Savatage / TSO etc...

Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 29. Januar 2026, 19:03

Schön beschrieben, und ich denke auch treffend.

Ich bin ein Jon-Oliva-Jünger von A bis Z, aber trotzdem ist für mich "Edge of Thorns" ein durch und durch wundervolles, atmendes, emotionales und - wie Pillamyd sagt - freies Album. Und es ist ja nun nicht so, dass Jon Oliva mal eben wenig damit zu tun gehabt hätte. Zak Stevens macht seine Sache wundervoll, und sowohl die Diskographie als auch die "Sava-Family" haben durch dieses Album und diesen weiteren tollen Sänger in der Legacy mächtig hinzu gewonnen. Und natürlich erhält es auch dadurch einen so erhabenen wie melancholischen Touch, dass es das letzte Werk mit Criss Oliva (und Doc Wacholz) ist. Beim Videoclip zum Titelstück ist mir immer zum heulen. Der lief beim Headbangers Ball, direkt nachdem Vanessa Warwick vom Unfalltod berichtet hat. Weiß ich noch, als wäre es gestern gewesen.

https://www.youtube.com/watch?v=xHNVK9NY4JE
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Pillamyd » Freitag 30. Januar 2026, 00:20

Ein wichtiger Punkt, den wir bisher gar nicht angesprochen haben.
Ich bin auch gespannt, welche Eindrücke mich nach Criss tragischem Tod auf den nächsten Alben erwarten. Die kenne ich ja alle noch nicht.

Zunächst werde ich aber erst einmal die ersten 3 Alben + EP wieder hören, um auch die nochmal aufzufrischen. Vielleicht offenbaren sich mir dabei auch neue Erkenntnisse. In welche Richtungen auch immer.
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Havoc » Freitag 13. Februar 2026, 20:39

Pillamyd hat geschrieben:Du scheinst ja insgesamt ein bisschen mehr von der Band zu kennen als ich. Würde mich ja interessieren, was so deine aktuellsten Gedanken dazu sind.


Meine Geschichte mit Savatage lautet wie folgt.
Vor ca. 25 Jahren habe ich von irgendwem mal die "From The Gutter To The Stage (Best Of 81-95)" gebrannt bekommen. Die fand ich gut, aber es hat mich nie so vollends begeistert. Irgendwie war das nicht so richtig meine Band. Dennoch kaufte ich mir dann etwas später die Alben "Hall Of The Mountain King" und "Streets (A Rock Opera)". Ich fand die Alben richtig gut, aber aus irgendeinem Grund legte ich die sehr selten auf. Ganz komisch eigentlich. Erst vor ca. 3 Jahren (vermutlich durch dieses Forum ;-) ) rückte die Band dann noch mal in meinen Fokus, sodass ich mir "Dead Winter Dead", "Edge Of Thorns" und "The Wake Of Magellan" kaufte. Und siehe da. Die gefielen mir alle ziemlich gut. Und auch Zak Stevens läuft mir fast besser rein als Jon Oliva. Wobei ich nie behaupten würde, dass er besser ist. Will da eigentlich auch gar nicht groß unterscheiden. Ich mag inzwischen beide Sänger sehr gerne. Beide passen super zu Savatage. Tjo. Und erst vor kurzem sind ja dann nun die aus meiner Sicht drei mir noch am wichtigsten erscheinenden Alben "Gutter Ballet", "Handful Of Rain" und "Power Of The Night" in meine Sammlung gewandert. Dies bedeutet, dass mir nun nur noch "Sirens / The Dungeons Are Calling" (Wer hat das Cover der Neuauflage verbrochen!!) sowie die eigentlich fast überall als schwächste Alben ansgesehenen "Poets And Madmen" und "Fight For The Rock" fehlen. Siehe auch Diskografiecheck hier auf Powermetal. Bei wirklich allen Teilnehmern belegt eines dieser beiden Alben den letzten Platz. Dennoch muss ich die wohl irgendwann noch haben. Weiß aber nicht, ob ich diese auch jetzt schon nachschieße. Mal sehen. Kann gerne demnächst mal was zu den Alben schreiben. Will aber erst mal noch was weiter hören, da vieles ja auch für mich noch ziemlich neu ist. Auch wenn ich so manchen Song davon schon mal vorher gehört hatte. Wie dem auch sei. In mir erwächst gerade die Erkenntnis, dass Savatage wirklich eine ganz besondere einzigartige Band ist.
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Pillamyd » Freitag 13. Februar 2026, 21:01

Danke für deine Erklärung.
Wir haben ja dann schon auch zur Erkenntnis gewisse parallelen. Deswegen hatte ich irgendwie auch nachgefragt. Bei mir werden heute auch noch die Alben laufen, die ich habe. Für April habe ich mir dann vorgenommen, noch ein bisschen tiefer zu gehen und mir den Rest zu besorgen.

Ich gehe gerade schon sehr steil auf die Alben zwischen "Hall Of The Montain King" und "Edge Of Thorns". Von den Alben vor "Hall Of The..." gefallen mir "Sirens" und "The Dungeons Are Calling" wesentlich besser als "Power Of The Night" und "Fight For The Rock". Das mir das bei dem 1985er Werk so geht, überrascht mich etwas, weil ich es deutlich stärker in Erinnerung hatte.

Ich kann mich übrigens noch erinnern...und auch die Scheibe möchte ich noch auflegen:
"Raise The Curtain", das Solo Album von Oliva. Die wurde ja von vielen recht heftig verrissen. Mir hat sie damals noch vor bevor ich SAVATAGE auf Albumlänge kannte, sorichtig gut gefallen. Da bin ich mal gespannt. Lief vermutlich Jahre nicht mehr.
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Havoc » Freitag 13. Februar 2026, 21:07

Pillamyd hat geschrieben:Von den Alben vor "Hall Of The..." gefallen mir "Sirens" und "The Dungeons Are Calling" wesentlich besser als "Power Of The Night" und "Fight For The Rock". Das mir das bei dem 1985er Werk so geht, überrascht mich etwas, weil ich es deutlich stärker in Erinnerung hatte.


Habe die "Power Of The Night" nun erst zwei, drei Mal gehört. Aber mein Eindruck geht für den Anfang auch eher in die Richtung, dass ich da etwas mehr erwartet hätte. Wobei die ja hier im PM Soundcheck tatsächlich auch recht weit unten gelandet ist. Irgendwie komisch, da die doch eigentlich auch als echter Klassiker gilt soweit mir bekannt. Naja. Vielleicht wächst sie ja noch was. Schwach ist die ja nun wahrlich auch nicht. ;-)
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Pillamyd » Freitag 13. Februar 2026, 21:26

Ja der Autor des SCs war aber auch überrascht über die Platzierung. Ich hab die aber auch immer als Klassiker abgespeichert. Für meinen Geschmack ist die aber etwas zu harmlos. Da trägt aber auch die Produktion ihren Teil bei.Ich werde es ja nachher noch einmal hören :grins:
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Havoc » Samstag 14. Februar 2026, 01:08

Pillamyd hat geschrieben:Ja der Autor des SCs war aber auch überrascht über die Platzierung. Ich hab die aber auch immer als Klassiker abgespeichert. Für meinen Geschmack ist die aber etwas zu harmlos. Da trägt aber auch die Produktion ihren Teil bei.Ich werde es ja nachher noch einmal hören :grins:


Ich habe nun auch noch mal das komplette Special aus dem Deaf Forever aus dem Jahr 2021 gelesen. Da ist "Power Of The Night" ja vorne auf dem Cover des Heftes. Im Review schreibt Götz, dass dieses Album auch wegen der Produktion heftiger wäre als viele knallharte Thrash Scheiben...oder so ähnlich. Und auch deswegen hätten sie das Album aufs Cover gepackt. Okay?! Sehe ich jetzt auch nicht ganz so. Naja. Aber es läuft gerade noch mal. Och...es macht schon auch Bock. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich Savatage halt doch insgesamt eher in der pompösen Ecke sehe und daher das eher reine Power Metal Album nicht ganz so hoch einstufe. Savatage ist für mich halt eher das, was auf den späteren Alben kommt. Aber hier kommt es sicher auch sehr drauf an, wie und wann man die Band eben kennengelernt hat. Eines der besten Alben ist aber wohl eben genau die Schnittmenge aus beiden Welten..."Gutter Ballet". ;-) Aber auch das muss ich noch etwas öfter hören.
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Pillamyd » Samstag 14. Februar 2026, 09:43

Sehe ich alles sehr ähnlich. Das Heft wollte ich auch mal wieder aus dem Regal ziehen. So wie du es beschreibst, was Götz da geschrieben hat, ist es für mich auch schwer nachzuvollziehen. Ich hatte beim Hören eher das Gefühl, dass das Soundtechnisch schon auch ein Step in Richtung "Fight For The Rock" ist. Es gibt da schon coole Nummern drauf. Aber die Produktion bremst tatsächlich für meinen Geschmack die Songs ein wenig aus.
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Re: Savatage / TSO etc...

Beitragvon Havoc » Samstag 14. Februar 2026, 14:43

Pillamyd hat geschrieben:Es gibt da schon coole Nummern drauf. Aber die Produktion bremst tatsächlich für meinen Geschmack die Songs ein wenig aus.


Das würde ich so gar nicht mal sagen. Die Produktion ist gut, aber eben nicht besonders herausragend finde ich.
Insbesondere ein Song wie "Hard For Love" hat mich schon überrascht. Für mich ist das nicht minder poppig wie "Turbo Lover" von Priest.
Wobei ich den Song und auch das Album ja auch mag. 8-) Aber das Album "Power Of The Night" hätte ich schon etwas knarziger und zackiger erwartet muss ich sagen.
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