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EVERY TIME I DIE: Interview mit Buckley

04.10.2005 | 18:41

EVERY TIME I DIE haben mit "Gutter Phenomenon" ein wirklich ordentliches neues Album zusammen gebracht. Das scheint Sänger Buckley in gute Laune zu versetzen, zumindest lesen sich einige Antworten des Interviews so.

Patrick:
Hi Buckley, erstmal etwas allgemeiner: Wie habt ihr als Band angefangen und wie hat sich die Musik aus deiner Sicht seitdem verändert?

Buckley:
Wir fingen an, als ich mit ein paar Kumpels eine Wette laufen hatte in einer Sportbar während einer Happy Hour. Es ging darum, dass ICH das Gesicht der Musik nicht verändern könne. Das war vor sieben Jahren, doch sie gaben mir 40 Jahre, bis ich die Wette offiziell verliere.

Patrick:
Würdest du unseren Lesern einen der beeindruckendsten Momente auf einer Tour nennen?

Buckley:
Klar werde ich das. Würde mich freuen! (Vielen Dank, Scherzkeks! - Anm. d. Verf.)

Patrick:
Was waren die musikalischen Inspirationen als ihr anfingt Musik zu hören und in der folgenden Zeit?

Buckley:
Die erste Kassette, die ich kaufte, war von DJ JAZZY JEFF & THE FRESH PRINCE "He's The DJ, I'm The Rapper“. Diese Art von Chemie inspirierte mich und die Verhältnisse, die ich dadurch in der Band entwickelt habe. Unser erstes Demo "They're The Band, I'm The Vocalist" kam nach den ersten wenigen Monaten raus, in denen wir Songs schrieben. Es war einfach locker.

Patrick:
Mit welcher Perspektive habt ihr angefangen "Gutter Phenomenon" aufzunehmen?

Buckley:
Mit der, die Kurt Cobain etablierte: "Es ist besser, schnell zu verbrennen als langsam zu vergehen!"

Patrick:
Habt ihr die Art aufzunehmen verändert und wie ist der Prozess allgemein, wenn ihr aufnehmt?

Buckley:
Ich als Sänger bin nie da, während die Songs geschrieben werden. So haben wir es immer gemacht. Ich bekomme eine CD mit den fertigen Songs und setze mich danach hin und schreibe die Texte. Davor fahre ich auf dem Fahrersitz meines Escalade, trinke Champagner und suche nach Bibern.

Patrick:
Profitiert ihr vom exzessiven Touren zur letzten Platte? Schreibt ihr Songs auf Tour?

Buckley:
Wir schreiben NIEMALS auf Tour, weil es ein total abgetrennter Aspekt des Lebens einer Band ist, das sich nicht beißen sollte mit den Aufnahmen zu einer neuen Platte. Und wenn es darum geht zu profitieren: Ich sagte "Champagner"!

Patrick:
Was mir zuerst auffiel, als ich die 3-Track-Demo hörte, war, dass sich die Vocals stark verbessert haben seit "Hot Damn!" Besonders bei den sauberen Passagen klingt die Stimme stärker und tiefer. Waren die Gesänge ein Teil, an dem ihr mit stärkerer Anstrengung gearbeitet habt?

Buckley:
Klar, das ist ja auch alles, was ich zu tun habe. Also wollte ich, dass es so gut wird, wie ich es kann. Leute, die die Gesänge auf den früheren Platten besser finden, sind taube Kretins. Ich kann mir die alten Aufnahmen nicht einmal mehr anhören ohne mich zu schämen. Ich war mir meiner selbst so unsicher und das hört man.

Patrick:
Zu den Hörern: Wen adressiert ihr? Für mich ist es recht schwer, die "richtige Schubade" zu finden, doch ihr scheint euch dessen bewusst zu sein...

Buckley:
Eigentlich adressieren wir uns selbst. Wir lieben es einfach Musik zu spielen, auf die wir äußerst stolz sind. Wenn du damit einverstanden bis, spring an Bord, kauf die Platte, komm zu den Shows. Es ist eine tolle Fahrt!

Patrick:
Jetzt zur Zukunft: Habt ihr Pläne, gibt es eine spezielle Gegend, die ihr gerne betouren möchtet?

Buckley:
Vielleicht in unserer Heimatstadt Buffalo. Wir haben im letzten Jahr sechs Touren durchgezogen und waren nicht einmal in Buffalo, wo wir herkommen.

Patrick:
Was war die letzte Platte, die du gekauft hast und die dich mit etwas nie Gehörtem beeindruckt hat?

Buckley:
Ja, BONNE "PRINCE" BILLY. Ich war ein großer Fan von ihm, wie auch von OLDHAM und seinen Sachen mit den PALACE BROTHERS. Und er mit den SWEENY SOUNDS, unglaublich!

Redakteur:
Patrick Gödde

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