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Gruppentherapie: ATLANTEAN KODEX - "The White Goddess"

05.10.2013 | 00:30

Gruppentherapie zu einem denkwürdigen Album.

Eine große Euphoriewelle erfasst die Metalszene in diesem Herbst, denn für viele ist "The White Goddess" der Oberpfälzer ATLANTEAN KODEX jetzt schon ein Meilenstein des Heavy Metals. Auch in unserer Redaktion ist diese Begeisterung überall zu spüren und nicht nur im Soundcheckteam präsent. Nach Kollege Holger Andrae zücken hier noch vier (!) weitere Teammitglieder die blanke Zehn. Wir versuchen in dieser Gruppentherapie tiefer in die Materie einzudringen und zu ergründen, was genau dieses Album denn so toll macht. Dabei finden sich sogar ein paar Widerworte. Frevel?  Lest selber!





Da ist sie also, die weiße Göttin. Erhaben, strahlend und aus massivem Stein gehauen blickt sie auf uns herab. Da ich im Vorfeld der Veröffentlichung (bzw. der Bemusterung) nicht die turmhohen Erwartungen hatte, die in einigen Kreisen grassieren, darf ich ganz unvoreingenommen euphorisch sachlich feststellen: "The White Goddess" ist das Heavy-Metal-Album des Jahres. Und noch mehr als das. Da wo andere Bands die Grenzen unseres geliebten Genres immer wieder auszureizen versuchen und stets nach dem Progressiven streben, ist der Mannschaft des ATLANTEAN KODEX etwas anderes zur Herzensangelegenheit geworden. Dieses Album bringt den Heavy Metal zurück zu seinem Kern, zur faustreckenden Stärke alter MANOWAR, zu den epischen Fantasielandschaften der mittleren BATHORY und schließlich zur emotionalen Eruption namens WHILE HEAVEN WEPT. Das Niveau der Kompositionen hat sich seit den ersten Demos stetig verbessert, auf "The White Goddess" ist jede Nummer ein Juwel. Mit allen Stärken, die es im traditionellen Bereich zu loben gibt. Die fünf Songs sind tatsächlich das Beste, was hierzulande seit einigen Jahren aufgenommen wurde. Etwas anderes als die volle Punktzahl wäre ein Frevel. Mehr als vierzig Durchläufe sprechen für mich eine ganz deutliche Sprache: Heavy Metal ist ATLANTEAN KODEX.

Note: 10/10
[Nils Macher]



Es ist das Unerwartete, was uns Menschen fasziniert. Kaum ein anderes Album hat mich in den vergangenen Monaten derart tief emotional berührt wie "The White Goddess". Ich kann die Euphoriestürme, die dieses ATLANTEAN KODEX-Götteralbum mitbringt, bestens nachvollziehen, setzen sich die Mosaiksteinchen und Rohdiamanten fein säuberlich zu einem perfekten Album zusammen. Hier passt jeder Ton, die ungemein epische und anmutige Aura lässt mich mein inneres Schwert zücken und bereitet mich mit heroischer Inbrunst auf die schwersten Kämpfe meines Lebens vor. Meine Herren, diese acht Monumente sind das Beste, was der Epic-Doom-Metal in den vergangenen Jahren zu bieten hatte. Der Protagonist dieses unermüdlichen Heldenepos stapft mutig durch den Schnee, hält Wind und Wetter stand und erweckt jenes Feuer, das ich oftmals bei mir selbst arg vermisse. 'Sol Invictus (With Faith and Fire)' ist ein intensiver Opener, wie er in den Geschichtsbüchern steht, und dreht seit Tagen seine unerbitterlichen Runden. Der elfminütige Melancholie-Koloss 'Heresiarch (Thousandfaced Moon)' ist in puncto Gefühl und Magie kaum zu übertreffen und das finale 'White Goddess Unveiled (Crown Of The Sephiroth)' hat neben seiner pathetischen Aura sogar das Eric Adams’sche Lachen auf seiner Seite. Zudem sind es die instrumentalen Zwischenspielchen, die den Spielfluss so erhaben und ausdrucksvoll wie möglich fortsetzen. Truer als heutzutage MANOWAR, schwerer als CANDLEMASS, epischer und mysteriöser als so manches BATHORY-Album. Ich bin restlos begeistert, mit welcher Liebe zum Detail und zur Musik die Bayern heuer agieren. Der altgermanische Mythos und Geist ist allgegenwärtig. Vielen Dank ATLANTEAN KODEX, dass ihr 2013 sogar "The Golden Bough" in den glanzvollen Schatten stellen könnt.

Note: 10/10
[Marcel Rapp]






"Heavy Metal ist ATLANTEAN KODEX", sagt Kollege Macher. Nun, dann schauen wir ihn uns doch mal genauer an, unseren lieben Freund. Alt ist er geworden. Schwerfällig setzt er sich auf eine Bank am Meer, das Wellenrauschen am Ohr, eine Trompete schallt aus der Ferne. Kalt ist ihm geworden von den Winterlandschaften, die er durchschreiten musste, wie Kollege Andrae schon in seiner Hauptrezi erwähnt hat. Er betet den Sonnengott an, doch der kann ihn nicht wärmen, also lümmelt er sich ein in seine alte Wolldecke und denkt über längst vergangene Zeiten nach. Zeiten, in denen er als Metalheld oder Manowarrior in die Schlachten gezogen und für Ruhm und Ehre und England gekämpft hat. Zeiten, zu denen er die Eiswüsten des Nordlands auf der Suche nach dem heiligen Gral oder Quorthon durchstreift hat. Und ja, ab und an kann man diese Aura des tüchtigen Kriegers bei ihm noch fühlen, doch Schwerfälligkeit und Gebrechen sind in sein Leben gezogen. 'Heresiarch'? Er versteht nur 'Helvetia'. 'Herechiarch'! 'Herechiarch'! 'Herechiarch'! Sehr oft muss man dies wiederholen, bis die Irrlehre zu ihm vordringt, manchmal schaut er dabei ungeduldig auf seine Knochenuhr. Diese ist ein Geschenk seines alten Gefährten SATAN, ein anderer Heavy Metal, der anno 2013 trotz hohem Alter noch erstaunlich vital ist (seine Frau, die ANGEL WITCH hält ihn auch mächtig auf Trab in ihrem azurnen Abendkleid und wenn sie gemeinsam die MANILLA ROAD beschreiten, fangen sie sogar an, zu tanzen). Es wird dunkel. Zwölf Sterne zählt er und die Gedanken, die er fortan mit sich trägt, werden durch den mitgebrachten griechischen Wein immer mehr getrübt. Süßlich und schwer steigt er ihm zu Kopfe und die Musik darin driftet immer mehr ins Kitschige ab. Komm, schenk mir ein...

Note: 5,5/10
[Thomas Becker]


Sollte ich vorweg schicken, dass mich MANOWAR kalt lässt? Ach nein, stimmt nicht, eigentlich sind sie immer für einen Lacher gut. Aber da man wohl nicht ATLANTEAN KODEX sagen darf, ohne auch MANOWAR zu sagen, bin ich der lebende Beweis: Geht wohl. Denn die Deutschen spielen einen herrlich epischen, völlig fremdschämfaktorfreien Metal, der es im übrigen gar nicht nötig hat, mit irgendetwas verglichen zu werden, es sei denn aus musikhistorischer Perspektive. Die ist mir aber grad wurscht, denn "The White Goddess" ist so etwas wie die Essenz der Epik und mag sicher irgendwo herkommen, aber momentan ist am wichtigsten wo sie sich gerade musikalisch befindet. Und an dieser Stelle sind 'Sol Invictus' und 'White Goddess Unveiled' das Maß aller Dinge in diesem Stil. Besser kann man das wohl nicht spielen, das stellt sogar noch "The Golden Bough" in den Schatten. Natürlich ist das auf die Dauer von 55 Minuten auch ein wenig ermüdend, obwohl effektiv nur fünf Songs und ein paar auflockernde, aber meiner Ansicht nach auch überflüssige Zwischenspiele enthalten sind. Aber vier Songs um oder über zehn Minuten nehmen einen doch ganz schön mit, trotz der leichten Abwechslung, die 'Twelve Stars And An Azure Gown' ins Spiel bringt. Vielleicht hätte man nicht jeden der Songs so episch (sic!) auswälzen müssen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass jeder echte Metaller dieses Album sicher hören und haben sollte.

Note: 8,5/10
[Frank Jaeger]






"Was ist schon Heavy Metal?" Liebe Kollegen, eine ganz einfache Frage! Kollege Macher kennt die Antwort darauf: "Heavy Metal ist ATLANTEAN KODEX!" Was macht nun aber Heavy Metal zu Heavy Metal? Es geht hierbei um wesentlich mehr als um das bloße Ausloten von Genregrenzen. Für mich beginnt Metal bei Lemmys "Good evening! We’re MOTÖRHEAD!". Man betritt sein Reich durch 'Seven Gates', vor deren Eingang ein gewisser Cronos SLAYER auf Vinyl hört, und landet schließlich vor einer Bühne, auf der ein noch in der Zeche Hugo II malochender Thomas Such "Tut mir leid, ich bin besoffen!" grölt (Sodom - Livevideo in Braunschweig 1988)! Metal kommt für mich in zerrissenen Jeans, ausgewaschenen Shirts und Lederjacke daher. Er ist für mich roh, laut und dreckig. Ja, darf sogar mal triefend nach Schirenc stinken, ein bisschen schwedisch 'Deformed' sein und ab und zu gar mal ein bisschen DESTRUCTIv sein. Direkt, schnell und kratzig. Eigentlich sollte er genau so sein, wie ATLANTEAN KODEX nicht ist. Für mich sind die Jungs einfach zu verträumt und ein bisschen zu harmlos. Zudem bieten mir die idyllischen Riffs auf Dauer zu wenig Abwechslung. Zumal die Songs sehr lang sind würde ein Ausbruch aus der Slowmotion statischer Akkordfolgen ab und an mal gut tun. Und dabei hätte "The White Godess" wirklich gut angefangen. 'Sol Invictus' sorgt mit einem 'Ride The Sky'-in-half-time-Riff für ein energiegeladenes Opening. Nur schade, dass es der einzige Abstecher in ein Tempo jenseits des Valiumdeliriums bleiben soll. Musik ist bekanntlich Geschmackssache und da ich bei Epik zuerst an mein Bücherregal als an meine Plattenkiste denke, gibt es für "The White Godess" auch nur subjektive sechseinhalb Punkte. Alle, die bei BATHORY zuerst an "Bathory" und "The Return" denken, sollen deshalb auch einen weiten Bogen um ATLANTEAN KODEX machen, denn an dem oft angestimmten Vergleich zwischen Quorthons epischen Allüren in den 90igern und den Oberpfälzern ist mehr dran als mir lieb ist.

Note: 6,5/10
[Michael Sommer]


Ich konnte mir ja lange die Begeisterung, die ATLANTEAN KODEX entgegenschlägt nicht erklären, mit "The White Goddess" hat sich das aber in gewisser Hinsicht geändert. Dieses Album bietet nämlich weit mehr, als man beim ersten Hören und auch beim Lesen des einen oder anderen Reviews vermuten würde. Und dabei ist es deutlich mehr Metal und sogar Rebellion, als irgendeine gerülpste Selbsterkenntnis über den eigenen Alkoholpegel oder ein in zwei Stunden eingerumpeltes Stück lärmgewordener Frust. Was ATLANTEAN KODEX hier abliefert, ist ein politisches und gesellschaftliches Manifest, gekleidet in den Symbolismus der europäischen Mythologie und Mystik. Europäisch ist auch das Thema der Band, die von Wikingertum und Englanderei damit deutlich Abstand nimmt. Herzstück des Albums ist dabei 'Twelve Stars And An Azure Gown', bei dem man geschickt die Rede Winston Churchills zur europäischen Tragödie mit einem Text voller mythologischer Versatzstücke kombiniert und so ein Plädoyer für ein geeintes Europa erschafft, das im höchsten Maße relevant und engagiert ist.
ATLANTEAN KODEX wählt dabei einen allumfassenden Ansatz, musikalische und textliche Komponenten gehen Hand in Hand mit der grafischen Umsetzung. Man bekommt ein Gesamtkunstwerk präsentiert, das bis ins kleinste Detail durchdacht und ausgearbeitet scheint. Und auch wenn der gewählte musikalische Weg zunächst als epischer Doom Metal erscheint, schälen sich immer mehr Ebenen heraus, so wie man im Opener 'Sol Invictus' das Aufbrechen des rationalen Weltbildes besingt, unter dem sich die dunkle, wilde mythologische Weltsicht verbirgt, findet man in Form von Orgeleinsätzen, Riffs und Rhythmusarbeit Verweise an die Düsternis frühen Death- und Black Metals und die dionysischen Ausschweifungen der Rockmusik der 70er. Hier sind Musiker am Werke, deren Horizont weit über die offensichtlichsten Einflüsse (MANOWAR, BATHORY und SOLSTICE) hinausgeht und die so einen vielschichtigen Sound erschaffen können, von dem viele jüngere Bands weit entfernt sind, da sie sich nur auf einen einzelnen Einfluss beschränken.
"The White Goddess" ist ein Kommentar zur Welt des Jahres 2013, verpackt in die Symbolik der Mythologie und fantastischen Literatur, vorgebracht in poetischer Sprache und schwelgerischer Musik, die ebenso wie die textlichen Elemente eine bewusste Rückbesinnung auf die Vergangenheit ist. Damit folgt die Band gewissermaßen den Themen Robert Graves', dessen gleichnamiges Buch den Titel für dieses beeindruckende Album spendete, und erschafft wahre Poesie.
Dieses Album spricht Herz und Geist an und löst auf diese Weise den Konflikt zwischen Mythos und Logos auf, der im ersten Lied besungen wird. Es ist Kunst im wahrsten Sinne des Wortes, philosophisch, politisch und ästhetisch konsequent und ja, auch und vor allem Heavy Metal.

Note: 10/10
[Raphael Päbst]





Ich bin nun wahrlich nicht als großer Fan von ATLANTEAN KODEX bekannt und das, obwohl die Gruppe durchaus in meinem musikalischen Revier wildert, aber das Bohei, welches um "The Golden Bough" stellenweise gemacht wurde, war doch sehr deutlich überzogen. Das war ein gutes Epic-Metal-Album. Nicht weniger, aber vor allem nicht so wahnsinnig viel mehr. Und wenn das schon so einen Wirbel entfacht, frage ich mich, was das bei "The White Goddess" werden soll, denn ich muss zweifelsfrei anerkennen, dass das neue Werk seinem Vorgänger in allen Bereichen überlegen ist. Die Songs sind viel stimmiger komponiert, wecken Erinnerungen an die epischen BATHORY, die frühen MANOWAR oder die ersten beiden DOOMSWORD-Alben und sorgen dafür, dass man die Faust gerne und ohne zu Zögern in den Himmel reckt. 'Sol Invictus' ist dafür ein echtes Paradebeispiel. Die markanteste Verbesserung gibt es meiner Ansicht nach aber beim Gesang auszumachen. Markus Becker singt viel kraftvoller und intensiver als auf dem Vorgänger, wo er für mich den Schwachpunkt der Truppe ausmachte. Ich bin zwar immer noch weit davon entfernt in die allgemeine Euphorie einzustimmen, aber zumindest kann ich sie bei "The White Goddess" nachvollziehen. Epic Metal geht anno 2013 kaum besser.

Note: 8,5/10
[Peter Kubaschk]


Offenbar kann man viele recht unterschiedliche Wahrnehmungen von diesem Album haben, und das Lager der Geisterscheider-Bands bekommt prominenten Zuwachs. Was "The Golden Bough" anging, zählte ich mich auch eher noch zum Lager der Kritiker, oder besser gesagt: zum Lager derjenigen, die in Anbetracht der zahlreichen Lobeshymnen im Vorfeld eher ernüchtert waren von diesem ordentlichen, aber doch etwas holprigen Warrior-Doom-Metal-Album. Mit "The White Goddess" erreichen die Oberpfälzer nun genau jenes kompositorische Niveau, das ihnen von vielen Kollegen bereits zu Debüt-Zeiten zugeschrieben wurde. Eine unter die Haut gehende Hymne reiht sich auf diesem glorreichen Zweitwerk an die nächste. Derart fesselnden, atmosphärisch dichten Epic Metal haben in den letzten zehn Jahren höchstens DOOMSWORD und WHILE HEAVEN WEPT zustande gebracht. Stilistisch liegt "The White Goddess" dann auch ziemlich genau zwischen diesen beiden kreativen Flaggschiffen des Genres, wie Nils und Peter bereits festgestellt haben. Kommen wir also zu meinem einzigen Kritikpunkt: Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Album bestimmt nicht geschadet. Auf Ausreißer in Sachen Grundstimmung kann wohl jeder auf einem solchen Werk gut verzichten, aber das Tempo hätte man doch mal ein bisschen anziehen können oder die Melodieführung etwas mehr variieren. Von daher bringe ich sogar ein gewisses Grundverständnis für die kritischen Stimmen auf: Bei einer Death-Metal-Scheibe zum Beispiel würde mich etwas sinngemäß Vergleichbares deutlich mehr stören. Da ich aber nun mal ein extreme Schwäche für diesen heroisch-pathetischen Schlachten-Metal mit MANOWAR-Kniefall habe, macht mich "The White Goddess" trotzdem zu einem sehr glücklichen alten Mann. Warum das allerdings ein Kommentar zur Welt im Jahre 2013 sein soll, lieber Raphael, erschließt sich mir nicht.

Note: 9/10
[Martin van der Laan]





Es mag damit zusammenhängen, dass wir dieses Jahr einen neuen Bundestag gewählt haben, dass mir gerade ATLANTEAN KODEX wie ein Politikum des traditionellen Heavy Metal vorkommt. Wie man zu der Kapelle steht, scheint nämlich auch ein Gradmesser dafür zu sein, welchem Teil unserer Szene man sich zugehörig rechnen kann. Wer nach den zahlreichen Statements meiner Kollegen die ganze Vielfalt an Positionen, die man hier einnehmen kann, abdecken, immer noch nicht weiß ob er ATLANTEAN KODEX wählen soll, für den bin ich jetzt der Wahl-O-Mat:
Wer wie Michael an BATHORY am meisten die Phase schätzt in der man VENOM nacheiferte, wem wie Thomas als erstes RHAPSODY, KAMELOT und NIGHTWISH aus dem Plattenschrank entgegen fliegen, wenn es episch sein soll, oder wer den Klamauk als die Essenz von MANOWAR begreift, der wird mit ATLANTEAN KODEX nicht glücklich werden. Wenn man aber für die epischen Alben von BATHORY, die alten MANOWAR, CANDLEMASS, DOOMSWORD, SOLSTICE (UK) und MANILLA ROAD schon lange einen Altar im heimischen Musikzimmer errichtet hat, dann wird man ausnahmslos alle fünf Stücke von "The White Goddess" schnell ins Herz schließen.

Abchließend kann ich sagen, dass bereits der Vorgänger "The Golden Bough" zu meinen absoluten Lieblingsalben der jüngeren Vergangenheit zählte und ATLANTEAN KODEX sein Debüt in allen Punkten noch einmal übertreffen konnte. Markus Becker hat sich gesanglich massiv gesteigert, die schleppenden Doompassagen klingen noch schwerer, die epischen Momente noch erhabener und die rar gesähten schnellen Ausbrüche fügen sich mittlerweile nahtlos ins Klangbild ein. Wird sich der ATLANTEAN KODEX in Zukunft noch einmal übertreffen? Ich wüsste nicht wie, denn wir haben es hier in meinen Ohren mit dem besten Epic Metal seit "Twilight Of The Gods" zu tun. Da sind die Höchstnote und der Titel "Album des Jahres" wohl das Mindeste.

Note: 10/10
[Arne Boewig]

 

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Soundcheck 09/2013

Redakteur:
Simon Volz

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