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Mystic Prophecy/Lanfear - Bochum

20.12.2005 | 22:20

17.12.2005, Matrix

Freier Eintritt, Samstagabend, 3 Bands - das Wochenende ist gerettet.

MYSTIC PROPHECY luden ein, man konnte sich in eine Gästeliste im Internet eintragen, und schon hatte man freien Eintritt. Anlass dieses Events war die Produktion einer Live-DVD, die an diesem Abend mitgeschnitten wurde. Laut Homepage der Band hieß es, die Matrix wäre sold out. Jedoch war es an diesem Abend nicht ganz voll, aber die Witterung machte wohl einigen Leuten einen Strich durch die Rechnung.

Den Reigen eröffneten GOD'S ARMY mit kraftvollem, traditionellem Metal. Die Band besteht aus Ex-Musikern von HELLOWEEN, METALIUM, SCANNER und GALLOWS POLE.
Mittelpunkt der Band ist der sympathische Sänger und Bassist John A. B. C. Smith, der während der gesamten Show eine hervorragende Performance leistete. Die ganze Band war super eingespielt und der Sound kam klar und druckvoll aus den Boxen, was für Matrix-Verhältnisse fast schon ungewöhnlich ist. In Kürze wird die Band wohl ihren ersten Silberling veröffentlichen, und dann hoffe ich, dass man von dieser sympathischen Truppe noch mehr hören wird - denn die Reaktionen im Publikum sprachen dafür. Daumen hoch!

Nach einer kurzen Umbaupause betraten dann die Powermetaler LANFEAR aus Heilbronn die Bühne. Obwohl die Band von ihren Fans gut abgefeiert wurde, kam erst im letzten Drittel so richtig Stimmung auf. Woran das gelegen hat, weiß ich gar nicht mal so richtig. Fakt war nur, dass der Sound war viel zu laut und matschig war, den Gesang von Tobias Althammer konnte man nur erahnen, und er hat ja eigentlich eine gute Stimme, aber er sollte wirklich mehr an seiner Performance arbeiten und das Publikum anheizen und nicht immer während der Instrumentalparts von der Bühne verschwinden. Lichtblick der gesamten Band war Keyboarder Richie Seibel, der während des gesamten Sets wie ein Wilder hinter seinen Keyboards bangte. LANFEAR haben an diesem Abend wohl nicht so richtig überzeugen können. Schade eigentlich...

Nach einer etwas längeren Umbaupause erlosch das Licht. Das Intro, der weltberühmte 'Zorbas Song' von Mikis Theodorakis, erscholl aus den Boxen und das Publikum klatschte laut im Takt.

Und dann kamen MYSTIC PROPHECY und begannen ihren Set mit 'Shadows Beyond My Soul'. Die Band hatte das Publikum von der ersten Sekunde voll im Griff. Eine hochkarätige Performance von wirklich allen Musikern, die posten was das Zeug hielt, allen voran Sänger Roberto Dimitri Liapakis, der das Publikum in Trab hielt und immer wieder animierte mitzumachen, und Bassist Martin Albrecht, der blond gelockte Wirbelwind. Aber das Publikum brauchte keine Animation, es tat alles von selbst und feierte die Band lautstark ab.

Das Line-up der Band bestand aus neuen Musikern: Gitarrist Markus Pohl von SYMPHORCE, der seit Anfang des Jahres mit dabei ist, Gitarrist Martin Grimm von HEADSTONE EPITAPH, der Gus G. ersetzt und last but not least Schlagzeuger Matthias Straub von SCARED STEEL. Alles in allem eine hochkarätige Musikerschar.
Die Setlist bestand aus allen Highlights der ersten drei Alben. Aber MYSTIC PROPHECY hatte auch noch das eine oder andere Stück ihres gerade abgemischten vierten Albums "Savage Souls" im Gepäck, das nächstes Jahr erscheinen wird und auf das man gespannt sein darf, eben so wie auf ihre Live-DVD.

Nach einem fast zweistündigen Konzert endet dann leider der Gig. MYSTIC PROPHECY haben klar auf der ganzen Linie gewonnen und bestätigen mit diesem Konzert, dass sie zu den Großen ihres Genres gehören.

Redakteur:
Ulrich Bechstein

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