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POETS OF THE FALL - Frankfurt

07.01.2015 | 21:07

14.10.2014, Nachtleben

Angenehmer Poprock aus Finnland.

Diesmal habe ich mich auf ein kleines musikalisches "Abenteuer" eingelassen und muss sagen, ich habe es nicht bereut. Man verzeihe mir, wenn ich bis zu diesem Konzert noch nie etwas von POETS OF THE FALL gehört habe – na ja, so ganz stimmt das nicht, den Namen schon, aber welche Art Musik die Finnen machen, das wusste ich nicht so genau.

Also auf ins Nachtleben und mich überraschen lassen. Bei der frühzeitigen Ankunft steht schon eine relativ lange Schlange vor der Tür, die auf den Einlass wartet. Nach einer kurzen Überlegung ziehen wir es dann doch vor, erst noch einen Happen zu Essen, anstatt in der Kälte zu stehen. Als wir dann etwas später ins heimelige Nachtleben nach unten steigen, ist der Raum doch schon ganz schön gefüllt. Den T-Shirts nach zu urteilen, sind sehr viele Fans der Poeten darunter. Neugierig mustere ich die Zuschauer, von denen viele irgendwelche Aufkleber auf ihren T-Shirts haben. Da das Licht im Nachtleben diesen Namen nicht verdient (nein, auch nicht bei den Auftritten!), kann ich nicht wirklich erkennen, was es damit auf sich hat. Später stellt sich dann heraus, dass es wohl eine Art "Meet and Great" gegeben haben muss.

Als Support stehen THE WYERS aus der Schweiz auf dem Programm. Der Name stammt ganz unspektakulär vom Nachnamen der beiden Brüder: Adi Weyermann (Gitarre und Gesang) und Luke Wyermann (Schlagzeug und Gesang). Auch diese Herren sagen mir nichts, sind aber ebenfalls eine positive Überraschung. Sie heizen mit ihrem melodiösen Powerrock das Publikum ordentlich vor und sind wohl für einige der Anwesenden auch keine Unbekannten.

Als POETS OF THE FALL die Bühne betritt, wird es im Nachtleben richtig laut. Sänger Marko, mit etwas schwarzer Bemalung im Gesicht, hat die Meute von Anfang an fest im Griff. Ob bei der Aufforderung zum Mitsingen oder Mitklatschen – alle sind bereitwillig dabei. Die Band ist gut drauf, macht viele Späße und bezieht ständig das Publikum ein. Auch bedankt er sich immer wieder bei den Anwesenden für deren unglaubliche Begeisterung und den riesigen Applaus, der regelmäßig aufbranded.

Musikalisch bin ich sehr angenehm überrascht. Sowohl von der Auswahl der Songs, von denen ich vorher keinen kannte, als auch von der Stimme des Sängers. Sie hat irgendetwas Besonderes, ein wenig kratzig, aber sehr gefühlvoll, manchmal rockig-fetzig, auf jeden Fall macht es eindeutig Spaß, zuzuhören. Der Name "Herbstpoeten" passt irgendwie zur Musik, die auch manchmal ein wenig melancholisch daherkommt.

Von den Songs sind mir besonders 'Locking Up The Sun', die Ballade 'Illusion & Dream' und die letzte Zugabe 'Carnival Of Rust' in Erinnerung geblieben. Es gibt sechs (!) Zugaben, bevor sich die Band endgültig verabschiedet und noch einen letzten bombastischen Applaus einheimst. POETS OF THE FALL – jederzeit gerne wieder!

Ach ja, ich finde übrigens, dass der Drummer (Jari Salminen) eine verblüffende Ähnlichkeit mit Johnny Depp hat.

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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