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Eisregen - Leipzig

27.05.2012 | 19:54

14.01.2012, Hellraiser

Thüringen zu Gast in Leipzig.

Leipzig im kalten Januar. Das neue Album "Rostrot" von EISREGEN ist gerade ein paar Tage alt und die Thüringer wollen es an diesem Abend im Hellraiser dem Publikum vorstellen. Dazu haben sie sich noch ein paar andere Bands eingeladen, um einen schicken Abend daraus zu machen.

Den Anfang machen RITUAL KILLING. Allerdings sind wir da noch nicht zu gegen. Blöd, wenn man an Konzerttagen arbeiten muss. Naja, die Jungs liegen bei unserem Eintreffen gerade in den letzten Zügen und so müssen wir ein Konzert von ihnen auf ein anderes Mal verschieben.

Bei SINTECH sieht das da schon besser aus. Die haben mit "Schlampenfeuer" ebenfalls ein neues Album am Start, was vorgestellt wird. Musikalisch erinnern die Jungs teilweise schon stark an den Hauptact des Abends, doch sind sie noch eine ganze Ecke aggressiver zu Gange. Timo und Patrick, die sonst bei VARG tätig sind, geben mit dem Rest ordentlich Gas und bringen die Leipziger in Bewegung. Mit 'Narbenacker' oder 'Schlampenfeuer' gelingt ihnen das auch ordentlich. Gut, über die Texte kann man sich streiten, aber was ist heutzutage nicht alles Kunst...

Osnabrücker Dark Metal steht im Anschluss auf dem Programm. Bei EISREGEN-Konzerten sind NACHTBLUT schon des Öfteren im Vorprogramm aufgetreten und von daher keine Unbekannten für den Konzertgänger. Frontmann Askeroth hat sich scheinbar ein neues Outfit geleistet, doch am Sound hat sich nichts geändert. Mit 'Ketzer' wird das Konzert begonnen. Die Fans sind zahlreich und feiern mit der Band eine gute Show. Die präsentiert beispielsweise 'Blutgräfin' oder 'Heiliger Krieg', ehe das reguläre Set mit 'Kreuzritter' vorläufig endet. Die Besucher geben viel Beifall, fordern mehr und nach 'Nie gefragt'. Letzterem wird nicht stattgegeben, aber es gibt noch einen Zuschlag. Mit 'Ich trinke Blut' folgt zugleich noch ein neuer Song, zu denen ordentlich die Haare fliegen. Über den Rausschmeißer, das PRINZEN-Cover "Alles nur geklaut', kann man sich zwar streiten, doch die Fans singen lauthals den Refrain mit und haben noch einmal eine gute Zeit. So soll es ja sein!

Doch nun ist es Zeit für EISREGEN. Die Thüringer sind nicht gerade bekannt für opulente Bühnenshows und so ist es auch an diesem Abend. Nach dem Intro lässt sich die Blutkehle blicken und startet mit 'Schakal (Ode an die Streubombe)'. Danach werden die Fans von Herrn Roth begrüßt und 'Scharlachrotes Kleid' angestimmt. Dazwischen gibt es die typischen makaberen Ansagen des Herrn Roth, der schon bald 'Das liebe Beil' herausholt. Die Stimmung ist super, die Fans tanzen ausgelassen mit. Tja, und so geht es Schlag auf Schlag mit den Songs, ohne viel Aufsehen. 'Blutgeil' oder '19 Nägel für Sophie' gibt es beispielweise auf die Ohren. Vom neuen Material wird 'Rostrot' präsentiert, was durchaus gut bei der Menge ankommt. Zur Belustigung der Masse gibt es am diesem Abend einen "Bierbeutel" zu gewinnen. Der enthält diverse Bandartikel. Doch so einfach wird er nicht verschenkt, man muss sich schon dafür ins Zeug legen. Der Sänger fordert alle auf, sich beim Tanzen anzustrengen und wer das am besten macht, bekommt den Beutel. Die Wahl fällt auf einen jungen Mann, der sich nach einem Song das Teil auf der Bühne abholen kann. Mit der 'Elektrohexe' findet der Abend ein vorläufiges Ende. Die Menge tobt und möchte mehr hören. Mit lauten "EISREGEN!"-Rufen wird die Band wieder herbeigerufen.

Lange lassen sie sich auch nicht bitten und als das Intro 'Eine kleine Schlachtmusik' erklingt, bricht erneut Jubel aus. Der 'Eisenkreuzkrieger' animiert die Fans wieder, ordentlich mitzutanzen. 'Meine tote russische Freundin', die ja nach Schweden umgezogen ist, ist natürlich mit am Start. Zwischen den Songs erkundigt sich die Blutkehle immer wieder nach dem Befinden des Publikums und fragt: "Leipzig, könnt ihr noch?" Natürlich folgt ein lautes "Ja!". Also gibt es das nagelneue 'Madenreich' zum vorläufigen Abschluss. Die Band will sich schon verabschieden, doch da ja noch das obligatorische 'Thüringen' fehlt, ist es noch nicht ganz so weit. EISREGEN wird von den Fans noch einmal richtig beklatscht, bevor der Rausschmeißer folgt. Mit den Worten: "Der Tod ist ein Meister aus Thüringen", werden die Gäste in die Nacht entlassen. Die spenden erst noch lange Beifall, ehe sich die Menge auflöst. Alles in allem ein tolles Konzert.

Damit geht ein unterhaltsamer und kurzweiliger Konzertabend zu Ende, was für alle Bands spricht. Natürlich war der Großteil wegen EISREGEN da, doch auch die anderen Formationen konnten überzeugen. Vom neuen Album 'Rostrot' waren nicht zu viele Songs im Repertoire, was vor allem den älteren Songs zu Gute kam. Die ausgewogene Mischung kam bei den Fans genauso gut an wie die neuen Stücke. Das die nicht unbedingt so enthusiastisch bejubelt wurden wie die Klassiker, ist logisch. Dennoch kann die Band mit der Resonanz des neuen Materials mehr als zufrieden sein.

Redakteur:
Swen Reuter

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