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A Dark Night #3 - Bonn

02.11.2005 | 01:01

29.10.2005, Klangstation

Passend zur dunklen Jahreszeit und wenige Tage vor Halloween veranstaltete das Kölner Rock- und Metalforum als Auftakt ihres diesjährigen Roktoberfestes zum dritten Mal die Dark Night in Bonn, bei der düstere Musik (Gothic und Black Metal) geboten wurden.


KYRENEE

Vor relativ kleinem Publikum (nur etwa 80 zahlende Besucher hatten den Weg in die Klangstation gefunden) eröffneten KYRENEE aus Luxemburg pünktlich um 19 Uhr mit 'Mirror' den Abend. Ihre Mischung aus Death Metal, Folk (bedingt durch die Geigeneinlagen) und Gothic-Elementen war sehr geil. Besonders die stimmliche Leistung von Frontfrau Christiane war beeindruckend. Durch einen sehr heftigen Sound wirkte KYRENEE heute im Vergleich zu meinem letzten Konzert dieser Band um einiges heavier, was den Songs sehr gut tat. Nach 45 Minuten beendeten KYRENEE mit der Ballade 'Remember' den Auftritt. Leider war während des kompletten Gigs mehr Action auf als vor der Bühne. Trotzdem bewiesen KYRENEE gute Laune und bauten zum Beispiel das beliebte Kinderlied 'Alle meine Entchen' an einer Stelle des Konzertes in die Bassspur ein.

Setlist:
Intro
Mirror
Me & I
Düster 2
Suicide
The Child Of Ancient Times
Remember


SUN OF SADNESS

Bei SUN OF SADNESS wurde es dann gleich eine ganze Ecke schwärzer. Ihr an Bands wie CRADLE OF FILTH oder MOONSPELL erinnernder Black Metal mit ordentlich Highspeed und Gekeife kam sehr gut an. Als besonderes Highlight riefen SUN OF SADNESS ein Headbangcontest aus. Für den Gewinner wurde eine Flasche Wein mit dem passenden Namen Wine of Sadness ausgelobt. Danach konnte man zum ersten Mal an diesem Abend ordentliches Mattenschütteln bewundern. Die Flasche wurde anschließend unter den Menschen in der ersten Reihe aufgeteilt. Ihr in musikalischer Hinsicht guter Auftritt war auch optisch top. Durch ein einheitliches Outfit der sechs Bandmitglieder und ein abgestimmtes Stageacting machte man auch in dieser Hinsicht einen sehr professionellen Eindruck.

Setlist:
Resurrection
Gewalt
Dreaming
Falling Down
Ghost
Darkness Dwells
Antropomanize
Oceans Of Emptiness


ANUBIZ

Bei den nachfolgenden ANUBIZ bewahrheitete sich wieder, dass ein Unglück selten alleine kommt. So konnte Sängerin Carolin aufgrund ihrer Schwangerschaft verständlicherweise diesen Auftritt nicht absolvieren. Zu allem Unglück musste ihr Ersatz wenige Tage vor dem Konzert ebenfalls wegen einer Krankheit absagen. Daher übernahm Jörg Erkelenz nicht nur die männlichen, sondern auch die weiblichen Gesangspassagen. Dass dabei nicht alles glatt geht ist normal. Die Instrumentalfraktion stand wie eine Eins und gab ordentlich Gas und auch Jörg zog sich ganz beachtlich aus der Affäre. Wenn man bedenkt, dass andere Bands Auftritte absagen, weil der Hund des Drummers an Durchfall leidet, kann man vor der Entscheidung von ANUBIZ, den Gig trotz der widrigen Umstände doch zu spielen nur den Hut ziehen.

Setlist:
Die fremde Saat
Sonnenwende
Schwarzer Schatten
Mein Ich
Die Tat
Puppenspieler
Fährmann
Worship The Flesh


THORA

Danach wurde es rockiger. Grund hierfür waren THORA und ihr düsterer Gothic Rock. Da THORA einige Fans mitgebracht hatten, war die Stimmung vor der Bühne sehr gut. Aber auch neutrale Zuschauer wie ich waren von dieser Band um den etwas androgyn wirkenden, aber sehr charismatischen Frontmann Thomas Fräntzki, sehr angetan. Ihr Sound, der mich spontan an THE 69 EYES oder SENTENCED erinnerte, kam frisch aus der Anlage und die riffbetonten und ordentlich rockenden Songs mit eingängigen Melodien gingen direkt ins Blut beziehungsweise in Nacken und Fuß.

Setlist:
Something Beatiful
Crucify God
Song Of Emptiness
Shadows Of Life
Total World Paranoia
Going Down
Christ Abuse
Searching For Gold
The Black Roses
Wings Of Fire
The Heroes


DARZAMAT

Um 23 Uhr war es dann Zeit für DARZAMAT, den Headliner aus Polen, die vor einem nur noch sehr spärlich vorhandenen Publikum auftraten. Nach dem Genuss ihres epischen Black Metals auf CD hatte ich mir viel von dieser Band versprochen. Leider wurden DARZAMAT diesen Erwartungen heute nicht gerecht. Das lag vermutlich daran, dass der Sound nicht das gelbe vom Ei war. So waren sowohl die Stimme der Sängerin nur gelegentlich, als auch viele Melodien kaum zu hören. Dies führte dazu, dass DARZAMAT im Endeffekt einen relativ langweiligen, da monotonen Gig ohne großartige Höhepunkte spielten. Den Leuten vor der Bühne hat es trotzdem gefallen, aber im anschließenden Gespräch mit anderen Besuchern stellte sich heraus, dass nicht nur ich von diesem Auftritt ein wenig enttäuscht war.

Setlist:
In Red Iris
From The Earth To The Stars
Era Aggression
The Darkest One
From Beyond
The Old Form Of Worship
Demise
Dusk
The Storm
Fistful Of Ashes

Gastautor Simon Hink

Redakteur:
Gastautor

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