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AIRBOURNE - Berlin

25.11.2010 | 11:25

16.11.2010, Huxleys

Wenn der Schweiß von der Decke tropft ...

Ob es nun am ausgedehnten Festivalsommer, den Nachwirkungen der Wirtschaftskrise oder daran liegt, dass AIRBOURNE gefühlte dreimal im Jahr durch Deutschland touren: Die Australier müssen wegen des mäßigen Vorverkaufs ihren Auftritt von der Columbia-Halle ins kleinere Huxleys verlegen. Macht aber nichts, dafür ist die Halle fast ausverkauft, und die meisten Gäste sind schon sehr früh da.

Das ist vor allem für THE BLACK SPIDERS gut, die mit ihrem Rock 'n' Roll den Nerv der Zuschauer treffen und für eine Vorband viel Applaus bekommen. Die junge Band unterhält das Publikum mit lustigen Liedern wie 'Kiss Tried To Kill Me'.

ENFORCER (Foto) sind nach ihrem Autounfall wieder fit und entern zum ersten Mal seitdem wieder die Bühne. Sie legen auch gleich mächtig los, flitzen über die Bühne und suchen den Kontakt zu den Fans. Einen richtigen Draht finden sie allerdings nicht; überall sind "AIRBOURNE!"-Rufe zu hören. Vor allem Olof Wikstrands Gesang kommt nicht gut beim Publikum an.

Bei AIRBOURNE sieht das ganz anders aus. Kaum stehen die Australier auf der Bühne, feiert der Saal. Die Truppe ist gut drauf und rockt, was das Zeug hält. Bereits bei 'Chewin' The Fat' zerschlägt Sänger und Gitarrist Joel O'Keeffe die erste Bierdose an seinem Kopf, und die goldgelbe Flüssigkeit spritzt in alle Richtungen. Danach sollen die Fans ihre Hände im IN EXTREMO-Erdbeermundstil nach oben halten. Diese Diamantform vergleicht er mit dem primären weiblichen Geschlechtsorgan - ein netter Vergleich! Mit 'Diamond In The Rough', 'Blonde, Bad And Beautiful' und 'Girls In Black' folgen entsprechend gleich drei Hymnen auf die Frauenwelt.

Wie bei jedem AIRBOURNE-Auftritt lässt sich Joel auch dieses Mal auf den Schultern eines Ordners durch die halbe Halle und dann zum nächsten Bierstand tragen. Die Reise geht aber noch weiter über den kleinen Innenbalkon zum Tresen auf der anderen Seite. Mit einem Bier ausgestattet, kehrt er wieder zur Bühne zurück und prostet den Fans zu: "Prost Deutschland, Berlin!"

Bei 'Bottom Of The Well' lässt sich der erste Stagediver in den Bühnengraben tragen. Die Temperatur im Huxleys steigt, Joel findet es jedoch eher ein bisschen dunkel und fordert die Fans auf, ihre Feuerzeuge rauszuholen. Als die ersten Töne von 'No Way But The Hard Way' erklingen, jubelt das gesamte Publikum. Der Jubel hält an, bis AIRBOURNE die Bühne verlassen.

Kurze Zeit später kommen sie mit einer neuen Bierdose zurück. Jetzt möchte Joel ausprobieren, wie die Fans gestapelt aussehen. So viele wie möglich sollen sich auf die Schultern eines anderen setzen. Ein lustiger Anblick. Joel läuft durch den Fotograben und klatscht die Zuschauer ab. Auch seine Mitmusiker rocken auf der Bühne mächtig. Die Australier sind wahrlich keine Kinder von Traurigkeit.

AIRBOURNE spielen kurz BLACK SABBATHs 'Paranoid' an, bevor sie mit 'Runnin' Wild' und 'Stand Up For Rock'n'Roll' ihr Set beenden. "Rock'n'Roll will never die!", versprechen sie ihren Fans. Mittlerweile ist es heiß im Huxleys. Einige Fans bestellen sich zur Abkühlung noch ein Bier, der Rest bahnt sich den Weg an die frische Luft. Durch die Verlegung in eine andere Location ist das Konzert noch zu einer großen Party geworden. So macht rocken Spaß!

Setlist:
Raise The Flag
Hellfire
Chewin' The Fat
Diamond In The Rough
Blonde, Bad And Beautiful
Girls In Black
Bottom Of The Well
Cheap Wine & Cheaper Women
Born To Kill
No Way But The Hard Way
Too Much, Too Young, Too Fast
Runnin' Wild
Stand Up for Rock'n'Roll

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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