Sólstafir

Re: Sólstafir

Beitragvon trent » Mittwoch 22. Februar 2017, 14:55

Am 26.5. kommt das neue Album mit dem Titel "Berdreyminn", es enthält acht Songs und hat ein sehr schönes Cover:

Bild
Nun auch auf Musiksammler: Trents Musiksammlung
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Re: Sólstafir

Beitragvon Eike » Mittwoch 22. Februar 2017, 16:04

Toll! :-)
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Re: Sólstafir

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 23. Februar 2017, 01:09

Kommt natürlich ins Haus. Immerhin die einzigen "Post Rocker" meiner Sammlung. Denen bleibe ich treu.
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Re: Sólstafir

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 11. Januar 2023, 21:21

Hübscher neuer Videoclip zum härtesten Song des 2020er-Albums:

https://www.powermetal.de/news/news-S_L ... 53321.html
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Re: Sólstafir

Beitragvon Dekalog der Elemente » Mittwoch 11. Januar 2023, 22:51

Muss ich nachher mal angucken. Ich fand ja den letzten Output auf seine Art schon recht stark. Topt natürlich weder die Masterpiece of Bitterness noch die Svartir Sandar, aber ist definitiv kein schlechtes Album.
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Grundsätzlich ist Mettwurst wie Paprika, nur in einem anderen Härtegrad.
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Re: Sólstafir

Beitragvon Eike » Mittwoch 8. Februar 2023, 00:28

trent hat geschrieben:Am 26.5. kommt das neue Album mit dem Titel "Berdreyminn", es enthält acht Songs und hat ein sehr schönes Cover:

Bild

Nun - mit so einiger Verzögerung* - also mein Eindruck von SÓLSTAFIRs Studioalbum #6:

Diese nordatlantische unterschwellige Morriconehaftigkeit, die sich abgeschwächt auch bei SIGUR RÓS und den frühen FIELDS OF THE NEPHILIM, besonders aber bei MADRUGADA und deren Sänger SIVERT HØYEM solo, immer mal wieder in den jeweiligen Bandsound eingewoben auffinden lässt, geleitet mich sehr wohlig in das Album hinein. Danach wird es rhythmisch direkter, melodisch eingängiger, ausschweifender, leicht pinkfloydesque gar. Das abrasive Moment des noch windumtosten "Svartir Sandar" hingegen geht den ersten beiden Songs trotz der angenehmen Lautstärkedynamik für solch eine insgesamt modernere Produktion leider ganz ab.

Dafür klingt "Berdreyminn" immerhin nicht mehr ganz so leichthin hingeworfen und geradezu ätherisch wie "Ótta", welches nach meinem Empfinden gerade über die gesamte Albumlänge hinweg etwas an emotionaler Tiefe und mitreißenden Momenten in der Musik leider vermissen ließ. Das dritte Stück auf "Berdreyminn" kommt indes wieder ähnlich elegisch daher, mit Romantik im Stile der ausufernder schwelgerischen Stücke von CRIPPLED BLACK PHOENIX, was hier dann doch eher langatmig wirkt; ruhig zwar an der Oberfläche, doch darunter leidenschaftlich schmachtend.

Das reduziertere 'Nárós' verleiht "Berdreyminn" dann schließlich seinen eigenen Sound: Basischer, geschlossener, schwebender als frühere Alben, fast schon radiotauglich, dabei jedoch auf latent folklorisch unterfütterten, post-rockigen Schwingen dahingleitend, und bei aller ohrenschmeichelnden Eingängigkeit wohl doch rauher, als es ein radioaffiner Publikumsmainstream sich wünschen würde. Danach dürfen sich zum allseits präsenten Piano noch Streicher unter das Rockinstrumentarium mischen, wenn es etwas balladesker wird. Hier kommt man noch einmal den ganz frühen Endzeitballaden des Schwarzkrüppelaschevogels nahe, beschreitet jedoch etwas songorientiertere Pfade - und schraubt sich im weiteren Verlauf langsam in die Dynamik eines Stückes hinauf, wie es auch auf "Avoid the Light" von LONG DISTANCE CALLING gepasst hätte.

Anschließend wird es wieder ruhiger, elegischer. Überhaupt scheint sich SÓLSTAFIR für "Berdreyminn" einiges an Inspiration von Justin Greaves' Langzeitprojekt geholt zu haben, schreitet gleichzeitig jedoch den ab "Svartir Sandar" von der eigenen Band eingeschlagenen Weg konsequent weiter: Weiter gespannte Kompositionsbögen, mehr Anteile an Progressive Rock, mehr esoterisch anmutende Gesangslinien, quasi gar kein Blackmetal oder auch nur noch die geringsten Black'n'roll-Bezüge mehr. Dabei klingt dann ein Song wie 'Ambátt' jedoch so frisch und eigenständig, im Gitarren-Sound dabei aber derart markant nach typischem SÓLSTAFIR-Lauf, dass er alleine dadurch schon zum Markenzeichen dieses Albums wird.

Ja, SÓLSTAFIR entwickelt sich nurmehr noch in Nuancen, um berechtigter Kritik hier auch einmal das Wort zu reden, und doch verfangen die Songs, gibt es hier und da immer wieder höchst fein gedrechselte Facetten und Übergänge zu bewundern, wenn man beim Zuhören nicht einfach unaufmerksam an der nunmehr weitaus glatter polierten Oberfläche entlang gleitet. Trotz naheliegenden Assoziationen zu KATATONIA im ausleitenden Stück, das nochmal etwas treibender daherkommt, trotz einem insgesamt gefälligeren Songwriting und weniger auralen Widerhaken als auf früheren Alben, gilt: "Berdreyminn" ist kein Album zum Nebenbeihören; im Gegenteil fordert es volle Aufmerksamkeit, will man so richtig eintauchen unter den Spiegel seiner glänzenden Oberfläche.

Punktwertung: 8 / 10


* Nils Macher hat schon längst das nachfolgende Album "Endless Twilight of Codependent Love" besprochen.
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Re: Sólstafir

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Februar 2023, 21:34

Da sieht man mal wieder, wie die Zeit vergeht, und wie wenig up to date das Forum bisweilen ist. Ist aber nicht schlimm. Nur eine kaum neue Feststellung.

Schön, dass dir die Scheibe gefällt. Ich mag sie auch gerne.
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Re: Sólstafir

Beitragvon Eike » Donnerstag 21. November 2024, 11:52

Die Hauptrezension zum neuen Album liest sich auch sehr ansprechend. Das vorletzte klang ja eher gedämpft, nun soll es wieder mehr Leichtigkeit haben. Ich bin vorfreudig und werde es wohl ungehört bestellen.

https://www.powermetal.de/review/review ... 42996.html
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Re: Sólstafir

Beitragvon Eike » Montag 16. März 2026, 19:22

Nun also Album #8:

Bild

"Hin Helga Kvol" ist ein recht abwechslungsreiches SÓLSTAFIR-Album: Erinnern vor allem das eröffnende Stück 'Hun Andar' sowie 'Gylar', aber auch 'Vor As' im getragenen Midtempo mit weiblicher Gesangsbegleitung und das noch etwas eingängigere, flotte 'Blakkrakki' bisweilen noch an vergangene Großtaten wie auf "Svartir Sandar", so ziehen 'Hin Helga Kvol' und 'Nu Mun Ljosi Deyja' deutlich härtere Saiten auf und gehen mittenmang zwischen Blackmetal & Posthardcore, 'Salumessa' hingegen schielt gen CRIPPLED BLACK PHOENIX - wo nicht gar gen FIELDS OF THE NEPHILIM oder PINK FLOYD; jedenfalls dominiert atmosphärisch schwelgerische bis schwermütig verträumte Melancholie sein insgesamt eher langmütiges Klangbild. 'Freygata' bringt Bluesnoten in den SÓLSTAFIR-Sound ein, und das dunkle, kühle, getragene Grande Finale 'Kumi' glänzt mit verloren tönendem Saxophon, nach Filmscore klingender Atmosphäre und an ULVERs Magnum Opus "Perdition City" gemahnenden Stimmungslagen.
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