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GOD DETHRONED: Interview mit Beef

01.01.1970 | 01:00

Mit einem starken Album in Rücken melden sich die brutalen Holländer nach fast 2 Jahren Abstinenz eindrucksvoll zurück. Grund genug, Basser und Nebengrunzer Beef durch die Fragenmangel zu drehen:

Rouven: Habt ihr bisher schon Feedback zum neuen Album bekommen? Eher positiv oder schon auch was negatives?

Beef: Yeah, bisher haben wir Feedback vom RockHard und vom Legacy bekommen, bei beiden sehr positiv, einmal 9 von 10 und einmal 14 von 15 Punkten! Bei den Interviews gab's eigentlich auch nur angenehme Reaktionen auf das neue Album, also denk' ich mir, dass das ganze auch gut beim restlichen Metal-Publikum ankommt.

Rouven: Mit deinen Worten, was sind die Hauptunterschiede von "Bloody Blasphemy" hin zu "Ravenous"?

Beef: Zunächst mal finde ich, dass wir keinen einzigen mittelmäßigen bis schlechten Song auf der Platte haben, was sonst schon mal vorkommt. Musikalisch gesehen sind wir einen Tick schneller geworden, haben aber immer noch die Ausgewogenheit zwischen Härte und Melodien.
Produktionstechnisch gesehen ist der Gitarrensound fetter geworden und Henris Vocals sind mehr in den Gesamtsound integriert. Man kann also schon von 'ner Menge Verbesserungen sprechen!

Rouven: Mit dem Release von "Bloody Blasphemy" Anno 1999 habt ihr euch in der Szene als eine der brutalsten Black/Deathmetal-Bands etabliert. Glaubst du, dass ihr, nun fast schon zwei Jahre danach, diesen Status wieder erreichen könnt?

Beef: Ich bin mir sicher, dass wir mit dem neuen Album im Rücken noch mehr erreichen können, alleine schon weil wir diesmal nicht nur mit zwei oder drei Hammersongs ankommen, sondern mit einem ganzen Hammeralbum!

Rouven: War die Tatsache dass euch euer Drummer nach der Japan-Tour 2000 verlassen hat, der Hauptgrund für das relativ späte erscheinen von "Ravenous"?

Beef: Nein, eigentlich nicht. Wir waren nach dem Release von "Bloody Blasphemy" nur auf Tour. USA, Japan, sehr viel in Europa, einige Sommerfestivals, Clubshows in Holland, das volle Programm. Da war schon mehr als ein Jahr vergangen, alleine nur durchs Touren! Naja, dann hatten wir die Songs fertig und mussten nur etwa zwei Monate warten bis wir sie auch mit Tony (Laureano, Drummer bei Nile...Anm. d. Verf.) endlich einspielen konnten.

Rouven: Wird Tony euch dann auch auf Tour begleiten?

Beef: Nein, leider nicht, weil er direkt vor den No Mercy-Festivals mit Nile unterwegs ist. Wir würden die ersten zwei oder drei Shows verpassen mangels Drummer, und das wollen wir nicht, wir wollen auf jeden Fall die komplette Tour! Also suchen wir noch jemanden, aber ich bin mir sicher dass sich bis April jemand finden wird.

Rouven: Was versprecht ihr euch von der Teilnahme an den No Mercy-Festivals 2001?

Beef: Für uns ist das natürlich eine gute Chance, das Album zu promoten, bei den No Mercys ist erfahrungsgemäß immer viel los, also werden uns auch viele Leute sehen. Und wir wollen natürlich beweisen, dass wir immer noch eine der härtesten Bands sind, die es in dem Bereich gibt, auch wenn wir lange nichts von uns haben hören lassen!

Rouven: Laut Promotion-Infos geht ihr dieses Jahr auch noch auf Headliner-Tour. Wisst ihr schon wann und mit wem?

Beef: Sorry, da haben wir noch keine Ahnung. Eventuell sind wir wieder auf USA-Tour im Juni oder Juli, da ist aber noch nichts sicher.

Rouven: In den letzten Jahren hört man immer mehr Berichte über nationalsozialistisch und antisemitisch eingestellte Bands, gerade im Black- und Death-Metal-Bereich. Habt ihr damit Erfahrungen gemacht, sieht es in der Szene wirklich so schlimm aus?

Beef: Ich persönlich habe davon nichts mitbekommen bisher. Und mir gehen solche Idioten wirklich am Arsch vorbei!

Rouven: Das Image der Band liesse sich schon als sehr Antichristlich und provokativ in dieser Hinsicht beschreiben. Ist das eure persönliche Einstellung oder einfach nur reine Provokation? Oder hat jemand aus der Band schlechte Erfahrungen mit der Kirche gemacht und möchte nun abrechnen?

Beef: Wir sind nicht besonders christlich, stimmt, unsere Meinung von der ganzen Sache ist, dass die Bibel lediglich eine Einstellung ist, aber bei Weitem kein Gesetz. Abgesehen davon haben wir alle viel Spass mit der Provokation, da eine Hardliner unter den Christen immer wieder darauf anspringen und man sie immer wieder fertig machen kann, hehe. Persönlich habe ich allerdings weder Probleme mit der Kirche noch irgendwelche schlechten Erfahrungen...aber es gibt viele Dinge, die die Kirche tut und getan hat die ich für falsch halte.

Rouven: Abschließende Frage, was sind eure Zukunftspläne nach der Tour?

Beef: Ein neues und noch brutaleres Album aufzunehmen!

Rouven: Hoffentlich. Man sieht sich im April!

Redakteur:
Rouven Dorn

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