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Rock am Härtsfeldsee 2011 - Dischingen

26.07.2011 | 23:21

24.06.2011,

Das Rock am Härtsfeldsee geht in die 15. Runde und bietet mit DORO, KREATOR, ICED EARTH, DARK TRANQUILLITY und SABATON ein sehr starkes Line-Up.

Am Freitag eröffnen die lokal schon länger bekannten BLEEDING RED. Sie sahnten auf dem 2010er Summer Breeze den New Blood Award ab und gelten als absoluter Geheimtipp. Trotz der Opener-Platzierung trauen sich außer den Fans auch einige Neugierige ins Zelt. Der Sound ist zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht das Gelbe vom Ei, das tut der Musik der vier Jungs allerdings keinen Abbruch und man sieht ihnen an, dass sie eine Menge Spaß auf der Bühne haben. Mit einer Mischung aus melodischem Tod und einer Prise Black Metal bringen sie schon zu Anfang das eine oder andere Haupthaar in kreisende Bewegung. Obwohl die Jungs noch ziemlich jung sind, bieten sie eine professionelle Show und sehr erwachsene, ausgefeilte Musikstücke - ganz wie die Alten eben.

Nach einer guten Einstimmung durch BLEEDING RED füllt sich das Zelt zusehens für DARK TRANQUILLITY. Die sympathischen Schweden und prägenden Musiker der Göteborger Schule haben ihren eigenen Mischer mitgebracht, der allerdings heute - so scheint es zumindest - keinen allzu guten Tag hat, was sich leider negativ auf den Klang auswirkt. Eingefleischten Fans ist das aber egal und da mittlerweile genug Zeit war, sich die Texte der neuen Alben einzuverleiben, wird kräftig mitgesungen und natürlich auch ordentlich gebangt. Wie gewohnt verbreitet Frontmann Mikael Stanne unglaublich gute Laune und man sieht trotz des düsteren Sounds die pure Spielfreude auf der Bühne. Spätestens bei 'The Lesser Faith' reißt es auch die DT-unerfahrenen, schon für DORO in den Startlöchern stehenden Festivalbesucher mit. Die Setlist der Show beschränkt sich hauptsächlich auf eine Auswahl der zwei neueren Alben "Fiction" und "We Are The Void". Ein paar wenige Songs aus "Haven" und "Damage Done" fanden jedoch auch noch Platz im 60-Minuten-Set. Einige Klassiker bleiben vermisst, die Show ist leider auch viel zu schnell vorbei.

Jetzt wird das Zelt noch voller, DORO steht auf der Bühne. Auch DORO & BAND hatten schon mal einen besseren Klang, der Sound ist aber schon besser als bei den Schweden. Der Altersdurchschnitt der Besucher erhöht sich angenehm bei dem Auftritt der Metal-Ikone. DORO wäre der perfekte Aufheizer für einen weiteren großen Metal-Namen gewesen, leider spielen FREI.WILD danach und das trübt die sonst gute Stimmung ein wenig. Gruppen von FREI.WILD-Anhängern skandieren den Namen der Band lauthals, Buh-Rufe ertönen, Moshpits stören selbst bei Balladen den eingesessenen DORO-Fan. Trotzdem ist es ein super Auftritt. DORO zeigt, dass sie immer noch eine der besten Stimmen der heutigen Zeit hat, und zeigt die ganze Show über ihr typisches Lächeln. Die Songauswahl ist altbekannt und bietet nur mit 'We Are The Metalheads', der aktuellen Wacken-Hymne, etwas Neues. Zum Abschluss bekommt sie noch einen wohl verdienten Straus Rosen geschenkt.

Unser aller ONKEL TOM lädt malwieder zum gemeinsamen Trinken ein, das Zelt hat sich ein wenig geleert und das Publikum hat teilweise gewechselt. Tom Angelripper zeigt sich wie immer publikumsnah und wünscht sogar Gäste auf die Bühne, leider ist dies nicht möglich und so muss er eben über den Bühnengraben und die Barriers den Fan-Kontakt pflegen. Auf der Bühne fließt das Bier nicht nur in die Hälse der Band, sondern es wird auch munter in der Gegend herumgesprüht. Die Stimmung auf der Bühne und im Zelt ist ein grandioser Abschluss für den Freitag.

Redakteur:
Stefan Brätsch

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