Die "frau" bei Powermetal

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Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Drumtier » Sonntag 29. März 2015, 19:02

Ich will hier absolut keine größere Diskussion lostreten und werde es vermeiden mich für offensichtliche Dinge präventiv zu entschuldigen, rechtfertigen oder diese zu bestreiten, aber ich meine das schon zum wiederholten Male gelesen zu haben und habs mir diesmal gemerkt ums einmal zur Sprache zur bringen. Ich bin kein Germanist aber sprachinteressierter Laie. Ich finde die aktuelle Rechtschreibung recht gut gelungen und falsch verwendete oder verdrehte Phrasen nerven mich. Das nur so als Einleitung.

Vor ein paar Tagen gabs Nachrichten zu einer Operation von Ozzy Osbourne und dazu einen Link auf eurer Facebook-Seite. Nicht der Titel selbst aber der Kommentar zum FB-Link dazu: "Muss mann und frau sich Sorgen um Ozzy Osbourne machen?" Was will man mir damit sagen? Ein klein geschriebenes "mann" existiert im Deutschen nicht. Ein klein geschriebenes "frau" existiert "in feministischem Sprachgebrauch, sonst oft scherzhaft für »man«, besonders wenn [ausschließlich] Frauen gemeint sind" (Quelle: Duden online). Trifft irgendetwas auf die erwähnte Nachricht zu? Hatte Ozzy Osbourne eine Operation die sein potentielles Liebesleben mit potentiellen Groupies beeinträchtigen könnte und somit den scherzhaften Gebrauch in seiner zweiten Bedeutung rechtfertigen würde? Ist Powermetal.de ein Musik- oder ein Feminismusmagazin? Oder ist das der schmerzhaft fehlgeschlagene Versuch vermeintlich gendergerechte Nachrichten zu formulieren? Ich vermute Letzteres. Bitte unterlassen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 29. März 2015, 22:38

Das ist ein Wortspiel, welches unser Mattes gerne mal benutzt. Es macht sich in meinen Augen über die Genderdiskusson lustig. Ich werde ihm nicht verbieten, das zu nutzen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 31. März 2015, 13:58

Find ich nicht schlimm, solang ich nicht "MetalerInnen" oder "Metaler und -Innen" oder "Metalerinnen und Metaler" oder sonstige Pervertierungen ertragen muss.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 31. März 2015, 14:58

Teichfrosch hat geschrieben:Find ich nicht schlimm, solang ich nicht "MetalerInnen" oder "Metaler und -Innen" oder "Metalerinnen und Metaler" oder sonstige Pervertierungen ertragen muss.

Da sag ich nur: "Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen draußen vor den Fernsehern und Fernseherinnen..." :grins:

(... falls von Euch jungem Gemüsen noch jemand Heinz Meller, den besten Helmut-Kohl-Imitator aller Zeiten, kennt... ;-) )
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 6. April 2015, 02:11

Unser Bürgermeister hat mal ernsthaft "Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,..." gesagt. :grins:
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Holger Andrae » Montag 6. April 2015, 10:45

Liebe Ulmen und Ulmerinnen klingt auch nicht besser:)
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 6. April 2015, 19:57

Ich bin doch kein Ulmer. Ich bin Landvolk.

Aber generell mache ich das wie die Franzosen und wie man es seit Alters her getan. Bei gemischtgeschlechtlichen Gruppen wird die männliche Form gewählt, und fertig. Auch bei Reden und Vorträgen. Wo kommen wir denn da hin...
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Teichfrosch » Montag 6. April 2015, 23:03

Ich glaub ich muss mal an die "Emma" schreiben was für fiese, fiese Sexistenmachochauvinisten hier rumlaufen ...

Zeit für eine Frauenquote beim Soundcheck! Nieder mit MANOWAR und ihrer frauenverachtenden Symbolik! Für eine Frauenquote auf Metalkonzertbühnen!
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 7. April 2015, 16:43

Die Feministinnen sehen das eh von jeher falsch. Es werden durch die alt hergebrachte Sprachpraxis nicht die Frauen diskriminiert, sondern die Männer. Während es keine eigene Form für eine rein männlich zusammengesetzte Gruppe gibt, haben die fürnehmen Gentlemen der alten Schule für rein weibliche Gruppen eine eigene Form geschaffen. Wenn man "Liebe Kundinnnen" schreibt, dann weiß jeder gleich, es mit einer rein weiblichen Gruppe zu tun zu haben, während man bei "Liebe Kunden" eben alle Geschlechter in der Gruppe hat, und es für rein männliche Gruppen gar keinen speziellen Begriff gibt. Wer wird da also diskriminiert? Eben, die Männer. Und das macht uns gar nichts aus.

Übrigens finde ich es schade, dass man die hochanständige Anrede "Fräulein" abgeschafft hat. Es ist doch eine Auszeichnung, wenn die Unbescholtenheit schon in der Anrede das Wesen ziert. Eine einstige Nachbarin (sie wurde ca. 90 Jahre alt) legte immer höchsten Wert darauf, dass man sie mit Frl. anredete.

Ernsthaft: Ich mach das so, wie ich es für richtig halte, sprich so, wie man es immer gemacht hat. Ich finde es immer bemitleidenswert, wie sich die Politiker einer bestimmten unaussprechlichen Partei immer verkrampft bemühen in jeder Ansprache dreißigmal "Liebe Freundinnen und Freunde!" zu sagen. Da wird die Rede gleich mal 10 Minuten länger. Bei uns sagt man "Liábe Leidt!", das reicht auch... :grins:
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Feamorn » Dienstag 7. April 2015, 17:10

Das erinnert mich daran, dass ich im Englischen irgendwann auch mal "dear fellow humans" oder so gelesen habe, das fand ich einen hübschen Beitrag zu der ganzen blöden Diskussion. ;)

Ich glaube übrigens, dass wir hier noch ganz gut dran sind. Ich sehe die letzten Monate immer mehr Vlogs bei Youtube etc. (vor allem im Gaming-Kontext) und auf der anderen Seite des Teiches gehen teilweise Sachen ab... Puh.
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