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Afterburn, Stikki Fykk - Ludwigsburg

24.01.2002 | 05:40

17.01.2002, Rockfabrik

Am 17.01.2002 war es mal wieder soweit: "Inoffizielles Treffen" der halben Powermetal.de-Redaktion bei einem AFTERBURN-Konzert in der Rofa Ludwigsburg. Ausserdem dabei: STIKKI FYKK, die etwas...ähm...andere Rock-Band ;-). Nun, ich denke, wir zumindest hatten unsere Gaudi und ein Teil der restlichen Besucher auch - aber lest selbst.
[Kathy]


STIKKI FYKK

Da ich STIKKI FYKK bisher nicht kannte, habe ich mich von Kathy breitschlagen lassen, doch über diese Band zu schreiben. Ich hatte ja keine Ahnung, was mich da erwarten würde. Obwohl - was soll man von einer AFTERBURN-Vorgruppe schon erwarten? ;-) Wie dem auch sei - ich fand mich also gerade rechtzeitig im Club 2 ein, um meine "Bildungslücke" in Sachen STIKKI FYKK zu schließen. Doch was muss ich da dann auf der Bühne sehen: fünf durchgeknallte Jungs mit Lippenstift, Schminke, Stirnbändern und vielen bunten Tüchern. Aber es sollte ja auch alles schön zueinander passen, denn schließlich hatten sich STIKKI FYKK dem Poser Rock verschrieben, um diesen zu parodieren. Da es zu einer Band, die sich an "Größen" wie POISON, TIGERTAILZ oder PRETTY BOY FLOYD orientiert, nicht passt, dass sie aus Pforzheim kommt, stellte der Sänger Vinnie Stikk sich und seine Mitstreiter dann auch als "The World's Greatest Poser-Band From Los Angeles" vor. Auf jeden Fall legten die Jungs dann erstmal mit "Bang Bang Shoot To Kill", "Whiskey Loving Nymphoz" und "Love Is In The Room" los. Dass im Laufe der Zeit immer weniger Leute "in the room" waren, störte STIKKI FYKK nicht im Geringsten. Vor allem Vinnie Stikk "tanzte" (das kann man nicht beschreiben - das muss man gesehen haben ;-)) ununterbrochen über die Bühne, aber auch die anderen Bandmitglieder standen nicht teilnahmslos herum. Musikalisch ging es dann mit "Glam Rock Boulevard", "Sleazy Boyz" und "Sex Police" weiter, wobei hier ja schon die Songtitel andeuten, um was es den Jungs geht. Nach einem kurzen "The Jack"-Intermezzo (ich wusste gar nicht, dass AC/DC eine Poser-Band sind!?) folgte eine POISON-Coverversion ("Talk Dirty To Me"), bevor mit "Pour Some Sugar" ein Song mit Mitgröhl-Refrain kam. Auch wenn sich inzwischen weitaus weniger Leute im Club 2 aufhielten, so hatten STIKKI FYKK doch ein paar Fans mitgebracht, die begeistert mitgingen. Mit "Hit Me, Beat Me And Bite Me", "Chapel Of Sleaze" und "Proud To Be Intolerant" beschlossen die Jungs ihren Auftritt. Doch die mitgereisten Fans (wer denn auch sonst?) forderten vehement eine Zugabe, und so folgte noch die Bandhymne "Stikki Fykk", bevor die Band endgültig die Bühne räumte. Musikalisch gesehen waren STIKKI FYKK ganz bestimmt keine Offenbarung, aber wenigstens war diese Band ganz nett anzuschauen. Vor allem, wenn Vinnie Stikk sich mal wieder mit seinen bunten Tüchern unabsichtlich am Mikrofonständer verknotete und sich nur sehr mühsam befreien konnte oder wenn er vor Planlosigkeit ins Schlagzeug fiel und dann hilflos am Boden zappelte (wie eine Schildkröte auf dem Rücken). Daher möchte ich dieser Band einen gewissenUnterhaltungswert nicht absprechen...
[Martin]


AFTERBURN

Zu schade, dass sich nach (bzw. schon während) dem Auftritt von STIKKI FYKK ein Großteil der Zuschauer aus Club 2 verkrümelte, so blieben vielleicht grade mal 20 bis 30 Leute übrig, um dem AFTERBURNschen Gig beizuwohnen. Und das ausgerechnet an diesem Abend, war es doch das letzte Konzert zusammen mit Gitarrist Lars Tellmann, der jüngst seinen Ausstieg verkündete *schnüff*, außerdem präsentierte man mit „Can’t Get You Out Of My Head“, ursprünglich von KYLIE MINOGUE, eine brandneue Coverversion aus dem Repertoire der Happy-Metaller. Naja, wer nicht will, der hat ja bekanntlich schon. Jedenfalls gab’s wieder das gewohnt lustige Programm der Stuttgarter um die Ohren: Grunzende Barbies, heulende Britneys, ein dreckig lachendes Blümchen zwischendrin, ... . Großes Lob gebührte Frontgrunztier Georg, der die Gesangs- und Soloparts der aus terminlichen Gründen nicht anwesenden Gitarristin Micha bei „Big Big World“ mit (fast) goldkehlchenhafter Quietsch-Stimme amüsant in Szene setzte – bitte in Zukunft mehr davon :-). Auch Co-Sänger und Basser Vladimir schaffte es aufs Neue, mit seinem immer wieder erstaunlichen Sangesvolumen zu beeindrucken, und so konnte man spätestens bei den fetzigen Fassungen von ATCs „Around The World, BRITNEY „Schlampe“ SPEARS‘ „One More Time“ oder CHERs „Believe“ selbst einige derjenigen, die anfangs noch leicht unschlüssig und kopfschüttelnd in der Gegend herumgestanden hatten, mit einem breiten Grinsen zum Takt mitwippen oder gar bangen sehen. Ein paar neue Fans dürfte man somit, trotz der mageren Besucherzahlen, dazugewonnen haben, und das ist ja auch was.
Wollen wir mal hoffen, dass sich beim nächsten AFTERBURN-Gig wieder etwas mehr Publikum vor der Bühne tummelt, denn so und mit der richtigen Partystimmung macht das Durch-den-Kakao-ziehen aktueller und ehemaliger Charthits doch noch um einiges mehr Spaß.

Setliste AFTERBURN: Pray, Barbie Girl, Around The World, Can’t Get You Out Of My Head, Gib mir noch Zeit, Big Big World, One More Time, Believe, Wannabe

[Kathy]

Redakteur:
Kathy Schütte

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