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Post Rock & Instrumental RockRe: Post Rock & Instrumental RockDanke vielmals *kraul*
Re: Post Rock & Instrumental RockDann muss ich mich auch einschalten und euch beiden mit Bedauern mitteilen, dass es weder Bleistifte sind, noch ein einzelner Zaunpfahl, sondern ein ganzes Zaunsegment.
Frosch Jesus ![]() The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Re: Post Rock & Instrumental RockQuatsch. Eindeutig Bleistifte, die mit anderen Bleistiften verbunden wurden.
Falkner ![]() Moment, worum ging es hier noch gleich?
Re: Post Rock & Instrumental RockLangweilige Musik.
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Re: Post Rock & Instrumental RockIn diesem Fall bin ich in diesem Thread sehr, sehr falsch. Ich geh lieber Truemetal (GY!BE) oder Euro-Power (MSW) hören, METALLICA und ihr Postgedöns können hingehen wo der Pfeffer wächst...
Re: Post Rock & Instrumental Rockmüsst ihr jeden guten Thread eigentlich zuspammen?
Re: Post Rock & Instrumental RockUm zurück zum guten und wahren True Post Rock zurück zu kommen, tue ich kund und zu wissen, dass mich heute von einem lieben Gönner ein Sammelalbum mit dem Titel "InstrumentHELL" erreicht hat, der sich ohrenscheinlich in neun Stücken mit Spielzeiten zwischen fünf und elf Minuten dem postigen Rock und dem sladschigen Metal widmet. All das ohne Sangesdarbietungen? Die Hölle für den Raben, dem des Krächzens wohliger Klang vorenthalten werden soll? Und das über eine Stunde lang? Oh Heiland, steh mir bei. Du führtest mich in dieses Jammertall, weise mir den Weg heraus!
Doch wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen! War es nicht so? Ist es nicht so? Herr, ich will mich bemühen und stelle mich der Bürde die du mir aufgesetzet hast. Den stimmlosen Dämonen will ich trotzen, und künden von den Schlachten die ich schlug... # 01 - PELICAN 'NightEndDay' - 11'14" Als erstes begegnet mir ein großer, lang- und tiefschnäbeliger Flattervogel aus wässrigen Gefilden, der mich gut elf Minuten lang fein unterhält. Hier sind wir in jenen postrockigen oder postmetallischen Gefilden, welche mir taugen und in denen ich mich wohl fühle. Das hat sich ja im Verlauf dieses Threads schon abgezeichnet, und dieses feine Stück Stahl ist ein weiterer Beleg dafür, dass ich eben nicht - wie mir unterstellt - ein ganzes Genre pauschal mit Vorurteilen abkanzeln wolle und gar nicht gewillt sei, mich dem Genre wirklich zu öffnen. Das ist wohl, was Meister Isa mir als Post Metal vorgestellt hat, und bei dem ich sehr deutlich die offensichtliche Brücke zum von mir sehr geschätzten Sludge, und damit selbstredend auch zum Doom wahrnehme. Bands dieses Kalibers könnten auch beim "Doom Shall Rise" spielen, manche haben das auch schon getan, und in dieser Klangwelt fühle ich mich heimisch. Hier vermisse ich den Gesang auch nicht, weil diese Musik das hat, was ich in der Musik suche. Sie kann Mauern einreißen, dich zu Boden drücken und an den Ohren wieder hoch ziehen, sie hat den Faustfaktor, sie ist erhaben und zerstörend. Und sie läuft nicht in Fahrstühlen. Tolle Sache! # 02 - OMEGA MASSIF 'In der Mine' - 8'39" Ahhhh... ebenso fein, diese Sache. Noch wuchtiger und zerstörerischer taucht hier eine leicht ambiente Note auf. Die "Riffs" zermalmen alles, auch hier ist es an sich Doom Metal der extremen Sorte, der mir entgegen schlägt. Nein, er schlägt nicht entgegen... wir schlagen in die selbe Richtung! Diese Schlacht schlagen wir gemeinsam. Wäre hier Gesang vorhanden, dann wären wir jedenfalls keine Welten von einigen massiv ausgelegten Doom/Deathern entfernt. Zum Ende hin wird es mir ein kleines bisschen zu langatmig, aber die Klanglandschaften bewegen. # 03 - RED SPAROWES 'We Stood Transfixed' - 8'51" Von dieser Band wurde mir von Schreiberkollegen schon vor gut fünf Jahren - ebenfalls beim "Doom Shall Rise" vorgeschwärmt. Habe mir damals dann auch einige Songs der Herrschaften angehört und für gut befunden. Das spielt im Vergleich zu den vorgenannten Bands auch mit zarteren Tönen, aber zum einen haben wir eine massive Laut-Leise-Dynamik, die das der ruhigen Einleitung Folgende umso drastischer wirken lässt, und zum anderen finde ich hier im Songaufbau und in der Dramaturgie weit mehr Substanz als bei der ursprünglichen Anstoß-Band dieses Threads. Es ist mehr Metal und die Fahrstuhlpassagen sind umgrenzt, man merkt, dass sie den Zweck der Kontrastbildung erfüllen. Das ist etwas, das es zum Beispiel auch bei HAWKWIND weidlich zu genießen oder ertragen gibt. Im Gegensatz zu Track 1 und 2 gibt es hier also durchaus Momente, die mir zu dudelig und öde wären, wenn sich das Stück darauf beschränken würde, die aber im Gesamtkontext wirken können, weil die Steigerungen und Kontrapunkte eben drastisch genug sind, den "Einlulleffekt" zu verhindern. Insgesamt ganz cool, aber hier müsste ich mich intensiver einarbeiten als bei 1 und 2, weil es strukturell weiter von meinen Hörgewohnheiten weg ist. Demnächst geht's weiter... also heute noch... ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Post Rock & Instrumental Rock# 04 - CAPRICORNS '1969: A Predator Among Us' - 7'51"
*hüstel* http://powermetal.de/review/review-Capr ... ,6706.html *hüstel* Ich zitiere mich mal selbst: "Stücke wie der doomige Opener '1977: Blood For Papa', das psychedelische '1969: A Predator Among Us' mit seinen herrlichen PINK FLOYD-Vibes in ihrer Heavy-Variante fesseln dafür auch gänzlich ohne Gesang und haben viele Momente, an denen sich der Hörer orientieren und festhalten kann." EDIT: Man merkt, dass ich scheinbar in Fragen instrumentaler Rockerei schon mal toleranter gewesen sein könnte als zuletzt. ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Post Rock & Instrumental Rock# 05 - CULT OF LUNA 'Waiting For You' - 10'11"
Der Mondkult fängt mir etwas arg getragen an, jedenfalls ist es beim ersten Hören für die Dauer des "Intros" etwas zu getragen. Das ist nun so ein Fall, wo ich halt nach gut drei Minuten noch immer den Eindruck habe, dass "nichts" passiert ist. Das hat sich nach fünf Minuten noch nicht geändert, und hier kommt dann langsam das MAYBESHEWILL-Phänomen zum Tragen. Im Interesse der Lebensdauer meiner Tastatur klemme ich mal eben den Zopf im Bürostuhl fest. Huch, es passiert doch etwas... kurz vor der sechsten Minute, und dann ab 6:10 so richtig. Das ist toll! - Und das sind genau die Momente, die ich bei den einen Nasen vermisse. Müsste ich mir mal auf Albumlänge geben, um zu sehen, ob das Nölen hier zu viel Raum einnimmt, oder ob die Ausbrüche genug Platz bekommen, das Wabern zu kontrollieren. Hätten sie über die elf Minuten so weiter gemacht, wie in den ersten sechs Minuten, dann wäre das hier bei mir auch komplett durchgefallen, so macht es bewertungstechnisch einen Quantensprung. Auf das Stück bezogen jetzt. Ich erwarte doch gar nicht soooo viel. Aber irgendwo muss es halt krachen. Herr im Himmel! # 06 - TARANTULA HAWK 'Feeding' - 6'09" Das strengt mich auf Anhieb etwas an. Der Bass und der Beat wirkt etwas loopig, was ja normal nicht so das Meine ist. Ich komme da schnell Hospitalismus-Gefühle und Platzangst. Die orientalischen Melodielinien, das Wabernde und die Rauchschwaden finde ich hier ganz cool, aber das Stück an sich finde ich dramaturgisch nicht richtig packend. Da muss ich erneut den HAWKWIND-Vergleich ziehen, weil sich die Band ja offenbar auch vom Psychedelic Rock beeinflusst sieht: Das wäre ein Song, der mich auf einem HAWKWIND-Album nicht stören würde, wenn es auf dem Album auch echte Rocker gäbe. Ein Album nur mit Stücken wie diesem würde mich aber stressen. # 07 - THE OCEAN 'Isla de La Luna' - 8'54" THE OCEAN kenne ich zum einen von Sally her und zum anderen von zwei Begegnungen in unseren Soundchecks. Da gab's von mir 7,0 und 7,5 Punkte, und das ist - meine ich - für meine Grundeinstellung zu dem Sound sicher eine sehr ordentliche Bewertung. Was ich an THE OCEAN wirklich toll (ja, echt!) finde, sind die Ausbrücke, die ich im wahrsten Sinne des Wortes als explosive empfinde. Dafür ist auch dieses Stück hier ein hervorragendes Beispiel. So wie die Gitarre hier brät, so kann das gar nicht langweilig oder nölig werden. Auf Albumlänge gaben mir die Scheiben im Rahmen der SC-Begegnungen etwas wenig Halt, aber was die instrumentale Arbeit und das Klangbild angeht, ist das richtig, richtig, richtig massiv. Bei der Band spricht mich auch die optische Ästhetik der Alben an. Stark! alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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