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HAMMERFALL, GLORYHAMMER, LANCER - Langen - Langen

27.02.2017 | 15:11

20.01.2017, Neue Stadthalle

Fünf "Alte Hasen", fünf "Newcomer" und fünf "Spaßvögel" rocken die Stadthalle in Langen.

Ach ja, HAMMERFALL auf Tour, meine Freude ist groß. Ich komme immer wieder gerne zu einem Konzert der sympathischen Schweden. Und ich werde auch diesmal nicht enttäuscht, um das schon einmal vorwegzunehmen. Natürlich ist HAMMERFALL nicht alleine unterwegs, sondern bringt noch zwei Bands mit, die den Anheizer geben dürfen. Das besorgen als erste ihre schwedischen Kumpels von LANCER, die gerade ihr drittes Album "Mastery" veröffentlicht haben. Tja, das mit dem Begeistern gelingt der jungen Mannschaft schon recht gut, das Publikum ist sehr eifrig bei der Sache und muss nicht lange zum Mitmachen gebeten werden. Die Musik rockt, einzig die Stimme von Sänger Isak Stenvall ist mir manchmal doch ein wenig zu hoch und schrill, das mag aber auch an dem nicht ganz so tollen Sound liegen. Allerdings wird für mich dieses kleine Manko dadurch ausgeglichen, dass der Drumsound hervorragend ist – für einen kleinen Drumfreak wie mich natürlich ein Highlight.

LANCER bekommt einen ordentlichen Applaus und räumt die Bühne für GLORYHAMMER. Die Herren sind lustig gewandet, sogar ein verkapptes "Münchner Kindl" ist dabei und bedient das Keyboard. Auch der Drummer trägt Kapuze.... Wie dem auch sei, Band und Publikum gehen ordentlich ab, es werden auch diverse (Holz)Schwerter emporgereckt und fröhlich gemeinsam gegrölt. Oh ja, man sieht und hört es, nicht nur die Mannen auf der Bühne - Verzeihung: Die edlen Recken, die Verteidiger des Universums, die Retter der Welt - haben ihren Spaß! Später bekommt auch das grünliche Monster sein Fett weg und wird von Frontmann Thomas Winkler mehr oder weniger lustig von der Bühne gefegt. Als Belohnung kann er dann den schicken "Gloryhammer" sein Eigen nennen. GLORYHAMMER weiß, was dem Publikum gefällt und dem Applaus nach zu urteilen, waren die Anwesenden sehr zufrieden mit dem Auftritt.

Und dann ist es endlich soweit, Umbau beendet und HAMMERFALL gibt sich die Ehre. Gleich zu Beginn gibt es 'Hector's Hymn' und 'Riders Of The Storm' auf die Ohren, was direkt eine erste Euphorie beim Publikum auslöst. HAMMERFALL hat ja inzwischen so viele Klassiker, dass selbst vier Stunden auf der Bühne nicht ausreichen würden, alle Wünsche zu erfüllen. Aber die Auswahl an diesem Abend ist mehr als gelungen, die Band zeigt eine wahnsinnige Spielfreude und Joacim ist stimmlich absolut perfekt.

Bis auf ein paar neue Stücke vom aktuellen Album "Built To Last" gibt es reihenweise Klassiker und weil die Zeit natürlich nicht ausreicht, auch noch ein "Medley To The Brave". Gelegentlich lässt Joacim das Publikum sogar alleine singen, was bei mir bei 'Glory To The Brave' den größten Gänsehautmoment auslöst. Dazwischen wird auch Oscar gebührend besungen, feiert er doch just an diesem Tag seinen 45. Geburtstag. Da kommt so ein "Happy-Birthday-Ständchen" aus über tausend Kehlen ganz gut an.

Joacim bedankt sich auch beim Publikum immer wieder für die Treue, all die Jahre über, was natürlich ebenfalls mit großem Beifall honoriert wird. Aber auch dieses tolle Konzert neigt sich langsam, aber unerbittlich dem Ende zu und mit 'Punish And Enslave' ist das dann auch erreicht. Anhaltender Applaus und "Hammerfall"-Rufe holen die Herren natürlich noch einmal auf die Bühne und so dürfen wir uns noch über drei Zugaben freuen, bevor mit 'Hearts On Fire' der Abend endgültig beendet ist. Das wird allerdings noch einmal aus vollem Halse mitgesungen, bevor eine strahlende Band zum Schlussapplaus auf der Bühne steht. Jungs, weiter so! Mit diesem Enthusiasmus steht einer neuen CD und einer neuen Tour eigentlich nichts im Wege.

Setliste: Hector’s Hymn, Riders Of The Storm, Bring It, Blood Bound, Any Means Necessary, Renegade, Dethrone And Defy, Crimson Thunder, Last Man Standing, Let The Hammer Fall, Built To Last, Medley To The Brave (Stone Cold, Steel Meets Steel, Unchained, Hammerfall, Metal Age), The Dragon Lies Bleeding, Glory To The Brave, Origins, Punish And Enslave; Zugabe: Hammer High, Bushido, Hearts On Fire

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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