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Brother Firetribe - Tampere

10.10.2006 | 10:58

29.09.2006, Yo-Talo

Das Yo-Talo ist der Club für Stundenten in Tampere. Kein Wunder, gehört er doch der Studentenschaft und wird nicht nur für Gremientreffen und Uni-Partys benutzt, sondern es finden auch regelmässig Konzerte statt. So wie an diesem Freitagabend, doch etwas ist anders. Auch wenn viele Jungs und Mädchen im Studentenalter den Weg zum Yo-Talo gefunden haben, so sind auch duraus ältere Semester im Publikum zu sichten. Könnte wahrscheinlich daran liegen, dass BROTHER FIRETRIBE die 80er wieder auferleben lassen. Die Stimmung im Publikum ist fröhlich, als wir nach ein wenig Vor-Feierei auch endlich eintreffen. Die Vorband mit Namen DAME hat bereits ihr Set zum Besten gegeben, und es wird gerade umgebaut.
Da das Konzert der fünf Rocker von BROTHER FIRETRIBE live im Radio übertragen werden soll, darf es zu keinerlei Verspätung kommen und so wird zügig gearbeitet. Konzerte in Finnland fangen traditionell viel später als in Deutschland an, und so ist es auch hier bereits 30 Minuten nach Mitternacht, als die Licher im Saal ausgeknipst werden und die Musiker aus dem Backstage-Raum treten, um sich auf den Weg zur Bühne zu machen. Kaum dort angekommen, geht es auch gleich richtig los. Eröffet wird, wie auch auf dem Album "False Metal", mit 'Break Out', einem Song, der das Publikum sofort anheizt. Sänger Pekka weiß genau, wie er die Leute auf seine Seite ziehen kann und erweist sich als ein perfekter Frontmann der alten Schule. Aber auch die anderen Mitmusikanten wissen, dass eine gute Performance bereits die halbe Miete ist. Bassist Jason und Keyboarder Tomppa interagieren mit dem Publikum ebensosehr wie Gitarrist Emppu. Emppus Flirterei mit dem Publikum ist ja durach schon von NIGHTWISH bekannt, und die direkte Nähe zu den vorderen Reihen ohne Absperrung und Graben scheint dem Blondschopf besonders zu gefallen. Es wird gezwinkert, Grimassen werden geschnitten und allgemein gewunken was das Zeug hält. Das Publikum dankt es mit ausgelassener Stimmung, Mitsingerei und Enthusiasmus.
Dann, nach ein paar Liedern passiert doch ein Misgeschick: der Drummer hat offensichtlich mit solch einer Freude zugehauen, dass eine Trommel einen kleinen Riss bekommen hat. Macht aber nichts, wird sofort geflickt. Diese kleine Wartezeit versüßt uns Pekka mit einer A-Capella-Darbietung des Klassikers 'Stand By Me' und zeigt eindrucksvoll, über was für eine grandiose Gesangsstimme er verfügt. Respekt. Dann geht es aber auch flugs mit allen Instrumenten weiter, und man sieht dem Quintett wirklich an, dass sie jede Sekunde auf der Bühne genießen. Dieser Spaß ist natürlich ansteckend, und so wird bei Krachern wie 'Midnight Queen', 'Valerie' und natürlich der Single 'Obe Single Breath' ordentlich mitgerockt, während bei der Ballade 'When Love Goes Down' einige Besucher ihre Feuerzeuge zücken und mitschunkeln. Die Setlist beinhaltet alle Lieder von "False Metal", und mit 'I'm On Fire' verabschieden sich die Herren, bevor sie sich doch nur zu einer kleinen Zugabe hinreißen lassen.
Ein durchaus gelungener Abend dank Band und Publikum, der einen für eine Weile alles Negative vergessen lässt. Das sieht man vor allem an den vielen lachenden Gesichtern, die aus Yo-Talo kommen, um sich nach Hause zu bewegen - oder sich in das Nachtleben von Tampere zu stürzen, um noch etwas weiterzufeiern.

Redakteur:
Ricarda Schwoebel

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