER das Soloprojekt führt, während 3 alte Accept-Recken bei Udo zu Hause sind, und der jüngst mit GRAVESTONE musikalisch reaktivierte Mathias Dieth dazu, das ist natürlich schon eine Hausnummer.

Erst sollte DIRKSCHNEIDER mit Accept-Programm ja den zweiten Leg der "Pumpkins United"-Tour mitfahren, was ja Corona zerschlagen hat. Offenbar gab's da dann bei den neuen Helloween-Dates terminliche Probleme, denn da führt ja jetzt Hammerfall mit. Einfach nochmal 'ne Runde DIRKSCHNEIDER-Tour schien im vielleicht nicht zugkräftig genug, da es derer ja schon ein paar Jahre gab, so dass man eine neue Attraktion bieten wollte, und jetzt eben nicht mehr DIRKSCHNEIDER, sondern DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG ist, mit der man dann auch neue Songs aufnimmt.

Ist ja ein bisschen wie bei Peavy & RAGE, REFUGE, LINGUA MORTIS etc... unterschiedliche Line-ups, unterschiedliche Ansätze. Ich denke, die Herren Bandleader (Udo, Peavy) merken einfach, dass sie momentan gefragt sind und die Leute auch durch zwei oder drei Projekte mit variierendem Personal und leicht unterschiedlichen Schwerpunkten nicht übersättigt sind. Finde ich per se gar nicht schlecht; speziell für Die-Hard-Fans ist das schon ein bisschen Schlaraffenland.

Ich denke, dass wir in Sachen Udo jetzt zwei Main Acts haben:

Weiterhin U.D.O.; kann mir nicht vorstellen, dass er das projektbasierten Aktionen völlig opfert. Dazu ist die Band zu stark und nach wie vor viel zu beliebt.

Und DIRKSCHNEIDER hat jetzt halt den Beinamen & THE OLD GANG bekommen, weil man nimmer im identischen Line-up unterwegs ist wie U.D.O., um die Herren Baltes, Kaufmann und Dieth speziell zu ehren und natürlich auch als Selling Point zu präsentieren, und vielleicht - wie gesagt - als kleiner Seitenhieb an "Wolf Hoffmann's ACCEPT", sowie zuletzt, weil man so quasi auch ein Argument dafür hat, unter zwei Bandnamen neue Songs zu schreiben und Platten zu machen.

Das ist natürlich rein spekulativ, weil ich nicht in Udos Gedankenwelt schauen kann, aber würde mir recht logisch erscheinen, so.
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 1. Mai 2021, 14:22

Und noch zum Dualismus mit ACCEPT ein Nachtrag:

Ich habe wirklich jeden Respekt vor Mark Tornillo, der ein wirklich großartiger Sänger ist und auch schon bei TT QUICK war. Auch die ACCEPT-Alben mit ihm präsentieren alle eine würdige Gesangsleistung und ich finde sie auch kompositorisch nicht schlecht. Speziell das neueste Album hat mich sogar positiv überrascht, nachdem ich da echt wenig erwartet hatte.

Aber am Ende ist es so rein emotional für mich doch eine sehr klare "Team Udo"-Entscheidung, speziell nachdem ja der Hoffmann nach und nach alle alten ACCEPT-Mitstreiter (Frank, Schwarzmann und nun auch Baltes...) nach und nach aussortiert hat und "sein ACCEPT" vollends zum Soloprojekt gemacht hat. Damn, der Hoffmann ist streng genommen noch nicht einmal Gründungsmitglied der Band. Da finde ich es dann durchaus nachvollziehbar, dass Udo dem jetzt, wo er Kaufmann und Baltes auf seiner Seite hat, eine Alternative gegenüber stellen will. Klar, hatte er mit U.D.O. ja an sich auch schon, aber, wer weiß, U.D.O. ist halt exklusiv sein Baby; vielleicht wollte er nicht, dass die anderen sich in sein bestehendes Gefüge einfügen müssen, sondern dafür einfach eine gesonderte Plattform.

So gut wie bei Helloween funktioniert das nicht oft, dass man ein Quintett zum Heptett oder Oktett aufbläst.
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Chris Staubach » Sonntag 2. Mai 2021, 23:10

Ok, kann ich alles nachvollziehen. Hatte nicht auf dem Schirm, dass aus DIRKSCHNEIDER nun DIRKSCHNEIDER & The Old Gang wird. Dachte, das bleiben zwei verschiedene Bands. Gut, mit U.D.O. macht er sein eigenes Ding (spielt live keine ACCEPT-Songs mehr, dafür klingen die eigenen Sachen nun vermehrt wieder danach) und mit DIRKSCHNEIDER & The Old Gang macht er so eine Art ACCEPT-Variante auf, um den lieben Wolf zu ärgern ... naja, von mir aus.

Ein bisschen muss ich Dir aber leider widersprechen, was das Interesse der Fans betrifft. Sowohl bei U.D.O. als auch (vor allem) bei RAGE sind die Zuschauerzahlen rückläufig (alles vor Corona). Während U.D.O. noch bis zu 500 Fans ziehen (immer regionsabhängig, ich weiß), sind Peavy und Band schon mit 200 Leuten glücklich. DIRKSCHNEIDER hat dagegen die Hütten komplett voll gemacht - wir reden hier von 1000 Leute aufwärts, wohingegen REFUGE noch weniger Leute gezogen haben als die Hauptband. LMO ist eh Geschichte. Das ist ja das Dilemma. Udo wollte mit DIRKSCHNEIDER seine Vergangenheit abschließen und U.D.O. stärken. Jetzt hat er gemerkt, dass er mit dem alten Kram VIEL erfolgreicher ist. Die Fans wollen ACCEPT-Songs mit Udos Stimme hören. REFUGE hat dagegen RAGE eher geschadet, weil es die Leute konfus gemacht haben. Denn sind wir doch mal ehrlich, am Ende klingt alles nach RAGE. Das hat Peavy auch verstanden und lässt REFUGE jetzt so langsam einschlafen - bis auf ein paar ausgewählte Festivalauftritte.

Und zu ACCEPT: Ja, Mark ist ein toller Nachfolger von Udo. Das Problem ist eher die Musik, die sich ab "Stalingrad" ständig nur selbst kopiert hat. Immer mal ein guter Song zwischendurch, aber eben alles schon x-fach von ihnen gehört - und (verklärt natürlich) alles war besser in den 80ern.
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 3. Mai 2021, 00:04

Ob DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG, die DIRKSCHNEIDER-Band komplett ersetzt, das weiß ich nicht, das war jetzt spekulativ, weil es halt einfach ein Zusatz ist. Wenn er das wirklich beides parallel laufen ließe, fände ich das auch komisch, weil's ja durchaus Sinn macht, Gigs mit ACCEPT-Set dann eben auch mit diesen Musikern zu spielen. Da würde es dann auch ins Bild passen, nur eine 3-Track-Single zu machen, dass dann in einem Set ein kleines bisschen was Neues kommt, aber trotzdem voller Platz für ACCEPT-Klassiker ist. Oder es ist eben ein One-off für die Single, weil die anderen Protagonisten dafür nicht den Raum haben, ausgiebig zu touren. Ich weiß es nicht, aber mit beiden Formaten eine ACCEPT-lastige Tour zu fahren, fände ich schon auch unsinnig und das erwarte ich echt nicht.

Die Besucherzahlen kann ich so nachvollziehen. Passt auch zu den Hallen, die die Bands jeweils hier in der Gegend buchen. Finde ich aber immer noch recht ordentlich, muss ich sagen. Von Balingen her betrachtet, wäre es egal, ob U.D.O., Dirkschneider oder Accept kommt, die würden dort alle zum Headliner taugen. Wobei ich witzig finde, dass Horst eher Accept auch den Slot gibt, aber nach allem, was ich mitbekomme, der Udo bei den Fans den viel größeren Stein im Brett hat, als die Hoffmann-Accept-Version. Hier bei uns in den Dörfern hieß es schon vor 20 Jahren: "Gammr nåch Balengá, Udo guggá."
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Chris Staubach » Montag 3. Mai 2021, 08:17

Das ist ja das kuriose. U.D.O. würde in Balingen nicht als Headliner funktionieren (kriegt der Horst um die Ohren gehauen), maximal in der Halle oder bei der Warm-Up-Show. DIRKSCHNEIDER, egal ob mit oder ohne The Old Gang, dagegen schon. Manchmal sind wir Fans schon echt doof :grins:

Frage1: Brauchen wir U.D.O. überhaupt noch, wenn es DIRKSCHNEIDER weiter geben sollte?
Daran anschließende Frage: Brauchen wir überhaupt noch neue Musik von U.D.O.?
Nächste Frage: Würde es eventuell reichen, wenn Udo bis zur Rente nur noch Konzepttourneen spielen würde ("nur Songs von den ersten beiden Accept-Alben"/ "Restless/Balls/Metal Heart am Stück" / "nur Songs aus den 90ern" etc.)?

Das ist u.a. auch die Frage, die ich letztens mit Peavy hatte: muss eine Band mit solch einer Vergangenenheit (jetzt beispielsweise RAGE) überhaupt noch neue Alben veröffentlichen, um auf Tour gehen zu können? Würde es nicht auch hier reichen, wenn Peavy eine Tour mit Songs bis einschließlich "Execution" ankündigt, dann mit REFUGE die Trio-Besetzung spielt, danach als Quartett auf Tour kommt und später die Smolski-Ära abdeckt? Zwischendurch noch Orchester-Shows...

Das gilt ja für so viele Bands. Brauchen wir noch neues Material von Bands wie Vicious Rumors, Metallica, Destruction, W.A.S.P., AC/DC und Konsorten? Das ist alles subjektiv natürlich und hängt immer von der Qualität ab, aber jetzt mal wirklich objektiv? Die Bands wollen kreativ sein und haben Spaß daran, aber manchmal klingt das wie aufgewärmter Kaffee. Würden wir nicht auch zu den Bands pilgern, wenn sie auf Tour kommen würden und hätten kein neues Album im Gepäck? Ein paar Veränderungen in den Setlisten müssten natürlich schon immer sein (das klappt nicht bei allen wie bei KISS) :grins:
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 3. Mai 2021, 11:14

Also für mich persönlich kann ich die Frage danach, ob wir von XYZ noch neue Alben brauchen, ganz klar und unzweifelhaft mit "Ja!" beantworten, und zwar tatsächlich für jede Band, die ich mag, denn ich empfinde eine Band, die nicht mehr kreativ ist, sondern nur noch Nostalgie-Gigs spielt, als künstlerisch tot. Das mag dann zwar ein nettes Entertainment-Event sein, an dem man Spaß hat, aber für mich haben solche Klassiker-Setlist, bei denen man nur die Hits aus den Achtzigern oder von den ersten fünf Alben spielt, immer einen faden Beigeschmack.

Mir sind Bands emotional näher, die nur (noch) Alben machen und nicht touren, als Bands die nur touren und keine Alben (mehr) machen, denn für mich ist und war immer der kompositorische Kreativprozess und die Studioarbeit die wirkliche Essenz des Bandseins und des Musizierens. Wer nicht mehr kreativ ist, ist für mich Coverband seiner selbst. Daher würde ich in der Tat wohl nicht mehr oft zu den Gigs einer Band gehen, bei der ich davon ausgehe, dass sie mit dem Kreativprozess abgeschlossen hat. Da würde mir dann im Zweifel "noch einmal sehen" ausreichen.

Es ist bei mir auch tatsächlich so, dass fast ausnahmslos das aktuellste Album einer Band das Album ist, das bei mir am häufigsten läuft, und zwar auch dann, wenn ich es nicht so gut finde wie den einen oder anderen Klassiker, einfach weil mich die Auseinandersetzung mit neuen Werken mehr reizt als das Rekapitulieren von Songs, die ich eh auswendig kenne.

Wenn "Objektivität" in dem Fall allerdings den Fokus auf die Rentabilität legt, dann mag das durchaus sein, dass U.D.O. oder RAGE keine neuen Alben mehr machen müsste, sondern sich mit variierenden Klassikersets zur Rente hangeln könnten, da ja heute mit Touren eh mehr verdient ist als mit Platten. Andererseits könnte ich mir schon vorstellen, dass ohne neue Alben die Resonanz doch auch langsam zurück ginge, weil ich sicherlich nicht der Einzige bin, der nach wie vor hungrig nach neuem Material ist. Klar, die Mehrheit des Konzert- und Festivalpublikums will immer die Klassiker hören, aber es gibt schon auch noch viele Die-Hard-Fans, die extrem gespannt auf neue Songs sind.
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Re: U.D.O. / Udo Dirkschneider

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 29. Mai 2021, 00:33

Die dritte Videosingle von der kommenden EP:

https://www.powermetal.de/news/news-DIR ... 50685.html

Gefällt mir erneut sehr gut, der Song. Klar ist das irgendwie schon Schema F, aber einfach toll gemacht. Und es ist schön, eine Band mehr zu haben, bei der ich mich ganz explizit aufs Gitarrensolo freue. Das passiert mir nicht so unheimlich oft.
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