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Bang Your Head - Revisited - Albstadt

01.05.2003 | 05:46

12.04.2003, Zollern-Alb-Halle

Das BANG YOUR HEAD!!!-Festival ist inzwischen zu einer regelrechten Institution geworden und jedes Jahr pilgern immer mehr Metal-Fans nach Balingen, um dem vom "Heavy, Oder Was!?"-Magazin organisierten Open-Air-Festival beizuwohnen. Das erste Festival in dieser Art fand zwar 1999 statt, aber - was viele unter Umständen gar nicht wissen - das BANG YOUR HEAD!!!-Festival gibt es schon ein paar Jahre länger. Drei Jahre lang fand das Festival nämlich bereits in der Halle statt, und erst als das Publikum in immer größerer Zahl strömte, entschloss man sich, diese Veranstaltung nach draußen zu verlegen. Die Veranstalter geben sich jedes Jahr sehr viel Mühe, das BANG YOUR HEAD!!!-Festival zu etwas ganz Besonderem werden zu lassen und versuchen auch immer, sich von den anderen Festivals abzuheben (beispielsweise hält man noch immeran einer Bühne fest, und das ist auch gut so), aber diese ganz eigene Atmosphäre des Hallen-Festivals können sie irgendwie doch nicht erzeugen. Deshalb haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, zusätzlich zum "normalen" BANG YOUR HEAD!!!-Festival im Sommer das BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED ins Leben zu rufen.

Das erste Mal fand dieses BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED nun am 12. April statt, und es wurde von den Leuten auch sehr gut aufgenommen. Die Veranstaltung war zwar nicht komplett ausverkauft, aber gut gefüllt war die Zollern-Alb-Halle in Albstadt allemal. Diese Halle hat sich für eine Veranstaltung in dieser Art ganz gut bewährt, da sie recht weitläufig ist und auch über ein großes Foyer verfügt, das für die Essens- und Getränkestände geradezu prädestiniert ist. Über die Preise konnte man im Übrigen auch nicht meckern: Das Bier sollte 2,50 Euro kosten, und für einen ganz ordentlichen Schnitzelsemmel musste man beispielsweise 3,- Euro bezahlen. Das einzige Manko dieser Halle ist eigentlich nur, dass sie eben in Albstadt liegt, und das liegt (bekanntermaßen) am A.... der Welt. ;-)

Auch für das Drumherum hatten sich die Veranstalter einiges überlegt. So gab es beispielsweise vor der eigentlichen Veranstaltung eine Metal-Börse, die jedoch recht überschaubar gewesen sein soll. (Da ich erst zum eigentlichen Konzert in Albstadt war, konnte ich mich davon leider nicht selbst überzeugen.) Es waren im Vorfeld des BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED auch einige Überraschungsgäste angesagt, doch viele waren das wirklich nicht, und auch die angekündigten Interviews fielen mehr oder weniger aus. Aber wenigstens haben sich sämtliche auftretenden Bands zu Autogrammstunden bereit erklärt, die während der Umbaupausen an den Merchandising-Ständen stattfanden. Es wurde im Rahmen dieser Veranstaltung natürlich auch die BANG YOUR HEAD!!!-History-DVD präsentiert, und als besonderes Schmankerl war ein Eiskünstler engagiert worden, der aus einem Eisblock das BANG YOUR HEAD!!!-Logo schnitzte.

Im Vordergrund standen aber natürlich die Bands. Für die Premiere des BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED hatten sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen, indem sie nur Bands verpflichtet haben, die einen gewissen Bezug zum BANG YOUR HEAD!!! oder aber einen besonders guten Kontakt zum "Heavy, Oder Was!?"-Magazin haben. Das Aufgebot konnte sich dann auch durchaus sehen lassen, denn mit MAJESTY, SACRED STEEL und DORO als Headliner wurde der Schwerpunkt auf deutsche Bands gelegt (okay, im Falle von DORO kann man darüber streiten ;-)), aber auch internationale Größen waren mit DEMON und CANDLEMASS vertreten.

MAJESTY

Den Anfang machten die True-Metaller von MAJESTY, die von ihrem Auftreten her nicht selten an MANOWAR erinnern. Und genauso wie diese kann man MAJESTY eigentlich nur lieben oder hassen - dazwischen gibt es so gut wie keine Alternative. Pünktlich um 17 Uhr versammelten sich aber schon bei den ersten Tönen nicht wenige vor der Bühne, die diese Band richtig gut finden. Dementsprechend gut war die Stimmung von Beginn an, und die Band um Frontmann Tarek Maghary trug selbstverständlich auch ihren Teil dazu bei. Mit der Band-Hymne 'Hail To Majesty' hatten sie auch gleich den idealen Opener im Gepäck, und auch sonst hatten MAJESTY eine ganze Menge klischee-beladener Songs am Start - Titel wie das anschließende 'Epic War' oder das etwas später folgende 'Heavy Metal' sprechen ja eine deutliche Sprache. Überhaupt hatte die Band den Schwerpunkt bei der Songauswahl auf das aktuelle Album "Sword And Sorcery" gelegt, denn neben den beiden bereits angesprochenen Songs und dem Titeltrack gab es beispielsweise auch noch 'Ride Silent!' und 'Fields Of War' zu hören. Die vor der Bühne versammelte Meute nahm das wohlwollend zur Kenntnis und zeige sich sehr textsicher, da die Songs lautstark mitgegrölt wurden. Hier ist es halt doch von Vorteil, dass die hymnenhaften Songs von MAJESTY ziemlich einfach gestrickt sind und schnell ins Ohr gehen, so dass es selten jemand überfordert, zumindest den Chorus nach dem zweiten Hören mitzusingen. Wenn man sich so eine Musik zu Hause anhört, mag das ziemlich schnell langweilig werden, aber live funktioniert eine solche Mucke eben perfekt. Da Tarek seine Gitarre inzwischen an den Nagel gehängt hat bzw. symbolisch an den neuen Gitarristen Rolf Munkes, der im Laufe des Auftritts auch offiziell vorgestellt wurde, weitergegeben hat, konnte er sich voll und ganz auf den Gesang und das Posen konzentrieren. In beiden Punkten kann er seinem großen Vorbild Eric Adams (MANOWAR) zwar noch lange nicht das Wasser reichen, aber dennoch zog er sich ganz achtbar aus der Affäre. Natürlich vergaß Tarek auch nicht, auf das von ihm mitorganisierte Festival KEEP IT TRUE (präsentiert von POWERMETAL.de) hinzuweisen, und passenderweise folgte der zugehörige Song 'Keep It True' auf dem Fuße. Nach etwa 50 Minuten bendeten MAJESTY mit 'Metal To The Metalheads' einen recht ordentlichen Auftritt und hinterließen mehrere Reihen zufriedener Fans. Und den Schlachtruf "Hail, Hail To Majesty" hörteman in der Zollern-Alb-Halle noch sehr lange (s.u.).

SACRED STEEL

Nach der obligatorischen Umbaupause, die - wie die nachfolgenden auch - angenehm kurz ausfiel, war es Zeit für die Schwaben von SACRED STEEL. Dass sie wohl die härteste BAnd des Abends sein würden, war ja eigentlich schon vorher klar, doch damit dies auch der Letzte einsieht, war die Setlist dementsprechend ausgelegt. So markierte wieder einmal 'Metal Is War' den Einstiegt, der zugleich auch die Marschroute vorgab. Schnell, hart und laut gingen SACRED STEEL zu Werke und ließen es anschließend auch mit 'Faces Of The Antichrist' ordentlich krachen. Krach ist leider auch ein gutes Stichwort, denn mit dem schlechtesten Sound des Abends hatten die Jungs alles andere als einen Heimvorteil. Doch auch davon ließen sich SACRED STEEL nicht beirren und zogen ihr Ding, beispielsweise in Form von 'Dark Forces Lead Me To The Brimstone Gate', 'Lust For Blood' oder 'Wargods Of Metal', auch weiterhin durch. Natürlich fehlten aber auch weitere Songs vom aktuellen Album "Slaughter Prophecy" nicht, wie zum Beispiel 'The Rites Of Sacrifice' und 'Sacred Bloody Steel'. Sogar einen neuen Song, der vermutlich 'On The Eve Of Victory' heißt (so ganz genau hatte ich die Ankündigung nicht verstanden), hatten die Jungs im Programm, und dieser setzt - so viel kann man schon sagen - sie mit "Slaughter Prophecy" eingeschlagene Richtung nahtlos fort. Die Band hatte auf der Bühne auf alle Fälle sichtlich Spaß, und das übertrug sich auch auf das Publikum. Es wurde zwar nicht ganz so viel mitgegrölt wie zuvor bei MAJESTY, aber dafür war der Anteil der Headbanger nun um einiges größer. An Frontsirene Gerrit Mutz scheiden sich bekanntlich die Geister, da er auf der Bühne immer einen etwas arroganten Eindruck hinterlässt, und mit Äußerungen wie "Uns gibt es schon eine halbe Ewigkeit, und immer noch spielen wir nur als zweite Band." wird sich das wahrscheinlich auch an diesem Abend nicht geändert haben. (Dass er ansonsten ein ganz sympathischer Kerl ist, wissen halt die Wenigsten.) Für ihn als langjährigen (nach eigenen Angaben seit 1987) CANDLEMASS-Fan war es aber an diesem Abend eine Riesenfreude, mit seinen Idolen auf der gleichen Bühne zu stehen, und das merkte man ihm an, da er sichtlich gut gelaunt war. Das änderte sich aber leider zum Ende des Auftritts, als er nämlich erfuhr, dass SACRED STEEL ihren Set kürzen müssten. Etwas missmutig sagte er den letzten Song an, und mit 'Slaughter Prophecy' verließen die Jungs die Bühne. Auch viele der SACRED STEEL-Fans waren etwas enttäuscht, dass ihre Band mit 45 Minuten sogar kürzer gespielt hat als MAJESTY, und auch ich hätte zumindest 'Heavy Metal To The End' noch gerne gehört. Trotzdem ein guter Auftritt!

DEMON

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann war DEMON eigentlich der Hauptgrund für mich, zu diesem BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED zu gehen. Die übrigen vier Bands hatte ich nämlich alle schon mindestens einmal live gesehen, aber ein DEMON-Konzert fehlte noch in meiner Sammlung. Entsprechend gespannt war ich also, was die "alten Herren" auf der Bühne so zu bieten hätten. Der Auftakt war dann auch gleich mal sehr vielversprechend, denn DEMON stiegen mit den beiden Klassikern 'Night Of The Demon' (Welcher Song könnte passender sein?!?) und 'Into The Nightmare' ein, und das Publikum nahm diese begeistert auf. Es wurde lautstark mitgesungen, und auch in den längeren Instrumentalpassagen standen die Wenigsten wirklich ruhig da. Diese überwältigende Wirkung konnten anschließend 'The Plague' und auch 'The Writings On The Wall' nicht halten, und dementsprechend verhaltener waren auch die Publikumsreaktionen. Dass Fronter Dave Hill darüber hinaus Probleme mit seinem Mikrofon hatte, war dam Ganzen dann natürlich auch nicht gerade zuträglich. Mit dem kultigen 'Sign Of A Madman' kam dann wieder etwas Leben in die Zuhörerschaft, doch schon mit dem recht neuen 'Streetwise Cowboy' vom aktuellen Album war erneut mehr Zuhören als wirklich Mitgehen angesagt. Das setzte sich leider auch bei der Ballade 'Through These Eyes' fort, doch mit dem flotten Rocker 'Black Heat' kriegten DEMON doch nochmals die Kurve. Die Stimmung wurde wieder besser, und als Dave schließlich mit 'Don't Break The Circle' (vor vielen Jahren von BLIND GUARDIAN gecovert, und nicht umgekehrt! ;-)) ansagte, war wieder alles im grünen Bereich. Mit diesem Song wollten DEMON eigentlich ihren Auftritt beenden, doch das Publikum war mit diesem Vorhaben überhaupt nicht einverstanden und forderte lautstark nach einer Zugabe. Diese wurde dann auch in Form von 'Life On The Wire' gewährt, doch nach einer ausgiebigen Jam-Session, die sich daran anschloss, war dann wirklich Schluss.
Dieser Auftritt von DEMON hat bei mir insgesamt einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits boten DEMON eine großartige Vorstellung - sie zeigten sich äußerst spielfreudig und gerade Sänger Dave war bestens gelaunt (allein seine Gestik und Mimik war absolut sehenswert). Andererseits war die Setlist alles andere als glücklich gewählt, da sie immer wieder Längen aufwies. Vielleicht wären ein paar mehr Kult-Klassiker von 'Night Of The Demon' oder 'The Unexpected Guest' angebrachter gewesen?!? Wie auch immer - ein schlechter Auftritt war es in keinem Fall, und ich werde mir DEMON bei nächster Gelegenheit sicherlich wieder anschauen!

Zwischenzeitlich hatte es auch der Kollege Philipp in die Zollern-Alb-Halle geschafft, und deshalb gehen die letzten beiden Bands auf seine Kappe...

CANDLEMASS

Der deutschen Bahn sei Dank, erreichte ich schließlich doch noch die Zollern-Alb-Halle - gerade noch rechtzeitig für den eigentlichen Grund meines Erscheinens: CANDLEMASS. Die schwedischen Doom-Götter groß vorzustellen, erübrigt sich nach ihrem fulminanten Comeback im letzten Sommer glücklicherweise, und auch ihre Live-Qualitäten sollten sich herumgesprochen haben, so dass sich zu Beginn des CANDLEMASS-Gigs so ziemlich alle Festivalbesucher vor der Bühne einfanden. Stilvoll illuminiert von diversen Leuchtern (die Band heißt schließlich CANDLE-MASS) begannen CANDLEMASS mit 'Crystal Ball' ihr Set. Die Band spielte wieder einmal astrein zusammen, wobei der absolute Aktivposten, das Aushängeschild und das Tüpfelchen auf dem I natürlich Überfronter Messiah ist. Dieser (mindestens) 150-kg-schwere Lockenkopf ist ein derartiges Charme-Bündel, dass man sich beinahe einen Kuschel-Messiah für den ganz kleinen Metallernachwuchs wünscht. Ob er nun den "Doom-Tanz" aufführt (bedeutungsschwanger im Kreis herumstampfen), sich - wie letztes Jahr gesehen - bei 'Solitude' singend (!) vom Leid gequält auf dem Boden herumwälzt, "Alb ist Doom-Stadt" grölt und auch gleich als neuen Song für's neue Album ankündigt oder immer neue Komposita mit "Doom" bildet - dieser Mann ist ein derartiger Ausbund an Bühnenpräsenz und Enthusiasmus, dass ich dem Kollegen Martin nur zustimmen kann: "Wenn's den nicht gäb', den müsst' man glatt erfinden!".
All dieses Geschick des Fronters wäre allerdings Perlen vor die Säue geworfen, wenn die Songs nicht stimmen würden. Doch CANDLEMASS haben ein derartiges Repertoire an Hammer-Songs in der Hinterhand, dass sie die anderthalb Stunden locker wie im Flug vergehen ließen. Keine Sekunde kam Langeweile auf, kein Song, der nicht hundertprozentig traf. Neben den Weltklassikern 'Mirror, Mirror' und 'Solitude' waren besonders 'Samarithan', das grandiose Instrumental 'Into The Unfathomed Tower' sowie das monumental-mächtig herübergekommene 'At The Gallows End' Highlights des Konzerts. Aber wie gesagt: Einen auch nur durchschnittlichen Song suchte man vergebens - hier wurde ohne Pause Spitzenklasse geboten.
Einziger Wehmutstropfen, wenn man es so nennen kann, war, dass ich keine fünf Minuten zum Bangen kam, da ich mich von Messiahs Bühnenshow einfach nicht losreißen konnte. Der Mann, der sich selbst voll zu Recht "Doom-Elvis" nennt, ist, wie oben erwähnt, einfach zu gut für diese Welt und somit hat er auch (fast) das letzte Wort: "Ich bin ein Doom-Kopf!".
CANDLEMASS haben an diesem Abend ein weiteres Mal gezeigt, dass sie nichts verlernt haben und definitiv in die Top 10 der besten Live-Bands dieser Galaxis gehören. Und eine Headliner-Tour wäre langsam mal mehr als angesagt.
[Philipp]

DORO

Nachdem CANDLEMASS derart aufgetrumpft hatten, war allen Anwesenden klar, dass es für DORO hart werden würde, den bärenstarken Auftritt der schwedischen Doom-Götter zu toppen. Vor deutlich leererer Halle (ein Teil der Besucher blieb am Getränkestand, ein Teil ging einfach heim) eröffnete sie mit dem Doppel 'Always Live To Win' und 'Fight' ihr Headliner-Set. (Bist du dir sicher? Ich könnte wetten, dass ich am Getränkestand zunächst 'Hellbound' vernommen habe?!? - Martin) Schon bald fiel mir aber auf, dass das, was mir an diesem Konzert wirklich Spaß gemacht hat, die Band war, denn vor allem der Keyboarder/Gitarrist, aber auch sein Kollege an der Lead-Gitarre und der Basser legten eine Mörder-Bühnenshow hin, während DORO offensichtlich stark mit ihrer Stimme zu kämpfen hatte.
Ich muss zugeben, dass dies das erste Mal war, dass ich DORO live erleben durfte, und ich muss feststellen, dass ihre Bühnenshow, die eigentlich nur aus Bangen, die Faust in die Höhe recken und hin und wieder mit beiden Händen Applaus fordern besteht, auf die Dauer sehr monoton wirkte.
Hinzu kamen besagte Probleme, die die selbsternannte Metal-Lady Nummer Eins mit ihrem Organ hatte, was leider gerade bei den in erster Linie von ihrer Stimme getragenen Parts wie der Ballade 'Für Immer' für Zustände hart an der Grenze des Erträglichen sorgte, was schade war, da die Songauswahl, die neben WARLOCK-Klassikern wie 'Hellraiser' auch einen schönen Querschnitt durch DOROs Solokarriere gab, ohne Grund zum Tadel war und mit der hervorragend aufgelegten Band und dem gierigen Restpublikum für ein hübsches Achtziger-Revival hätte sorgen können.
Kurz vor dem Zugabenpart - inklusive des beinahe schon unvermeidlichen Rausschmeißers 'All We Are' - gab der Herr an den Drums noch eine Probe seines Könnens in Form eines Schlagzeugsolos ab. Ich möchte mich nicht dazu aufschwingen, die Fähigkeiten dieses Mannes zu beurteilen, aber Drum-Soli sollten Gruppen, die das schon immer so gemacht haben ('Moby Dick', anybody?) und Göttern vom Range Mike Terranas vorbehalten sein. Hier wirkte das Ganze aber einfach nur deplatziert. Rund um den Whisky-Stand im Vorraum feierte man zu diesem Zeitpunkt übrigens mit "Hail, Hail To Ma-jes-ty" bereits die Headliner von übermorgen (Na, schau mer mal?!? - Martin) ab.
Alles in Allem kann ich nur sagen, dass DORO nach CANDLEMASS nie eine faire Chance hatte, ein Bein auf den Boden zu bekommen, was nicht zuletzt auch den Organisatoren schon im Vorfeld hätte klar sein können. Erschwerend kamen ihre Stimmprobleme hinzu - mir wurde aber versichert, dass dies im Normalfall nicht der Fall sei. Für mich persönlich wurde dieser ansonsten höchstens durchschnittliche Gig einzig von der ech sehenswerten Bühnenshow der Herren an den Saiteninstrumenten gerettet. (Und noch erschwerender kam hinzu, dass du DORO ja wohl grundsätzlich nicht besonders magst, oder?!? ;-) - Martin)
[Philipp]

Unter dem Strich kann das BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED als Erfolg auf der ganzen Linie gewertet werden. Zum einen natürlich für die Besucher, die vier wirklich gute und ein absolut überragendes (CANDLEMASS) Konzert gesehen haben, und das zu einem wirklich humanen Preis. Zum anderen aber auch für die Veranstalter, für die das wiederaufgegriffene Konzept mit einem Hallen-Festival aufging. Die zwangsläufige Folge kann daher nur sein, dass es in absehbarer Zeit eine Neuauflage des BANG YOUR HEAD!!! - REVISITED gibt. Der Termin steht auch bereits fest (13.09.2003), nur auf das Billing darf man noch gespannt sein...

Redakteur:
Martin Schaich

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