Ozzy Osbourne

Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 7. Februar 2020, 18:47

Jo. Bin ich bei Nils. Für mich ist Ozzy ein toller Sänger. Gefühlvoll, eigenständig... sicher leicht nölig und ohne stimmliche Höchstschwierigkeiten, aber ansonsten ziemlich ohne Fehl und Tadel.

Was die Alben angeht, finde ich "No More Tears" und "Ozzmosis" richtig stark, das 80er-Schaffen gut bis grandios. Kompositorisch teils unterwältigt bin ich auch erst ab 2000 von vielen Alben und Stücken.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon frankjaeger » Freitag 7. Februar 2020, 18:47

Ozzy is the fucking prince of darkness. He rules.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 22. Februar 2020, 11:58

frankjaeger hat geschrieben:Ozzy is the fucking prince of darkness. He rules.

Ich bin halt eher Antiroyalist.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon luketheevil86 » Donnerstag 19. März 2020, 20:51

Hey,
hätte da mal ne Frage:
Hat jmd ´Ordinary Man´ schon gehört?
Und wenn ja; Wie ist es? bzw. Lohnt es sich das Album zu kaufen?
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 19. März 2020, 21:08

Also die "Ordinary Man" lief bei mir sehr ausgiebig und ich finde, dass es sich durchaus lohnt sie zu kaufen, dass es aber - ganz nach persönlicher Präferenz - schon auch Gründe geben kann, sie zu meiden.

Erst einmal die Pro-Argumente:

+ Das Album hat etliche sehr eingängige und bisweilen auch ohrwürmelige Hits.

+ Das Album hat einen gewissen Spirit und der Spirit sagt: "Farewell, my friends!". Will sagen, dass sich das Album durchaus so anfühlt, musikalisch wie auch lyrisch, als wolle Ozzy zum Abschied leise servus sagen, weil er es durchaus für möglich hält, dass es sein letztes Album sein könnte. Subjektive Empfindung, aber ja, sie ist sehr deutlich und viele teilen sie.

+ Gastmusiker: Slash liefert ein paar schöne Gastsoli und Duff McKagan ist als Basser intensiv beteiligt. Wer ein paar Guns'n'Roses-Vibes verträgt, kann also durchaus auch hier einiges für sich finden. Und Elton John darf ruhig auch mal auf einer Metalscheibe mitwerkeln. Travis Scott. Tom Morello. Post Malone? Der darf auch... ob er soll? Siehe unten.

+ Ozzy singt sehr gut, allerdings manchmal sehr klar und hell und sauber. Ob man da nun Autotune-Spekulationen betreiben mag, sei jedem selbst überlassen.

+ Das Album ist von den Songtypen und den Einflüssen her recht vielseitig und bleibt so halbwegs spannend.


Die Kehrseiten sind:

- Das Abschieds- und Todesthema zieht sich massiv durch, und manch einem könnte das zu viel Melancholie und Tränendrüse sein.

- Die oben genannte Klarheit der Stimme ist manchmal so auffällig, dass man eben doch ein bisschen zweifeln muss, dass Ozzy das wirklich so gesungen hat. Das macht es ein wenig steril und die Spekulation von wegen Autotune und Pitch-Shifting drängt sich halt doch ein bisschen auf.

- Im Bereich der Riffs an sich ist das Ding jetzt nicht so mega spannend, finde ich. Der Andrew Watt (Produzent) macht seine Sache ordentlich aber nicht irgendwie beeindruckend, und nach Rhoads, Lee und Wylde sind die Fußstapfen halt doch recht groß.

- Es wird nicht jeder Metaller sich darüber freuen, dass das Album zwei Songs enthält, die hörbare Kooperationen mit Post Malone sind. Ich finde es jetzt nicht schlimm, aber manche wir das R&B-Element bestimmt stören.

- Manche Lyrics sind ein wenig dämlich bis peinlich: "I make you scream, I make you defecate!" - WTF...?
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. März 2020, 21:42

luketheevil86 hat geschrieben:Hey,
hätte da mal ne Frage:
Hat jmd ´Ordinary Man´ schon gehört?
Und wenn ja; Wie ist es? bzw. Lohnt es sich das Album zu kaufen?


Ich hab da ne Rezi zu geschrieben:

https://powermetal.de/review/review-Osbourne__Ozzy/Ordinary_Man,36565,36400.html

Gekauft habe ich das Scheibchen bisher noch nicht. Kommt natürlich noch, aber eher im Midprice-Sektor.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 19. März 2020, 21:54

Ich habe tatsächlich auch noch keinen Ton von der Scheibe gehört. Aber viel gelesen.
Hab mich dann nicht getraut reinzuhören. Sollte ich vielleicht mal machen. Priorität hat die Scheibe aber nicht.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 19. März 2020, 22:18

Angst haben muss man nicht, vor der Scheibe. Sie ist nicht furchtbar. Sie ist aber auch kein überragendes Spätwerk, wie es manch anderer Band in den letzten Jahren gelungen ist. Es könnte aber ein sentimentales Abschiedswerk sein. Dafür ist es ein bisschen arg "gefällig" und "poppig", sag ich mal. Es ist schon ein wenig skurril, wenn sich fast jeder Song um Abschied und ums Sterben usw... dreht, man dann aber einer musikalisch doch eher leichten Muse und einem recht polierten Sound begegnet. Wenn ich da zum Vergleich an die "13" von Black Sabbath, die "The Devil You Know" von Heaven And Hell oder an die "American Recordings" von Johnny Cash denke, oder an die "Bad Magic" von Motörhead, dann wurde da das Konzept des "Farewell" doch auch musikalisch und klanglich etwas passender umgesetzt.

Ich will übrigens hier Ozzy nicht in die Rente oder gar ins Grab halluzinieren, sondern es zieht sich halt thematisch doch wie der rote Faden schlechthin durch die Platte:

# 01 - Straight To Hell - Straight to Hell tonight - We’re going straight to hell
# 02 - All My Life - Heaven can take me - But no one can save me from hell again
# 03 - Goodbye - I'm leaving Believing My work down here is done So it's goodbye (Bye-bye)
# 04 - Ordinary Man - Don't forget me as the colours fade. The truth is I don’t wanna die an ordinary man.
# 05 - Under The Graveyard - Ain’t livin this lie no more It's cold in the graveyard We all die alone I’m waiting for you
# 06 - Eat Me - okay, der nicht
# 07 - Today Is The End - The sun is black, the sky is red And it feels like today is the end (Fear in their eyes)
# 08 - Scary Little Green Men - Der auch nicht... Verschwörungstheoretikerkram mit Außerirdischen
# 09 - Holy For Tonight - I'm running out of time forever, I'm someone they won't remember, Tomorrow is my last goodbye
# 10 - It's A Raid - der nicht
# 11 - Take What You Want - der auch nicht

7 von 11 Songs haben also eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Abschiedsthematik.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon luketheevil86 » Freitag 20. März 2020, 13:06

Erstmal danke an Rüdiger für die Pro/Kontra Argumentation :) - hab mir Teile der Scheibe jetzt via YouTube mal angehört und muss dir recht geben: Die Abschieds-Vibes sind schon eindeutig. Das Album ist (meiner Meinung nach) etwas zu "poppig" und kann auf keinen Fall an die ersten Ozzy Alben anknüpfen. (von Black Sabbath ganz zu schweigen :-/ )
Jhonny erwähnt in seinem Review das das Album "durchwachsen" ist: Muss ich ihm Recht geben - das Ding wirkt für mich ein wenig zwanghaft. Ja, vielleicht sogar zwanghaft sich dem Mainstream ein wenig zu öffnen.
Jhonny´s Fazit (letzter Abschnitt seiner Rezi) würd ich genauso unterschreiben.
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Re: Ozzy Osbourne

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 21. März 2020, 12:06

Also bei einem Ozzy-Album im Jahre 2020 im Zusammenhang mit Autotune oder Pitchshifter von Spekulation zu reden ist wohl der Euphemismus des bisherigen Jahres. Natürlich ist die Stimme im Studio totbearbeitet worden, machen ja sehr viele und ist erst mal kein allzu großes Problem, fällt halt bei jemandem wie Ozzy sehr deutlich auf weil man halt weiß, dass der nicht (mehr) so klingt.
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