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FAUN und JYOTI VERHOEFF - Aschaffenburg

12.04.2014 | 09:06

08.03.2014, Colos-Saal

Tournachschlag für die "faunigen" Fans.

Nachdem die "Von den Elben"-Tour im letzten Jahr schon so erfolgreich war, haben sich die Spielleute von FAUN entschlossen, ihren Fans einen kleinen Tournachschlag zu gönnen. Zusammen mit den beiden Mädels Jyoti Verhoeff (Keyboard, Gitarre) und Maja Fridman (Cello) im Vorprogramm, verzaubern sie den ColosSaal in Aschaffenburg. Dort ist es proppenvoll, was mich für die Band sehr freut, zeigt es doch, dass ihre Musik gerne gehört wird. Live machen sie sowieso richtig Spaß.

Wie schon letztes Jahr eröffnen die beiden Mädels den Abend und ich finde, sie wirken jetzt etwas "bühnenerfahrener" und nicht mehr ganz so schüchtern. So agiert und scherzt Jyoti viel mehr mit dem Publikum, welches die besondere Musik der beiden mit viel Applaus belohnt (siehe auch Bericht aus der Batschkapp vom Konzeret am 7.11.13). Auch heute begleitet Maja mit ihrem Cello wieder bei einigen Songs den harfespielenden Oliver.

Sobald FAUN die Bühne betritt, gibt es für das Aschaffenburger Publikum kein Halten mehr, sie empfangen die Band mit einem Riesenapplaus. Es ist immer wieder faszinierend, wie die Spielleute ihre vielen mittelalterlichen Instrumente einzusetzen wissen. Und ich wiederhole es gerne immer wieder, dass in diesem Zusammenspiel selbst der Dudelsack ganz großartig klingt und niemals nervt. Ach ja, alle vier Damen sind wieder wunderschön "gewandet" und richtige "Hingucker". Auch im Publikum findet man übrigens das eine oder andere mittelalterlich anmutende Gewand.

FAUN bietet musikalisch einen Querschnitt durch alte und neuere Lieder, beim denen natürlich Songs vom neuen Album "Von Den Elben" im Vordergrund stehen. Immer wieder bringt Oliver mit Geschichten und Späßen des Publikum zum Träumen oder zum Lachen. In Aschaffenburg gibt es von der Bühne aus auch einen kleinen Steg ins Publikum, der von den Bandmitgliedern wieder fleißig genutzt wird, um Nähe zu den Fans zu zeigen.

Diesmal hat Stephan, der Mann an der Drehleier, gleich zweimal die Lacher auf seiner Seite. Zum einen gibt er nach einer ausführlichen Einleitung von Oliver wieder seine Jodeleinlage zum Besten, zum anderen hüpft er bei der Zugabe am Schluss mit neckischen, rosa-weißen, umgeschnallten Schmetterlingsflügeln und einem breiten Grinsen im Gesicht über die Bühne. Was aber natürlich nicht davon ablenken soll, dass er sein Musikinstrument perfekt im Griff hat.

Es ist wieder ein wunderbarer, perfekter, "fauniger" Abend, der einen gut zwei Stunden lang in die fantastische Welt von FAUN ent- und verführt. Selbst nach der allerletzten Zugabe möchte das Publikum noch mehr hören, aber leider wartet dann doch draußen wieder die Realität.

Wer sich wieder in fantastische Welten begeben will und von den Spielleuten nicht genug bekommen kann, der kann sich von Mai bis September auf viele Sommerfestivals freuen, bei denen FAUN zu finden sein wird.

 

 

 

 

 

 

Setliste: Mit Dem Wind, Diese Kalte Nacht, Andro, Alba, Zeitgeist, Von Den Elben, Iduna, Iyansa, Hymne Der Nacht, Pearl, Welche Sprache Spricht Dein Herz, Subrali, Rhiannon, Tinta; Zugabe: Wind & Geige, Hymn To Pan, Wenn Wir Uns Wiedersehen; letzte Zugabe: 2 Falken

 

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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