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NASHVILLE PUSSY: Interview mit Bonnie Buitrago

01.03.2014 | 08:52

"Up The Dosage" heißt der neuste Zapfenstreich aus dem Hause NASHVILLE PUSSY. Und wie "From Hell To Texas" aus dem Jahre 2009 wird auch das aktuelle Album bei den Fans einschlagen wie eine Bombe. Dementsprechend ist auch die Laune bei Bonnie Buitrago, Bassistin der Georgia-Rocker, und dem Rest der Mannschaft.

"Ohja, die Stimmung ist toll. Wir sind ziemlich stolz auf "Up The Dosage" und es ist ein gutes Gefühl, das Album der Masse präsentieren zu können", so Bonnie. Allerdings musste man sich lange auf ein neues Album von NASHVILLE PUSSY gedulden, lagen zwischen dem aktuellen Rundling und dem Vorgänger "From Hell To Texas" doch stolze fünf Jahre. Doch Bonnie erläutert uns die Gründe: "Neben ununterbrochenen Tourneen stürzten sich Blaine und Ruyter in einige Nebenprojekte und gründeten sogar eine Radiostation. Zum einen gab es ein Southern-Rock-Projekt namens BUZZARD, was allerdings noch nicht das Licht der Welt erblickte. Zum anderen startete Blaine sein Gospel-Rock 'n' Roll-Album, KENTUCKY BRIDGEBURNERS, auf beiden Alben ist Ruyter mit vielen Instrumenten wie Piano, Orgel und Mandoline vertreten. Zudem entdeckte Ruyter ihre Thrash Metal-Seite mit den urkomischen DICK DELICIOUS AND THE TASTY TESTICLES. Zudem wurde "From Hell To Texas" remastert und mit Live-CD wiederveröffentlicht und wir tourten danach über eine ziemlich lange Zeit. Wir mögen es sehr, beschätigt zu sein. Blaines eigene Radiostation heißt Slinging Pig Radio, eine Internet-Radiostation, die von seinem Haus aus ausgestrahlt wird und seine unglaubliche Sammlung von Rock 'n' Roll-Platten zeigt."

Doch kommen wir endlich zur aktuellen Scheibe, über die Bonnie voller Stolz berichtet. "Es ist das beste NASHVILLE PUSSY-Album bis dato. Blaines Vocals und alle Gitarren klingen wie gewohnt, aber auf dieser Platte stimmt die Rhythmus-Arbeit. Jeremy und ich zeigen uns von unserer guten Seite auf "Up The Dosage" und ich bin ziemlich glücklich, dass das auch im Mix deutlich wurde. Zudem kommen die Backgroundvocals von Ruyter und mir ziemlich gut zur Geltung. "Up The Dosage" fängt unsere Live-Energie auf der Bühne auch ziemlich gut ein. Es war wahnsinnig zu sehen, wie Ruyter einige ihrer Soli zum ersten Mal gespielt hat – sie hat sich den Arsch abgespielt. Diese Energie hat die neue Scheibe definitiv eingefangen."

Und obwohl kein genaueres Konzept hinter der Platte steckt, bringt Bonnie die Aussage der Scheibe ziemlich gut auf den Punkt. "Blaine hat es irgendwie geschafft, das Album herzlich, spaßig, humorvoll und gleichzeitig düsterer denn je zu gestalten, Eddie Spaghetti hat auch einige Texte beigesteuert. Diese Kollaboration führte zu einigen meiner absoluten Lieblings-Momenten. "Up The Dosage" ist ein typisches NASHVILLE PUSSY-Album, es hat einige progressive und vielfältige Seiten, hat aber immer noch den wahren, in Ärsche tretenden NASHVILLE PUSSY-Sound.“

"Up The Dosage" ist am Ende ein sehr stimmiges, homogenes Stück Rock 'n’ Roll geworden und hat einige starke Lichtblicke inne. "Das Herzstück des Albums ist 'The Beginning Of The End'“, so Bonnie. "Blaines Texte sind großartig und Bass und Drums sind der absolute Killer, die Backup-Vocals sind fabelhaft und Ruyters Gitarrenarbeit rundet diesen Song großartig ab. Aber auch 'Rub It To Death' hat aber auch bärenstarke Momente. Die Produktion von "Up The Dosage" übertrifft die von "From Hell To Texas" allemale, die musikalische Chemie hatte gleich zu Beginn ein hohes Level, es präsentiert uns in bester Verfassung."

Und auch die Zukunft könnte für NASHVILLE PUSSY-Fans rosiger nicht aussehen, wie uns Bonnie dem Ende hin noch verrät. "Zur Zeit sind wir auf großer Europa-Tour und spielen in Frankreich, Spanien, Portugal, der Schweiz und Italien. Danach gehen wir für einen Monat zurück nach Hause und machen dann mit unserer Europa-Tour weiter. Deutschland, wir sehen uns im April." Wer also Lust auf ein gehöriges Stück Rock ’n’ Roll hat, sollte sich "Up The Dosage" nicht entgehen lassen und sich auf April freuen, wenn NASHVILLE PUSSY die heimischen Hallen zum Beben bringen wird.

Redakteur:
Marcel Rapp

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