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Roadrunner Roadrage - München

06.11.2002 | 12:10

04.11.2002, Metropolis

Unter dem Motto “Roadrunner Roadrage-Tour” wurden dieser Tage die 3 stalleigenen US-Newcommer-Acts KILLSWITCH ENGAGE, FIVE POINTE O und 36 CRAZYFISTS auf Gastspielreise quer durch Europa geschickt. Unter gleichen Licht- und Tonbedingungen und das zu günstigen Eintrittskonditionen, durften die drei Bands ihr jeweiliges Roadrunner-Debüt-Album den „Völkern“ der alten Welt näherbringen.
Im Münchner Metropolis sollte es an diesem nasskalten Montag Abend gegen 20 Uhr mit den 36 CRAZYFISTS losgehen. Diese standen wohl auch auf der Bühne, nur der Verfasser dieser Zeilen hielt sich zur selben Zeit noch in den „geheiligten“ Hallen des Hofbräuhauses auf, um sich an einer dunklen Maß zu laben. Somit ade 36 CRAZYFISTS und ein Prosit der Gemütlichkeit!
Pünktlich um 21 Uhr war man dann aber vor Ort um den Jungspunden FIVE POINTE O von Anfang an auf die Finger zu schauen. Schon beim Einmarsch ins Venue fiel auf, dass das Konzept dieser Tour wohl etliche Leute ansprach … so zumindest in München. Mit ca. 500 Leuten war das Metropolis mehr als gut gefüllt und lieferte so einen ausgezeichneten Rahmen für dieses Event. Angespornt durch diesen überraschend guten Zuschauerzuspruch legten sich die 5 Jungs und das eine Mädel auf der Bühne dann auch von Beginn an mächtig ins Zeug … allen voran der quirlige Fronter und der Klampfer rechts an seiner Seite. Solide und ohne erkennbare technische Mängel zogen FIVE POINTE O in den nächsten 45 Minuten ihren Set vom Leder, allerdings ohne großartig Eindruck beim Publikum und mir zu hinterlassen. Das dargebotene Songmaterial wirkte einfach zu unausgegoren und konnte in Sachen Abwechslung ebenfalls keine Bonuspunkte sammeln. Gute Ansätze sind zweifelsohne vorhanden, aber das langt nun mal nicht … noch nicht!
Ganz im Gegensatz dazu KILLSWITCH ENGAGE! Nach einer kurzen Umbaupause von 15 Minuten rappelte es mit dem Opener der Debüt-Scheibe „Numbered Days“ schon ordentlich in der Kiste und das sollte sich bis zum Schlusspunkt „Rise Inside“ auch nicht mehr ändern. Schon nach wenigen Minuten „on stage“ war jedem, vom ersten bis zum letzten Besucher klar, warum die fünf aus Massachusetts Headliner dieser Tour sind: technisch, wie auch spielerisch brillant, in Sachen Stageperformance souverän (obwohl es in der Nacht zuvor wohl leichte Probleme mit Regeneinbruch im Tourbus gab und die Jungs die ganze Nacht über nicht richtig pennen konnten und somit ziemlich fertig waren) und vom Songmaterial wollen wir erst gar nicht reden! Die Ausgewogenheit, die Härte und nicht zu letzt die Klasse der Stücke vom „Alive Or Just Breathing“ Album kommt Live erst richtig zur Geltung. Dies sahen die Anwesenden wohl ähnlich und legten sich während des kompletten Sets dermaßen ins Zeug, dass KILLSWITCH ENGAGE ihre erste europäische Gastspielreise so schnell mit Sicherheit nicht vergessen werden. Die Jungs werden es unter Garantie noch zu was bringen … geile Band … interessante Tour … kurzweiliger Abend. So muss das sein und nicht anders!
Für all die Unschlüssigen, die sich noch immer am überlegen sind, gehe ich jetzt noch zu einem der ausstehenden Dates - Köln, Frankfurt oder Stuttgart - dieser Tour oder nicht, gilt: auf jeden Fall hingehen … es lohnt sich! Schon allein wegen KILLSWITCH ENGAGE!


Redakteur:
Oliver Kast

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