W.A.S.P.

Re: W.A.S.P.

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 5. Dezember 2022, 23:26

Einen W.A.S.P.-Diskographiecheck spreche ich intern gerne mal an. Wäre bestimmt spannend.
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Re: W.A.S.P.

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 6. Dezember 2022, 00:07

:dafuer:
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Re: W.A.S.P.

Beitragvon Pillamyd » Freitag 30. Dezember 2022, 20:28

W.A.S.P. | Still Not Black Enough (1995)
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Auch hier fühle ich mich bereit etwas zu diesem Album zu schreiben. Ich bin echt gespannt gewesen, wie dieses Album klingen mag, wird es doch als ein sehr persönliches Album des Sängers und Gitarristen Blackie empfunden.

Ich habe mich bei den ersten Durchläufen sehr auf die Stimmung konzentriert. Ich kenne die Vita des Sängers nicht besonders gut, weiß aber, dass er als eine sehr schwierige und divenhafte Person beschrieben wird. Das Album fängt mit dem Titelsong schon sehr düster an. Am meisten wird das für mich vor allem dann klar, wenn der Refrain einsetzt. Irgendwie wird da ein wenig am Lautstärkeregler gedreht, und Blackies Stimme etwas in den Hintergrund gemischt. Was Wirkung zeigt. Der Song wirkt dadurch tatsächlich sehr dunkel und versprüht eine ebensolche Aura. „Still Not Black Enough“? Doch ich finde schon.

Ein Cover an die zweite Stelle zu setzen, fand ich zunächst auch etwas komisch. Aber irgendwie passt der Song dann doch ganz gut zur Band. Und lässt dieses persönliche Album auch als solches wirken.

Ansonsten finde ich wirkt das Album in seiner Gesamtheit unglaublich geschlossen und stark. Wenngleich ich auch „Black Forever“ erwähnen möchte. Der gefällt mir unglaublich gut und hat diesen 80er Vibe der in die 90er transportiert wird. Das hat was Verruchtes. Wie ein Aschenbecher in Mamoroptik oder ein Drehaschenbecher…oder Sofas wie es sie in den 90er gab. Am besten durchgesessen, haha! Ich meine das im Übrigen gar nicht abwertend. Ganz im Gegenteil. Mir gefällt dieser Sound auf dem Album ausgesprochen gut. Vielleicht fehlt etwas der Druck. Aber irgendwie auch nicht. Wie gesagt es wirkt verrucht, etwas verwaschen, gleichzeitig aber auch irgendwie sehr transparent.

Wie angepisst der Blackie dann wohl wirklich war, erfährt man dann in „Goodbye America“. Ein Song mit typischer „W.A.S.P.“ Rhythmik.

„Keep Holding Me“ ist auch so ein Song, der nach typischer Breitwandpopballade der 90er klingt. Hätte in ähnlicher Art auch ein Song von Elton John kommen können. Mir gefällt die ruhige Seite sehr gut und ich kann mit dieser reduzierten Akustikgitarre und den Perkussion ganz gut was anfangen, wenn auch ordentlich aufgeplustert.

Ja doch, ich verstehe auf jeden Fall, warum das Album bei einigen gut ankommt. Die andere Seite allerdings auch. „Still Not Black Enough“ ist aber für meinen Geschmack ein sehr gutes in sich schlüssiges Album geworden, mit kleinen Ausreiser nach oben. Ein „Rock And Roll To Death“ sticht doch aus der Gesamtheit etwas heraus. Ebenfalls sticht die Gesangsleistung heraus. Man hört ihn tatsächlich noch etwas purer heraus und das sehr stark. Wirklich großartige Leistung.
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Re: W.A.S.P.

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 16. April 2023, 15:58

https://www.powermetal.de/content/konze ... 510-1.html

Ich bin ja massiv überrascht, dass er "Animal" gespielt hat. Das wollte er doch im Zuge seiner Wiedergeburt in Christus nimmer tun und es war auch eine ganze Weile nimmer in der Setlist (2007-2021). Schön, dass derlei Anwandlungen heilbar zu sein scheinen.

70 MInuten Spielzeit und einen Großteil der Klassiker nur in Medley-Form ist aber in der Tat recht grenzwertig für eine 40. Jubiläumstour.
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