Dante

Re: Dante

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 27. Juli 2010, 13:03

frankjaeger hat geschrieben:Ja, ging mir erst auch so. Bei gutem Prog ist das aber auch nicht selten, dass man mehrere Anläufe braucht. Warte mal, die wird sich dir noch öffnen.


Ich denke grad an die Zeit zurück in der ich garkein Prog gehört habe und angefangen habe, mir diesen Stil selbst zu erschließen ... DAS war ein Kraftakt, teilweise fast schon anstrengend (ich denke hierbei hauptsächlich an TOOL - hab über ein halbes Jahr gebraucht für die Band, aber meine Güte bin ich froh dass ich mir das angetan habe ;) ).

Ich finds aber trotzdem wichtig, dass genug fesselndes drin ist dass man die mehreren Durchgänge auch halbwegs interessiert bewältigen kann, manche Frickelkönige übertreiben es mit dem Anhäufen von Ideen und verlieren ihre Linie ... dann wirds wirklich anstrengend.
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Re: Dante

Beitragvon Eike » Dienstag 27. Juli 2010, 19:04

TOOL hat bei mir auch lange gedauert. Inzwischen flutscht es nur so. Tolle Band!
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Re: Dante

Beitragvon Havoc » Donnerstag 29. Juli 2010, 23:38

Ich habe das Album nun wirklich einige male durch gehört. Meine Meinung ist nach dem sehr enttäuschenden ersten Durchgang zwar noch enorm gestiegen. Aber so richtig will mich das Album einfach nicht überzeugen. Das hat wohl mehrere Gründe. Zum einen hat man stets das Gefühl, dass es nunmal ähnliche Bands gibt, die das einfach besser können. Zum anderen reißt mich der Sänger nicht richtig mit. Am allermeisten liegt es aber wohl auch an der ziemlich schwachen dünnen Produktion. Zudem klingt das in meinen Ohren so, als wenn hier stets mit angezogener Handbremse gespielt wird. Mag natürlich auch daran liegen, dass ich halt anderes gewohnt bin. Wie zuletzt Watchtower. Oder ich denke da auch an die geballte Macht und Power eine Band wie Symphony X. Naja. Genug gemeckert. Es gibt auch viel Positives zu vermelden. Es ist zwar schon fast eine Art Klischee, dass der längste als der beste Song bezeichnet wird. Aber hier trifft es definitiv zu. Das 19-minütige "Vanessa" ist richtig toll und holt noch einige Kohlen aus dem Feuer. Gänsehautpassagen und tolle Ideen geben sich die Klinke in die Hand. Und der Song vergeht wie im Flug. Auch die melancholische Seite der Band gefällt mir ganz gut. Klingt fast ein wenig wie ein Hybrid aus Dream Theater und Katatonia. Auch Bands wie Riverside und meine wohl Entdeckung des Jahres The Aurora Project kommen mir in den Sinn. An diese reichen Dante aber bei weitem noch nicht heran. Aber...kann ja noch werden. Ich sehe ein sehr hohes Potenzial in der Band.

7,5 / 10
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Re: Dante

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2010, 00:05

Kuck, und da sind wir am springenden Punkt angelangt: Mir gefällt die Dante viel besser als die von dir erwähnten Sachen von Symphony X, Riverside und (neueren) Dream Theater (soweit ich sie kenne). Vielleicht gerade, weil ich das Fragile daran sehr schätze. Das, was du als "dünne schwache Produktion" bezeichnest, ist aus meiner Sicht gerade eine Stärke der Band.

Freut mich aber, dass du auch einiges Positives entdecken konntest.
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Re: Dante

Beitragvon Havoc » Donnerstag 5. August 2010, 19:32

Bei Bands wie Manilla Road oder Crescent Shield finde ich sowas ja auch cool, aber im Prog-Bereich scheint mir sowas eher nicht zu gefallen. Finde z.B. auch die Produktion der Aspera Scheibe viel geiler. Wobei ich die auch generell besser finde. Naja.

Ja...doch. Mit einer besseren Produktion und noch etwas besserem Songwriting könnten sich Dante tatsächlich mal in Richtung einer 10,0 bewegen. ;-) :P
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Re: Dante

Beitragvon Dekalog der Elemente » Sonntag 8. August 2010, 20:37

Hab mal reingehört, instrumental gefällts mir schon Mal, allerdings werd ich mit dem Sänger irgendwie noch nicht so richtig warm...der bräucht n bissl mehr Power.

Werd da bei Gelegenheit immer mal wieder n Ohr riskieren und wenn se zünden mir dann auch n Album zulegen.
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Beitragvon Eike » Mittwoch 22. Dezember 2010, 18:20

Im Versuch, wenigstens die verpassten 10er-Rezensionen des Jahres zu überfliegen, bin ich auf DANTE gestoßen, die von Rüdiger ziemlich abgefeiert wurden. Hat hier noch jemand "Saturnine" gehört und kann da ein paar Worte zu sagen? Enrico, Frank & Kubi haben sich ja schon im Soundcheck kurz dazu geäußert. Hat die Scheibe sich danach bei Euch halten können, oder ist sie schon wieder halb vergessen?
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Re: Dante

Beitragvon Havoc » Mittwoch 22. Dezember 2010, 21:44

Ich besitze die "Saturnine". Habe sie seit dem auch immer mal wieder laufen lassen. Letzten Endes muss ich aber sagen, dass 10,0 Punkte für mich da absolut nicht in Frage kommen. Allerhöchstens 8,0. Die Band hat teilweise ganz gute Ideen, und vor allem der Longtrack "Vanessa" ist richtig toll. Oft kann ich Rüdigers 10,0er oder 9,5er Noten ja verstehen. Hier jedoch leider nicht. Im Progsektor gibt es sehr viele Bands die einfach besser sind. Dennoch traue ich der Band noch einiges zu. Ich glaube zu der Band gibt es allerdngs schon einen Thread.
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Re: Dante

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. Dezember 2010, 04:40

Oh, ich habe dafür gar keinen Thread errichtet? Komisch...

Um auf meine 10 noch einmal zurück zu kommen. Es mag sein, dass ich da knapp zu hoch lag, weil der Langzeiteffekt vielleicht doch knapp unter dem war, was ich erwartet hätte. Da das aber gut auch daran liegen kann, dass ich einfach von zu viel Neuem abgelenkt war, kann ich trotzdem noch problemlos zu der Note stehen.

Dass Havoc ein gutes Stück tiefer liegt als ich, das kann ich gut nachvollziehen, weil er ja durchaus sein Stammrevier im Prog hat und somit völlig andere Vergleichswerte hat. Ich bin ja - trotz einiger persönlicher Favoriten - eher ein Prog-Zaungast, bisweilen gar ein Prog-Skeptiker, und als solcher springe ich im Prog auf ganz andere Reize an als der hauptamtliche Progger. So mag ich an DANTE gerade das Fragile, das "Dünne" im Sound, das Entrückte, das manchem Power-Progger oder Genre-Progger als Kritikpunkt erscheint. Für mich ist "Saturnine" noch immer - gerade läuft die Scheibe mal wieder, danke für die Anregung! - ein herrlich entrücktes, auf bezaubernde Weise zerbrechliches und kompositorisch absolut schlüssiges, da nicht verzetteltes oder "angeberisches" Werk.
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Re: Dante

Beitragvon Havoc » Montag 27. Dezember 2010, 17:01

Doch. Den Thread hatten wir schon.
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