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ENDEVERAFTER: Interview mit Michael Grant

29.01.2009 | 12:24

Stadien, Arenen, Frauen, aufwändige Videos - alles haben ENDEVERAFTER bereits vor ihrem Debütalbum "Kiss Or Kill" erlebt.

Ein Tipp an die Damenwelt: Behaltet jetzt ganz genau euren Schminkkoffer im Auge, denn nach dem Genuss von "Kiss Or Kill", dem Debütalbum der Kalifornier ENDEVERAFTER, dürfte dieser bei den Herren im Hause sehr beliebt sein. Sänger und Gitarrist Michael Grant hat es mit seinen Mannen irgendwie geschafft, den alten Vibe der Glam-Rock-Phase wieder aufleben zu lassen und ihn mit der wilden Energie der hungrigen Anfangstage zu kreuzen. Damit haben sie das Genre zwar nicht neu erfunden, aber ein beachtlich erfrischendes Album kreiert, das ihnen schon jetzt in jungen Jahren eine phänomenale Bandgeschichte beschert hat. Es liest sich fast wie aus einem Märchenbuch der Gebrüder Grimm: Es waren einmal vier Jungs aus Sacramento, Kalifornien, die auszogen, um den "Sex, Drugs and Rock'n'Roll"-Lifestyle in vollen Zügen zu genießen...

Michael:
Es hat alles mit Gitarrist Kristan Mallory und mir begonnen. Wir haben jeweils in verschiedenen Bands gespielt, bevor wir unsere Kräfte gebündelt und ENDEVERAFTER gegründet haben. Nach zahllosen Auditions haben wir mit Tommi Andrews den richtigen Bassisten und dann noch einen Schlagzeuger gefunden, den wir aber mitten in den Aufnahmen zu "Kiss Or Kill" wegen kreativer Differenzen feuern mussten. Zu dem Zeitpunkt bekamen wir auch das Angebot für unsere erste Stadiontour mit POISON und CINDERELLA. Dreieinhalb Monate quer durch die USA mit nur einem Problem: kein Schlagzeuger. Wir haben fünf Tage vor der ersten Show die ersten Auditions abgehalten. Der erste Schlagzeuger kam direkt aus England eingeflogen (ursprünglich ist er aber aus Chicago) und die Chemie stimmte sofort. Wir haben mit Eric Humbert also unseren Schlagzeuger gleich im ersten Anlauf gefunden. Sobald das Line-up komplett war, tourten wir anschließend unaufhaltsam durch die Staaten und mit KISS durch Japan. Und hier sind wir nun.

Chris:
Respekt, das erreichen manche Bands noch nicht einmal in ihrer gesamten Bandgeschichte. Und jetzt fehlt eigentlich nur noch Europa.

Michael:
Ja, wir sind wirklich glücklich, dass unser Album nun endlich auch in Europa veröffentlicht wurde. Ich hoffe, dass immer mehr Leute "Kiss Or Kill" zu hören bekommen. Es hat echt lange gedauert, denn die ganzen Verhandlungen haben sich ziemlich hingezogen. Jetzt sind wir aber sehr stolz, dass unser Album bei "Powerage Records" erscheinen wird.

Chris:
Das Album wurde ja schon vor einem Jahr in den Staaten veröffentlicht. Da könnte ich mir vorstellen, dass ihr bereits eine zweite Scheibe in der Pipeline habt.

Michael:
Ja, wir arbeiten gerade am zweiten Album. Ich habe über die letzten Wochen einige Songs geschrieben und die Proben dazu beginnen bald. Es ist eine absolut aufregende Zeit für uns im Moment. Wir haben noch nicht die Zeit gehabt, darüber wirklich richtig nachdenken zu können. Trotzdem können wir unter Druck sehr gut arbeiten. Wir sind sehr begeistert von unseren neuen Songs und können es gar nicht erwarten, sie auszuarbeiten. Die Aufnahmen zu unserem zweiten Album werden wahrscheinlich in ein paar Monaten beginnen.

Chris:
Okay, kommen wir aber mal zum aktuellen Album "Kiss Or Kill". Kompliment, ihr habt es geschafft, ein amtliches Ausrufezeichen in dieser ganzen Glam-Sleaze-Szene zu setzen. Mir gefallt ihr besonders dann, wenn ihr etwas härter zur Werke geht. Dann erinnert ihr an frühe MÖTLEY CRÜE. Kannst du mit diesem Vergleich leben?

Michael:
Absolut. Ich stimme dir zu, dass wir Einflüsse von MÖTLEY CRÜE, GUNS'N'ROSES, AEROSMITH und ähnlichen Bands haben. Ich bin aber nicht allzu sehr auf nur eine bestimmte Seite unserer Musik fokussiert, weil wir eine Band sind, die gerne über den Tellerrand schaut und es liebt, Genregrenzen zu sprengen. Wir sind letztendlich immer nur an guten Songs interessiert. Wir wollen niemals nur eine bestimmte Art von Musik machen, geschweige denn, vorhersehbar sein.

Chris:
Trotzdem seid ihr natürlich eine reinrassige Partyrockband, die eben die harte und die sleazy Seite vereinen möchte. War das euer Anspruch?

Michael:
Ich denke, dass war alles Zufall mit einer Prise unbewusster Absicht. Wir sind definitiv mehr als nur eine Partyrockband. Das zweite Album wird exemplarisch zeigen, dass wir gewachsen sind und uns weiterentwickelt haben. Immerhin wurden die meisten Songs von "Kiss Or Kill" bereits 2004/2005 geschrieben. Wir haben uns alle seitdem enorm weiterentwickelt, als Menschen und als Musiker. Außerdem sind wir nicht daran interessiert, das gleiche Album noch einmal zu machen.

Chris:
Was euch ebenfalls ein wenig vom typischen L.A.-Sound abhebt, sind die teilweise echt mächtigen Riffs und die fantastischen Soli. Hut ab. Ist ja doch eher etwas untypisch für diese Art von Musik...

Michael:
Vielen Dank. Das freut mich wirklich. Wir haben nicht versucht, den typischen L.A.-Sound neu zu erfinden. Wir machen uns eine musikalische Nische und kreieren unseren eigenen Sound. Offensichtlich scheinen unsere Einflüsse dennoch deutlich hörbar zu sein. Ich denke aber trotzdem, dass "Kiss Or Kill" ein eigenes Monster ist. Das gehört alles mit dazu, um einen eigenen Sound zu kreieren.

Chris:
Noch einmal zu den Soli: Worauf achtest du dabei am meisten und was braucht es, damit du damit zufrieden bist?

Michael:
Gute Frage. Ich denke, das Wichtigste ist, dass die Soli eine gewisse Seele haben. Ich mag es, wenn die Noten, die ich spiele, einen berühren und Leute glücklich machen. Wenn sie eine tiefe Reaktion in den Leuten hervorrufen. Sobald ich Soli spiele, versuche ich immer, nicht zu viel darüber nachzudenken. Ich liebe es, meine Augen zu schließen und es einfach fließen zu lassen.

Chris:
Wer sind die Gitarrenhelden, zu denen du aufschaust und die dich beeinflusst haben?

Michael:
Viele. An erster Stelle würde ich den großartigen Jimmy Page nennen. Aber auch Jimi Hendrix, The Beatles, John Petrucci, Stevie Ray Vaughn, Billy Corgan, Jesper Stromblad, Bjorn Gelotte und viele mehr. Die Liste ist endlos.

Chris:
Ein sehr untypischer Song für euch ist die abschließende Ballade 'Long Way Home', die ein gewisses Countryfeeling versprüht. Wie kam es dazu und wer ist die holde Dame, die sich mit dir den Gesang teilt?

Michael:
Ich glaube auch, dass er nicht ganz typisch für uns ist und definitiv einen Folk-Country-Spirit hat. Am Ende ist es aber einfach nur ein großartiger Song. Das geht damit einher, dass wir uns nicht nur auf ein Genre oder Stil beschränken wollen. Dieser Song zeigt deutlich unsere Tiefe und Musikalität. Der weibliche Gesang stammt von meiner ex-Freundin und Schwester von Tommi Andrews. Ihr Name ist Grace Sims. Dies war der emotional anstrengendste Song, aber am Ende hat es sich wirklich gelohnt und war der krönende Abschluss für ENDEVERAFTER.

Chris:
Du bist ja der Hauptsongwriter in der Band. Wie gehst du an einen neuen Song heran?

Michael:
Normalerweise startet ein Song mit einem Gitarrenriff oder einer Idee. Der Rest ergibt sich völlig natürlich bei den Proben. Einige Songs schreibe ich sogar ohne irgendwelche Instrumente oder Equipment. Manchmal entsteht ein kompletter Song, wenn ich Auto fahre oder einen Spaziergang mache. Diese Songs sind meistens die Besten und manchmal denke ich, dass diese das Geschenk einer höheren Macht an mich sind.

Chris:
Ihr habt zu 'Baby Baby Baby' ein richtig durchgeknalltes Video gedreht, dass bereits unglaublich viele Leute auf "YouTube" gesehen haben, was aber jetzt nur noch in einer zensierten Version dort zu finden ist. Wie stehst du dazu?

Michael:
Es ist ein klassischer sleazy Song, so dass wir ein typisches sleazy Video haben wollten, was uns letztendlich ja auch gelungen ist. Es gibt eine X-Rated-Version irgendwo im Netz. Wer es sehen möchte, dürfte keine Probleme haben, es zu finden. Die Dreharbeiten zum Video waren wirklich einfach nur verrückt und komplett ausschweifend. Mittlerweile haben Millionen über Millionen Zuschauer "
'Baby Baby Baby' auf YouTube gesehen.

Chris:
Sind denn Plattenfirmen grundsätzlich im Zeitalter von "YouTube" oder "MySpace" überhaupt noch notwendig?

Michael:
Ich glaube immer noch, dass Plattenfirmen ziemlich wichtig sind. Du kannst nicht alles allein machen. Jeder braucht Hilfe an bestimmten Punkten. Trotzdem kann man natürlich einiges auch allein tun, keine Frage. Plattformen wie "MySpace", "YouTube" oder "Facebook" sind da unglaublich hilfreich und essenziell. Plattenfirmen haben aber normalerweise das Geld, das du nicht hast und die Kontakte, die du brauchst. Trotzdem ist es natürlich absolut wichtig, deine eigene Band auf jegliche Art und Weise zu promoten. Es baut einen direkten und augenblicklichen Draht zwischen uns und unseren Fans auf. Einfach mit dem kompletten Rest der Welt.

Chris:
Jetzt habt ihr aber bei einer relativ kleinen englischen Firma, "Powerage Records", unterschrieben. Glaubt ihr wirklich, dass sie die notwendigen Mittel zur Verfügung haben, um euch ausreichend in Europa zu promoten? Hattet ihr keine anderen Angebote?

Michael:
Wir wählen immer Leute, Firmen oder Labels, die von uns überzeugt sind. Nur mit solchen Leuten wollen wir zusammen arbeiten. Nur wer wahren Enthusiasmus für die Band und unsere Musik entwickelt, kommt in Frage. "Powerage Records" waren das. Sie sind überzeugt von ENDEVERAFTER und somit sind wir es im Umkehrschluss auch von ihnen. Wir hatten natürlich andere Angebote, aber niemand zeigte wirklich diesen Enthusiasmus, nach dem wir gesucht haben.

Chris:
Trotzdem wird es im heutigen Downloadzeitalter nicht unbedingt leichter. Habt ihr ein spezielles Rezept, wie ihr die Problematik durchbrechen wollt?

Michael:
Wir haben über diese Problematik schon oft und bereits sehr lange nachgedacht. Das einzige, was meiner Meinung nach hilft, es zu stoppen ist, eine solide Fanbasis aufzubauen und den Leuten zu zeigen und zu erklären, welche unangenehmen Folgen das für die Musiker hat. Wenn du illegal herunterlädst, dann zeige wenigstens deinen Respekt gegenüber den Musikern, indem du zu den Konzerten kommst und Merchandising kaufst. Es ist schon sehr traurig mit anzusehen, wie hart die Künstler arbeiten und sich den Arsch aufreißen, nur damit ihre Kunst ohne Gegenwert gestohlen wird. Letztendlich kann das eine Band oder einen Künstler zu Grunde richten.

Chris:
Ich möchte noch einmal auf die Szene rund um Los Angeles zurück kommen. Viele Europäer träumen davon und wären gerne ein Teil der damaligen Ära gewesen. Wie sieht es mit dir aus, der tagtäglich in dieser Welt als Künstler leben und arbeiten muss?

Michael:
Ich träume meistens von der Zeit des Rock'n'Rolls, als alles noch echt war und alle Bands, die hart und gut gearbeitet haben, sich aus der Masse hervorheben konnten. Heutzutage, wenn du nicht die richtigen Leute mit dem passenden Bankkonto in deinem Rücken hast, würden dich die Leute nicht wahrnehmen, ungeachtet deines musikalischen Talents oder Potenzials. Ich denke, das ist in der heutigen Zeit sehr traurig.

Chris:
Wie war das eigentlich damals, als ihr mit diesem ganzen Image angefangen habt. Eure Familien und Freunde müssen doch zunächst ziemlich geschockt gewesen sein, oder?

Michael:
Nun, sie haben eine gewisse Zeit gebraucht, um damit klar zu kommen, aber jetzt finden sie es in Ordnung. Mittlerweile ermuntern und unterstützen uns alle. Es gab definitiv diesen Schockfaktor am Anfang, aber gib den Menschen ein paar Jahre und sie werden damit umgehen können.

Chris:
Ihr seid noch alle sehr jung. Hand aufs Herz, wie viel von diesem Image ist aufgesetzt?

Michael:
Ich gebe zu, dass unsere Klamottenwahl und wie wir uns selbst präsentieren eine Art Glam ist, aber ich würde uns nicht als Glam-Rock-Band bezeichnen. Weder ist irgendetwas in unserer Band aufgesetzt, noch hat uns eine Plattenfirma gezwungen, uns so anzuziehen, zu spielen oder uns so zu geben. Alles, was wir mit ENDEVERAFTER machen, haben wir selbst so festgelegt und niemand anders. Alles ist real, aber mal im Ernst ... was ist wirklich real? Was ist Realität? Es ist, was du daraus machst und wir haben uns unsere ganz eigene Realität geschaffen.

Chris:
Gut, passt ja. Wie sieht denn die allgemeine Szene in Los Angeles heute aus? Mittlerweile dürften viele früher große Bands in kleinen Clubs spielen, oder?

Michael:
Stimmt. Einige große Bands spielen in sehr kleinen Klubs. Als Musiker, der bereits in Stadien, Amphitheatern, Theatern, Klubs und kleinen Klubs gespielt hat, muss ich sagen, du bist in kleinen Hallen irgendwie mehr mit den Leuten im Publikum verbunden, weil sie direkt vor dir stehen. Dein Schweiß tropft auf sie nieder, es ist unglaublich intim und die Verbindung ist wahrhaftig. Wenn du in einem Stadion spielst, ist die erste Person meistens 30 Meter entfernt und es gibt viel luftleeren Raum, den du erst einmal füllen musst. Ich bevorzuge es etwas enger und persönlicher. Verstehe mich nicht falsch, es ist fantastisch in Stadien zu spielen, aber ich bevorzuge eben die Nähe zu den Fans. Das ist auch der Grund, warum solche Klubs wie das "Whiskey" oder "Roxy" so angesagt sind.

Chris:
Wo würdest du deine eigene und die Zukunft der Band in, sagen wir mal, zwei Jahren sehen?

Michael:
Ich bin mir nicht sicher, wo ENDEVERAFTER in zwei Jahren sein werden. Lass uns einfach sagen, dass wir hart arbeiten, um unsere Träume zu verwirklichen und jeder Tag bringt uns näher an diesen Traum heran. Am Ende liegt unser Schicksal in unseren eigenen Händen und denen unserer fantastischen Fans.

Chris:
Lassen wir uns also mal überraschen, könnte mir aber vorstellen, dass euer Höhenflug tatsächlich noch eine Weile andauert. Unter anderem weil ihr es sogar geschafft habt, einen Song im angesagten Computerspiel "Rockband" zu platzieren. Da seid ihr bestimmt im Dreieck gesprungen vor Freude, nehme ich an.

Michael:
Das ist auf jeden Fall eine große Ehre für uns. Ich wollte schon immer ein Teil dieser Videospiele wie "Guitar Hero" und "Rockband" sein. Mit 'I Wanna Be Your Man' in diesem Spiel ist nun ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich denke, solche Spiele sind fantastisch, um Kids an diese Art von Musik heranzuführen, die sie vielleicht andernfalls niemals erforscht hätten. Zusätzlich ist es natürlich unglaublich, deine eigene Band in einem solchen Spiel zu hören. Zaubert jedes Mal ein Lächeln auf mein Gesicht.

Chris:
Dürfen wir uns denn auch auf einen kleinen Abstecher von euch in die Alte Welt freuen?

Michael:
Wir planen gerade, 2009 nach Europa zu kommen - natürlich auch nach Deutschland. Wenn die Nachfrage der Fans so groß sein sollte, werden wir kommen. Es wäre für uns ein Privileg und eine große Ehre, nach Europa zu kommen, weil wir noch nie dort waren. Wir lechzen danach und können es kaum erwarten, bis unsere Füße europäischen Boden betreten werden.

Chris:
Dürfen wir denn auch eine bombastische Show mit Pyrotechnik, nackten Frauen und rollenden Drumrisern erwarten?

Michael:
Du kannst eine der besten Rock'n'Roll-Shows ohne all den Rauch und die Bomben erwarten, die du bisher gesehen hast. Du kannst Intensität und rohe Energie erwarten. Erwarte, dass du bewegt sein wirst.

Chris:
Als großer KISS-Fan muss ich dich natürlich zum Abschluss noch zu euren Erlebnissen mit Stanley & Co. befragen. Wie kamt ihr denn da dran? Ich meine, ihr habt bereits mit POISON, CINDERELLA, FUEL, ALTER BRIDGE und KISS gespielt. Es gibt Bands, die träumen ihr Leben lang davon, sich mit nur einer dieser Bands mal die Bühne teilen zu dürfen.

Michael:
Es war eine große Ehre für uns, mit all diesen unglaublichen Bands gespielt zu haben. Wir hatten das Privileg, mit einigen der größten Bands zu touren und haben auf diesem Weg viele neue Freunde kennen gelernt. Es ist alles einfach so passiert: Plötzlich tourst du mit einer so gigantischen Band wie KISS. Soll ich dir die Geschichte zu KISS erzählen?

Chris:
Ich bitte darum.

Michael:
Wir waren gerade dabei, "Kiss Or Kill" aufzunehmen und bekamen das Angebot, nach Japan zu fliegen, um mit ihnen ein paar Shows zu spielen. Unnötig zu erwähnen, dass ich total durchgedreht bin, als mich mein Manager anrief, um mir diese Neuigkeit zu erzählen. Ich konnte es natürlich nicht glauben und selbst, als der Abflugtag kam, war ich noch immer skeptisch. Es war alles so glamourös. Sie ließen uns ausfliegen und wir stiegen in einem absoluten High-Society-Hotel namens Akasaka Prince ab. Wir wurden abgeholt und zum "Motor Speedway" gebracht, wo das Konzert stattfinden sollte. Erst nach Ankunft an der Halle realisierten wir, dass das Ganze wirklich passierte. Kurz darauf haben wir die Jungs von KISS getroffen und Fotos mit ihnen gemacht. Sie waren alle ziemlich cool und behandelten uns sehr freundlich. Vor allem meinten sie, sie würden ENDEVERAFTER wirklich mögen. Ich habe blöderweise vergessen, Fotos mit ihnen im vollen Make-up zu machen, nur ohne. Verdammt. Letztendlich hat sich alles wie ein Traum angefühlt. Ein ziemlich langer und anstrengender Traum, denn der Hin- und Rückflug war ein einziger Albtraum. Ich hatte übrigens auch einen verrückten Zusammenstoß mit Sebastian Bach von SKID ROW in der Toilette, direkt nach seiner Show, aber das ist eine andere Geschichte ...

Chris:
Schade, aber ich werde dich beim nächsten Interview definitiv darauf ansprechen. Ich danke dir auf jeden Fall für den netten Plausch und biete dir nun noch die Gelegenheit, ein paar abschließende Worte an eure deutschen Fans zu richten...

Michael:
To all the German fans, thank you so much for all your support. All of us in ENDEVERAFTER cannot wait for the opportunity to play for you in the near future. I hope we make it out Germany sooner than later. Without you guys, the fans, we're nothing. We will see you all soon. All of my love.

Redakteur:
Chris Staubach

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