Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

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Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 23. Oktober 2017, 22:39

Stelle gerade fest, dass wir noch keinen RAGE-Thread haben, und da will ich mal meinen Sammelkauf der beiden History-Boxen nutzen, eben jenen zu starten.

Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen dazu komme, die hübschen Erwerbungen auch gebührend zu feiern, indem ich mich mal chronologisch durch das Oeuvre der elend lange nimmer gehörten Perlen wühle. Daher läuft nun auch gerade die feine AVENGER-Scheibe "Prayers of Steel" in der neuen Doppel-CD-Auflage. Es dürfte locker 20 Jahre her sein, dass das Ding bei mir zum letzten Mal lief. Damals, als es kurze Zeit den Rerelease auf GUN-Records und als Bonus-CD der "Black In Mind" gab. Den Sound hat Marcos richtig gut remastert, wie ich finde. Der Bass wummert herrlich; erinnert mich vom Klangbild etwas an den Rerelease des "Shadow Thief"-Demos von JAG PANZER. Roh, ungeschliffen, aber dennoch sehr differenziert. Macht sehr viel Spaß, klingt herrlich knusprig.

Die Bonus-CD mit den frühen Demos läuft im Moment und ist auch rundum geil; das "Faster Than Hell"-Demo hat in meinen Ohren noch einen etwas stärkeren NWoBHM-Touch als das Album. Erinnert mich bei manchen Hooklines an frühe SATAN. Ach ja, was mich etwas verwirrt, das ist, dass bei Metal Archives insgesamt 5 Demos gelistet sind (3 x 1983, 1 x 1984, 1 x 1985), und das "Faster Than Hell"-Demo unter 1983 steht; auf der CD allerdings 1984 zugeordnet wird, ebenso das zweite Demo (das bei der Klampfe hier und da einen leichten MOTÖRHEAD-Touch abbekommen hat). Ach ja, dann noch die Rehearsals... Die laut Metal Archives existierenden Songs 'Rock of Anger', 'Mirror' und 'Great King Wenzeslaw' fehlen. Kennt die jemand? Gerade der letzte würde mich aufgrund des feinen Titels schon sehr interessieren. Die Originaldemos scheint keiner zu haben; zumindest finden sich weder bei Musiksammler.de noch bei Metal Archives Abbildungen der Covers.

So oder so, "Prayers..." ist eine echt sehr schöne Neuauflage geworden, die auch ein schön aufbereitetes Artwork mitbringt, das mal nicht verschwommen oder verpixelt ist, wie es bei vielen anderen Neuauflagen dieser Tage leider die Regel ist.

Bild

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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Erasmus » Sonntag 12. November 2017, 01:33

Weil "Lingua Mortis" auch im Titel ist, mach ich jetzt hier mal den Unqualifizierte-Äußerung-Post: Meine bisher einzige Begegnung ist diese neuere LMO, auf der es irgendwie um Hexen geht. War aber furchtbar langweilig und rangierte textlich auf dem Niveau von selbstgeschriebenen Schultheaterauführungen im Fach Englisch. Sollte ich trotzdem mal was "echtes" von Rage probieren?
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 12. November 2017, 01:40

Ja, auf jeden Fall. Das eine hat mit dem anderen nur sehr bedingt zu tun. Ich denke, dass vom Debüt bis zur "Black In Mind" eigentlich alle Alben guter Erasmus-Stahl sein sollten. Irgendwo zwischen klasssich teutonisch und speedig, dazu Peaveys eigenständiger Gesang und viele, viele Hits wie 'Invisible Horizon', 'Light Into The Darkness', 'The Pit & The Pendulum', 'The Missing Link' etc etc. sollten dir reinlaufen. Selbst die "Lingua Mortis" und vor allem die "XIII" sind trotz Orchester noch wirklich stark. Das erste Album, das mir nicht gefiel war "Ghosts".

Insgesamt habe ich mich mit und nach diesem Album dann auch sehr von der Band entfernt. Heute finde ich das immer noch alles gut, wenn ich es höre - auch die neueren Sachen - aber so richtig meine Musik ist es nicht mehr. Deine sollte es aber sein.
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 12. November 2017, 04:03

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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 12. November 2017, 12:34

Ich finde die neuen Sachen eigentlich ganz knorke. Der Bombast ist raus, die rocken wieder richtig. Aber ich mag tatsächlich jedes Album und die neuere Phase, als Peavey begann, nicht mehr so furchtbar hoch zu singen, sogar besser als die Frühphase.
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 12. November 2017, 13:18

Also ich hab Rage so zu 21 etwa aufgehört aktiv zu verfolgen, da klang irgendwann alles sehr gleich und auch nicht mehr so spritzig wie noch früher. Seit dem neuen Line-Up ist das aber wieder anders und die letzten beiden Alben find ich richtig gut, live sind die auch wieder völlig überragend und mit einer Spielfreude unterwegs, die nur wenige junge Bands so konstant mitbringen. Dass Peavy gerade live auch noch unglaublich sympathisch rüberkommt, macht die Sache auch nicht gerade schlechter.
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Jhonny » Sonntag 12. November 2017, 22:39

Erasmus hat geschrieben:Weil "Lingua Mortis" auch im Titel ist, mach ich jetzt hier mal den Unqualifizierte-Äußerung-Post: Meine bisher einzige Begegnung ist diese neuere LMO, auf der es irgendwie um Hexen geht. War aber furchtbar langweilig und rangierte textlich auf dem Niveau von selbstgeschriebenen Schultheaterauführungen im Fach Englisch. Sollte ich trotzdem mal was "echtes" von Rage probieren?


Die LMO-Scheibe ist absoluter Müll, leider.

Meiner Einschätzung nach fährst du besser mit dem alten Stoff (bis "Black In Mind") als mit den letzten beiden.
Ob dir die Band taugt, ist letztlich davon abhängig, ob du mit Peavy klarkommst. Wenn ja gilt einfach 1:1 der Post von Peter ;-)
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon frankjaeger » Montag 13. November 2017, 08:56

Jhonny hat geschrieben:Die LMO-Scheibe ist absoluter Müll, leider


Nö.
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon Jhonny » Montag 13. November 2017, 09:58

frankjaeger hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Die LMO-Scheibe ist absoluter Müll, leider


Nö.


Wir reden schon von LINGUA MORTIS ORCHESTRA feat. RAGE aus dem Jahr 2013, oder?
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Re: Rage / Refuge / Avenger / Lingua Mortis

Beitragvon frankjaeger » Montag 13. November 2017, 11:14

Ja. Ich finde den Opener absolut klasse. Danach flacht es ab, aber ein gutes Album ist es dennoch, finde ich.
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