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Silent Force, Heavenly - Pirmasens

11.03.2002 | 09:47

28.02.2002, Quasimoto

Da wir bei Powermetal.de ja ein vielbeschäftigtes Team sind und ich leider an diesem Tag verhindert war (wegen Interviewtermins), bin ich ganz froh, daß meine Kumpels vor Ort waren um uns umfangreich zu berichten (Bericht - Tilmann Ruby, Fotos - Dominic Mieves).

Endlich war es mal wieder soweit. Der Pirmasenser Biker- und Konzert-Club Quasimoto öffnete am 28.02.02 für ein weiteres Metal-Paket seine Pforten. Nach Angaben der Inhaber soll es auch in Zukunft an Metal-Konzerten in diesem Club nicht mangeln. An diesem Abend standen SILENT FORCE und HEAVENLY auf dem Programm.

Den Opener für diese Tour haben die Neunkirchner PARTNERS IN CRIME übernommen. Deren Sänger hatte früher einmal mit Alex Beyrodt in einer Band zusammen musiziert. PARTNERS IN CRIME hatten in gut 40 Minuten die Möglichkeit die leider nur ca. 100 Mann/Frau zählende Besucherschar zu überzeugen. Diese Möglichkeit konnten sie allerdings nicht richtig nutzen. Zum einen war der Sound noch nicht differenziert eingestellt und zum anderen hatte der Frontmann einen sehr gewöhnungsbedürftigen Gesangsstil, der mal an so manchen Poser-Quäker der 80er und mal an Brian Johnson (AC/DC) zu erinnern versuchte.
Die Songs hatten traditionelle Aufbauten und waren sonst auch eher unspektakulär. Spielerisch war allerdings soweit man das hören konnte, alles im grünen Bereich. Trotz nachherigem Total-Verriss von so manchem Besucher, bedachte das Publikum die Band mit verhaltenem Applaus (klingt als hätte ich was verpaßt –MetalS).

PARTNERS IN CRIME
1. Destination Paradies
2. Billy Got A Gun
3. Closer To Your Heart
4. Heart Of A Prisoner
5. A Mysterious Area
6. Lies
7. Summer Sun
8. Judgement Day

Danach waren HEAVENLY an der Reihe. HEAVENLY ist eine französische Band, die ihre Musik sehr stark an HELLOWEEN oder Acts wie GAMMA RAY oder STRATOVARIUS anlehnt.
Musikalisch wie auch soundmäßig konnten sich HEAVENLY von der Vorband abheben. Die Songs ihrer 2 CDs wurden sehr präzise und powervoll rübergebracht. Dies machten sie möglich, indem sie einen 2. Gitarristen mit dabei hatten und die Keyboard-Passagen vom Band kommen ließen. Der einzige Kritik-Punkt ist der extrem hohe Gesang von Ben (der mir übrigens die Setlist eigenhändig aufgeschrieben hat – vielen Dank!). Zwar ist die Höhe des Gesangs Geschmackssache, aber im Vergleich zu Michael Kiske (ex-HELLOWEEN), ist dieser doch etwas tonsicherer. Auf alle Fälle ist Ben auf dem besten Wege in dessen Fußstapfen hineinzuwachsen.

HEAVENLY
1. Intro
2. Destiny
3. Sign Of The Winner
4. Riding Through Hell
5. Sandman
6. The World Will Be Better
7. Condemned To Die
8. Time Machine

Verdientermaßen sind SILENT FORCE bei dieser Tour die Headliner. Man merkte ziemlich schnell, dass die meisten Besucher wegen ihnen gekommen waren.
Eine Band, die einen der derzeit besten Sänger in ihren Reihen hat und die instrumental auch keine Wünsche offen lässt, sollte sich eigentlich keine Gedanken machen müssen über ihre Zukunft. Aber es gibt grade im heute sehr harten Rock-Geschäft keine Garantie.
Der Saarländer SINNER-Flitzefinger Alex Beyrodt konnte nicht nur durch seine extravaganten Schlangenleder-Halbstiefel, sondern vor allem durch seine schnellen Soli überzeugen. Seine Mitstreiter standen ihm in musikalischer Hinsicht in nichts nach.
Der in Pittsburgh lebende D.C. Cooper, der mit einer Stars&Stripes-Jacke auf die Bühne kam, konnte schon bei seiner vorhergehenden Band ROYAL HUNT live beweisen, was für ein Format er hat. So traf er auch an diesem Abend souverän jeden Ton. Auf Grund des aktuellen PRIEST-Booms (siehe PRIMAL FEAR) mussten an diesem Abend 2 PRIEST-Klassiker herhalten. “All Guns Blazing” von der aktuellen SILENT FORCE und “You´ve Got Another Thing Comin´” als Rausschmeißer. Das eigene PRIEST-Lied “Infatuator” wurde auch sehr gut rübergebracht. So weit, so gut.
Das einzige, was ich nicht so ganz verstehe, ist, warum D.C. versucht, Rob Halford perfekt zu kopieren (was ihm gesanglich auch ganz gut gelingt). Das wäre ungefähr so, wie wenn einst Bruce Dickinson versucht hätte, wie Bon Scott zu klingen oder so.
Das hat er eigentlich nicht nötig, auch wenn er großer PRIEST-Fan ist. Ich hoffe mal, dass auf der nächsten Platte wieder eigenständigere Wege gegangen werden.
Zu meiner großen Freude wurden auch ein ROYAL HUNT-Titel (River Of Pain - mit gutem Backround-Gesang - ich hätte mir noch “Last Goodbye” gewünscht, aber egal) sowie zwei Stücke von D.C.´s Soloplatte (“Dream”, “Whisper”) sehr gut dargeboten.

Alles in allem muss man sagen, dass es für SILENT FORCE ein sehr gelungener Tournee-Auftakt war und dass man sich freuen kann, sie am 02.05.02 wieder in Pirmasens mit U.D.O. begrüßen zu dürfen.

SILENT FORCE
1. Intro
2. Fall Into Oblivion
3. Gladiator
4. Saints And Sinners
5. Tell Me Why
6. Empire Of Future
7. Cesars Solo (Git-Solo mit Keyboard)
8. Whisper
9. River Of Pain
10. Dream
11. In Your Arms
12. World Aflame
13. Live For The Day
14. Infatuator
15. Promised Land
16. All Guns Blazing

17. You´ve Got Another Thing Comin´

Redakteur:
Stefan Lang

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