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Bitune/5Bugs - Viersen

07.11.2007 | 09:46

20.10.2007, Trafo Station

BITUNE unterwegs mit 5BUGS in jeder Ecke Deutschlands. Und so wundert es auch nicht, dass die Jungs im winzigen Dörfchen Viersen, in der noch winzigeren Trafo Station vorbeigucken. Mit dabei: SEEDCAKE als lokaler Support. Ursprünglich stammt der Vierer aus dem recht weit entfernten Göttingen und spielen kernigen Alternative Rock. Der konnte dann auch noch überzeugen und eigentlich auch recht mitreißen, das Publikum kam aber nicht aus den Hufen, und es blieb nur bei verhaltenem Applaus.

Ganz anders sah das bei den Jungs von 5BUGS aus, die in den Berlin ziemlich populäre Kapelle mischte den gerade mal mit circa 50 bis 60 Leuten spärlich gefühlten Club mächtig auf. Schon von dem einleitenden Drumgroove an ging eine aus 10-15 Mann bestehende Meute nach vorne und supportete die Truppe bis zum Ende. Es wurde gesprungen, gesungen und sogar zu einer genrefremden Wall Of Death kam es. Auch konnte Fronter Chris zu diversen Mitklatschspielchen animieren. Mit ihrem Emo-Rock á la MY CHEMICAL ROMANCE, FALLOUT BOY, FINCH, FUNERAL FOR A FRIEND, SALIVA oder neueren LOSTPROPHETS traf man genau das Musikherz der Anwesenden, und so gingen die knapp 50 Minuten wie im Flug um. Der Fokus lag natürlich auf der letzten Jahres veröffentlichten Langrille "Tomorrow I'll Play God", aber auch ein paar alte sowie ein ganz, ganz frischer Song wurden dem Publikum vorgestellt.

Kurze Umbauphase, die dazu genutzt wurde, die fanfreundlichen Merchandising-Preise zur Kenntnis zu nehmen (T-Shirt 14 Euro, Kapuzenpullover: 25-30 Euro) bis die heutigen Headliner BITUNE im Namen ihres vor kurzem erschienen und gleichzeitig als Tournamen sinnentzweckten "After The Fire" auf der kleinen Bühne standen. Man rockte von Anfang an mit ihrem alternativen, verträumten, leicht indie-anmutenden Rock, der gerne mal an 30 SECONDS TO MARS, SILVERCHAIR, SOUNDGARDEN oder AUDIOSLAVE erinnerte. Leider war das Publikum - bis auf 5-6 Leutchen, die immer noch das Haus rockten (ja, auch ich!) - von der vorherigen Band ausgepowert. Trotzdem machte der Auftritt Spaß, man riss sich mächtig den Arsch auf (sehr geil!). Und so gab es neben der üblichen Rumhüpperei sogar ein kleines Mitsingspielchen, für das Sänger Sascha samt Mikro nach unten kam - herrlich. Rundum gelungener Auftritt, der mit ein paar Köppen mehr im Zuschauerraum wohl noch spaßiger gewesen wäre.

Ich werde die Gelegenheit der momentan noch laufenden Tour auf jeden Fall nutzen und beim vorletzten Gig in Essen wieder dabei sein.

Redakteur:
Daniel Schmidt

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