Devin Townsend und seine Projekte

Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Havoc » Freitag 12. April 2019, 21:17

@Pillamyd: Schon CD2 gehört? Auch ganz gut oder? ;-) :)
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Pillamyd » Freitag 12. April 2019, 21:22

Nein, hab ich noch nicht. Ich bleib immer noch bei der ersten hängen :)
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon pit123 » Freitag 12. April 2019, 22:52

Ich hör die CDs 1 und 2 mal gleich gesamt....hab erst einzelne Songs herausgegriffen und bin schon jetzt ziemlich geplättet im positiven Sinne des Wortes...v.a. "Why" und die ersten 5 Minuten des letzten Songs zeigen deutlich was für ein facettenreicher Sänger das wirklich ist....

Bei "Why" dachte meine Tochter einen Moment ich wäre auf Musicals oder Disneymusik umgestiegen :)

Muss mich mal auf jeden Fall mehr mit dem guten Mann und seinen Alben beschäftigen...
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Havoc » Donnerstag 18. April 2019, 22:37

pit123 hat geschrieben:Muss mich mal auf jeden Fall mehr mit dem guten Mann und seinen Alben beschäftigen...


Auf jeden Fall. Was kennst du denn bisher?
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Pillamyd » Freitag 19. April 2019, 12:01

CD 2 immer noch nicht gehört. Ich hänge immer auf CD 1 fest... :)
Ich fass es immer noch nicht, dass mir das Album so gut reinläuft. Hätte ich nie gedacht.
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Havoc » Freitag 19. April 2019, 22:46

Pillamyd hat geschrieben:Ich fass es immer noch nicht, dass mir das Album so gut reinläuft. Hätte ich nie gedacht.


Och...dass mir das sehr gut reinlaufen könnte oder würde war schon ziemlich klar. Townsend halt. ;-)
Aber auch mich hat es noch positiver erwischt als ich es vorab erahnte. Ich traue mich aber immer noch nicht so wirklich ein Review zu schreiben.
Dafür ist das Ding einfach in der Gesamtheit zu komplex. :)
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 30. Mai 2019, 10:52

Ich habe dem Album mal ein bisschen Ruhe gegönnt. Seit ein paar Tagen höre ich es immer wieder. Und das Album hat die gleiche Wirkung wie zu Anfang.Ich versuche immer wieder mal ein bisschen was zu schreiben dazu. Verwerfe vieles, füge doch noch was hinzu. Merke das ich mich wiederhole. Lösche es wieder. Zu "Empath" etwas zu schreiben, entwickelt sich zur Mammutaufgabe. Wobei das jetzt auch nicht klingen soll, als wäre ich der perfekte Schreiber für so etwas. Ich versuche es trotzdem weiter. Mal schauen ob ich bis Ende der Woche fertig werde.
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Pillamyd » Freitag 14. Juni 2019, 21:52

Devin ist schon eine Type für sich. Ich kenne eigentlich sehr wenig von seiner Musik. Die letzte Platte von Devin die ich mir kaufte war „Epicloud“. Mir hat das Album gut gefallen. Aber mein Interesse hat danach schon stark abgenommen. Das liegt zu einem daran, dass mir die Musik echt zu anstrengend war. Zum anderen hatte ich aber auch das Gefühl, dass der Kerl alles veröffentlicht was er je komponiert hat. Trotzdem ist es bemerkenswert wie ambitioniert der Kerl ans Werk geht. Auch wenn man keinen Ton hört, weiß man dass er das aus voller Überzeugung macht.

Ich hatte schon einmal erwähnt, dass ich eigentlich gar nicht vor hatte mir „Empath“ zu kaufen. Als ich mit kleiner Neugierde den Song „Evermore“ anhörte, war ich 100 prozentig davon überzeugt das Album nicht zu brauchen. Doch aus einem bestimmten Grund tat ich es dann doch. Dieses Cover. Dieses Artwork. Das Wort „Empath“. Dieses positive Wort mit dem farbenfrohen Cover brachte etwas Licht in die kurze dunkle Phase die ich durchlief zu der Zeit.

Dazu kommt auch noch, das Devin auf mich immer ein bisschen hyperaktiv wirkt. Jemand der sich viel Gedanken über sich selbst macht, seine Musik. Ich glaube in dem Mann steckt so viel verborgenes und tiefe. Und trotzdem wirkt er immer so, als hätte er seinen Frieden mit allem gemacht. Was auch immer das sein mag. Ich kann mich in der Hinsicht tierisch irren, klar. Ich ziehe zu diesen Gedanken immer eine parallele zu mir selbst, was den Mensch Townsend betrifft. Wie sein Auftreten ist, wie seine Musik sich anfühlt.

Das in Verbindung mit „Empath“ löste bei mir etwas aus, dass ich seit der Veröffentlichung versuche in Worte zu fassen. Was sich als äußerst schwierig erweist. Im Grunde genommen habe ich nämlich keine Ahnung was Devin mit dieser Platte ausdrücken will. Ich kann nur vermuten, indem was ich lese oder höre. Und beim Hören dieser Platte schießen mir immer wieder viele Gedanken durch den Kopf. Ist es wirklich so positiv wie der Titel des Albums einen vermuten lassen? Was will uns Devin mit der ganzen Verwursterlung an Genres sagen? Jedes Mal wenn die Platte läuft habe ich das Gefühl, dass das Teil genauso geworden ist, wie Devin als Mensch (vermutlich) ist. Die Musik ist verspielt, vertrackt, manchmal Konfus aber auch wunderschön. Aber ganz rausrücken mit der „Wahrheit“ tut man nicht. Entdecke mich. Und das ist auch der Punkt mit dem ich mich identifizieren kann. Vielleicht ist es Wunschdenken um diese Platte zu mögen, aber vielleicht passt es auch einfach. Denn irgendwie hat es funktioniert. Ich wollte diese positive Energie aufsaugen. Etwas Licht ins dunkle bringen.

Doch was macht jetzt „Empath“ rein musikalisch eigentlich aus? Was hat Devin diesmal erschaffen? Inwiefern trifft „Empath“ auf das zu, was ich mir erhofft habe?

Ich fange aber mal von vorne an:
Devin hat eine Eigenschaft die ich so noch nie gehört habe. In den Songs blitzen immer wieder Elemente auf von denen man bis dato nicht wusste, das sowas überhaupt möglich ist. So lässt Devin einen erstmal ratlos zurück. So geschehen mit dem Song „Genesis“. Was ist denn das? Film Musik, Gospel, heftigste Blastbeats. Beatmusik, Elektro, reinster Pop?

„Devin was ist los mit dir?“

Oder auch Songs wie „Spirits Will Collide“. Überambitioniert. Größenwahnsinnig. Aber absolut hervorragend. Schaut euch nur das Video dazu an.

„Nichts ist los mit dir, Devin! Alles Ok!“

Oder wenn ich den ersten Teil des „Singularity“ Longtrack nehme. Wo zur Hölle kenne ich diese Melodien? Und urplötzlich fällt es mir dann ein. Klingt der Gesangspart zu Anfang nach einer ruhigen Version von „In Bloom“ so tritt zugleich der Chor im Hintergrund auf, der mich an irgendeinen Song zu einem Michael Jackson Song erinnert. Wirklich, ich habe mir den Part gefühlt 100 Mal angehört und verglichen. Habe ich mich verhört? Nein, ich glaube nicht. Ob das jetzt gewollt ist oder nicht. Aber es zeigt doch zu mindestens mir auf, wie wahnsinnig die Scheibe ausgefallen ist.

Ich kann immer noch nicht behaupten das Album verinnerlicht zu haben. Mir hat es sich noch lange nicht erschlossen. Und ich würde nicht behaupten wollen hier die perfekte Formel für den Zugang dieses Albums in der Hand zu haben.

Aber was mir das hören des Albums so einfach macht, ist tatsächlich die Symbiose zwischen der Musik die Devin erschaffen hat, dem Menschen und dem was er ausdrücken möchte oder auch eben nicht und nur Musik erschaffen hat. Das alles wirkt auf mich höchst emotional. Manchmal auch als ob Devin „Empath“ für all diejenigen geschrieben, denen es nicht gut geht, die eine schwierige Zeit durchmachen. „Hier, ich hab da was für dich. Vielleicht brauchst du 300 Durchläufe um die Musik zu verinnerlichen. Aber probiere es aus“.

Und darauf kann ich nur mit einem „Danke, Devin!“ antworten. Diese herrliche wärme die dieses Album versprüht. Und klingt ein Song noch so wirr. Es macht mit mir halt etwas. Die Positivität die in „Empath“ drin steckt, habe ich in so einer Form noch nie gehört. Dabei sind die Stränge manchmal so heftig, dass man sich echt überlegt wie man jemals dahinter steigen soll.

Und so komme ich zum Schluss meines Gedankenwirrwarrs. Obwohl ich dieses Album in ein paar Jahren noch immer nicht ganz erfasst haben werde. Davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Anders. Kurz und knapp. Das was an dem Album haftet treibt mich eher dazu. Ich muss die 10 zücken. Chapeau, Devin!

Anmerkung zum Schluss:
Ich fühle mich immer noch nicht bereit, mein geschriebenes als abgeschlossen zu betrachten. Weil ich einfach gar nicht zufrieden bin damit. Ich wollte mir tatsächlich schon Hilfe holen um das Ding irgendwie strukturierter durchzubringen. Ich selber schaffe das nicht so gut. Auch weil ich eben kein toller Schreiber bin. Also verzeiht mir das „Durcheinander“.
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Havoc » Freitag 14. Juni 2019, 22:46

Pillamyd hat geschrieben:Anmerkung zum Schluss:
Ich fühle mich immer noch nicht bereit, mein geschriebenes als abgeschlossen zu betrachten. Weil ich einfach gar nicht zufrieden bin damit. Ich wollte mir tatsächlich schon Hilfe holen um das Ding irgendwie strukturierter durchzubringen. Ich selber schaffe das nicht so gut. Auch weil ich eben kein toller Schreiber bin. Also verzeiht mir das „Durcheinander“.


Also ich finde das echt ziemlich gut geschrieben. Es zeigt das auf, was ich auch schon seit langem denke. Devin Townsend ist ein extrem außergewöhnlicher Mensch und auf eine Art für mich mehr Genie als alle anderen. Bei Leuten wie Akerfeldt, Wilson und Petrucci denke ich, dass die natürlich alle auf ihre Art auch musikalische Genies sind...aber Townsend ist irgendwie anders. Ein ganz anderes Kaliber. Bei ihm wirkt das so total natürlich. Fast so als wöllte er überhaupt kein besonderer Musiker sein. Er vertont einfach das was ihm einfällt und was raus muss...und das ist dann halt sowas wie "Empath". Dazu wollte ich ja auch noch was schreiben. Aber ich tue mich ähnlich schwer damit. Später mal. ;-)
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Re: Devin Townsend und seine Projekte

Beitragvon Pillamyd » Samstag 15. Juni 2019, 15:52

Havoc hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Anmerkung zum Schluss:
Ich fühle mich immer noch nicht bereit, mein geschriebenes als abgeschlossen zu betrachten. Weil ich einfach gar nicht zufrieden bin damit. Ich wollte mir tatsächlich schon Hilfe holen um das Ding irgendwie strukturierter durchzubringen. Ich selber schaffe das nicht so gut. Auch weil ich eben kein toller Schreiber bin. Also verzeiht mir das „Durcheinander“.


Also ich finde das echt ziemlich gut geschrieben. Es zeigt das auf, was ich auch schon seit langem denke. Devin Townsend ist ein extrem außergewöhnlicher Mensch und auf eine Art für mich mehr Genie als alle anderen. Bei Leuten wie Akerfeldt, Wilson und Petrucci denke ich, dass die natürlich alle auf ihre Art auch musikalische Genies sind...aber Townsend ist irgendwie anders. Ein ganz anderes Kaliber. Bei ihm wirkt das so total natürlich. Fast so als wöllte er überhaupt kein besonderer Musiker sein. Er vertont einfach das was ihm einfällt und was raus muss...und das ist dann halt sowas wie "Empath". Dazu wollte ich ja auch noch was schreiben. Aber ich tue mich ähnlich schwer damit. Später mal. ;-)


Genau das ist es. Wenn ich nur daran denke, was der in den letzten Jahren alles so veröffentlicht hat, wird man schon satt beim lesen. Was vielleicht ein Fehler war. Werde mich in nährerer Zeit etwas mehr mit seiner Musik auseinandersetzen. Wäre sehr gespannt was du zum Album alles zu schreiben hast. Und danke übrigens. Ich hab mir die Option offen gehalten, nächstes Jahr sollte mir noch mehr einfallen eben zu ergänzen. Vorausgesetzt ich mach wieder so ein Top Alben Thread wieder auf.
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