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TANK: Interview mit Mick Tucker

01.01.1970 | 01:00

Kathy:
Mick, wann und wie hast du angefangen, dich für Musik bzw. für Gitarrenspielen zu interessieren?

Mick:
Als ich etwa 13 Jahre alt war hörte ich "Made In Japan" von Deep Purple und dachte mir: Das ist es, ich möchte Ritchie Blackmore sein, also kaufte mir Mrs T. (meine Mutter) zum Geburtstag eine Gitarre und ich legte los. Ich hörte alle möglichen Arten von Hard Rock und Blues und jammte mit, während ich die Platten laufen ließ, um zu lernen. Meine erste Band hatte ich 1980 zusammen, sie hieß Axis, 1981 wurde ich Mitglied bei White Spirit und 1983 schließlich stieß ich zu Tank.

Kathy:
Hast du irgendwelche musikalischen Idole oder Lieblingsgruppen?

Mick:
Meine Lieblingsbands sind U.F.O., AC/DC, Deep Purple, Van Halen, Wishbone Ash, Free, Led Zepplin,..., die Liste ist endlos. Zu meinen Idolen zählen Paul Kossoff, Michael Shenker, Eddie Van Halen, Steve Morse und Ritchie Blackmore, um nur einige wenige zu nennen.

Kathy:
Warum habt ihr den Namen "Tank" (=Panzer) für eure Band gewählt?

Mick:
Algy Ward (er ist der Gründer der Band, Anmerkung d. Red.) hat den Namen Tank ausgewählt, er suchte nach einem militärisch klingenden Namen.

Kathy:
1983 und 1984 wart ihr zusammen auf Tour mit Metallica. Wie war das für euch? Seid ihr Freunde?

Mick:
Die "Ride The Lightning"-Tour von Metallica war der Wahnsinn, es war meine erste große Tour im Ausland und ich habe sehr schöne Erinnerungen daran. Metallica haben uns sehr gut behandelt, ja, wir waren schon immer gut mit Metallica befreundet.

Kathy:
Glaubt ihr, daß ihr an eure alten Erfolge wieder anknüpfen könnt?

Mick:
Ich denke, da wir in unserem eigenen Interesse jetzt nach voller Kontrolle über die Band streben, werden wir unsere alten Erfolge sogar noch überflügeln können. Meiner Meinung nach ist das neue Album "Still At War" das absolut beste Tank-Album, das es jemals gegeben hat. Es wird all' die alten Fans begeistern und hoffentlich auch neue Fans für uns gewinnen.

Kathy:
Warum habt ihr eigentlich eine so lange Auszeit (immerhin 11(!) Jahre) genommen? Was habt ihr während dieser langen Pause gemacht?

Mick:
Wir mußten aufgrund Vertragsverpflichtungen eine Weile mit der Band aufhören. Aber wir wußten, daß wir eines Tages Tank wiederbeleben würden, wenn der Zeitpunkt dafür richtig wäre. Während der Pause habe ich dem Musik-Biz eine Weile den Rücken gekehrt und mich hauptsächlich von den vergangenen hektischen 5 Jahren ausgeruht. Um 1990 herum spielte ich in einer Band namens The Passion, in der John Payne sang und Andy Nye die Keyboards spielte. Dann haben mein alten Freund Algy Ward und ich uns mit der Nicky Moore Band zusammengetan. Wir tourten ausgiebig durch England, hatten um die 250 Auftritte pro Jahr und nahmen, bis Nicky die Band verließ, eine Platte auf. Eine Weile haben wir dann noch mit einem neuen Sänger weitergemacht, bis wir uns schließlich wieder auf Tank konzentrierten.

Kathy:
Unterscheidet sich euer neues Album "Still At War" sehr von euren älteren Werken oder habt ihr euren Stil beibehalten?

Mick:
Das neue Album behält den den klassischen Tank-Sound bei, aber wir haben betreffend dem Schreiben der Songs, dem Spiel und der Produktion einen Gang höher geschaltet. Wir denken auch darüber nach, der CD einen interaktiven Teil beizufügen, also eine Tank-History, Interviews, Filmmaterial usw. Alles in Allem glauben wir, daß dies das ultimative Tank-Album werden wird.

Kathy:
Was sind eure Pläne für das Jahr 2000?

Mick:
Die bevorstehende Veröffentlichung von "Still At War" und dann möglicherweise eine Welt-Tour, die ganz Europa, Japan, die USA und Südamerika beinhalten wird.

Kathy:
Werdet ihr dieses Jahr auch bei Open Airs in Deutschland spielen?

Mick:
Wir würden uns freuen, auf deutschen Open Airs spielen zu können, aber das hängt ganz davon ab, wann "Still At War" veröffentlicht wird.

Kathy:
Was denkst du über Deutschland und die deutschen Metal-Fans?

Mick:
Ich denke Deutschland ist exzellent und die deutschen Fans gehören zu den besten auf der ganzen Welt.

Kathy:
Mick, vielen Dank für das Gespräch.

Redakteur:
Kathy Schütte

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