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Lefay, Angel Dust - Hamburg

29.10.2000 | 04:33

29.08.2000, Markthalle

Mit Lefay gab sich eine der besten Power Metal Live Bands die Ehre, unterstützt von drei ebenfalls sehr interessanten und guten Bands, trotzdem waren nur ca. 300 bis 400 Leute da, um mal wieder verdammt guten Power Metal zu hören und sie wurden nicht enttäuscht, aber der Reihe nach.

Als erstes spielten die mir bis dahin unbekannten Stormhammer, die aber nach einem netten Intro gleich voll loslegten und mit ihrem melodiösen Power Metal die bis noch spärliche Meute vor der Bühne voll überzeugen konnten. Klar, vom Stageacting her sind sicher noch Verbesserungen möglich, aber vor allem der Sänger und der kleinere Gitarrist sorgten für reichlich Action, so dass die Leute sich doch begeistert zeigten. Mit dem coolen Seven Gates beendeten Stormhammer ihren unterhaltsamen Gig, der Lust auf mehr machte.

Was dann folgte, war eine Lehrstunde in Sachen U.S. Metal. Steel Prophet kamen, sahen und siegten. Zwar hielt sich Neu-Gitarrero Jim Williams eher im Hintergrund, dafür sorgten aber Basser Vince Dennis, Gitarrenmagier Steve Kachinsky und Rick Mythiasin, der mal wieder wie ein junger Gott sang für ordentlich Bewegung und feuerten die Meute unablässig an, wenn sie nicht am Bühnenrand bangten. Die Auswahl der Stücke beschränkte sich zwar auf die letzten beiden Alben, aber Hymnen wie Messiah, der Opener Ides Of March, Montag, New Life oder Vengeance Attained waren auch so geil genug. Mit den hypergeilen Strange Encounter beendeten Steel Prophet ihren Hammerauftritt. Leider durfte die Band keine Zugabe mehr spielen, obwohl laut und lange genug gebrüllt wurde.

Die nachfolgenden Angel Dust hatten es jetzt natürlich schwer, doch nicht umsonst sind die Jungs eine der eigenständigsten Power Metal Bands Deutschlands. Sänger Dirk Thurisch, der auch gerne mal zur Gitarre greift, bot eine überzeugende Leistung, der Rest der Band stand ihm aber in nichts nach und so wurden Stücke wie Bleed, Border Of Reality, Let Me Live oder Come Into Resistance ordentlich abgefeiert, so dass sich Angel Dust ihre Zugabe redlich verdient hatten, auch aufgrund der Special Guests: Roland Grapow unterstützte die Band bei Nightmares und mit Eddy Kante spielten Angel Dust eine Metal-Version von Heintjes Mama!!! Ein astreiner Gig!!

So gut Steel Prophet und Angel Dust auch waren, Lefay legten nochmal eine Schippe drauf. Sweden‘s most headbangin’ Band startete gleich mit Save Our Souls, dem Titeltrack der neuen Scheibe, in ihren Set und legten quasi los wie die Feuerwehr. Die Gitarrenfraktion tobte wie die Irren über die Bretter oder headbangte, was die Nackenmuskeln hergaben und Sänger Charles Rytkönen ist sowieso unschlagbar. Ständig grimassenziehend, headbangend oder phantastisch singen, dieser Mann beherrscht einfach alles. Der Band merkte man deutlich an, wie viel Spass sie beim Spielen haben und so wurden Power Metal Granaten wie Master Of The Masquerade, Maleficium, The End Of Living, I Am, When Gargoyles Fly oder The Boon He Gives, bei dem das Publikum mitsingen durfte, von der Meute mit Jubelstürmen bedacht. Dazu spielten Lefay mit Nowhere Island und Red Moon noch zwei ältere Stücke und strapazierten mit dem wahnsinnigen In The Court Of The Crimson King ordentlich die Nackenmuskeln der Banger vor der Bühne. Man hatte zwar das Gefühl, das Publikum wäre nach zwei so geilen Bands schon etwas ausgepowert, trotzdem wurden Lefay noch zu zwei Zugaben zurückgebrüllt. Als erstes spielten die Jungs ihren coolen Rasta Metal Song und mit dem hammergeilen, seeeeeehr versauten State Of Intoxication beschlossen Lefay ihren hammergeilen Gig, der klarmacht, dass die Jungs live einfach nicht zu schlagen sind. Absolut phantastisch, in der Form spielen die Jungs fast jede Band von der Bühne!!!!

Redakteur:
Herbert Chwalek

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