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FREAK KITCHEN: Interview mit Mattias IA Eklundh

01.01.1970 | 01:00

FREAK KITCHEN haben mit "Move" wieder ein phantastisches Album abgeliefert, welches gleichermassen musikalisch anspruchsvoll und virtuos wie auch eingängig ist. Dieser Spagat gelingt nur den Wenigsten und zeugt von wirklicher Qualität. Grund genug ein paar Fragen an Bandkopf und Top-Gitarrist Mattias IA Eklundh zu richten.

Georg:
Hallo Mattias, du bist derzeit sicherlich einer der versiertesten Gitarristen in der Szene und man hört deinem Gitarrenspiel an, dass du technisch und kompositorisch in einer Liga mit Satriani, Vai und Zappa (R.I.P.) spielst. Was sind deine Einflüsse neben den genannten Grössen?

Mattias:
Angefangen hat alles mit Ace Frehley (KISS), später habe ich mich lange mit Eddie Van Halen beschäftigt. Heute höre ich meistens John McLaughlin (ein Jazz-Rock-Fusion Gitarrist), sein Spiel ist unglaublich. Den grössten Einfluss hatte aber, wie du schon gesagt hast Frank Zappa.

Georg:
Was hältst du von der Aussage: "Jazz is the teacher, Rock is the preacher / Jazz ist der Lehrer, Rock ist der Prediger" ?

Mattias:
Ich denke nicht in Genres oder Schubladen, für mich gibt es nur gute oder schlechte Musik.

Georg:
Auf deinem letzten Soloalbum "Freak Guitar" ist eine coole Version von 'Detroit Rock City' (KISS) im Gypsy-Jazz-Stil. Wie kam es dazu?

Mattias:
Ich bin ein grosser Gypsy-Jazz-Fan. Ich höre viel Django Reinhardt und das Rosenberg Trio. Diese Jungs haben eine Furiosität und Leidenschaft, das würden sich viele Heavy Metal Musiker wünschen.

Georg:
Magst du die pathetische Seite des Heavy Metal?

Mattias:
Nein, ich liebe die Kraft der Musik die fetten Gitarren und die Energie. Ich stehe nicht so auf's Drachentöten und Spandexhosen tragen.

Georg:
Euer neues Album, "Move", ist gerade veröffentlicht, wie sind die Reaktionen?

Mattias:
Super, wir hätten nicht gedacht, dass wir so schnell so viel Erfolg mit dem Album haben werden, früher dauerte das immer etwas länger.

Georg:
Der Sound des Albums ist sehr natürlich, fett, jedoch ohne überproduziert zu wirken. Wie habt ihr aufgenommen?

Mattias:
Danke, wir wollten auch ein dynamisches Album machen. Wir hatten viel mehr Spuren aufgenommen, doch beim Mixen fing ich an Sachen weg zu lassen. Es kommt nun unserem Livesound ziemlich nahe. Wir haben digital aufgenommen aber analog gemixt.

Georg:
Wie würdest du die Musik von "Move" beschreiben?

Mattias:
Es ist eine Kombination vieler Musikrichtungen, aber die Basis liegt ganz klar im Metal. Ich liebe die Energie der Hard Rock/ Metal Musik, aber manchmal fehlt es da an interessanten Akkorden und Melodien, diese haben wir aber in unseren Sound integriert. Ich denke auf "Move" ist für jeden etwas dabei.

Georg:
Welches Equipment hast du für die Aufnahmen benutzt?

Mattias:
Meinen VH 100R Laney Amp + GS Boxen, keine Effekte.

Georg:
Wieviel übst du?

Mattias:
Als ich anfing habe ich so fünf bis zehn Stunden am Tag geübt, heute kommt es darauf an, woran ich gerade arbeite.

Georg:
Was ist deine Meinung zur Irak-Krise und zum Konflikt im mittleren Osten?

Mattias:
Saddam musste sicherlich weg, kein Zweifel, aber wer hat ihn denn dahin gebracht wo er war? Die Amerikaner säubern nun ihren Hinterhof. Ich denke, es sind auch die Öl-Interessen von George Bush und seinen Mitstreitern. Die Waffen wonach sie suchen haben sie ja auch nicht gefunden.

Georg:
Welche fünf Alben hörst du regelmässig?

Mattias:
John McLaughlin's "Extrapolation" höre ich immer und immer wieder, ein geniales Album. Ich höre auch viel Miles Davis, da zur Zeit "Live Evil" und "Kind Of Blue". "Broadway The Hard Way" von frank Zappa und "The Power To Believe" von KING CRIMSON.

Georg:
Deine letzten Worte gehen an unsere Leser.

Mattias:
Bleibt 'freaky', bleibt wie ihr seid. Ich hoffe euch auf Tour zu sehen, bis dahin passt auf euch auf.

Danke für das Interview.

Redakteur:
Georg Palm

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