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von Eike » Dienstag 30. August 2011, 08:52
Rüdiger, wie sieht's bei Dir denn mit kürzeren Instrumentalstücken aus, CAN ' Deadlock' etwa? Können die funktionieren, oder fehlt da auch der Sänger? Bei mir macht es durchaus einen Unterschied, ob ein Stück bloß seine Zeit (mehrere Durchläufe) braucht, um sich einzugrooven, dann aber zündet, weil die Entwicklung nicht künstlich in die Länge gezogen wirkt und auch tatsächlich stattfindet - oder ob es aufgrund der schieren Länge und Abwechslungsarmut dauerhaft in Variationen des Einerlei zu verharren scheint, sodass ich beim Hören regelmäßig irgendwann abschalte. Wenn es eine spannende Entwicklung oder intensive Steigerung gibt, darf die ruhig zeitlupig verlaufen. Aber ich nehme Musik ohnehin meist so ganzheitlich wahr, dass die Stimme als informativer Texttransporteur eher in den Hintergrund rückt - jedenfalls, sofern da keine Slogans gebrüllt werden oder sich der Gesang urplötzlich zu Jubelarien aufschwingt, in tiefste Verzweiflung strudelt oder sonstige markante Brüche aufweist; das sind dann schon momente, wo sich einzelne Textfragmente bei mir einprägen. Bis ich irgendwas mitsingen kann, vergehen in der Regel Jahre, es sei denn, es handelt sich um einfache Songs mit ein wenig stoisch rhythmischer Begleitung im Hintergrund. Wenn man zur Musik lieber die Faust ballst, um den Himmel vom Planeten zu boxen, als seine Hände in sanften Wellen über nicht vorhandene Landschaften streicheln zu lassen, ist das doch okay. Da muss man nichts forcieren, das ist vielleicht auch einfach eine Frage des Lebensgefühls in dem Moment, dieser Phase, oder vielleicht auch ganz grundsätzlich.
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von 123_7 » Dienstag 30. August 2011, 09:33
Eike hat geschrieben:Rüdiger, wie sieht's bei Dir denn mit kürzeren Instrumentalstücken aus, CAN ' Deadlock' etwa?
Ich dachte, Instrumentalstücke zeichnen sich dadurch aus, dass kein Gesang darin vorkommt 
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von Eike » Dienstag 30. August 2011, 09:42
Ah, ok. Es gibt eine Instrumentalversion: http://www.youtube.com/watch?v=H9WsxUueBAM
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von Peter Kubaschk » Dienstag 30. August 2011, 10:04
Eike hat geschrieben:Rüdiger, wie sieht's bei Dir denn mit kürzeren Instrumentalstücken aus, CAN ' Deadlock' etwa?
Die Songs von MAYBESHEWILL sind in großer Mehrzahl kürzer als 5 Minuten. Daran liegt es also eher nicht.
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von 123_7 » Dienstag 30. August 2011, 10:24
Bei der handvoll an Songs, die ich von Maybeshewill kenne, kann ich Rüdigers Äusserungen aber gut nachvollziehen. Die Band im speziellen ist mir auch zu wuschig. Das tröpfelt, säuselt, weht und wabert beispielslos langweilig vor sich hin. Wie eine verzerrte Welt, die durch Antidepressiva ihren heilen Charaketer vortäuscht. Oder wie Pachelbels Kanon in D-Dur. Widerlich schön. Dem gesamten Genre stehe ich generell sehr ambivalent gegenüber, weil es einerseits wirklich spannende Musik gibt, aber auch diese unsäglichen Blumenwerfer ihr Unwesen treiben. Höhepunkt dieses Gruselkabinetts waren bis jetzt für mich God Is An Astronaut, aber Maybeshewill kratzen da durchaus am Valiumsthron. Und dabei habe ich gar nichts gegen Instrumentalmusik. Ganz im Gegenteil. Gösta Berlings Saga find ich spannend. Oder auch die zahlreichen Instrumentalstücke von Tenhi. Oder Omega Massif. Oder noch dröhnigeren Kram wie Kodiak..
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von 123_7 » Dienstag 30. August 2011, 10:37
Zeitweise tut es das schon, finde ich. Aber ich glaube, ich kann an dem Stück zumindest nachvollziehen, warum hier so ein Aufheben um die Band gemacht wird. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass die Band hier mehr heisse Luft pustet. Das ist halt einfach plakativ und für den Moment ja auch dann irgendwie einnehmend, aber anschliessend halt auch überhaupt nicht nachhaltig. Aus den Ohren aus den Sinn. Und weiter geht's. Wenn das für euch anders ist, ist das super, weil ich glaube dann hat man wirklich eine interessante Band gefunden. Aber ich sehe mich da eher auf Rüdigers Seite, wenn auch aus anderen Beweggründen.
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von Jesus » Dienstag 30. August 2011, 10:43
So oder so werden wir Rüdiger nicht von instrumentaler Rockmusik überzeugen können, denn er ist ja offensichtlich der Meinung, dass Gesang alleine über Gefallen und Nichtgefallen entscheidet, selbst wenn man die Musik an sich schlecht findet  Rüdiger Stehle hat geschrieben:Avantasia darf man auch als harter Hund mögen, weil sich dort einfach so viele tolle Sänger herumtreiben, dass man über die übermäßige Eingängigkeit, den Bombast und die Theatralik einfach mal hinweg sehen darf.
Wer übermäßige Eingängigkeit, Bombast und Theatralik nicht mag, hört einfach auf die Sänger!
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von Jhonny » Dienstag 30. August 2011, 10:44
also, hier kann ich eure Begeisterung schon verstehen. Ständig hören möcht ich so was nicht, aber das ist schon schön gemacht. Könnte ich mir gut als Filmsoundtrack vorstellen. Gut ist: Der Song ist nicht zu lang.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 30. August 2011, 11:04
123_7 hat geschrieben:Aber ich glaube, ich kann an dem Stück zumindest nachvollziehen, warum hier so ein Aufheben um die Band gemacht wird.
Aufhebens um die Band macht eigentlich nur Rüdiger.
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