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von Havoc » Sonntag 16. September 2012, 22:54
enemy-of-reality hat geschrieben:Mir gefällt GREEN derzeit sogar besser als YELLOW. Besonders die ersten beiden Tracks haben es mir angetan. "Green Theme" bei 1.32 ist der wohl geilste Moment beider Scheiben 
Ey. Das ist mal genau meine Meinung. Ich finde momentan auch "Green" besser. Und der erste Song "Green Theme" ist ja wohl mal ein Hammer-Instrumental. Bleibt voll im Ohr hängen. Ich finde dieses Doppelalbum verdammt stark. Hab ich sehr oft gehört in letzter Zeit.
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Havoc
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von Jesus » Donnerstag 4. April 2013, 11:23
Nachdem das Album und ich uns längere Zeit nicht mehr miteinander beschäftigt und konsequent ignoriert hatten, befand ich es nun an der Zeit, ihm noch eine Chance zu geben. Immerhin habe ich im "Treppchen 2012"-Thread auf die Kategorie "Enttäuschungen" verzichtet, denn manche Alben brauchen ihre Zeit. Leider lag ich mit meiner ursprünglichen Einschätzung ziemlich richtig. "Yellow" hat mit 'Take My Bones Away', 'Cocainum', 'Sea Lungs' und ganz besonders 'Eula' ein paar hübsche Songs am Start und der Rest drumherum ist immerhin unauffälliges Füllmaterial.
"Green" dagegen ist ein überflüssiges und belangloses NICKELBACK-Cover-Album. Alle progressiven und psychedelischen Elemente, die den Sound der Band bisher ausmachten, wurden zugunsten von konventionellem Pop-Rock ausgemerzt. Die meisten Songs sind gleichförmiger Radiorock, der als Hintergrundbeschallung taugt, aber nie aufhorchen lässt. Die einst so interessante Gitarren- und Schlagzeugarbeit weicht Allerweltsgedudel. Abgesehen davon gibt es natürlich auf beiden Platten auch keine harten, metallischen Momente, aber das ist so ziemlich das geringste Problem von "Yellow & Green".
Auch erschließt sich mir nicht der Sinn der Verteilung auf zwei CDs. Offenbar hat niemand der Band gesagt, dass CDs mittlerweile mehr als 74 Minuten fassen können und das knapp 75-minütige Album somit auch auf eine CD gepasst hätte. Zugegeben, es wäre eine langweilige knapp 75-minütige CD geworden, aber man hätte weniger Rohstoffe vergeudet. Einen künstlerischen Grund kann es auch nicht dafür geben, dafür unterscheiden sich die beiden Hälften nicht stark genug und eine Narrative oder ein Konzept gibt es auch nicht. Es ist einfach nur eine Ansammlung von Pop-Rock in zwei Teilen.
Dagegen zeigten allein im letzten Jahr MOTORPSYCHO, DØDSENGEL, SWANS und ELYSIAN BLAZE, wie man ein Doppelalbum randvoll mit mitreißender Musik füllen kann, ohne den Hörer trotz der Spielzeit zu langweilen und ihn stattdessen zwei Stunden lang an den Lautsprecher bzw. Kopfhörer zu fesseln.
Fazit: Zurück zu "First", "Second" und "Red Album". Dort spielt die Musik.
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von frankjaeger » Donnerstag 4. April 2013, 11:42
hm. Abgesehen davon, dass mich stilistisch "green" wohl doch anspricht, sind die anderen Kritikpunkte schon interessant. Da ich die Band nicht kenne, aber immer schon auf meinem Einkaufszettel habe, frage ich mich, ob ich mich überhaupt trauen soll...
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von Jesus » Donnerstag 4. April 2013, 12:17
Du darfst Dich trauen, wenn Du bessere Musik als "Green" suchst. Wenn Du hingegen den gleichen Weichspüler-08/15-Schema-F-Rock noch einmal haben möchtest, kannst Du stattdessen auch einfach zu NICKELBACK, CREED, STAIND oder PUDDLE OF MUDD greifen. Ist wahrscheinlich sogar kostengünstiger.
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von Jhonny » Donnerstag 4. April 2013, 17:09
Jesus hat geschrieben:Du darfst Dich trauen, wenn Du bessere Musik als "Green" suchst. Wenn Du hingegen den gleichen Weichspüler-08/15-Schema-F-Rock noch einmal haben möchtest, kannst Du stattdessen auch einfach zu NICKELBACK, CREED, STAIND oder PUDDLE OF MUDD greifen. Ist wahrscheinlich sogar kostengünstiger.
Wenns die Qualität von Nickelback oder Creed hält, ist es doch ne ziemlich starke Sache 
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von Jesus » Donnerstag 4. April 2013, 17:24
Damit liegt die Messlatte ja niedrig genug. Ob es auch an gut gemachten R&B-Pop herankommt, musst Du allerdings selbst entscheiden.
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von frankjaeger » Donnerstag 4. April 2013, 19:03
Nee, damit stehst du ziemlich allein. Ich mag auch beide. Nur Puddle hat mich nie so gereizt, dafür sind Staind umso besser und diese beiden sind ebenfalls gut. Da werden wir wohl nicht zusammenpassen 
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von Jesus » Donnerstag 4. April 2013, 20:02
Jetzt weiß ich zumindest, wie sich damals die Fans von CELTIC FROST gefühlt haben müssen, als plötzlich irgendwelche grünohrigen Glam-Rocker ihnen weismachen wollten, wie toll doch "Cold Lake" sei und dass die alteingesessenen Fans mit ihrer Meinung "alleine" dastehen.
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von Feamorn » Donnerstag 4. April 2013, 21:27
Also ich frag mich, ob Jesus Unliebe bzgl Yellow & Green evtl die gleiche Ursache hat, wie die Tatsache, dass ich beide Platten bisher kaum gehört habe und auch nicht den riesen Antrieb das zu ändern. Bei Rot und Blau sah das ganz anders aus. (Die vorher fehlen mir noch.)
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von frankjaeger » Donnerstag 4. April 2013, 22:46
Jesus hat geschrieben:Jetzt weiß ich zumindest, wie sich damals die Fans von CELTIC FROST gefühlt haben müssen, als plötzlich irgendwelche grünohrigen Glam-Rocker ihnen weismachen wollten, wie toll doch "Cold Lake" sei und dass die alteingesessenen Fans mit ihrer Meinung "alleine" dastehen.
Dir ist schon klar, dass ich nicht von Baroness gesprochen habe, oder? Oder bist du alteingesessener Staind-Fan? Du stehst hiermit relativ allein in diesem Forum in Bezug auf Creed und Nickelback: "Damit liegt die Messlatte ja niedrig genug." Da du sonst keine Chance zum Korinthenkacken auslässt, wäre etwas Sorgfalt beim Lesen ganz angebracht.
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