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Diskografie-Check: BLACK SABBATH - Teil 2 | Platz 10 - 1

25.07.2021 | 16:24

Klassikerschau, Teil II

Unsere Top10 im Diskografie-Check kann man durchaus als Klassikerschau titulieren, denn schwache Alben kommen jetzt wirklich nicht mehr. Tatsächlich klafft zwischen "Sabotage" auf dem elften Rang und Platz zehn auch eine sehr deutliche Lücke, die einen Qualitätssprung andeutet. Das mag nicht jeder so sehen, aber wir waren uns da offensichtlich recht einig.

10. The Devil You Know
Obwohl unter dem Banner HEAVEN & HELL veröffentlicht, waren wir uns intern nach kurzer Diskussion doch einig, dass auch "The Devil You Know" in diesen Diskografie-Check gehört. Cover, Logo, Icon, Bandname, Besetzung, das alles war ja doch sehr, sehr deutlich an die sehr erfolgreiche erste Phase mit Ronnie James Dio angelehnt und Tony Iommi wurde auch nicht müde zu betonen, dass hier nur nicht BLACK SABBATH draufsteht, weil man es sich nicht komplett mit den Osbournes verscherzen wollte. Und ja, die Reunion von Iommi, Butler, Appice und Dio funktioniert natürlich wie geschmiert und knüpft nahtlos an das 1992er-Album "Dehumanizer" an, das ja bekanntlich in der selben Besetzung eingespielt wurde. Vom Opener 'Atom And Evil' an, ist glasklar, wer hier musiziert. Ein Song wie 'Bible Black' ist ein moderner Klassiker und 'The Turn Of The Screw' oder das flotte 'Eating The Cannibals' stehen dem in wenig nach. In unserer Redaktion herrscht hier auch relative Einigkeit. Timo platziert "The Devil You Know" auf #6, alle anderen zwischen Rang acht und zwölf. Lest auch die ausführliche Rezension von Rüdiger.

9. Sabbath Bloody Sabbath
Das fünfte Werk von BLACK SABBATH erschien 1973 und hört auf den Namen "Sabbath Bloody Sabbath". Wie hoch die Qualität der Alben wird, erkennt man wirklich gut daran, dass es dieser Klassiker nur auf Rang 9 geschafft hat. Songs wie 'A National Acrobat', 'Sabbath Bloody Sabbath', 'Sabbra Cadabra' oder 'Killing Yourself To Live' sind allesamt Klassiker, die auch häufig gecovered wurden. Unter anderem von ANTHRAX (der Titelsong) und METALLICA ('Sabbra Cadabra'). Das sagt auch schon viel über den Einfluss dieses Werks aus. Aber BLACK SABBATH hatte einfach ein paar noch einflussreichere Werke, weshalb auch bei uns im Team die Platzierungsspanne die Plätze sieben bis elf umfasst, mit einem sechsten Rang von Walter und einem 14. Rang von Stefan R. als Ausreißer.

8. Dehumanizer
1992 erschien die erste Wiederauflage des superben "Mob Rules"-Line-ups. "Dehumanizer" konnte dabei auf ganzer Linie überzeugen. Sei es das flotte 'TV Crimes', der "Wayne's World"-Song 'Time Machine' oder das völlig großartige 'I', bei dem Dio schlicht überirdisch singt, sind dafür die allerbesten Beispiele. Auch die Produktion von Mack (u. a. QUEEN und THE ROLLING STONES) passt super und so ist nicht verwunderlich, dass das Album bei uns hoch im Kurs steht. Zwar landet es bei Frank, Stefan K. (je #15) und Walter (#12) nicht in den Top10, aber dafür beim Rest des Teams, wo es immer zwischen Platz fünf (Tobias) und neun landet. Schade, dass dieses Line-up danach erneut für fast 17 Jahre kein weiteres Album eingespielt hat. Lest auch die Rezension vom Kollegen Sebastian Berning.

7. Tyr
1990 erschien mit "Tyr" das dritte Album mit Tony Martin am Mikro, welches durchaus gemischt aufgenommen wurde. Mit dem ursprünglichen Sound von BLACK SABBATH der Dio-Ära hatte "Tyr" nur noch wenig zu tun. Heute wirkt es eher so, als sei dies die Inspiration für Leif Edling und CANDLEMASS' "Chapter VI" gewesen. Ein Song wie 'Law Maker' ist mit seinem Drive und seiner Energie fast schon tradtioneller Power Metal, episch-kraftvoll geht es hingegen bei 'Valhalla' zu, gefühlvoll bei der Single 'Feels Good To Me', die etwas deplatziert wirkt, was sogar Tony Iommi später bestätigte. Für mich war "Tyr" das erste BLACK SABBATH-Werk, das ich bei Veröffentlichung kennengelernt habe und anno 1990 war ich nur sehr wenig beeindruckt. Doch über die Jahre hat "Tyr" bei mir stetig an Beliebtheit gewonnen und mit Blick auf das Gesamtergebnis ging das wohl nicht nur dem Autoren so, was die insgesamt sieben Platzierungen in den Top8 bezeugen, bei Mahoni, Tommy und yours truly reicht es sogar zu #5. Nicht ganz so begeistert zeigt sich Tobias, der "Tyr" auf #15 am kritischsten sieht.

6. Headless Cross

"Headless Cross" erschien 1989 und war das erste Album mit Drum-Legende Cozy Powell am Schlagzeug. Geoff Nicholls war weiterhin als Tastenmann dabei, Tony Martin durfte auf Initiative von Cozy Powell bleiben, der Tony Iommi überzeugte nicht Dio zurückzuholen oder bei David Coverdale (WHITESNAKE) anzufragen. Auch bei der Produktion mischte Cozy mit und schrieb zudem zusammen mit Iommi alle Songs. Und das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen. Der hervorragende Titeltrack, das epische 'When Death Calls' mit Brian May-Gastsolo und die verbesserte Version des "The Eternal Idol"-Songs 'Black Moon' sind nur drei der Höhepunkte auf einem erstklassigen Album. Unser Stefan Kayser geht sogar so weit ihm die Goldmedaille umzuhängen. Damit steht er zwar alleine da, aber außer Tobias (#16) sieht jeder Kollege das Werk sonst in den Top10 und es muss sich nur ganz knapp dem folgenden Klassiker geschlagen geben.

5. Master Of Reality
Allerallerspätestens jetzt wird ausschließlich Musik-Geschichte geschrieben. Das 1971 erschienene Drittwerk "Master Of Reality" hat - wie die beiden Vorgänger - eine nicht endende Schar an Bands und Künstler geprägt. Songs wie 'Sweet Leaf', 'Children Of The Grave' oder 'Into The Void' wurden zigfach gecovert und sind sicher die Initialzündung für ganze Genres wie Stoner Rock und Sludge. Lest auch die tolle Rezension von Frank zum Release der Deluxe Edition vor einigen Jahren. Er ist auch der einzige im Teilnehmerfeld, der das Album aufs Podest setzt, auch wenn es sich mit Bronze zufrieden geben muss. Acht Mal landet es zwischen #4 und #6, nur Mahoni (#15) und Tommy (#16) sind hier weit entfernt von den Kollegen. Das wird intern noch einmal besprochen werden müssen. Aber wahrscheinlich ist Ozzy schuld.

4. Black Sabbath

Regen, Glockenschläge, Donner, ein Riff. Diese ersten Sekunden von 'Black Sabbath' sind so etwas wie die Geburtsstunde des Heavy Metal und schon deshalb ist dieses 1970 erschienene und live im Studio an einem einzigen Tag eingespielte Album ein ewiger Klassiker. Und man muss sich diesen letzten Teilsatz einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Tag! Live! Das ist heute völlig undenkbar, vor allem ersteres. Aber deshalb klingt das Werk auch, als würde die Band vor dir im Wohnzimmer stehen und nur für dich spielen. Und bei 'N.I.B.' gibt es dann auch noch das Tony Iommi-Gedächtnisriff, das wie kaum etwas anderes für den Sound von BLACK SABBATH steht. Für Stefan R. stellt das hier dann auch bereits den Gipfel dar, von Timo gibt es immerhin Silber. Auch sonst landet dieses Meisterwerk immer in den Top10, wobei der zehnte Rang von Frank und Stefan K. sicher etwas diskussionswürdig ist. Das gilt weniger für die wunderbare Rezension des Kollegen Holger zu diesem Werk.

3. Paranoid
Nun, auf die Frage Ozzy oder Dio scheint unser Team in der Spitze mit Dio zu antworten, denn mit dem 1970er-Zweitwerk "Paranoid" erklimmt das bestplatzierte Ozzy-Werk "nur" den Bronzeplatz. Eigentlich unglaublich angesichts von Songs wie 'War Pigs', 'Paranoid', 'Electric Funeral', 'Iron Man', 'Planet Caravan' oder 'Hand Of Doom'. Jeden dieser Songs habe ich zuerst, zum Teil gar mehrfach, als Coverversion von Bands wie SACRED REICH, FAITH NO MORE, OVERKILL, TYPE O NEGATIVE, REVEREND oder PANTERA kennengelernt, was bereits alles über den unglaublichen Einfluss dieses Werks aussagt. Das sieht auch fast die gesamte Redaktion so. Für Rüdiger und Chris ist es das beste Album der Birmingham-Truppe, sonst landet es auf den Rängen zwei bis vier. Nur Tommy und Mahoni tanzen mit ihrem jeweils 13. Platz wieder aus der Reihe. Auch hier noch der Verweis auf die Rezension des Kollegen Holger.

2. Mob Rules
Im November 1981 erschien mit "Mob Rules" das erste Album mit der Besetzung Iommi, Butler, Appice, Dio. Vinnie Appice hatte Bill Ward bereits während der "Heaven And Hell"-Tour ersetzt und war als großer Fan Wards die logische Wahl für die Band. Tatsächlich gab es damals eher gemischte Reviews, während das Werk heute immer klar als Klassiker durchgeht. Die Produktion von Martin Birch ist schön heavy, dazu gibt es Songs wie das fantastische Epos 'Sign Of The Southern Cross', die tolle Ballade 'Over And Over' oder das mit einem grandiosen Riff versehene 'Falling Off The Edge Of The World'. Für mich einer der besten BLACK SABBATH-Songs überhaupt, der aber gerne übersehen wird. In unserem Team hat das Album offensichtlich ein sehr hohes Standing. Für den Autoren und Timo ist es gar das beste Werk aus dem Hause BLACK SABBATH. Auch sonst landet es mit einer Ausnahme immer in den Top4. Nur Stefan R. platziert "Mob Rules" nur auf Rang 8.

1. Heaven And Hell
Die Spannung dürfte groß gewesen sein, als im April 1980 das erste BLACK SABBATH-Album ohne Ozzy Osbourne erschien. RAINBOW-Sänger Ronnie James Dio übernahm den Posten und setzte dem Album gleich seinen Stempel auf. Er schrieb die Lyrics, war an allen Songs beteiligt und schlug Martin Birch als Produzenten vor. Die entsprechende Kurskorrektur tat der Band nach den kreativen und kommerziellen Flops "Technical Ecstasy" und "Never Say Die!" spürbar gut. Herausgekommen ist ein Werk, das heute bei kaum einer Aufzählung der besten und wichtigsten Alben aller Zeiten fehlt. Klar, bei monumentalen Tracks wie dem Titelsong, 'Children Of The Sea', 'Neon Knights' oder 'Die Young'. Tatsächlich war das Voting in unserem Team deutlicher als ich persönlich gedacht hätte. Aber mit Frank, Walter, Mahoni, Tommy und Tobias wird hier gleich fünf Mal Gold eingesammelt und nur Timo (#4) und Stefan R. (#5) haben Himmel und Hölle nicht auf dem Podest und landen so wahrscheinlich im Fegefeuer. Wahrscheinlich haben sie Nils' Liebeserklärung nicht gelesen.

Zum Abschluss noch die einzelnen Listen im Überblick:

 


Rüdiger Stehle:

Tobias Dahs:
1. Paranoid
1. Heaven and Hell
2. Heaven And Hell
2. Paranoid
3. Black Sabbath
3. Mob Rules
4. Mob Rules
4. Master Of Reality
5. Headless Cross
5. Dehumanizer
6. Master of Reality
6. 13
7. Tyr
7. Black Sabbath
8. Sabbath Bloody Sabbath
8. Vol 4
9. Dehumanizer
9. The Devil You Know
10. The Devil You Know
10. Sabbath Bloody Sabbath
11. 13
11. Never Say Die!
12. Born Again
12. Sabotage
13. Vol 4
13. Technical Ecstasy
14. Cross Purposes
14. The Eternal Idol
15. The Eternal Idol
15. Tyr
16. Sabotage
16. Headless Cross
17. Never Say Die!
17. Cross Purposes
18. Seventh Star
18. Forbidden
19. Technical Ecstasy
19. Seventh Star
20. Forbidden
20. Born Again


Mahoni Ledl:

Stefan Rosenthal:
1. Heaven And Hell
1. Black Sabbath
2. Mob Rules
2. Paranoid
3. Black Sabbath
3. Vol 4
4. Headless Cross
4. Master of Reality
5. Tyr
5. Heaven and Hell
6. Dehumanizer
6. Dehumanizer
7. Born Again
7. Sabotage
8. The Devil You Know
8. Mob Rules
9. Sabbath Bloody Sabbath
9. Headless Cross
10. Technical Ecstasy
10. The Devil you know
11. Never Say Die!
11. 13
12. Cross Purposes
12. Tyr
13. Paranoid
13. Technical Ecstasy
14. The Eternal Idol
14. Sabbath Bloody Sabbath
15. Master Of Reality
15. Cross Purposes
16. Vol 4
16. Never Say die!
17. Sabotage
17. Born Again
18. Seventh Star
18. Forbidden
19. 13
19. The Eternal Idol
20. Forbidden
20. Seventh Star


Frank Jaeger:

Timo Reiser:
1. Heaven And Hell
1. Mob Rules
2. Paranoid
2. Black Sabbath
3. Master of Reality
3. Paranoid
4. Mob Rules
4. Heaven And Hell
5. Headless Cross
5. Master of Reality
6. Born Again
6. The Devil You Know
7. Sabbath Bloody Sabbath
7. Tyr
8. Tyr
8. Sabotage
9. The Eternal Idol
9. Dehumanizer
10. Black Sabbath
10. Headless Cross
11. Cross Purposes
11. Sabbath Bloody Sabbath
12. The Devil You Know
12. Born Again
13. Seventh Star
13. 13
14. 13
14. Vol 4
15. Dehumanizer
15. Seventh Star
16. Vol 4
16. Cross Purposes
17. Sabotage
17. The Eternal Idol
18. Never Say Die!
18. Technical Ecstasy
19. Technical Ecstasy
19. Never Say Die!
20. Forbidden
20. Forbidden


Walter Scheurer:

Peter Kubaschk:
1. Heaven And Hell
1. Mob Rules
2. Mob Rules
2. Paranoid
3. Paranoid
3. Heaven And Hell
4. Black Sabbath
4. Black Sabbath
5. Master Of Reality
5. Tyr
6. Sabbath Bloody Sabbath
6. Master of Reality
7. Vol 4
7. Headless Cross
8. Headless Cross
8. Sabbath Bloody Sabbath
9. Born Again
9. Dehumanizer
10. Sabotage
10. The Devil You Know
11. The Devil You Know
11. Sabotage
12. Dehumanizer
12. Vol 4
13. Tyr
13. Born Again
14. Seventh Star
14. The Eternal Idol
15. 13
15. Cross Purposes
16. The Eternal Idol
16. Never Say Die!
17. Cross Purposes
17. 13
18. Never Say Die!
18. Seventh Star
19. Technical Ecstasy
19. Technical Ecstasy
20. Forbidden
20. Forbidden


Tommy Schmelz:

Chris Staubach:
1. Heaven And Hell
1. Paranoid
2. Mob Rules
2. Heaven And Hell
3. Headless Cross
3. Mob Rules
4. Black Sabbath
4. Master Of Reality
5. Tyr
5. Black Sabbath
6. Cross Purposes
6. Dehumanizer
7. Dehumanizer
7. Cross Purposes
8. Born Again
8. Headless Cross
9. Sabbath Bloody Sabbath
9. The Devil You Know
10. The Devil You Know
10. Sabotage
11. Technical Ecstasy
11. Sabbath Bloody Sabbath
12. Never Say Die!
12. 13
13. Paranoid
13. Tyr
14. 13
14. Vol 4
15. The Eternal Idol
15. The Eternal Idol
16. Master Of Reality
16. Seventh Star
17. Vol 4
17. Never Say Die!
18. Sabotage
18. Forbidden
19. Seventh Star
19. Technical Ecstasy
20. Forbidden
20. Born Again


Stefan Kayser:


1. Headless Cross


2. Heaven and Hell


3. Mob Rules


4. Paranoid


5. Master Of Reality


6. 13


7. Sabbath Bloody Sabbath


8. Tyr


9. Sabotage


10. Black Sabbath


11. Never Say Die!


12. The Devil You Know


13. Cross Purposes


14. The Eternal Idol


15. Dehumanizer


16. Vol 4


17. Technical Ecstasy


18. Forbidden


19. Seventh Star


20. Born Again


Redakteur:
Peter Kubaschk

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