Nirvana

Re: Mythos Nirvana

Beitragvon GrungeRomi » Freitag 23. September 2011, 14:58

jetzt hengen auch schon überall wieder plakate von nirvana. :subber:
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon darklord » Freitag 23. September 2011, 20:12

Mythos? Naja, Nirvana ist halt ne Kultband in gewissen Kreisen, ich find sie jetzt nicht besonders toll. Ist jetzt keine Hassband oder so aber brauchen tu ich sie auch nicht. Unterm Strich ist mir die Musik einfach zu negativ. (Also depressiv-negativ, nicht dicke-Eier-negativ wie z.B. Saint Vitus, sowas liebe ich ja.)
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon GrungeRomi » Dienstag 27. September 2011, 13:54

na ja. mit dem unterschied das man bei saint vitus nicht von meilenstein der musikgeschichte spricht. also mal unabhängig der jeweiligen vorlieben die jeder hat.
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 28. September 2011, 02:46

GrungeRomi hat geschrieben:mit dem unterschied das man bei saint vitus nicht von meilenstein der musikgeschichte spricht.

^.-
Öhm... doch, das tut man.

Sogar Dave Grohl tut das: "The Obsessed blew my mind. Wino still does."

Und Wikipedia: "Saint Vitus ist eine US-amerikanische Doom-Metal-Band der 1980er Jahre und gilt als eine der bedeutendsten Vertreter der ersten Generation des Subgenres."

Nicht, dass ich den beiden Quellen viel Bedeutung beimessen würde, aber "sogar die" sagen das.
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon Jesus » Mittwoch 28. September 2011, 08:19

Vor allem: ST. VITUS sind einflussreiche und viel zitierte Urväter des Doom und Doom ist momentan lebendiger denn je, mit reichlich jungen Retrobands und florierenden Tochtergenres. Grunge hingegen ist seit fast 18 Jahren tot und keiner will ihn zurück. Die abgefuckten Generation-Xer von damals mit ihrer No-Future-Attitüde haben heute allesamt nach abgeschlossenem BWL-Studium Spitzenjobs in Anzug und Krawatte und schämen sich heutzutage dafür, mal NIRVANA gehört zu haben. Meilenstein indeed :)

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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon GrungeRomi » Mittwoch 28. September 2011, 14:21

dann lags wohl an meiner defintion von meilenstein bezogen auf die 90er ... :-S
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon enemy-of-reality » Mittwoch 28. September 2011, 17:21

Naja, der Vergleich mit Saint Vitus hinkt in diesem Kontext auch irgendwie. Geh mal auf die Strasse und frag 100 Leute ob sie eine Scheibe von Nirvana und Saint Vitus kennen. Was denkt ihr, wie diese Umfrage ausgeht? Das sagt jetzt natürlich nichts über die musikalische Qualität aus (die ich im Falle Saint Vitus auch gar nicht beurteilen kann, weil ich selbst nichts von der Band kenne :grins: ) aber der Begriff "Meilenstein der Musikgeschichte" wird in der Regel eben eher für Alben verwendet, die auch kommerziell einigermassen erfolgreich waren/sind. Somit kann man Nirvanas "Nevermind" durchaus als "Meilenstein" einstufen, ein Album von Saint Vitus aber wohl eher nicht. Definiert vermutlich auch wieder jeder anders, aber so versteh zumindest ich diesen Begriff. Bezieht man sich nur auf ein bestimmtes Genre/Stil sieht das ganze natürlich anders aus. In BM-Kreisen mag "A Blaze In The Northern Sky" als Meilenstein gelten, ganz allgemein aber sicherlich nicht. Da ich aber immer weniger in Genres denke (oder dies zumindest versuche), gilt für mich eher erstere Definition.

Und mal ehrlich Jesus, was spielt es denn für eine Rolle, ob es heute hunderte Doom-Bands gibt und keine Grunge-Truppen oder umgekehrt, das ändert doch nichts an der Qualität eines Albums. Zumindest für mich ist "Nevermind" ein absolut grossartiges und, ganz wichtig, zeitloses Rock-Album, das für mich auch heutzutage noch wunderbar funktioniert und das sogar ohne Holzfällerhemd und löchrige Jeans.

BTW: Ich hätte mir heute fast die Deluxe-Ausgabe gekauft, hab's dann aber doch gelassen. Aber falls jemand zuschlagen möchte: Müller bietet das Teil im Moment für 12.99 an.
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 28. September 2011, 17:35

enemy-of-reality hat geschrieben:Naja, der Vergleich mit Saint Vitus hinkt in diesem Kontext auch irgendwie. Geh mal auf die Strasse und frag 100 Leute ob sie eine Scheibe von Nirvana und Saint Vitus kennen. Was denkt ihr, wie diese Umfrage ausgeht? Das sagt jetzt natürlich nichts über die musikalische Qualität aus (die ich im Falle Saint Vitus auch gar nicht beurteilen kann, weil ich selbst nichts von der Band kenne :grins: ) aber der Begriff "Meilenstein der Musikgeschichte" wird in der Regel eben eher für Alben verwendet, die auch kommerziell einigermassen erfolgreich waren/sind. Somit kann man Nirvanas "Nevermind" durchaus als "Meilenstein" einstufen, ein Album von Saint Vitus aber wohl eher nicht. Definiert vermutlich auch wieder jeder anders, aber so versteh zumindest ich diesen Begriff.

Ein Meilenstein der Musikgeschichte ist für mich ein Album von entsprechend großem und vor allem nachhaltigem Einfluss auf nachfolgende Bands und Genres. Somit die frühen Saint-Vitus-Werke mindestens genauso sehr wie "Nevermind". Die einflussreichste Scheibe der 90er ist m.E. eh ohne jeden Zweifel "A Blaze In The Northern Sky". Das hat für mich nichts mit dem kommerziellen Erfolg zu tun. Das was du meinst, ist dann für mich meinetwegen ein Bestseller, ein Hitalbum, ein Chartbreaker, was auch immer - das für sich genommen macht ein Album nicht zum musikhistorisch wegweisenden Meilenstein. Das meistverkaufte Rockalbum aller Zeiten ist "Back In Black". Ein tolles Album. Ein Über-Ober-Megaseller. Aber ein wegweisender Meilenstein der Musikgeschichte ist es m.E. nicht.


Bezieht man sich nur auf ein bestimmtes Genre/Stil sieht das ganze natürlich anders aus. In BM-Kreisen mag "A Blaze In The Northern Sky" als Meilenstein gelten, ganz allgemein aber sicherlich nicht. Da ich aber immer weniger in Genres denke (oder dies zumindest versuche), gilt für mich eher erstere Definition.

Nicht im Bezug auf Genres oder Stile, sondern auf den Einfluss einer Band oder eines Albums auf spätere Musikschaffende und auf die (Weiter-)Entwicklung der Musik. Da hat meiner Wahrnehmung nach "A Blaze" weit mehr und weit nachhaltiger bewegt als "Nevermind".

Und mal ehrlich Jesus, was spielt es denn für eine Rolle, ob es heute hunderte Doom-Bands gibt und keine Grunge-Truppen oder umgekehrt, das ändert doch nichts an der Qualität eines Albums. Zumindest für mich ist "Nevermind" ein absolut grossartiges und, ganz wichtig, zeitloses Rock-Album, das für mich auch heutzutage noch wunderbar funktioniert und das sogar ohne Holzfällerhemd und löchrige Jeans.

Das will zumindest ich nicht bestreiten. Allein das macht es aber auch nicht zu einem musikhistorischen Meilenstein. Jedenfalls nicht mehr oder nicht weniger als "A Blaze..." oder "Saint Vitus".


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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 28. September 2011, 19:35

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Bezieht man sich nur auf ein bestimmtes Genre/Stil sieht das ganze natürlich anders aus. In BM-Kreisen mag "A Blaze In The Northern Sky" als Meilenstein gelten, ganz allgemein aber sicherlich nicht. Da ich aber immer weniger in Genres denke (oder dies zumindest versuche), gilt für mich eher erstere Definition.

Nicht im Bezug auf Genres oder Stile, sondern auf den Einfluss einer Band oder eines Albums auf spätere Musikschaffende und auf die (Weiter-)Entwicklung der Musik. Da hat meiner Wahrnehmung nach "A Blaze" weit mehr und weit nachhaltiger bewegt als "Nevermind".


Da ist deine Wahrnehmung aber auch deutlich verzerrt, weil du im Black Metal und anderen davon beeinflussten Genres nun mal zu Hause bist, während das im Alternative Rock, Indie Rock, College Rock, Pop-Rock & Co. eben nicht bist. Und es ist schon so, dass NIRVANA da einen durchaus nachhaltigen Einfluss hatte, der sicher nicht kleiner ist als der von DARKTHRONE. Du kennst diese Bands bloss alle nicht. :)

Übrigens haben auch AC/DC hunderte & tausende von Bands beeinflusst und "Back In Black" ist da ganz sicher ein Meilenstein der Musikgeschichte. Völlig zweifellos.
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Re: Mythos Nirvana

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 28. September 2011, 22:00

Peter Kubaschk hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nicht im Bezug auf Genres oder Stile, sondern auf den Einfluss einer Band oder eines Albums auf spätere Musikschaffende und auf die (Weiter-)Entwicklung der Musik. Da hat meiner Wahrnehmung nach "A Blaze" weit mehr und weit nachhaltiger bewegt als "Nevermind".

Da ist deine Wahrnehmung aber auch deutlich verzerrt, weil du im Black Metal und anderen davon beeinflussten Genres nun mal zu Hause bist, während das im Alternative Rock, Indie Rock, College Rock, Pop-Rock & Co. eben nicht bist. Und es ist schon so, dass NIRVANA da einen durchaus nachhaltigen Einfluss hatte, der sicher nicht kleiner ist als der von DARKTHRONE. Du kennst diese Bands bloss alle nicht. :)

Ich habe nicht bestritten, dass NIRVANA einen gigantischen Einfluss auf die Alternative-Szene hatte. Das ist sicher so. Dass ich persönlich in der heutigen Musiklandschaft einen stärkeren Nachhall der frühen DARKTHRONE wahrnehme als NIRVANAs, das liegt selbstverständlich an meinen Präferenzen. Auch das habe ich nicht bestritten. Deshalb stand da ja auch "meiner Wahrnehmung nach". Ob die nun deswegen "verzerrt" ist, weiß ich nicht. Es ist halt eine Perspektive wie jede andere auch. Nur eben um einen musikhistorischen Ansatz bemüht, und nicht der Ansicht folgend: "Ein Meilenstein der Musikgeschichte muss kommerziell erfolgreich und mindestens 5 von 100 Passanten bekannt sein." - Das ist und war Alban Berg auch nie und doch hat er Meilensteine geschaffen.

Übrigens haben auch AC/DC hunderte & tausende von Bands beeinflusst und "Back In Black" ist da ganz sicher ein Meilenstein der Musikgeschichte. Völlig zweifellos.

Natürlich hat AC/DC als Band tausende von Bands beeinflusst. Nur sehe ich die wirklich einflussreichen Album der Band in der Bon-Scott-Ära. "Back In Black" hat mit Ausnahme des neuen Sängers wenig zu bieten, was der Entwicklung des Stils und nachfolgender Bands entscheidende neue Impulse gegeben hätte, die nicht schon auf "TNT" oder "Highway To Hell" vorhanden waren.
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