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von Rüdiger Stehle » Samstag 10. Januar 2015, 18:43
Nachdem der Schinkengott bis heute in diesem Forum keinen Thread bekommen hat, ist es nun an der Zeit. Die ersten vier Scheiben kenne ich seit meinen Teenie-Jahren, wobei ich gerade mit der vierten nicht mehr recht warm geworden bin, insbesondere den Videoclip zu "Cantspeak" erbärmlich fand, und daher die Verfolgung der Band eingestellt habe. Gestern habe ich nun die Gelegenheit genutzt, und bei Discogs die Sammlung chronologisch weiter verfolgt, indem ich mir für je 6,25 Euro (inkl. Porto) die "5: Blackacidevil" und die "6:66 Satan's Child" bestellt habe. Heute sind sie nun auch schon im Briefkasten gewesen (nach knapp 36 Stunden), und die ersten Hördurchläufe sind absolviert. Erwartungsgemäß - man hat ja vor Jahren schon den einen oder anderen Song von jeder Scheibe gehört - ist die extrem elektronische "5" ein ziemlich nerviges Scheibchen mit ein oder zwei Lichtblicken, aber, und darum ging es mir bei der Bestellung eh hauptsächlich, die "6:66" ist ein echter Hammer, der sich hinter den ersten dreien nicht allzu sehr verstecken muss. Da sind ein paar echte Volltreffer drauf, die zum Besten gehören, was Danzig so veröffentlicht hat. Der Elektro-Kram ist deutlich zurück gefahren, die Doom/Sabbath-Einflüsse sind wieder größer und der Johnny Cash auf den Leib geschriebene Song 'Thirteen' zum Schluss ist ebenso toll wie der Opener 'Five Finger Crawl' oder der Hit 'Belly of the Beast'. Außerdem habe ich vor der Bestellung bei Discogs lange Preise recherchiert, und während man die "5" natürlich an jeder Ecke nachgeworfen bekommt, da ist die "6:66" - seinerzeit ja auf NB erschienen - wirklich kaum mehr zu realistischen Preisen zu bekommen 20-25 Euro sind die Regel, aber es geht durchaus auch bis über 40 Euro für die CD im schwarzen Jewel-Case. Daher verbuche ich die Bestellung mal als echtes Schnäppchen. Was sind eure Danzig-Favoriten? Was haltet ihr speziell von 5 und 6? https://www.youtube.com/watch?v=coTL7PZ8JiQP.S.: Wenn jemand weiß, wo ich die Samhain-Alben zu einem fairen Preis bekommen kann, dann bitte Bescheid geben! 
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von Rüdiger Stehle » Freitag 15. April 2016, 00:04
Dead thread, another episode: Zur Feier der Fast-Komplettierung war heute mal DANZIG-Abend. Es liefen bisher 3x die "777 - I, Luciferi" und jetzt "Dethred Sabbaoth".  Die "777" hat ein paar Songs, die richtig fies unter die Haut gehen. "Black Mass", "Dead Inside", "Kiss The Skull", das Titelstück, "Angel Blake" und den Nausschmeißer "Without Light, I Am" finde ich richtig stark. Die Produktion ist ein wenig komisch und lässt das Album nur wenig atmen, aber trotzdem hat das Ding seinen Reiz. Sicher nicht die beste DANZIG, im Zweifel nicht einmal qualitativ in der ersten Hälfte der Diskographie, aber doch, sie hat was.  Die "Dethred Sabbaoth" ist viel gefälliger und geschmeidiger in Szene gesetzt, und auch viel leichter zugänglich. Da fühlt man sich als Freund des Frühwerks viel schneller zu Hause, aber dafür ist das Album auch ein kleines bisschen vorhersehbarer. So richtig hinterhältige Momente und creepy Songs sind eher die Seltenheit, aber dafür rockt der Schinkengott die Schwarte im satten, finsteren Gruftknochentanz, dass wirklich Spaß angesagt ist. Halt wieder mehr die Evil-Elvis-Geschichte. Um den Reigen der Studioalben komplett zu machen, hab ich mir nun doch ausnahmsweise mal die "Circle of Snakes" als Russlandpressung von CD Maximum bestellt. Wenn die hier auch alle zu blöd sind, solche Alben verfügbar zu halten. Die "Lost Tracks"-Compilation gibt's kaum unter 100 Kröten. Wenn jemand weiß, wo eine zu fairem Preis zu haben ist, dann darf er mir gerne Bescheid geben.
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von Jhonny » Dienstag 24. Mai 2016, 14:29
Ich hab mittlerweile die ersten drei Scheiben, und das Debüt auch einige Male gehört. Das ist schon echt guter Stoff, schade, dass ich die Band so lange übergangen habe. Mir schwant fürchterliches, wenn ich die anderen beiden Alben auch so gut finden sollte, dass mir eine Komplettierung droht 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. Mai 2016, 14:04
Ich sag mal so:
Du wirst die ersten drei vermutlich alle ziemlich gut finden. Man muss Danzig aber trotzdem nicht unbedingt komplett haben. Ab der vierten, spätestens ab der fünften Scheibe gibt's schon immer wieder stärkere Durchhänger, wobei dann Scheiben wie "6:66 Satan's Child" oder "Circle Of Snakes" auch wieder richtig stark sind. Da man die schwachen Scheiben oft sehr günstig kriegt, ist dem Komplettisten da auch kein großer Stein in den Weg gelegt. Manch bessere Spätwerke sind aber schwierig zu kriegen. Am ehesten bei Discogs, wenn auch als Russland-Import.
Richtig genial sind die drei SAMHAIN-Scheiben, aber da wirst du einiges hinlegen oder viel Geduld haben müssen.
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von Jhonny » Donnerstag 26. Mai 2016, 18:43
Es gibt ja immer auch die Hoffnung auf Rereleases 
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von Dr. Best » Montag 30. Mai 2016, 00:43
Johnny: hör nicht auf den Rüdiger. Meiner bescheidenen Meinung nach bracht man die Samhain-Scheiben (auf deren Re-Release ich auch noch warte...) und die ersten drei Solo-Alben. Schon die vierte fällt in meinen Ohren gut vom Frühwerk ab, auch wenn man da noch recht nah am Band-Sound bleibt. Danach konnte mich eigentlich kein Album mehr so richtig begeistern. Im Gegenteil: gerade die von Rüdiger so "hochgelobte" (jaja, etwas übertrieben) 6:66 finde ich größtenteils immer noch schrecklich auf modern getrimmt und erreicht mich nur selten. Danach kenne ich nur die "Deathred Sabaoth", die ich im Vergleich zu den Referenzalben als Vorhersehbar aber gut abstempeln würde und das Coveralbum, welches vollkommene Totalgrütze ist. Zumindest ich werde so wohl nicht mehr zum Danzig-Komplettisten. Leider, hat ja gut angefangen, der Glenn!
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von Jhonny » Montag 30. Mai 2016, 12:55
Dr. Best hat geschrieben:Johnny: hör nicht auf den Rüdiger. Meiner bescheidenen Meinung nach bracht man die Samhain-Scheiben (auf deren Re-Release ich auch noch warte...) und die ersten drei Solo-Alben. Schon die vierte fällt in meinen Ohren gut vom Frühwerk ab, auch wenn man da noch recht nah am Band-Sound bleibt. Danach konnte mich eigentlich kein Album mehr so richtig begeistern. Im Gegenteil: gerade die von Rüdiger so "hochgelobte" (jaja, etwas übertrieben) 6:66 finde ich größtenteils immer noch schrecklich auf modern getrimmt und erreicht mich nur selten. Danach kenne ich nur die "Deathred Sabaoth", die ich im Vergleich zu den Referenzalben als Vorhersehbar aber gut abstempeln würde und das Coveralbum, welches vollkommene Totalgrütze ist. Zumindest ich werde so wohl nicht mehr zum Danzig-Komplettisten. Leider, hat ja gut angefangen, der Glenn!
Ich weiß Rüdigers Jubelarien schon einzuschätzen Aber meist seh ichs halt sehr ähnlich...
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von Rüdiger Stehle » Montag 30. Mai 2016, 13:46
Jubelarien? Ich finde mich in dem Begriff mal so gar nicht wieder. Jubelarien machen andere Leute. Ich bin da recht stoisch. Finde halt sehr vieles gut, aber mit Superlativen und Abfeiereien habe ich es eigentlich gar nicht. Dr. Best hat geschrieben:Johnny: hör nicht auf den Rüdiger.
Öhm, dir ist schon klar, dass wir eigentlich - mit minimalen graduellen Unterschieden - genau das Gleiche sagen, nur halt mit der Maßgabe, dass ich aus der Komplettisten-Ecke komme und du nicht? Schau mal: Dr. Best hat geschrieben:Meiner bescheidenen Meinung nach bracht man die Samhain-Scheiben (auf deren Re-Release ich auch noch warte...) und die ersten drei Solo-Alben. Schon die vierte fällt in meinen Ohren gut vom Frühwerk ab, auch wenn man da noch recht nah am Band-Sound bleibt.
gegenüber: Hugin hat geschrieben:Du wirst die ersten drei vermutlich alle ziemlich gut finden. Man muss Danzig aber trotzdem nicht unbedingt komplett haben. Ab der vierten, spätestens ab der fünften Scheibe gibt's schon immer wieder stärkere Durchhänger,
Wo genau ist da jetzt der Ansatz, den Jhonny davor zu warnen auf mich zu hören? Dr. Best hat geschrieben:Danach konnte mich eigentlich kein Album mehr so richtig begeistern. [...] Danach kenne ich nur die "Deathred Sabaoth", die ich im Vergleich zu den Referenzalben als Vorhersehbar aber gut abstempeln würde und das Coveralbum, welches vollkommene Totalgrütze ist. Zumindest ich werde so wohl nicht mehr zum Danzig-Komplettisten. Leider, hat ja gut angefangen, der Glenn!
Von den immerhin fünf Alben, von welchen du zwei gehört hast? Das Coveralbum habe ich eh außen vor gelassen, da für mich nicht relevant. Die "Dethred" sehe ich genauso wie du. Die "777" ist sehr durchwachsen, die "Circle of Snakes" ist stark ohne allzu viele echte Überfliegersongs. Im Gegenteil: gerade die von Rüdiger so "hochgelobte" (jaja, etwas übertrieben) 6:66 finde ich größtenteils immer noch schrecklich auf modern getrimmt und erreicht mich nur selten.
Jo, sie ist relativ modern, sie ist kein Pflichtalbum, für mich ist sie dennoch "stark", weil sie ein paar echte Volltreffer hat (v.a. Belly of the Beast und den Titelsong), und sie ist wieder viel deutlich härter und metallischer als die beiden Vorgänger und entbehrt nervigen Nölkram wie "Cantspeak" oder die komplette "5". Dass "hochgelobt" etwas übertrieben ist, hast du treffend erkannt. Ich glaube, dass sie Jhonny gefallen wird, und darum ging's ja.
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von Jhonny » Montag 30. Mai 2016, 20:02
Meist ist Rüdigers Geschmack dem meinen doch recht ähnlich - auch wenn das andersrum sicher nicht zutrifft, gilt für mich meist schon: Was Rüdiger gefällt, gefällt mir auch 
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von Dr. Best » Montag 30. Mai 2016, 22:13
Nunja, Rüdiger, das ist jetzt aber schon Rosinenpicken. Klar sind die Aussagen zu den Alben bis Mitte 90er quasi identlisch, mir ging es mehr um die Alben danach, die ich stark anders sehe als du. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wo genau ist da jetzt der Ansatz, den Jhonny davor zu warnen auf mich zu hören?
Da zum Beispiel: Rüdiger Stehle hat geschrieben:die "6:66" ist ein echter Hammer, der sich hinter den ersten dreien nicht allzu sehr verstecken muss.Da sind ein paar echte Volltreffer drauf, die zum Besten gehören, was Danzig so veröffentlicht hat.
oder da: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die "777" hat ein paar Songs, die richtig fies unter die Haut gehen. "Black Mass", "Dead Inside", "Kiss The Skull", das Titelstück, "Angel Blake" und den Nausschmeißer "Without Light, I Am" finde ich richtig stark.
und da auch: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die "Dethred Sabbaoth" ist viel gefälliger und geschmeidiger in Szene gesetzt, und auch viel leichter zugänglich. Da fühlt man sich als Freund des Frühwerks viel schneller zu Hause, aber dafür ist das Album auch ein kleines bisschen vorhersehbarer. So richtig hinterhältige Momente und creepy Songs sind eher die Seltenheit, aber dafür rockt der Schinkengott die Schwarte im satten, finsteren Gruftknochentanz, dass wirklich Spaß angesagt ist.
Das klingt alles so, als wären das mindestens fast so gute Alben wie die frühen Scheiben. Und nein, dieser Meinung bin ich konsequent energisch nicht. Für mich versteckt sich auf 6:66 kein Kracher, geht auf 777 nur wenig unter die Haut und Dethred rockt im Vergleich zu früher mit angezogener Handbremse. Das sind schon unterschiedliche Aussagen für mich, oder? Rüdiger Stehle hat geschrieben:Dr. Best hat geschrieben:Danach konnte mich eigentlich kein Album mehr so richtig begeistern. [...] Danach kenne ich nur die "Deathred Sabaoth" und das Coveralbum [...].
Von den immerhin fünf Alben, von welchen du zwei gehört hast?
Es mag ja Dipfelesscheisserei sein, aber wo schrieb ich denn dass ich die restlichen nie gehört hätte? Reingehört habe ich tatsächlich in alle, ausser benannte Alben aber nie zu Ende geschafft, wodurch ich nicht sagen würde sie zu kennen. Die "Circle Of Snakes" habe ich sogar gestern auf Youtube extra nochmal angefangen und nach den ersten 3 Songs dank Tommy Victor vollkommen entnervt aufgegeben. Nee, da gehen wir wohl nicht konform.
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