top banner 156
side banner 157

Savatage, Blaze - Langen

31.01.2002 | 09:36

27.01.2002, Stadthalle

Da denkt man an nichts schlimmes, es war so gegen 19.30 Uhr, und auf einmal ertönt eine Stimme. Man schaut auf die Uhr und wundert sich, doch es schien wahr zu sein. Das Konzert wurde eine halbe Stunde zu früh angepfiffen. Und das, obwohl noch viele Fans das Innere der Halle noch gar nicht erreicht hatten. Nun denn, wir hatten ja dieses Glück und stürmten also nach vorne.

VICIOUS RUMORS

Und dann kamen sie, VICIOUS RUMORS! Bisher hatte ich diese Band eher Stiefmütterlich behandelt, doch dies stellte sich für mich als schwerwiegender Fehler heraus. Mit ihren Songs wie "Digital Dictator", "You Only Live Twice" oder "March Or Die" bliesen sie zum Frontalangriff. Und dieser gelang. Das Publikum nahm die superb vorgetragenen Hits begeistert an und lies die Haare kreisen. Brian O´Conner glänzte neben seiner herausragenden Gesangsdarbietung auch als guter Entertainer und so unterhielt er das Publikum - in den meines Erachtens zu langen Pausen - zwischen den Songs prächtig. Dies führte natürlich zu weiteren positiven Resonanzen und so mancher stürmte auch direkt nach dem Gig zum Merchandise Stand um die ein oder andere CD zu ergattern. Andererseits hätte es auch locker für einen weiteren Song gereicht, hätte die Band auf dieses ganze Geplänkel inklusive der ausführlichen Bandvorstellung verzichtet. Nichts desto Trotz spielten die Mannen O´Conner, Thorpe, Cornbread und Black ein vorzügliches Set, das sich hören und sehen lassen konnte. Ich für meinen Teil werde die Band jedenfalls in Zukunft
verstärkt beobachten.
[Georg]

BLAZE

Nach einer kurzen Verschnaufpause erschallten dann erneut metallische Klänge von der Bühne woran wohl der Ex-MAIDEN Sänger Blaze mit seiner gleichnamigen Band schuld war. Daraufhin versammelte sich eine ansehnliche Truppe von Headbangern und Headbangerinnen, um sich das Spektakel anzusehen. Mit „The Launch" ging es los und ein Teil der begeisterten Meute fing sogleich an heftig die Haare zu schütteln, sofern welche zum schütteln vorhanden waren. Weiter ging es mit dem MAIDEN Klassiker „Futureal", bei dem sich Blaze in einer etwas tieferen Stimmlage bewegte, als zuvor. Das Publikum ging prächtig mit und riss auf ‘Befehl’ von Blaze die Hände hoch. An Mitsingparts fehlte es ebenfalls nicht und so wurde die Band bei „Silicon Messiah" und „Ghost In The Machine" mit Inbrunst stimmlich unterstützt. Auch Songs wie „Tenth Dimension", „Speed of Light" und „Kill and Destroy" von der neuen Scheibe „Tenth Dimension" wurden begeistert aufgenommen und abgefeiert. Über das Stageacting konnte man genauso wenig meckern, denn Blaze und seine Mitstreiter waren ständig in Bewegung. Blaze versuchte sogar die Boxen hochzukraxeln und wuselte dauernd von einer Seite der Bühne zur anderen ( bloß niemand vernachlässigen! So ist’s recht! ). Alles in allem war es ein gelungener Auftritt, der zu begeistern wusste, obwohl wohl die meisten innerlich schon SAVATAGE entgegenfieberten.
[Ulrike]

SAVATAGE

Und dann war es endlich so weit. Die ersten Klänge von QUEENs "Show Must Go On" erklangen und die Halle füllte sich merklich. Nach diesem startete der nächste Song ("Commissar") vom Band und noch immer war noch nichts von SAVATAGE zu sehen, doch so nach und nach trudelte einer nach dem anderen auf der Bühne ein und lies sich erstmal beklatschen. Als "Commissar" abgeklungen war, startete SAVATAGE mit einem zweiten Song der aktuellen "Poets And Madmen" Scheibe ("Surrender") durch. Am meisten war ich ja auf Damond gespannt. Auf dem Bang Your Head Festival konnte er mich persönlich ja überzeugen, doch viele der SAVATAGE Fans lehnten ihn schon damals komplett ab, ähnlich zwiespältig sollten die Reaktionen auch heute sein. Irgendwie scheint der übermächtige Schatten des Zak Stevens nach wie vor bedrohlich über ihm zu hängen. Es wird wohl noch etwas länger dauern bis die Fans diesen Abschied verkraftet haben. Dabei machte der ehemalige Lichttechniker eine über weite Strecken großartige Show und schaffte es immer wieder seiner Stimme Töne zu entlocken, die man eigentlich nur von Jon Oliva gewöhnt war. Dieser wiederum war an diesem Tage in äußerst schlechter Verfassung. Er legte zwar eine wahnsinnige Spielfreude an den Tag, aber seine Stimme war fertig. Am Ende! Oft hörte er sich eher wie ein blökender Bock als wie der Mann mit einer der magischsten Stimmen, die je mein Ohr erreichten an. Vielleicht hätte die Band doch zwischen den einzelnen Shows längere Pausen einplanen sollen, es ist ja schon seit langem bekannt, dass Jon seine Stimme schonen muß. Wer sich aber durch diesen Umstand und der Tatsache dass Damond halt kein Zak Stevens ist abfand, der konnte auf dem Konzert seine Freude haben. Ein Set welches sich aus einem Klassiker nach dem anderen zusammensetzt (leider wurden viele der Songs aus diesem Grunde gekürzt) von einer Band die vor Energie zu platzen drohte, das macht schon Spaß. Jack Frost wuselte wieder wie ein Irrwisch über die Bühne, Criss Caffery zockte ein geniales Solo nach dem anderen und Neuzugang Damond Jinyia wusste auch vom Stageacting zu gefallen. Bei den Songs, bei denen er nur die Backing Vocals sang, blieb er auf der Bühne und feuerte die Fans an.

Zum Abschluss setzte sich Jon Oliva noch eine rosa Kurzhaarperücke auf seinen Schädel, während die Band "Hall Of The Mountain King" intonierte. Diese wanderte dann im Verlauf des Songs von einem Musiker zum nächsten.

Insgesamt betrachtet war es eine zwiespältige Show, beide Sänger waren stimmlich nicht in Top Verfassung, aber wenn man in den vorderen Reihen stand, war das vergessen, dann galt nur noch SAVATAGE - And Still The Orchestra Plays!


Commissar
Surrender
Sarajevo
This is the time
Handful of Rain (Intro und 1 Vers)
Dead Winter Dead (2 Verse)
The Wake Of Magellan (Ohne letzten Part)
Edge Of Thorns (Ohne letzten Part)
24 Hrs. Ago (Ab Bass Riff)
Beyond The Doors Of The Dark
Sirens (Erster Teil)
Strange Wings (bis zum Solo)
Sirens (Letzter Teil)
Man In The Mirror
Mozart And Madness (Erster Teil)
Underture (Letzter Part)
Blackjack Guillotine (Intro)
Drive
All That I Bleed
Morphine Child
Streets (Intro und 1. Riff)
Jesus Saves (Ab dem ersten Vers bis zwischen die 2 Soli)
Tonight He Grins Again
Agony And Ecstasy
Believe
When The Crowds Are Gone (Intro)
Gutter Ballet
-----------------------
Chance
-----------------------
Hall Of The Mountain King


Ein dickes Dankeschön geht noch in Richtung Gerd Lücking für seine Unterstützung an diesem Abend (siehe auch Fotos).

Redakteur:
Georg Weihrauch

Login

Neu registrieren