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BURNT BY THE SUN: Interview mit Teddy, John & Mike

01.01.1970 | 01:00

Ping - die Lauscher stellen sich auf. Immer wieder tauchen Bands wie BURNT BY THE SUN auf, die einen mit außergewöhnlicher Musik überraschen. Die zweite Platte der Seattle-Boys „The Perfect Is The Enemy Of The Good" besticht durch die perfekte Verbindung von Hardcore, Nu Metal und abgedrehten Doom-Sounds. Das Geräusch-Inferno ist technisch perfekt, absolut bangkompatibel und ungemein eigenständig. Doch die vier Jung sind nicht nur begnadete Musiker, sondern verstehen sich auch als kritisch denkende Zeitgenossen, die mit offenen Augen durch ihre Heimat laufen. Diesen Eindruck bekam jedenfalls Henri Kramer, der den Jungs eine lange E-Mail schrieb. Drei BURNT BY THE SUN's antworteten: Bassist Ted ('Teddy') Patterson, Gitarrist John Adubato und Sänger Mike Olender.

Henri:
Viele Leute in Deutschland kennen BURNT BY THE SUN noch nicht: Was bedeutet der Name?

Teddy:
Dave und John spielten bei Black Army Jacket und waren gerade auf Tour. In Florida hatten sie einen freien Tag. Also schwammen die Beiden mit dem Rest der Band im Golf von Mexiko. Dort ist man schon ganz schön nahe am Äquator, die Sonne scheint sehr intensiv. Deshalb hatte natürlich jeder Sonnencreme dabei, außer John. Er war früher Berufs-Fischer und sagte, dass ihm die Sonne nichts tun würde. Doch die Strahlen waren selbst für John zu stark, am nächsten Tag hatte er auf seiner Haut sogar Brandblasen. Dave feixte natürlich über ihn, sagte er sei „Burnt By The Sun". Beide lachten und meinten, dass wäre auch ein cooler Bandname. Als wir 1999 einen Bandnamen suchten, erinnerten sie sich an das Erlebnis. Wir alle mögen den Namen und das reicht.

John:
Ouch! Ich kann mich noch sehr gut an den Sonnenbrand erinnern.

Henri:
Welche Idee hattet ihr im Hinterkopf, als ihr BURNT BY THE SUN gegründet habt?

Teddy:
Dave und John gründeten die Band 1999. Die Idee war schlicht: Musik spielen, die wir selbst mögen und selber hören würden.

Henri:
Wie der Name eurer Band klingt auch der Titel des aktuellen Albums außergewöhnlich und ein bisschen merkwürdig: „The Perfect Is The Enemy Of The Good." Was ist damit gemeint?

Teddy:
Ich würde es gerne so ausdrücken: „Lass' Dein Bemühen um Perfektion nicht alles Gute verbieten, dass du sonst noch machen kannst." Es gibt sicher noch viele andere Interpretationen, sie beziehen sich in vielen verschiedenen Arten auf das Album.

John:
Wir haben sicher jeder einen eigenen Blick auf das, was der Titel bedeuten soll. Für mich meint er, dass etwas, was perfekt erscheint, es oft nicht ist.

Henri:
Ihr verarbeitet viele musikalische Einflüsse auf Eurem Album. Bands wie NEUROSIS schwirren in meinem Hinterkopf umher, dazu kommen moderne Nu Metal-Acts. Selbst ein Name wie MESHUGGAH taucht auf. Was würdet Ihr über Eure wichtigsten Inspirationsquellen sagen?

Teddy:
Ich weiß nicht, ob Bands mich in dem Maße beeinflussen, wie ich im Vergleich dazu durch unsere Musik geprägt werde. Ein Beispiel: John spielt etwas und du bekommst sofort das Gefühl, dass du weißt, wo es hingehen soll. So ist zum Beispiel das Stück ‚Arrival Of Niburu' entstanden: John spielte dieses Loop, dann klinkten Dave und ich uns ein. Solche Sachen machen John in diesem Moment zu meinem Einfluss; Siehst du worauf ich hinauswill?!

John:
Meine Einflüsse wechseln ständig. Während der Aufnahmen zu „The Perfect..." hörte ich täglich BREECH, BOOTH, ISIS, MASTODON und die BEATLES.

Henri:
Wie liefen denn die Aufnahmen von „The Perfect Is The Enemy Of The Good" ansonsten – hat alles geklappt?

Teddy:
Es ging sehr schnell, insgesamt waren wir nach zwölf oder 14 Tagen fertig. In den Pausen exekutierte ich Fußgänger in „Grand Theft Auto 3. Es gibt nichts, was wie ein unschuldiger Zuschauer ist.

Henri:
Und welcher Song von "The Perfect Is The Enemy Of The Good" stellt nun die Essenz von BURBNT BY THE SUN dar und warum?

Teddy:
Ich denke, alle sind die Essenz. Jeder Song zeigt uns in einer speziellen Art und vermittelt all das, was wir empfunden haben, als wir ihn komponierten. Ich weiß nicht, ob nur ein einzelner Song die Summe von BURNT BY THE SUN zeigen kann. Ich denke das Album als Ganzes gibt dir eine bessere Vorstellung davon, wer wir sind.

Henri:
Eure Mugge besitzt jede Menge abgefahrene Ideen, welche Drogen benutzt ihr denn so?

Teddy:
Keine Drogen! Wir nehmen für die Musik keine Drogen.

Mike:
Vitamin C-Tabletten...

John:
Gras und gutes Bier für mich.

Henri:
Ihr scheint keine simplen Strukturen in Eurer Musik zu mögen – bei so vielen Breaks und Riffs. Warum nehmt ihr nicht den einfacheren Weg?

Teddy:
Das ist lustig, denn ich sehe unsere Musik gar nicht als so kompliziert an. Zu Beginn unserer Band-Historie waren wir echt Scheiße. Aber mit „The Perfect..." sind wir darüber hinweg gestiegen und schreiben jetzt flüssige Songs, die sogar Melodien besitzen. Gleichzeitig klingen wir immer noch aggressiv und heavy.

Henri:
Das Album endet mit langem elektronischen Pfeifen, dass richtig unangenehm durch die Ohren zischt. Warum musste es ausgerechnet so ein Schluss sein?

Teddy:
Ich wollte einen Weg finden, dass Album nicht mit einem letzten Song und folgendem Nichts zu beenden. Ich erinnerte mich, wie ich als kleines Kind immer versuchte, nach der offiziellen Bettgeh-Zeit noch wach zu bleiben und Fernsehen zu glotzen. Irgendwann war immer Sendeschluss und sie zeigten das Testbild. Dazu lief dieses fiepende Sender-Signal im Hintergrund. Das war dann die Zeit, wo du wusstest: Jetzt ist es vorbei! Es gab nichts mehr zu gucken und du bist ins Bett gefallen. Ich wollte diese Art von Abschluss auf dem Album haben. Dann kam Mike noch mit der Idee, unter das Piepen noch ein paar kleine elektronische Spielereien zu mischen – das hat ebenso gut ins Konzept des Albums gepasst.

Henri:
Eure Musik steckt gleichzeitig voll ohnmächtiger Wut – woher kommt dieses Gefühl?

Mike:
Dieses Album klingt wirklich zum Teil ganz schön angepisst. In dieser Welt läuft gerade viel ab, dass einen wirklich aufregt. Ganze Völker werden belogen, Menschen sterben wegen dieser Lügen. Wenn Leute das begreifen, werden sie wütend.

Henri:
Jetzt soll es um Eure Texte gehen – sie scheinen sehr politisch zu sein. Wer schreibt sie?

Mike:
Ich. Wir sehen unsere Texte nicht politisch. Eher empfinden wir sie als anti-politisch, und zwar in dem Sinne, dass die Themen, über die wir schreiben, kein Teil der normalen Diskussion im amerikanischen Mainstream sind. Eine der Textzeilen auf dem Album lautet: „All Eure Politik diskutiert im Schatten, nicht an der Substanz" ("All Your Politics Argue On The Shadow And Not On The Substance"). Das erklärt ziemlich viel über unser Verständnis.

Teddy: Mike kam mit seinen Texten zu uns. Dann setzten wir uns hin und diskutierten darüber, so dass wir alle sicher sein konnten, über welche Themen er überhaupt singt. Obwohl Mike alles schreibt, kann er also alle unsere subjektiven Gefühle mit berücksichtigen.

Henri:
Ein Song wie ‚Washington Tube Steak' scheint ein klares Statement gegen die Bush-Regierung zu sein?

Mike:
Er handelt von Leuten, die ihre Macht am Ruder der stärksten Nation der Welt dafür nutzen, alles zu machen, was sie wollen, egal wie die Konsequenzen aussehen. Als sie Irak und Afghanistan angriff, hat diese Regierung nur die Mitgliederzahlen von internationalen Terrorgruppen erhöht. Sie wollten einen Krieg gegen bestimmte Terroristen und bekamen ihn. Dabei haben sie uns alle jedoch einem viel höheren Risiko ausgesetzt, weil immer mehr Völker angepisst sind. Unter Saddam gab es all die Angriffe und Selbstmordattentate noch nicht, die jetzt im Irak stattfinden. Die Region ist nur noch instabiler geworden. Und für was? Die Gründe, die sie uns gegeben haben, langten nicht aus. Das heißt logischerweise, dass dort auch andere Mächte am Werk gewesen sein müssen. Und da dies etwas sein muss, was sie nicht mit uns teilen möchten, sollten wir skeptisch sein.

Henri:
In ‚Washington Tube Steak' finden sich auch die Textzeilen „Madmen Become Kings" und „Madman Roam This Earth" – Von welchen Verrückten sprecht ihr konkret?

Mike:
Hier verhält es sich ähnlich wie in der vorigen Frage - wir meinen solche Verrückten, die in einer Position sitzen, von der sie uns erstklassig betrügen können. Saddam ist ein schlimmer Bursche, Bin Laden ist ein schlimmer Bursche, aber Cheney, Wolfowitz, Rumsfeld und Bush sind genauso schlimme Burschen. Cheney und Rumsfeld gründeten in den frühen 90'ern eine Denkfabrik, die sie 'Project For A New American Century' nannten. Schon dort wurden präventive Kriege gefordert, um im Grunde die Welt zu übernehmen. Der Traum eines globalen Imperiums weist für mich deutlich auf Verrücktheit hin, ja wirklich. Besonders wenn viele Menschen dafür sterben müssen.

Henri:
Was denkt Ihr in diesem Zusammenhang vom neuen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger?

Mike:
Er ist ein Schauspieler ohne politische Erfahrung und ohne Programm. Wie kannst du eine Wahl zu gewinnen und Probleme lösen wollen, ohne einen Plan zu haben? Dein Name muss Arnold sein, dass ist es. Die Leute haben ihn gewählt, weil es etwas neues ist.Aber er hat keine Meinungen und keinen genauen Plan, also warum können wir ihn ernsthaft wählen?

Teddy:
Das Lustige ist, dass ich hier die Zukunft der Politik sehen kann. Berühmtheiten führen die Regierung, dass ist kein großer Unterschied zu jetzt. Wir alle wissen, was unsere Stimme zählt und wieviel Kontrolle die gewählten Leute wirklich haben. Deshalb:Warum sollen nicht ein paar gutaussehende Typen das Land regieren? Verdammt! Ich will demnächst einen Superhelden im Amt. Er kann seine Wahlkampagne darauf aufbauen, dass er hohe Gebäude mit einem Mal überspringt. Wen kümmert es, für welche Inhalte der Typ steht, schließlich kann er fliegen!

John:
Das Fazit: Die amerikanische Politik ist eine moderne Freakshow.

Henri:
Das Stück '180 Proof' richtet sich gegen CNN und andere US-Sender. Was kritisiert ihr am amerikanischen Mediensystem genau?

Mike:
Manchmal berichten die Medien exakt dasselbe, was das Weiße Haus erzählt. Besonders CNN-USA macht das oft. Letzte Woche gab Bill O'Reilly ein Interview, in dem er erzählte, warum "Fox News" solche hohen Einschaltquoten in den letzten sechs Monaten hatte: Weil sie in ihre Berichterstattung über Politik vorsätzlich weniger prüften, was die Regierung über den Krieg sagte. Das ist nicht weit von den ehemaligen sowjetischen Staatsmedien entfernt, außer das die Leute hier diesen Müll glauben, weil sich Fox 'fair und ausbalanciert' nennt. George Orwell hatte dafür ein Wort - Propaganda. In diesem Fall ist die Propaganda sehr effektiv und gleichzeitig sehr gefährlich für Leute, die wissen wollen, was passiert.

Teddy:
Die Menschen tendieren aus verschiedenen Gründen dazu alles zu glauben, was sie im Fernsehen sehen. Fast jeder Amerikaner besitzt ein perfektes Gehirnwäsche-Instrument in seinem Heim, normalerweise sogar mehr als eins: Einen Fernseher. Wir sitzen in unseren Unterhosen davor und lassen uns das Gehirn aus den Köpfen saugen. Sie nennen das deshalb auch "News Story"... Die Leute müssen aufwachen und Fragen stellen, sich selbst Informationen suchen. Zur Zeit glauben sie nur das, was die Abendnachrichten uns erzählen, was wir glauben sollen.

Henri:
Der Song "Pentagons And Pentagrams" geht in eine ähnliche Richtung. Glaubt ihr, dass die wirkliche Macht auf der Erde von geheimen Gesellschaften ausgeübt wird?

Mike:
Superreiche Familien beschützen ihre Schätze und üben in großem Maße Kontrolle darauf aus, wie sich die Welt dreht. Darum geht es in dem Song. Diese Geheimgesellschaften sind Zusammenschlüsse, in denen sie sich treffen und diskutieren können, nicht mehr. Ich glaube nicht daran, dass eine Geheimgesllschaft die Dinge aus dem Hintergrund bestimmt. Es ist eher eine Kombination aus verschiedenen Interessen, die aus dem Verborgenen heraus Druck ausüben. Einige der offensichtlichsten dieser Grupppen sind das CFR [Council On Foreign Relations - amerikanische Geheimgesellschaft, die noch aus der Zeit Rockefellers (1919) stammt und bis heute für die wichtigsten außenpolitischen Entscheidungen der Amerikaner verantwortlich sein soll - der Verf.] und die TLC [Tri-Lateral Commission - 1972 gegründet, soll sie ebenfalls wichtig sein, wenn es um die Kontrolle der USA geht. Mitglieder finden sich in Amerika, Europa und Japan - der Verf.]


Henri:
Und was glaubt Ihr in diesem Zusammenhang, wer für den 11. September 2001 verantwortlich ist: Die Regierung oder Bin Laden?

Mike:
Ich spreche jetzt für mich. Ich denke, dass sie wussten, was passieren wird. Es gab Gruppen von Geschäftsleuten, denen gesagt wurde, dass sie zwischen neun und elf Uhr lieber zu Hause bleiben sollten, statt ins Büro zu gehen. Der FBI koordinierte die Auswanderung einiger Saudis in einer Zeit, als Flüge in die USA nicht erlaubt waren. Vom Bericht der Maschine 911 müssen noch 18 Seiten über die Beteiligung
Saudi Arabiens freigegeben werden. Nun stehen wir in Afghanistan und dem Irak. Was die Sache noch interessanter macht, ist das Projekt für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert, dass ich vorhin erwähnte. Der einzige Weg, mit dem sie ihre Pläne wahr machen konnten, war etwas, dass sie einen "Pearl Harbor"-Ereignis nennen würden. Als dies dann am 11. September passierte, hatten sie in der gesamten Welt die Rechtfertigung, in jedes Land einzumarschieren, in das sie wollten, immer im Namen des Kampfs gegen den Terrorismus. Also standen sie hinter den Anschlägen? Meiner Meinung nach: Vielleicht Es gibt noch zu viele unbeantwortete Fragen und verdächtiges Verhalten.

Teddy:
Ich denke nicht, dass wir genug wussten, um das Geschehen zu stoppen. Oder wir hatten die Informationen, aber niemand hat gehandelt, weil sie nicht in den richtigen Händen lagen. Ich stimme zu, dass es noch viele unbeantworteten Fragen um die Ereignisse dieses Tages gibt. Ich glaube auch, dass die amerikanische Öffentlichkeit nie genau wissen wird, was wirklich passiert ist. Ich weiß noch wie es war, als es passierte. Mike und ich hörten auf CNN, dass ein Passagierflugzeug über Pennsylvania abgeschossen worden sei, es stand auch auf der CNN-Homepage. Aber so schnell es dort stand, so schnell war es auch wieder gelöscht und niemand hörte mehr etwas davon. Ich weiß aber, was ich gelesen und gehört habe. Aber ich konnte keine Informationen mehr darüber finden: Wo sind sie hin und was ist daraus geworden? Wenn es ein Fehler war, dann sagt es. Aber lasst die Geschichte nicht einfach verschwinden. Aber obwohl es noch so viel fragwürdiges Verhalten und unbeantwortete Fragen gibt, muss ich glauben, dass die Regierung nicht hinter diesen Anschlägen steht.

Henri:
In dem Stück "Rev. 101" steht die Textzeile: "We're Walking Into World War III" - Warum werden wir diesen Krieg erleben?

Mike:
Noch einmal. Weil Rumsfeld und Cheney in in dieses "Project For A New American Century" abgedriftet sind.

Teddy:
Es liegt an dieser einen Regierung, die hier eingezogen ist. Es ist die Globalisierung des amerikanischen Traums.

Henri:
Habt Ihr mit solchen Texte eigentlich Probleme in Amerika?

Mike:
Die Platte kam gerade heraus. Aber einige Leute sind schon gut drauf angesprungen.

Teddy:
Das CIA ist bis jetzt noch nicht zu uns gekommen!

John:
Das FBI ist über mir eingezogen. Das passierte in der selben Woche, als die Platte herauskam. Sehr strange...

Henri:
Nach eurem Debüt "Soundtrack To Personal Revolution" hat Euch Euer zweiter Gitarrist Chris verlassen. Warum und habt Ihr nach einem neuen Saitenhexer gesucht?

Teddy:
Chris wurde von uns gefragt, ob er BURNT BY THE SUN verlassen könnte. Das war nachdem wir festgestellt hatten, dass ein bestimmter Aspekt seines Lebensstils nicht mit BURNT BY THE SUN zusammenpasst. Es war das beste für jeden, dass Chris die Band verlassen hat.

John:
Chris behauptete, dass er als Kandidat fürs Gouverneursamt aufgestellt werden würde.

Henri:
Wie fühlt Ihr euch bei Eurem Label Relapse aufgehoben?

Teddy:
Relapse war sehr gut zu uns, alles läuft gut.

Henri:
Eure Homepage sieht ganz nett aus, bietet aber noch sehr wenig Infos. Wann wird sich da etwas ändern?

Terry:
Sobald wir mehr Merchandise bekommen und John es hinbekommt, ein paar neue Features zu programmieren. Er ist mit Arbeit, Familie und BURNT BY THE SUN sehr ausgelastet, deshalb fällt manchmal etwas hinten runter.

Henri:
Von Deutschland aus scheint die Metal-Szene in Amerika zu wachsen, Bands wie Manson oder Slipknot fallen mir ein. Ist das nur ein Eindruck oder stimmt diese Beobachtung tatsächlich? Was haltet Ihr generell von der heutigen US-Metalszene?

Terry:
Ich vermute nur, weil ich nicht so sehr in der Materie drinstecke. Ich finde es großartig, dass Underground Bands mehr Beachtung aus dem Mainstream erfahren. Sie können dann vielmehr machen. Und je mehr Leute bekannt werden, umso mehr werden die Bands auch unterstützt.

Henri:
Wie schwer ist es denn bei Euch an Gigs und Festival-Auftritte zu kommen?

Mike:
Eigentlich gibt's da keine Probleme bei uns, wir bekommen genug Shows

Teddy:
Wir mussten in letzter Zeit einige Shows absagen, ansonsten hätten wir unsere regulären Jobs aufgeben müssen. Dann wären wir ohne zu Hause und das ganze Jahr auf Tour, haha.

Henri:
Wann werdet ihr neue Songs schreiben und wann können die Fans mit einem neuen BURNT BY THE SUN-Album rechnen?

Mike:
Wir werden in diesem Herbst schon wieder beginnen, an einem neuen Album zu arbeiten.

Teddy:
John und ich haben schon an ein paar neuen Ideen gearbeitet und werden wohl demnächst diskutieren, in welche Richtung wir gehen wollen. Wenn wir das aktuelle Album zu Ende gesupportet haben, werden wir jedenfalls sofort weitermachen, um im Fluss zu bleiben.

Henri:
Wie sieht's mit einer Tour aus?

Teddy:
Wir wollen "The Perfect Is The Enemy Of The Good" in jeglicher Hinsicht bewerben, also wird es auch eine Europa-Tour geben. Die kommt sicher auch nach Deutschland.

Henri:
Und welche CD hat Euch in letzter Zeit besonders vom Stuhl gerissen?

Teddy:
Die neue SWARM OF THE LOTUS-Scheibe?

Henri:
Habt Ihr ein paar letzte Worte an die Leser?

Teddy:
Passt auf Euch auf, schaltet den Fernseher ab und macht euch einen eigenen Kopf!

Mike:
Glaubt nicht an den Hype. Macht eure eigenen Erfahrungen um herauszufinden, was in der Welt passiert. Ihr könnt auch meine Nachrichten-Parodie-Homepage http:www.theoreport.com besuchen. Manches darauf ist ein Witz, aber das meiste davon sind wahre Nachrichten.

John:
Hört auf, die ganze PR-Scheisse zu fressen und denkt immer daran: Nur weil es die PR-Firma würzt, damit es nach Fruchtgummi schmeckt, bleibt es für mich dennoch der Geschmack von Scheisse.

Redakteur:
Henri Kramer

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