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von Jhonny » Samstag 13. Februar 2016, 11:37
Peter Kubaschk hat geschrieben:Nee, wir wissen nur wie DREAM THEATER mal mit anderem Sänger klang. Das wäre heute ja nicht mehr dasselbe. Ich zumindest kann mir "Scenes From A Memory" oder auch "A Dramatic Turn Of Events" mit Dominici nicht wirklich vorstellen. Ich glaube, die Band hätte sich mit ihm ganz anders entwickelt. Ob das besser geworden wäre, ist völlig spekulativ. Ist ja im Grunde wie bei FATES WARNING oder IRON MAIDEN - auch da gabs Sänger früher Sänger, die teilweise richtig verehrt werden (sicher mehr als Dominic). Ob sie heute besser wären ohne Alder oder Dickinson kann aber nicht gesagt werden. Ich finde es spannend, wie alle drei Bands sich entwickelt haben.
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von Havoc » Samstag 13. Februar 2016, 12:01
Pavlos hat geschrieben:Alles easy, Havoc. Bin da nicht so empfindlich. Gut. Möchte aber nochmal klarstellen, dass ich gegen den LaBrie nix habe, im Gegenteil: Ich mag seine Stimme auf Konserve und seine Soloscheiben sind meistens auch ganz prima.
Irgendwo muss man den doch als DT-Fan auch mögen. Selbst wenn man ihn als schwächstes Glied ansieht. Weil...wie kann man ein großer Fan der Band sein wenn man seinen Gesang nicht mag? Das geht doch irgendwie gar nicht. Ich fand ihn übrigens auch live im Jahr 2007 in Bonn sehr stark. Aber manchmal schwächelt er sicher auch. Kann schon sein. Aber bei einer Formation wie DT, wo superlange Instrumentalpassagen und "Ich zeig euch jetzt mal was ich alles an meinem Instrument kann" Parts dominieren bzw. scheinbar dominiert haben, ist der Sänger für mich eben am leichtesten zu ersetzen.
Mhhh. Sehe ich immer noch nicht so. Er ist halt aber auch mit DAS Trademark der Band. Ohne ihn wäre die Band sicher nicht so groß geworden. Er hat schon was Besonderes in seiner Stimme. Desweiteren hat er, so sehe und fühle ich es jedenfalls, noch nie so richtig viel zu den Songs, den Ideen, dem Image, der Ideologie DTs beigetragen. Ist wie gesagt kein Gedisse, einfach nur mein Empfinden.
Das kann schon sein. Das Genie der Band und der größte Songschreiber ist wohl Petrucci. Er ist die Seele und der Kopf der Band. Wahrscheinlich ist er sogar der einzige in der Band der auf gar keinen Fall ersetzt werden kann. Ich finde ja auch, dass "The Astonishing" unfassbar viele geniale Melodien zu bieten hat und gerade auf der Songwriting Ebene ziemlich groß ist. Aber das sehen wir ja auch etwas anders. DT, das waren für mich hauptsächlich immer Portnoy und Petrucci, nur so funktionieren sie für mich richtig. Das in sich ruhende Genie an der Gitarre und der wilde Nerd an den Drums.
Den Satz würde ich fast unterschreiben. Außer dem "nur". Sie funktionieren für mich auch sehr gut mit Mangini. Die Alben sind für mich nicht wirklich schwächer geworden. Und auf Platte finde ich seine Drums auch cool. Live kann er Portnoy nicht so ganz ersetzen. Das stimmt schon. Die wilde mitreißende Art eines Portnoy war da schon noch geiler muss ich zugestehen. Statt eines Ribery spielt halt jetzt ein Costa. Er ist nicht wirklich schwächer, aber halt nicht so ein Typ. Hab übrigens gelesen, dass Portnoy allen DT Mitgliedern eine "Ich hab Euch noch ganz doll lieb" Mail zu Weihnachten geschickt hat. Der erste Schritt ist getan....my prophecy will be fullfilled....
Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen. Glaubst du wirklich, dass es mit der Band nun wirtschaftlich bergab gehen wird? "The Astonishing" verkauft sich ja nun erst mal sehr gut. Und selbst die Leute die das Album nicht mögen werden sich auch die nächste Scheibe wieder kaufen, da sie wissen wollen wie es weitergeht. Und zudem würde ich Dir jetzt schon garantieren, dass das nächste Album auch total anders klingen wird. Sie haben jetzt ihr Mammutmusical veröffentlicht. Das werden sie ja nun kein zweites mal mehr machen. Das nächste Album wird sicher wieder härter und frickeliger werden. Wetten das. Aber nicht, weil vielen Fans das aktuelle Werk nicht gefällt, sondern weil sie dann wieder Bock drauf haben einen Schritt zurück zu gehen oder auch was ganz anderes Neues zu machen. Ein "The Astonishing, Part II" wird es nicht geben. Zudem fühlen sich soweit ich das beurteilen könnte alle sehr wohl in der Band...ohne einen Portnoy.
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von cgrage » Samstag 13. Februar 2016, 13:42
Ich hab das Album jetzt zweimal gehört. Das erste Mal war etappenweise auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Da war ich schon beeindruckt. Der zweite Durchlauf, dieses Mal in seiner Gänze, war schon ein großer Genuss. Ich will mich noch nicht ganz festlegen, aber ich bin geneigt, dem Album eine Art Sonderstellung einzuräumen oder es zumindest als Album "außer der Reihe" zu betrachten. Mal sehen, wie sich die nächsten Durchläufe gestalten. Ich bin aber auch auf die Live-Umsetzung gespannt. Noch 3 Wochen.
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von Havoc » Samstag 13. Februar 2016, 14:05
cgrage hat geschrieben:Der zweite Durchlauf, dieses Mal in seiner Gänze, war schon ein großer Genuss.  ! Ich bin aber auch auf die Live-Umsetzung gespannt.
Ich auch höllisch, auch wenn ich wohl nicht live am Start bin (oh Wunder!  ), sondern auf die Blu-Ray warte die es dann wohl ziemlich sicher irgendwann geben wird.
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von Holger Andrae » Samstag 13. Februar 2016, 20:26
Ich hab' die Scheibe in der vergangenen Woche nochmal ganz in Ruhe unterm Kopfhörer angehört. Das Ergebnis: Sie nervt mich stellenweise regelrecht. An manchen Stellen habe ich das Gefühl das Orchester spielt gegen die Band (s. Metallicas Sado/Maso-Scheibe) an anderen Stellen weicht der Orchestersound die metallischen Passagen unnötig auf und an wieder anderen Stellen ist es so bombastisch, dass ich fast überfordert bin. Dazu kommt, dass es kaum wirklich zündende komplette Songs für mich gibt. Einzelne Parts können aufblitzen, aber ain Gänze bin ich völlig genervt.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Havoc » Sonntag 14. Februar 2016, 14:57
DREAM THEATER – The Astonishing (2016)
Über dieses Album wurde schon so viel geschrieben, dass ich hier nun nicht mehr auf alle Punkte der Story und das ganze Drumherum eingehen möchte. Denn nach nun etlichen Rotationen der beiden Discs kristallisiert sich eine Haupterkenntnis immer mehr heraus. Und zwar die, dass man das Album und die Musik selbst genießen sollte, ohne dass man sich zu sehr in die Story verbeißt und alles bis aufs Kleinste seziert und analysiert. Denn mit der Zeit entflammt hier ein wahres Feuerwerk an wunderschönen tollen Melodien, aus denen sich auch immer mehr die Songs herausschälen. Weiterhin bemerkt man nach und nach, dass die Songs sehr facettenreich und mit vielen Breaks versehen sind. Es sind gar nicht so viele echte Balladen und so wenige Petrucci-Soli auf dem Album wie es sich anfangs vielleicht anfühlen mag. Die Bandbreite ist wirklich sehr weit gefasst. Neben typischen DT-Songs („The Gift Of Music“, „Moment Of Betrayal“) und wunderschönen Balladen („Chosen“, „Losing Faythe“) sind es vor allem die Musical-artigen Songs („Lord Nafaryus“, „Three Days“, „Ravenskill“) die zu begeistern wissen. Aber auch die eher ungewöhnlichen sehr variablen Stücke wie meine beiden Geheimtipps „A Saviour In The Square“ und „The Path That Divides“ lassen einen staunend zurück. Zudem werden immer wieder bestimmte Melodielinien und Themen aufgegriffen und selbstzitiert. Besonders hier wird deutlich wie großartig das Album geschrieben ist. Da haben Petrucci, Rudess und der Orchesterleiter eine tolle Arbeit abgeliefert. Auch einen James LaBrie muss man noch mal positiv hervorheben, da man sehr schön erkennt, dass er diverse Charaktere verkörpert, auch wenn man nicht alle acht immer genau abgrenzen kann. Ihn alles singen zu lassen war aus meiner Sicht die richtige Entscheidung, da es so ein echtes DT-Album geworden ist, das auch zu keiner Sekunde langweilig wird. Mittelmaß oder Füllmaterial sucht man hier wirklich vergebens. Ich finde selbst den kitschigsten Song des Albums „Act Of Faythe“ sehr schön, kann aber verstehen, dass das so manchem Fan zu viel des Guten ist. Auch das mystisch sakral angehauchte „Heaven´s Cove“ sowie der Muse-Radio-Hit „Our New World“ findet wohl nicht jeder toll. Es klingt schon alles sehr harmonisch und positiv, aber nie unspannend. Noch ein paar härtere Momente hätte ich aber sicher auch durchaus begrüßt. Interessant und lobenswert ist auch, dass das Album nicht nur unter Kopfhörern bei größter Konzentration funktioniert, sondern auch bei langen Autofahrten sehr viel Spaß macht, da es wenn man es mal begriffen hat, bei weitem nicht so kompliziert ist wie es anfangs erscheint. Die 99er „Scenes-Messlatte“ habe ich übrigens bewusst nicht aufgelegt, da dieses hier ein ganz anderes Werk im Katalog der New Yorker darstellt, auch wenn beides Konzeptalben sind. Ich für meinen Teil finde es super, dass sich die Band mit ihrem nunmehr 13. Album noch mal recht weit von den selbst vorgegebenen Leitlinien wegbewegt hat. Für mich ist dieses Album jedenfalls viel mehr Traum als Theater.
Aktuelle Note: 9,5
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von Jhonny » Sonntag 14. Februar 2016, 15:17
Ich hab gar nicht wirklich Bock, die momentan aufzulegen... ich finds jetzt nicht bockschlecht, aber: A) viel zu lang. Ich hab keinen Bock auf Doppel-CD-Alben, das merke ich immer mehr. Eine gute Albenzeit ist meist eher unter einer Stunde für mich. B) viel zu austauschbar. Die einzelnen Melodien sind durchaus gefällig, aber Wiedererkennungswert ist nur selten zu finden. Für mich nach aktuellem Stand wohl die schlechteste DREAM THEATER. Und meine Erwartungen waren schon nach dem Vorgänger nicht allzu hoch, daran kann es nicht gelegen haben. Und dass ich meine Lieblingsbands schnell enttäuschend finde kann man mir auch nicht vorwerfen 
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von Havoc » Sonntag 14. Februar 2016, 15:27
Jhonny hat geschrieben:Die einzelnen Melodien sind durchaus gefällig, aber Wiedererkennungswert ist nur selten zu finden.
Also das kann ich einfach nicht verstehen. Ich muss mal ganz blöde fragen. Die wiederkehrenden Stellen (besonders auffällig bei "The Road To Revolution", "Brother Can You Hear Me" und "Astonishing") sind Dir aber schon auch aufgefallen oder? Ich möchte ja niemandem was unterstellen, aber ich habe das Gefühl, dass viele Leute das Album irgnedwie nicht richtig verstehen oder es ihre "Hör- bzw. Einprägkapazitäten" übersteigt. Sorry wenn das jetzt irgendwie blöde klingt. Das ist auch nicht böse gemeint. Weiß nur gerade nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Aber bei der Aussage "Kein Wiedererkennungswert" muss ich das einfach mal so äußern.
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von Holger Andrae » Sonntag 14. Februar 2016, 15:37
Havoc hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Die einzelnen Melodien sind durchaus gefällig, aber Wiedererkennungswert ist nur selten zu finden.
Also das kann ich einfach nicht verstehen. Ich muss mal ganz blöde fragen. Die wiederkehrenden Stellen (besonders auffällig bei "The Road To Revolution", "Brother Can You Hear Me" und "Astonishing") sind Dir aber schon auch aufgefallen oder? Ich möchte ja niemandem was unterstellen, aber ich habe das Gefühl, dass viele Leute das Album irgnedwie nicht richtig verstehen oder es ihre "Hör- bzw. Einprägkapazitäten" übersteigt. Sorry wenn das jetzt irgendwie blöde klingt. Das ist auch nicht böse gemeint. Weiß nur gerade nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Aber bei der Aussage "Kein Wiedererkennungswert" muss ich das einfach mal so äußern.
Ich finde Deine Euphorie ja fast ansteckend - immerhin habe ich ich deswegen das Album letztend noch einmal angehört - aber ich will ein Album nicht "verstehen".
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von salisbury » Sonntag 14. Februar 2016, 16:15
Holger Andrae hat geschrieben:aber ich will ein Album nicht "verstehen".
Hmm, das ist ja eine Herangehensweise, die ich absolut nicht, ähem, verstehe... 
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