AXXIS

Re: AXXIS

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 14. Juli 2024, 15:19

Pillamyd hat geschrieben:Du beantwortest leider nicht die Frage. Ich weiß immer noch nicht von welcher Qualität du redest?


Von der musikalischen Qualität. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, setzt sich auf Dauer die Qualität der Leistung durch. Diese wird u.a. durch Forumsempfehlungen/-diskussionen, Soundchecks von Print-Musikmagazinen oder Online-Magazinen, Reviews etc. versucht objektiv oder subjektiv einzuschätzen, sodass der geneigte Hörer/Fan eine Orientierung hat und sich nicht selber durch den kompletten Dschungel kämpfen muss.
Das Angebot ist meines Erachtens recht groß. Eine gewisse „Markt-Bereinigung“ würde auch dafür sorgen, dass die restlichen dann etwas besser davon leben bzw. die Kosten decken könnten.

Pillamyd hat geschrieben:Aber mal ernsthaft...wer von den Streamern hört denn parallel zum Stream die Fassung der CD, Tape oder Vinyl?… Aber wie gesagt, es ist ein Ausrufezeichen der gesetzt wird, der mir wirklich gut gefällt.


Nein dieses Ausrufezeichen gefällt mir rein gar nicht. Denn dann hätte der Erwerber der physischen Tonträger ebenfalls immer den „Sackgang“. Es hängt nunmal von der Wohnsituation bzw. davon ab, wo und wann man einfach Zeit zum Musikhören hat und in welcher Form man das tun kann.
Ich kann zu Hause nicht an jedem Ort eine CD einlegen und hören. Die Kopfhörer und Handy hab ich schon einfacher am Mann. Genau so unterwegs im Auto oder mit den Hunden. Es war früher auch kein Problem einen MP3 Player zu bestücken, weil es praktischer als ein Discman war. Aber im Endeffekt unterscheidet sich das dann von der Qualität her für mich auch nicht mehr vom Streamen. Außer, dass ich es beim Streamen „bequemer“ habe und im besten Fall für die Bands noch der ein oder andere Euro für die Streamingzugriffe bei runter fällt…

Pillamyd hat geschrieben:Und deswegen ist der Verkauf von Tonträgern nicht mehr relevant?
Das hast du nicht gesagt, das weiß ich.


Genau, du hast die Frage schon selber beantwortet.
Ich sag mal so: das kommt auf das „Geschäftsmodell“ der Band an. Ein Arjen Lucassen, der nur wenig live tourt, für den ist sicherlich das Tonträgergeschäft relevanter als für Heavy Saurus, die 50 Konzerte an 60 Tagen geben. Ok, das war jetzt kein richtig guter Vergleich, aber ich denke es kommt rüber was ich meine. ;-)
Geschäftsmodell Tour-Band vs. Geschäftsmodell „Solo-Selbständiger im Homeoffice“.
Im Idealfall - und da geb ich dir gerne wieder recht - sollte überall was bei rausspringen.

Pillamyd hat geschrieben:Aber wie viele Bands haben denn im letzten Jahrzehnt zugegeben, dass es sich mehr lohnt auf Tour zu gehen, als neue Musik zu veröffentlichen? Oder werden unsicher und fragen sich, in welcher Form und Umfang man überhaupt noch Musik veröffentlichen soll. Wie schön wäre es doch, wenn sich beides die Waage halten würden und man wieder Ticketpreise, Merchandise für angenehme Preise kaufen könnte. Das ganze hat einen ziemlich umfangreichen Kreislauf und eine Verkettung nach der anderen. Deswegen haben wir es gerade so, wie es halt gerade eben ist.


Hier könnte man jetzt extrem philosophisch werden, dafür fehlt mir grad die Zeit.
Ob es sich mehr lohnt neue Musik zu veröffentlichen oder auf Tour zu gehen - oder ob die neue Musik ein Grund ist, wieder auf Tour zu gehen, hängt stark mit der Situation der jeweiligen Band zusammen. Bei einer großen Diskographie und ohne neue Ideen, wäre es wohl manchmal besser, einfach touren zu gehen und sich für die „alten Hits“ feiern zu lassen. ;-)


Aber wie schon geschrieben, das ist eher eine „Grundsatzdiskussion“, die man schlecht so hier führen kann. Bei der „Idealvorstellung“ sind wir glaube ich gar nicht weit voneinander entfernt.
Es hängt beim Konsumverhalten aber vieles von den persönlichen Präferenzen/Situationen und Wertschätzung/Sammeltrieb (für physische Produkte) ab.
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Re: AXXIS

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 14. Juli 2024, 16:12

kingdiamond hat geschrieben:Von der musikalischen Qualität. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, setzt sich auf Dauer die Qualität der Leistung durch. Diese wird u.a. durch Forumsempfehlungen/-diskussionen, Soundchecks von Print-Musikmagazinen oder Online-Magazinen, Reviews etc. versucht objektiv oder subjektiv einzuschätzen, sodass der geneigte Hörer/Fan eine Orientierung hat und sich nicht selber durch den kompletten Dschungel kämpfen muss.
Das Angebot ist meines Erachtens recht groß. Eine gewisse „Markt-Bereinigung“ würde auch dafür sorgen, dass die restlichen dann etwas besser davon leben bzw. die Kosten decken könnten.


Und daraufhin war meine Frage wie du das zu Messen gedenkst? Geschmack ist ein höchst subjektives Ding.
Das ist für mich erstens schon sehr Wunschdenken. Und hat auch für mich überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun. Alles was du aufführst, findet doch schon seit jeher statt. Niemals werden du, ich oder einige im Forum jemals alles an Musik aufgreifen können. Und das kann auch gar nicht das Ziel sein.

kingdiamond hat geschrieben:Nein dieses Ausrufezeichen gefällt mir rein gar nicht. Denn dann hätte der Erwerber der physischen Tonträger ebenfalls immer den „Sackgang“. Es hängt nunmal von der Wohnsituation bzw. davon ab, wo und wann man einfach Zeit zum Musikhören hat und in welcher Form man das tun kann.
Ich kann zu Hause nicht an jedem Ort eine CD einlegen und hören. Die Kopfhörer und Handy hab ich schon einfacher am Mann. Genau so unterwegs im Auto oder mit den Hunden. Es war früher auch kein Problem einen MP3 Player zu bestücken, weil es praktischer als ein Discman war. Aber im Endeffekt unterscheidet sich das dann von der Qualität her für mich auch nicht mehr vom Streamen. Außer, dass ich es beim Streamen „bequemer“ habe und im besten Fall für die Bands noch der ein oder andere Euro für die Streamingzugriffe bei runter fällt…


Komm schon. Das ist genau die Bequemlichkeit, die mir beim eigentlichen Musikkonsum schon ziemlich auf den Zeiger geht. Wie einfach möchte man es denn noch haben? Von mir aus, wird es die Norm, dass bei jeder Veröffentlichung ein Download Code dabei ist, wie es schon bei Vinyl der Fall ist. Wie es geht zeigt zum Beispiel eine Plattform wie bandcamp und von mir auch aus der AutoRip von amazon.

Dein erster und zweiter Absatz zeigt für mich nur auf, dass das leider alles nicht mehr wegzudenken ist. Die Bequemlichkeit hat man gereicht wie den kleinen Finger. Und irgendwann ist die ganze Hand dran. Insgesamt geht mir die Diskussion schon aber schon zu weit und driftet vom eigentlichen Thema ab.

kingdiamond hat geschrieben:Genau, du hast die Frage schon selber beantwortet.
Ich sag mal so: das kommt auf das „Geschäftsmodell“ der Band an. Ein Arjen Lucassen, der nur wenig live tourt, für den ist sicherlich das Tonträgergeschäft relevanter als für Heavy Saurus, die 50 Konzerte an 60 Tagen geben. Ok, das war jetzt kein richtig guter Vergleich, aber ich denke es kommt rüber was ich meine.
Geschäftsmodell Tour-Band vs. Geschäftsmodell „Solo-Selbständiger im Homeoffice“.
Im Idealfall - und da geb ich dir gerne wieder recht - sollte überall was bei rausspringen.


Das tut weh. Denn das abwerten dieses Mediums ist genau die Sache, die ich rein gar nicht mehr nachvollziehen kann und auch sturerweise nicht will. Dass das in vielen Köpfen schon drin ist, nervt mich gewaltig und zählt genau in den Ursprung dieser Diskussion. Das ist mir persönlich einfach viel zu Fremd, diese Gedanken. Wenn es soweit kommt, bin ich (wie gesagt) höchstwahrscheinlich raus. Denn Musik ist nicht nur das was man hört. Es ist ein Gefühl, etwas was ich haptisch in Form der kompletten Kunst gebündelt in einer CD, einem Tape, einer Schallplatte haben möchte. Und nicht mit einem Klick über eine Datei, die mir sagt wie viel MB der Song beinhaltet. Brrr...distanzierter geht es für mich gar nicht...

kingdiamond hat geschrieben:Hier könnte man jetzt extrem philosophisch werden, dafür fehlt mir grad die Zeit.
Ob es sich mehr lohnt neue Musik zu veröffentlichen oder auf Tour zu gehen - oder ob die neue Musik ein Grund ist, wieder auf Tour zu gehen, hängt stark mit der Situation der jeweiligen Band zusammen. Bei einer großen Diskographie und ohne neue Ideen, wäre es wohl manchmal besser, einfach touren zu gehen und sich für die „alten Hits“ feiern zu lassen.


Warum denn philosophisch?
Diese Überlegungen kann man doch in vielen Interviews lesen. Es ist heutzutage immer ein Grund. Früher ging man auf Tour weil ein neues Album rausgekommen ist. Heute bringt man ein Album raus um auf Tour gehen zu können, weil das wirtschaftlich gesehen natürlich mehr abwirft. Von jeder zweiten Band eine "Best Of"-Tour, würde irgendwann aber auch nicht mehr ziehen. Was passiert denn dann mit den ganzen Newcomern, die es zu entdecken gilt, weil man nichts verpassen möchte?

Rein vom Gefühl her, lohnt sich immer neue Musik. Da ist es mir völlig egal, ob nun das +20 Album rauskommt oder das zweite, dritte...fünfte.

kingdiamond hat geschrieben:Aber wie schon geschrieben, das ist eher eine „Grundsatzdiskussion“, die man schlecht so hier führen kann. Bei der „Idealvorstellung“ sind wir glaube ich gar nicht weit voneinander entfernt.
Es hängt beim Konsumverhalten aber vieles von den persönlichen Präferenzen/Situationen und Wertschätzung/Sammeltrieb (für physische Produkte) ab.


Ich habe eher das Gefühl, dass sich das hier immer weiter weg vom eigentlichen Thema entfernt....
Natürlich spielt das Konsumverhalten eine Rolle. Das ist das ganze Thema hier. Wenn ich aber das Gefühl hab, dass das nach und nach dadurch an Wert verliert, weil sich die komplette Industrie in eine Richtung bewegt, die einfach nur ziemlich beängstigend ist, dann werde ich mich immer dafür einsetzen, dass das nicht passieren soll. Und hier geht es mal rein gar nicht um Sammeltrieb, dass ja auch immer gern angebracht wird. Ausnahmsweise, geht es um die Wertschätzund der Musik, der jeweiligen Künstler und Bands.
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Re: AXXIS

Beitragvon Eike » Sonntag 14. Juli 2024, 18:29

Pillamyd hat geschrieben:Diese Überlegungen kann man doch in vielen Interviews lesen. Es ist heutzutage immer ein Grund. Früher ging man auf Tour weil ein neues Album rausgekommen ist. Heute bringt man ein Album raus um auf Tour gehen zu können, weil das wirtschaftlich gesehen natürlich mehr abwirft.
Es gab ja mal eine recht kurze Phase, in der einige Bands eher auch mal wieder E.P.s statt immer nur Alben herausbrachten. Theoretisch hätte das Anlass genug sein können, auf Tour zu gehen, ohne halbgares Material an den Start bringen oder bis zum nächsten Albumrelease die Füße still halten zu "müssen", weil es sich sonst nicht rentiert. Diese Phase scheint aber auch wieder vorbei zu sein. Hat es sich praktisch doch nicht rentiert, weil Leute schon quantitativ in Songs/Streams denken statt qualitativ auf ein gebündeltes Gesamtpaket zu schauen und daher nicht mehr bereit sind für eine kurze E. P. einen ähnlichen Preis zu berappen wie für eine möglicherweise gar nicht gleichwertige L. P. selbst wenn letztere erst durch Filler auf eine überzogene Quantität gebracht wurde, oder woran liegt das?
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Re: AXXIS

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 14. Juli 2024, 19:17

Eike hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Diese Überlegungen kann man doch in vielen Interviews lesen. Es ist heutzutage immer ein Grund. Früher ging man auf Tour weil ein neues Album rausgekommen ist. Heute bringt man ein Album raus um auf Tour gehen zu können, weil das wirtschaftlich gesehen natürlich mehr abwirft.
Es gab ja mal eine recht kurze Phase, in der einige Bands eher auch mal wieder E.P.s statt immer nur Alben herausbrachten. Theoretisch hätte das Anlass genug sein können, auf Tour zu gehen, ohne halbgares Material an den Start bringen oder bis zum nächsten Albumrelease die Füße still halten zu "müssen", weil es sich sonst nicht rentiert. Diese Phase scheint aber auch wieder vorbei zu sein. Hat es sich praktisch doch nicht rentiert, weil Leute schon quantitativ in Songs/Streams denken statt qualitativ auf ein gebündeltes Gesamtpaket zu schauen und daher nicht mehr bereit sind für eine kurze E. P. einen ähnlichen Preis zu berappen wie für eine möglicherweise gar nicht gleichwertige L. P. selbst wenn letztere erst durch Filler auf eine überzogene Quantität gebracht wurde, oder woran liegt das?


Ich denke dabei auch an die EPs von "Down" oder die letzte EP von "Manowar".
"Down" hat die EPs, die als Reihe angelehnt war, nie beendet. "Manowar" fängt nicht ganz untypisch irgendwas an um es wieder zu verwerfen. Man hat also, zumindest interpretiere ich das so, das Konzept des Albums nie so richtig ablegen können aus der Sicht eines Künstlers bzw. Band. Oder "Anthrax", die öffentlich geäußert hatten, bedenken zu haben, wie man Musik eigentlich noch veröffentlichen wolle. Sie scheinen davon auch (Gott sei Dank) abzusehen. Aber es gibt diese Beispiele.

Ich kann deine letzte Frage selbst nicht beantworten. Weil ich es schlicht nicht weiß. Ich kann nur vermuten, dass das ein rantasten war, was heutzutage noch funktioniert. Ich glaube aber auch, dass bewusst sich auf eine EP festzulegen, die eigene Kreativität durchaus limitieren, oder weniger drastisch, hemmen kann. Auch denke ich, wenn ein Musiker nur so vor Ideen strotzt und einen Song nachdem anderen schreibt, möchte er sich doch nicht auf 5 Songs festlegen. Ausleben ist doch auch das Ding in der Kunst.
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Re: AXXIS

Beitragvon Eike » Sonntag 14. Juli 2024, 20:03

Das ist klar. Aber es gibt ja auch diese springhaften Kreativitätsschübe, wo man richtig gutes Material hat, aber eben nicht viel. Ein Jahr später kommt vielleicht wieder einer. Aber in eine ganz andere Richtung. In ein Album gezwängt kann das dann zerfahren wirken, oder die Schere im Kopf geht auf und man verschlimmbessert etwas um es passender zu machen in ein gemeinsames Korsett. Nicht immer ist ein Albumformat die beste Lösung.
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Re: AXXIS

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 14. Juli 2024, 20:21

Auch das ist klar. Aber diese Erlebnisse sind ja auch höchst indivduell. Was du als zerfahren ansiehst, könnte bei mir ein ziemlich flüssiges Stück Musik sein.
Was würden wir machen, wenn es keine Kritik mehr an Musik geben würde, weil alles perfekt wäre? Ich höre auch gerne Alben, die nicht unbedingt als die stärksten gelten oder die ich als schwächer einstufen würde. Aber mir ist das Gesamtwerk auch immer total wichtig. Weil ich es spannend finde, was die Band für eine Entwicklung nimmt.
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Re: AXXIS

Beitragvon kingdiamond » Montag 15. Juli 2024, 21:04

So, nun haben wir den AXXIS-Thread - der bisher allerdings völlig inhaltsleer zum Titel ist - für eine Grundsatzdiskussion genutzt.
Ich habe dann auch gemerkt, dass ich von der ursprünglichen Feststellung/Behauptung („Überforderung von Streamern mit längeren Liedern“) ins hundertste und tausendste abgekommen bin.

Die weiterführenden Fragen klären wir hier nicht, da die Gegenfragen immer wieder schwierig bis gar nicht beantwortet werden können. Denn natürlich kann man immer wieder Gegenfragen stellen wie: „Wie misst man Qualität?“. Was soll ich da dann noch darauf antworten als meine ersten Antwort-Versuche. Eine zufriedenstellende Antwort kann es da eh für niemanden geben. Auch nicht für mich selber, da es keine absolutistischen Antworten gibt.


Klarstellen möchte ich allerdings noch: ich habe keine Abwertung „des Mediums“ vorgenommen.
Und für mich ist Musik aber vordergründig das was ich höre.
CD-Hüllen sind für das Aufbewahren von Kronkorken gemacht! ;-)
Das „Drumherum“ wie Artwork, Texte, schicke Booklets gehören ggf. auch dazu - sind aber nicht meine Hauptessenz an der Musik. Warum, gerne irgendwann mal an anderer Stelle mehr. :)

Ich glaube manche Empfindungen liegen aber einfach daran, dass es verschiedene „Typen von Menschen“ (z.B. Pragmatiker, Prokrastinierer, Perfektionisten oder Romantiker etc.) gibt. Ich glaube bei jedem überwiegen einige Eigenschaften und dann ist man halt wie man ist…

Trotzdem halte ich es persönlich für möglich, dass ein pragmatisch geprägter Mensch durchaus in der Lage sein kann, tiefgründige/komplexe Musik zu hören - auch wenn er das ganze per Streaming betreibt und/oder ein tontragendes Medium dazu nicht besitzt. ;-)
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Re: AXXIS

Beitragvon Eike » Sonntag 21. Juli 2024, 15:47

Eike hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Diese Überlegungen kann man doch in vielen Interviews lesen. Es ist heutzutage immer ein Grund. Früher ging man auf Tour weil ein neues Album rausgekommen ist. Heute bringt man ein Album raus um auf Tour gehen zu können, weil das wirtschaftlich gesehen natürlich mehr abwirft.
Es gab ja mal eine recht kurze Phase, in der einige Bands eher auch mal wieder E.P.s statt immer nur Alben herausbrachten. Theoretisch hätte das Anlass genug sein können, auf Tour zu gehen, ohne halbgares Material an den Start bringen oder bis zum nächsten Albumrelease die Füße still halten zu "müssen", weil es sich sonst nicht rentiert. Diese Phase scheint aber auch wieder vorbei zu sein. Hat es sich praktisch doch nicht rentiert, weil Leute schon quantitativ in Songs/Streams denken statt qualitativ auf ein gebündeltes Gesamtpaket zu schauen und daher nicht mehr bereit sind für eine kurze E. P. einen ähnlichen Preis zu berappen wie für eine möglicherweise gar nicht gleichwertige L. P. selbst wenn letztere erst durch Filler auf eine überzogene Quantität gebracht wurde, oder woran liegt das?

Interessante Anmerkung dazu im aktuellen FLOYA-Interview:
FLOYA hat geschrieben:Marv: "Es ist einfach schön, dass das Projekt jetzt auch in der Industrie sichtbar ist. Es ist totaler Quatsch, aber ein Album hat in den Ohren der meisten Agenturen mehr Gewicht als neun Singles."

Phil: "Wenn es um Tour Pitching geht oder generell, wenn man neue Partner sucht oder ähnliches, ist es schwierig, direkt ernst genommen zu werden, wenn man sagt: 'Hey, wir haben sechs Songs draußen.' statt 'Hier ist unser Album.' Es ist natürlich von strategischer Bedeutung."
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