Post Rock & Instrumental Rock

Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 09:44

Peter Kubaschk hat geschrieben:SCALE THE SUMMIT hatten wir ja im SC. Eben weil die deutlich ruppiger sind, das Resultat bei (nicht nur) Rüdiger war das Gleiche.

Nun, Fabian hat insoweit recht, dass ich bei SCALE THE SUMMIT damals gut zwei Punkte höher lag, als momentan bei VIELLEICHTWIRDSIE.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 09:48

Jesus hat geschrieben:da Du ja trotzdem nichts mit den Elementen des Genres anzufangen weißt und willst.

Das ist nicht richtig. Ich weiß mit den Elementen des Genres oft etwas anzufangen. Allerdings nur mit den Elementen. Deswegen schrieb ich ja auch "schön". Es gibt sehr viele schöne Momente und Stimmungen. Aber die Art, wie diese Elemente von den mir bisher bekannten vertretern verwoben werden, finde ich einfach nur unsäglich langweilig. Deshalb suche ich ja nach dem Eingang in diese Welt...

Der erste MOGWAI-Song war schonmal deutlich besser. Man könnte nun sagen: Des Sängers wegen. Das ist wohl auch richtig. Wenn er fehlen würde, wäre ich bei ähnlichem Fahrstuhlismus gewesen, wie bei den anderen. Aber es werden noch ein paar Songs folgen, heute.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Jesus » Mittwoch 31. August 2011, 09:54

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich weiß mit den Elementen des Genres oft etwas anzufangen.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Der erste MOGWAI-Song war schonmal deutlich besser. Man könnte nun sagen: Des Sängers wegen. Das ist wohl auch richtig. Wenn er fehlen würde, wäre ich bei ähnlichem Fahrstuhlismus gewesen, wie bei den anderen.


Also kannst Du doch nichts mit den Elementen der Musik anfangen. Deinen "Fahrstuhlismus" findet man immer im Post-Rock, so wie ich meine "Schlagerhaftigkeit" immer im True Metal finden werde, selbst wenn Du mir noch ewig vorschwärmst, wie toll und perfekt doch MANOWAR ist.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2011, 09:58

An RUSSIAN CIRCLES dachte ich auch schon mal. Vielleicht liegt Rüdiger ja '[url=http://www.youtube.com/watch?v=73OD3SvhwdI]Melee[url]', da gibt es zwar keinen Sänger, der ihn abholt, allerdings beginnt das Stück wie ein längeres Rock- oder Metal-Intro, baut sich dann schon recht bald und einigermaßen zügig auf, und "es passiert" auch was. Allerdings dürfte auch da der lange Atem fehlen, wenn man sieben Minuten lang nur auf den Einsatz des nicht vorhandenen Sängers wartet. Vielleicht wären für Rüdiger zum Einstieg Stücke sinnvoll, die mit Sänger beginnen, wo der sich dann aber zurückzieht, sobald das nach und nach hinzutretende und sich in den Vordergrund spielende Instrumentalensemble komplett ist. Sowas sollte es irgendwo doch auch geben, oder?

Postrock mit Sänger bietet CRIPPLED BLACK PHOENIX, und wie die chronologisch sortierten Klangbeispiele zeigen war die Band zunehmend songorientierter zugange; allerdings darf bezweifelt werden, ob die Klangfarbe des Sängers auch Rüdigers Geschmack entspricht. Ähnliches dürfte für das zarte Stimmchen bei SIGUR RÓS gelten.

Bliebe eventuell noch TORTOISE, und da das kaum noch rockig klingt, fällt da vielleicht auch die Erwartung eines Sängers weg. 'TNT' ist rein instrumental, aber schon aufgrund der Rhythmik alles andere als fahrstuhlig. Bei dem jazzig inspirierten Geruckel würden die Fahrgäste sonst ja gleich bei der Wartung anklingeln... ;-)
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 10:20

Jesus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich weiß mit den Elementen des Genres oft etwas anzufangen.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Der erste MOGWAI-Song war schonmal deutlich besser. Man könnte nun sagen: Des Sängers wegen. Das ist wohl auch richtig. Wenn er fehlen würde, wäre ich bei ähnlichem Fahrstuhlismus gewesen, wie bei den anderen.


Also kannst Du doch nichts mit den Elementen der Musik anfangen. Deinen "Fahrstuhlismus" findet man immer im Post-Rock, so wie ich meine "Schlagerhaftigkeit" immer im True Metal finden werde, selbst wenn Du mir noch ewig vorschwärmst, wie toll und perfekt doch MANOWAR ist.

Mit den Elementen an sich durchaus. Ich mag die offenen Gitarrenakkorde, die sphärische Stimmung, das Weite und Schwelgerische durchaus. Was mich stört, ist, dass der meiste Post Rock, den ich kenne, sich darauf beschränkt. Wenn die genannten Elemente des Post Rock in Grenzgänger-Bands oder Post-Rock-beeinflussten Metalbands auftauchen, dann finde ich das sehr oft großartig. Sólstafir zum Beispiel. Agalloch. Falloch. Diverse Blackies.

Gerade läuft "Rano Pano" von MOGWAI, und das ist schon mal eine ganz andere Welt. Schon das erste Riff kratzt und bricht damit aus dem "immer schön flutschig vor sich hin dudeln"-Korsett aus. Ob mir das Stück dauerhaft gefallen wird, das weiß ich noch nicht, aber schon die ersten zwei Töne haben tausendmal mehr zu bieten, als die ganze Scheibe der Aufsehen erregenden Band. Und das nur durch den Gitarrensound, der eben nicht glatt ist.

EDIT:
Zum "Fahrstuhlismus" noch kurz: Das ist mein Versuch, in einen Begriff zu pressen, was mich am Post Rock in erster Linie stört. Aber du weißt genau, dass ich in der Musik auch mit Elementen leben kann, die ich nicht so sehr mag, wenn die Musik zusätzlich etwas zu bieten hat, was mich begeistern kann. Das ist - wie du ja schon erkannt hast - oft der Sänger, es kann aber auch was anderes sein, wenn es geeignet ist, bei mir Akzente zu setzen, die das repetitiv leiernde Fahrstuhlelement überdecken. Es ist noch zu früh, es mit Bestimmtheit zu sagen, aber "Rano Pano" liefert dafür sehr gute Ansätze.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 31. August 2011, 10:24

123_7 hat geschrieben:Ich glaube das mit den Längen ist auch immer etwas kopfsache. Deswegen höre ich mir diese Art von Musik auch am liebsten auf Vinyl an. Da gibt es keine digitale Anzeige, die einem stets vorbetet wie lange der Song nach dauert bzw. wie lange er schon andauert. Und somit ist der Song einfach irgendwann zu Ende. Unbestimmt. Und ich glaube, es ist wichtig, dass man bei solcher Musik sich von der zeitlichen Komponente löst.

Wobei GY!BE schon sehr speziell ist, das stimmt. Aber ich mag sogar die "FA#Infinity" sehr gerne. Die aus 2 20-Minütern besteht, die eigentlich jeweils nicht mal richtige Musikstücke, sondern eher Versatzwerk sind. Es kommt auf die Atmosphäre an, und die stimmt.


Bei GY!BE liegt es wahrscheinlich auch weniger an der Länge der Songs (MONO & LDC bspw. sind auch gerne nach >10 Min fertig), sondern an der Kompositionsweise. Die "FA#Infinity" ist das einzige Album, das ich komplett kenne und dieser fragmentarische Aufbau hat mich halt gequält. Die Atmosphäre hat mich genau deshalb nicht gepackt.

123_7 hat geschrieben:Im Übrigen finde ich Scale The Summit auch nicht soooo spannend. Bei der Musik fehlt mir in der Tat manchmal auch etwas. Aber ich dachte, für jemanden, der kategorisch nicht auf Instrumentalmusik kann, sind sie wohl noch am zugänglichsten... schade.


Ja, geht mir auch so. Ich habe die ja jetzt auch nicht in den Himmel gelobt. Hatte sie aber aus eben jenem Grund in den SC gepackt.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:SCALE THE SUMMIT hatten wir ja im SC. Eben weil die deutlich ruppiger sind, das Resultat bei (nicht nur) Rüdiger war das Gleiche.

Nun, Fabian hat insoweit recht, dass ich bei SCALE THE SUMMIT damals gut zwei Punkte höher lag, als momentan bei VIELLEICHTWIRDSIE.


Ich rede nicht von der Note, sondern von der Meinung, dass das öde ist, weil sie keinen Gesang haben.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 10:29

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich rede nicht von der Note, sondern von der Meinung, dass das öde ist, weil sie keinen Gesang haben.

Verkürzt gesagt: Ja, das stimmt. Was ich wirklich meine ist aber eher, dass es langweilig vor sich hin leiert und noch nicht einmal einen Sänger hat, der mir die Chance gäbe, über das Geleier hinweg zu sehen. Wie A COSMIC TRAIL oder streckenweise durchaus auch LONG DISTANCE CALLING zeigen, kann ich das Leier-Element durchaus ertragen, wenn irgendetwas da ist, das mich aus der Trance heraus reißt. Das MUSS nicht zwingend der Sänger sein, aber mit Sänger ist die Chance weitaus größer, dass es gelingt.

NP: MOGWAI "Mexican Grand Prix"
-> Das gefällt mir sehr gut. Eine extrem offensichtliche HAWKWIND-Hommage, würde ich meinen. Kann das sein?
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2011, 10:31

MOGWAI hat jedenfalls hin und wieder psychedelische Schlagseite, könnte schon sein, dass die selber gerne mal HAWKWIND hören.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Jesus » Mittwoch 31. August 2011, 10:35

Wie wäre es mit der hartmetallischen Variante des Post-Rock?

PELICAN 'Drought'

Das hier hat mehr mit NEUROSIS und CROWBAR gemein.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 31. August 2011, 10:38

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich rede nicht von der Note, sondern von der Meinung, dass das öde ist, weil sie keinen Gesang haben.

Verkürzt gesagt: Ja, das stimmt. Was ich wirklich meine ist aber eher, dass es langweilig vor sich hin leiert und noch nicht einmal einen Sänger hat, der mir die Chance gäbe, über das Geleier hinweg zu sehen. Wie A COSMIC TRAIL oder streckenweise durchaus auch LONG DISTANCE CALLING zeigen, kann ich das Leier-Element durchaus ertragen, wenn irgendetwas da ist, das mich aus der Trance heraus reißt. Das MUSS nicht zwingend der Sänger sein, aber mit Sänger ist die Chance weitaus größer, dass es gelingt.

NP: MOGWAI "Mexican Grand Prix"
-> Das gefällt mir sehr gut. Eine extrem offensichtliche HAWKWIND-Hommage, würde ich meinen. Kann das sein?


Mich stört auch gar nicht, dass die MSW nicht gefällt (auch wenn mich überrascht, dass du das jetzt schlimmer findest als FRAMES bspw., denen du überraschenderweise 7.0 Punkte gegeben hast). Was mir in erster Linie mißfiel war das Pauschalurteil über ein ganzes Genre, ohne sich tatsächlich damit ernstlich beschäftigt haben. Das bin ich von dir nicht gewohnt. Wenn du das jetzt nachholst und schon einen guten Song entdeckt hast, wirst du das Pauschalurteil in der Tasche lassen. Ich sag ja auch nicht, dass der ganze Black Metal öde ist. Obwohl das pauschal betrachtet durchaus nahe an der Wahrheit ist.

Das einzige, was man hier im Forum pauschal aburteilen darf, ist Reggae. :)
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