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DIVINUS + Gäste - CD Release - Heltersberg

11.03.2003 | 07:51

08.03.2003, Kitsch

DIVINUS luden zur Party und alle waren sie gekommen: Die Fuchsens, die Wormser, die Rubys, die Mörder (welche sie schrob), die Männer des Krieges (noch Lauterer than Hell), DISTAN STIGHT, SIMPATHETIC, sowie natürlich die Presse. Bei solch einer Gästeliste kann man als Besucher gar nicht daneben liegen und muss die Organisatoren einfach besonders loben, welche sich damit selbst einen passenden und ausgedehnten Rahmen schufen. Das Ganze war zudem recht ansprechend gestaltet, so dass die Hauptakteure den Abend bestritten und dabei immer wieder von den angesprochenen Gästen unterbrochen wurden.

DIVINUS begannen das Event mit ihrem Keyboard-Intro, das auch die neue CD eröffnet. Es folgten 6 Songs (4 davon vom neuen Album), wobei man sagen muss, dass der Abend eher etwas gemächlich begann. Die Stimmung vor und auf der Bühne wurde aber im Laufe des Abends immer besser. Um die negativen Punkte gleich abzuhaken: Der Sound war leider nicht vom Feinsten und das Pfeifen der Anlage war (zumindest am Anfang) nicht völlig wegzubekommen. Zudem war es gesanglich an diesem Abend schwierig, sich gegen die Instrumente durchzusetzen. Doch ist dies auf die Gegebenheiten des Kitsch (Räumlichkeiten + Anlage) zurückzuführen, die Beteiligten gaben jedenfalls ihr Bestes.

Es folgte der erste Gastauftritt von DISTAN STIGHT, welche es erst seit grob 1,5 Jahren gibt und die hier ihr Debüt gaben. Noch fehlt ihnen jemand am Mikrophon, so dass DIVINUS Ott aushalf. Die Band spielte einen Song und hinterließ insgesamt einen positiven Eindruck. Stilistisch geht´s Richtung Progressive Metal und man sollte sie mal im Auge behalten.

Weiter ging´s mit zwei DIVINUS Nummern, wobei “Woodgep Paranoia“ das neueste Stück ist (mit leichtem Hardcore Touch, kam sehr gut) und “November Child“ mit Niels Elbershausen (SIMPATHETIC) gezockt wurde. Dieses Stück ist einfach klasse und der Effekt der zweiten Gitarre ist enorm! Erstens optisch (hier können DIVINUS ansonsten noch etwas zulegen – manchmal wirkt es einfach etwas statisch) und zweitens soundtechnisch gesehen: DIVINUS klingen mit 2 Gitarren live wesentlich fetter, was ich sonst etwas vermisse.

Nils blieb auch gleich auf der Bühne und es war wohl ein kleines erinnern an RIP-RIPTALLICA (ihr habt´s sicherlich erraten – eine METALLICA Coverband aus Kaiserslautern), denn Nils übernahm auch noch den Gesangspart und gespielt wurden “Enter Sandman“ und “Seek And Destroy“, wobei “Enter..“ nach der Hälfte in “Seek..“ überging. Die Gitarren und auch der Bass kamen sehr fett rüber.

Weiter ging´s mit SIMPATHETIC. Auch sie debütierten an diesem Abend – und was soll man sagen? Die Liste empfehlenswerter Lauterer Bands nimmt kein Ende!! Sie ernteten für ihren kurzen Auftritt viel Applaus und erste Zugaberufe waren zu vernehmen. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich: http://www.simpathetic.de/ ! Was SIMPATHETIC ausmacht, ist vor allem das fette Gitarrenspiel der beiden Axtmänner, progressive Elemente und ein hardcorelastiger, guter Sänger. Auch sie haben somit Interesse geweckt.

Es folgte eine kleine Überraschung seitens DIVINUS: Sie spielten den alten Hit “The Joker“, bei dem jedes Bandmitglied sich an einem anderen Instrument austoben durfte. Mathias (auch bekannt als “Mayer Columbus“) sang sich die Kehle aus dem Leib und es machte Spaß zuzusehen! Weitere Nummern folgten in gewohnter Besetzung und ehe ich´s vergesse: Während den Umbaupausen lief die nagelneue CD und was man hörte klang sehr vielversprechend!

Nun folgte aber der Gewinner des Abends: MURDER SHE WROTE ! Natürlich ging es hier um alles andere als einen Wettstreit, aber die alten Hasen machten wirklich nahezu alle Anwesenden glücklich und sorgten für erstklassige Stimmung! Dabei kam auch der Stellenwert von Powermetal.de wieder zur Geltung, denn die Band musste auf Mighty Wormsman warten, der noch im Publikum des Autors Hand schüttelte (Ja, ich habe sie mittlerweile wieder gewaschen). MSW spielten ein Doom Metal Set, bestehend aus zwei eigenen Songs und “Solitude“ von CANDLEMESS. Ich brauche nicht mehr zu erwähnen, wie geil das war – fragt einfach einen beliebigen Besucher des Konzerts. Am schönsten war jedoch Axel – in Mönchskostüm und mit Perücke stand er auf der Bühne und bewegte sich vorzüglich zur Musik..

Nun spielten DIVINUS zwei weitere altbewährte Hits, sowie “Bloody Ice“ und “Night Crawler“ (JUDAS PRIEST). Diesen Coversong spielen sie schon länger – er kommt auch sehr gut rüber und wird (falls vorhanden) zusammen mit Patrick Fuchs am Mikro (IVORY NIGHT) gesungen.

Die Antwort auf die Frage, ob Patrick jetzt mit MEN OF WAR noch einen draufsetzen konnte lasse ich offen, aber wo diese 4 auch auftreten, dort werden sie abgefeiert! Sie haben einen wachsenden Fankreis, der auf jedem Konzert von Zuhörern ergänzt wird, die zunächst an der Idee und Umsetzung dieser Band Zweifel hegen, aber nach den ersten Klängen vollends überzeugt werden. Dabei ist es egal, welche MANOWAR Nummern gespielt werden: MEN OF WAR killen und hinterlassen ein begeistertes Publikum! Besonderes Lob gilt noch dem agilen Patrick Adams, der sich im Gegensatz zu IVORY NIGHT hier befreit von seiner Gitarre vollends austoben kann.

Den Abschluss machten DIVINUS mit den beiden Tracks von der neuen CD “You, My Desire“ und “Devil Ride“, welche sehr gut rüberkamen und der allerletzten Nummer, die dem absolut gelungenen Abend einen krönenden Abschluss bescherte: “Unicorn“ (aus “The Last Unicorn“). 3 Sänger auf der Bühne (DIVINUS, SIMPATHETIC, MEN OF WAR) lieferten erstklassige Arbeit ab, so dass wirklich jeder der 250 (!!!!!) Besucher äußerst zufrieden die Räumlichkeiten des Kitsch verlassen haben dürfte. Beinahe hätte ich vergessen, unseren geschätzten Mitarbeiter Tilmann Ruby zu erwähnen, der zwischendurch MURDER SHE WROTE und DIVINUS an der Gitarre verstärkte und – wie immer - professionelle Arbeit ablieferte.

Setlist:
01 Intro
02 The Blood Of God
03 Sinister Sings
04 Forever Lost
05 Beyond Infinity
06 Summer Son
07 Behold The Truth
DISTAN STIGHT
08 Woodgep Paranoia
09 November Child
10 METALLICA Songs
SIMPATHETIC
11 The Joker
12 All You Need
13 Angels´ Punishment
14 Of Hopes & Dreams
15 Quicksand
MURDER SHE WROTE
16 1000 Lies
17 Time To Die
18 Bloody Ice
19 Night Crawler (JUDAS PRIEST)
MEN OF WAR
20 You, My Desire
21 Devil Ride
22 Unicorn (Filmmusik)

Redakteur:
Stefan Lang

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