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JACOBS DREAM: Interview mit David Tayler

01.01.1970 | 01:00

Da habe ich doch glatt auf dem Bang Your Head, David Tayler von Jacobs Dream getroffen. Da ich schon vom aktuellen Album fasziniert war fragte ich David ober er spontan für ein Interview bereit stehen würde und mein Wunsch wurde sofort erfüllt. Leider konnte ich deshalb die Fragen nicht vorbereiten, aber ich denke es ist auch so ziemlich informativ geworden :-)

Georg:
Ihr ward ja nicht von anfang an fürs Bang Your Head gebucht, wie seid ihr an den Gig gekommen?

David:
Michael fragte uns ein ob wir auf diesem Festival zu spielen würden, es sei eine Band ausgefallen und sie würden es gerne sehen wenn wir hier spielen würden. So sagen okay, wir sind bereit und wir kommen.

Georg:
Wie war es für euch als "White" Metal Band auf einem normalen Festival zu spielen?

David:
Nun, wir sind alle Christen, aber wir versuchen nicht unsere Religion den anderen aufzuzwingen. Wir gehen zu den Leuten wo sie sind. Jesus ging auch zu den Leuten und holte sie da ab wo sie waren. Wir wollen die Leute nicht richten. Wir wollen ihnen nur sagen, daß es noch mehr im Leben geben kann. Wir wollen den Leuten nur nahebringen daß wir jemanden gefunden haben, der unser Leben bereichert. Und wenn sie dann auf die Suche gehen wird der heilige Geist sie begleiten. Und ich denke die Leute akzeptieren unsere Art. Die Reaktionen waren großartig, das hätten wir nicht erwartet.

Georg:
Ist da ein Unterschied zwischen christlichen und nichtchristlichen Veranstaltungen?

David:
Wir haben noch nicht auf christlichen Festivals gespielt.

Georg:
Wie findest du Stryper?

David:
Ich liebe Stryper, sie waren eine großartige Band und sie haben sehr viel bewegt. Ich liebe sie wirklich. Ich denke wir sind da zwar musikalisch um einiges härter als Stryper.

Georg:
Ich habe gehört daß ihr dieses Jahr noch eine Tour in Europa spielen werdet?

David:
Ja, wir werden mit Armored Saint und Brainstorm auf Tour gehen, außerdem werden wir auf dem Wacken Open Air spielen.

Georg:
Wie zufrieden seid ihr mit dem Album?

David:
Wir würden gerne noch ein paar Sachen verbessern. Aber ich denke das ist normal, man will ja immer das Beste erreichen. Und man ist niemals wirklich zufrieden. Es ist wie mit der Show heute, ich denke da können wir noch sehr viel besser machen.

Georg:
Ja, mir kam die Show sehr statisch vor. Du warst der einzige der sich bewegt hat.

David:
Ja, ich denke das ich eine Menge joggen muß. Ich bin ja nicht der leichteste. Aber ich bin auch ein Energiebündel und ich muß mich einfach bewegen. Und ich will ja auch die Leute für unseren Glauben begeistern, daß muß man auf sie zugehen.

Georg:
Wie sieht die White Metal Szene in den USA aus?

David:
Die christliche Musikszene in den USA ist sehr groß, aber da gibt es mehr so Stile wie HipHop und weniger Metal. Im Metalbereich ist dann auch mehr Hardcore oder Death vertreten. Du findest nicht viele Bands wie Stryper oder Sacred Warrior. Es sind mehr die kommerziellen Sachen die vorherrschen.

Georg:
Wie findest du das neue Tourniquet Album?

David:
Ich habe nur ein bischen reingehört, und ich hab mich gleich schlecht gefühlt, ich habe mir gedacht, sind die wahnsinnig? Als sie herauskamen war es eine Hammerband. Die ersten Alben waren großartig.

Georg:
Hast du das neue Album von Robert Sweet gehört? Es ist grungig?

David:
Im Ernst? Grunge? Das kann nicht wahr sein. Robert, Oz Fox und Timothy Gaines spielen ja in einer Band namens Skin Dizz zusammen, und Michael Sweet macht ja seine eigenen Sachen, aber von dem Album habe ich nichts gehört.

Georg:
Wie denkst du über One Bad Pig? Ich habe ja leider nur das Cornerstone Live Video gesehen.

David:
Ja, sie waren sehr verrückt. Eine tolle Band. Es gibt sie ja leider schon lange nicht mehr. Und auf dem Cornerstone konnte ich auch nicht sein. Ich habe ja auch noch Frau und Kinder.

Georg:
Hat euch das Cornerstone Festival schon einmal eingeladen?

David:
Nein, wir haben noch kein Angebot bekommen. Wir haben von ihnen noch nichts gehört. Wir haben auch nicht nachgefragt. Wir konzentrieren uns auf Europa und ins besondere Deutschland. Wir lieben Deutschland, es ist so schön hier. Die Leute sind so gut zu uns und sie sind wahre Metalheads. Amerikanische Metalheads kann man nicht mit den deutschen vergleichen. Es ist einfach großartig hier. Ich liebe mein Land und es gibt auch eine Metalszene im Untergrund, aber das was wir hier auf dem Bang Your Head erlebt haben war fantastisch.

Georg:
Vielen Dank für das spontane Interview.

Redakteur:
Georg Weihrauch

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