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AXXIS: Interview mit Harry Oellers

01.01.1970 | 01:00

Nachdem ich gerade mit Kosta Zafiriou von Pink Cream 69 gesprochen habe, war nun der Keyboarder von Axxis, Harry Oellers dran, der mit bereitwillig Rede und Antwort stand.

Christian:
Ok, auch bei dir fang ich mit der Standardfrage an: Wie verläuft die Tour aus deiner Sicht ?

Harry:
Also bis jetzt muss ich sagen: Absoluter Hammer. Sehr überraschend. Wir hatten uns ja überlegt, mit Pink Cream diese Tour gemeinsam machen. Wir haben fast zeitgleich die neue Platte rausgebracht, sind beim gleichen Label, kennen uns schon länger, verstehen uns auch gut, haben eine ähnliche musikalische Entwicklung hinter uns und sind beim gleichen Management. Und die Publikumsresonanzen und Besucherzahlen bis jetzt sind echt ein absoluter Knaller. Ich glaube, wir waren sogar zweimal ausverkauft bis jetzt und ansonsten waren die Läden immer gut gefüllt. In Zeiten wie heute, wo eigentlich mehr so Rap, HipHop oder Techno angesagt scheint, ist das doch recht verwunderlich, daß wir die Hallen immer noch vollkriegen. Bis jetzt also absolut geil.

Christian:
Und wie siehts mit den Resonanzen auf das neue Album aus ?

Harry:
Also soweit ich das mitbekommen habe, sind die Resonanzen sehr gut und die meisten Leute sagen, daß wieder so ein Feeling wie bei unserer ersten Platte aufkommt. Das war letztendlich ja auch der Grund, warum wir sie "Back to the kingdom" genannt haben, weil sie von der Spielfreude und vom Feeling her an "Kingdom of the night", unser Debut erinnert. Zum Teil wird es sogar sehr euphorisch von der Presse abgefeiert. Zum ersten Mal sind sehr starke, sehr gute Resonanzen aus dem Ausland da, speziell Spanien, Dänemark, Belgien, Griechenland, so daß vielleicht sogar eine Chance besteht, das Album international promoten zu können.

Christian:
Soweit ich weiss, seid ihr dieses Jahr auf keinen Festivals. Warum ?

Harry:
Wir haben ja letztes Jahr ein großes Festival in Wacken gespielt. Und in Wacken gibt es eben eine eiserne Regel, daß man nur alle zwei Jahre spielen darf. Es gibt zwar anscheinend Bands, die da jedes Jahr spielen, aber normalerweise sagt der Veranstalter, daß nur alle zwei Jahre ein Auftritt möglich ist. Wir werden dieses Jahr aber ein Festival in der Schweiz spielen, zusammen mit Doro und Saxon. Wobei ich gehört habe, daß Doro schon wegen irgendwelchen Problemen abgesagt hat. Ein paar Sachen sind noch in Planung, aber zu diesem Zeitpunkt gibt es noch nichts konkretes. Es gibt da noch ein Festival unten in Bayern, das über drei Tage geht, aber das ist eher im kleinen Rahmen und kein richtiges Rockfestival. Für uns war zuerst mal wichtig, daß wir uns auf der Bühne zurückmelden. Wir haben erstmal klein gestapelt um zu gucken, ob überhaupt noch Fans da sind, die Axxis hören wollen. Wir sind da wahrscheinlich auch sehr bescheiden rangegangen und ich muss sagen: Umso erfreulicher und überraschender sind die Resonanzen auf die neue Platte.

Christian:
Sind die Auftritte noch mit früher zu vergleichen ?

Harry:
Ich würde sagen, man kann sie mit ganz früher vergleichen, also ganz am Anfang. Es hat aber nichts mehr mit der Band zu tun, die vor 3 oder 5 Jahren auf der Bühne stand, das war eine andere Besetzung und eine andere Zeit. Durch die neue Besetzung, wir haben ja einen neuen Gitarristen und einen neuen Bassisten seit knapp zwei Jahren kommt wieder ein Feeling auf, wie es damals zu "Kingdom of the night" gewesen ist. Wenn man uns live auf der Bühne sehen wird, wird man sehen, daß da wieder die alte Frische rüberkommt, aber auch beim neuen Album kann man wieder eine richtige Spielfreude bemerken und das macht natürlich Spaß das anzusehen und anzuhören.

Christian:
Wie gliedern sich eure beiden Neuen in der Band ein ?

Harry:
Vom Spielerischen her ist das gar keine Frage, sonst hätten wir die nicht in die Band genommen. Für die beiden ist das die erste Tournee. Sie kommen aus der Amateurszene aus Bielefeld, wo wir die ausgegraben haben und dort sind sie jetzt natürlich "Rockstars". Immer Musikerkreis dort haben sie natürlich auch schon die ersten Probleme, daß sie als arrogant verschrien werden, aber das scheint so der übliche Werdegang zu sein, wenn man Erfolg hat. Ich habe den Eindruck, daß da nicht jeder damit umgehen kann. Da es für sie wie gesagt die erste Tournee ist sind es viele Eindrücke, die auf die Jungs da zukommen, das ganze Tourneeleben mit allen seinen guten und schlechten Seiten. Sie sind von uns gut vorbereitet worden, aber es gibt ja immer Situationen, daß sie mit glänzenden Augen dastehen, grade was die Reaktionen der Fans betrifft und sagen, daß sie sich das nicht so gedacht hätten. Die sind aber sehr happy damit.

Christian:
Wie ist denn das Zusammenleben mit den anderen Bands auf der Tour ?

Harry:
Eigentlich sehr gut, ich habe schon schlimmere Zeiten erlebt. Zum Beispiel, als wir 1989 als Support bei Black Sabbath unterwegs waren. Da war es schon schwierig, als deutsche Band mit einer englischen unterwegs zu sein. Und hier bei uns erfahren auch Balance of Power, die das Liveset eröffnen eine sehr gute Behandlung, es gibt keine Hahnenkämpfe oder sonstige Probleme. Selbst wenn es hier im Bus, in dem wir zusammen mit Pink Cream sind, etwas eng ist, ist es doch eher so, daß wir zusammen Party machen und auch schon mal gegenseitig musikalisch Kritik äußern. Da findet also eher ein reger Austausch statt. Das ist also ziemlich geil und hätte ich vorher auch nicht so gedacht.

Christian:
Besitzt du denn die "Sonic Dynamite" von Pink Cream ?

Harry:
Klar hab ich die. Wir haben ja praktisch im gleichen Studio gemischt, wo sie ihre Platte aufgenommen haben. Das ging so ineinander über. Als wir ins Studio eingezogen sind, war der Dennis noch da um die letzten Tapes zu kopieren. Er hat uns dann auch mit dem Pult unterstützt, da wir anfangs einige Probleme damit hatten. Und da hab ich mir natürlich gleich die neue Platte gekrallt, wir sind ja auch beim gleichen Label. Ich finde die "Sonic Dynamite" klasse und es gefällt mir, daß die Pinkies auch den Schritt zurück zu ihrem alten Songwriting gemacht haben, also nicht so wie bei "Change", wo sie ähnlich abgedriftet sind, wie wir mit "Voodoo Vibes". Und da sie mit David Readman einen erstklassigen Sänger haben, der das gut präsentieren kann und sie auch wieder zu ihren melodiösen Stärken zurückgekehrt sind, finde ich die Platte sehr, sehr gut. Es sind wirklich einige sehr geile Songs drauf und von daher passt dieses Package ganz gut zusammen.

Christian:
Unternehmt ihr also auch gemeinsam was außerhalb der Shows, ihr und Pink Cream ?

Harry:
Ja, ich würd schon eher sagen, auf dem privaten Sektor. Wenn man hier abends im Tourbus sitzt ist natürlich Party angesagt, man hat gemeinsame Erlebnisse, wir gehen zum Beispiel zusammen zu Autogrammstunden oder machen gewisse Interviews gemeinsam. Der Kosta und ich, wir verstehen uns sehr gut. Und so wie sich das jetzt auf der Tour entwickelt hat, könnte ich mir vorstellen, daß es auch nicht das letzte Mal war, daß wir gemeinsam mit denen was machen. Pink Cream kennen wir ja auch schon von Festivals und da hat sich das schon angedeutet, daß wir sehr gut miteinander klarkommen.

Christian:
Was ist denn zur Zeit deine aktuelle Lieblingscd oder Lieblingsband ?

Harry:
Da muss ich überlegen. Was heute aktuell ist, ist ja schon 20 Jahre alt. Die neue AC/DC hat mich zum Beispiel sehr überrascht, weil das für mich wieder wie in den ganz frühen Tagen klingt, richtig einen auf die Zwölf. Mit AC/DC bin ich ja seinerzeit auch großgeworden. Vom neuen Iron Maiden-Album hab ich zwei Songs gehört, da gibt es so eine Promo-CD, die sind hervorragend, das neue Dio-Album find ich aber auch klasse. Und das sind so die Highlights, die ich mir reinziehe, oder was wir auch abends im Bus mal hören.

Christian:
Wo sind deine größten Einflüsse ?

Harry:
Als Keyboarder von Axxis ist das recht einfach zu sagen. Ich bin in einer Zeit mit Deep Purple und Uriah Heep großgeworden und das sind eben Bands, die mich vom Spielerischen her schon geprägt haben. Aber auch Bands aus einem anderen Sektor, wie zum Beispiel Yes mit ihrem Bombastsound, den Keyboarder ja auch immer gerne machen, haben mich da beeinflusst. Das sind also Einflüsse, die mal dagewesen sind und daraus kreiert man natürlich seinen eigenen Stil. Vom Songwriting her haben mich aber auch Bands wie Kiss oder Judas Priest beeinflusst, da gibt es wirklich eine Menge.

Christian:
Dann nehme ich mal an, daß du auch gerne mal mit einer Band wie Deep Purple zusammen auf Tournee gehen würdest. Grade mit John Lord.

Harry:
Klar, das würde ich sofort machen, obwohl wir einen kleinen Altersunterschied haben. Aber ich denke, wenn man mit so Jungs unterwegs ist, die Rockmusik mitbegründet haben, kann man noch ganz viel lernen. Man denkt ja immer, daß man am Ende ist und daß man alles kann, aber wenn man mit so Jungs dann gemeinsam mal was spielt, kann man eine Menge lernen und deswegen würde ich sowas auch gerne mal machen.

Christian:
Welche Bands kämen denn sonst noch in Frage ?

Harry:
Also, da Iron Maiden ein neues Album raus haben, hab ich mal rumgesponnen, daß wir mit denen auf Tournee gehen könnten. Unser Album kommt ja europaweit sehr gut an und es wäre klasse, mal als Support von Iron Maiden auf Tour zu gehen. Das war eigentlich mehr ein Spaß von mir, aber inzwischen setzt sich das anscheinend in den Köpfen fest. Und das fände ich eine geile Sache, denn Maiden sind von den Gitarrenmelodien her unschlagbar.

Christian:
Na dann denk ich mir, daß du froh bist, daß Bruce Dickinson wieder zurück ist.

Harry:
Ja, ich glaube, Iron Maiden ohne Bruce Dickinson sind nicht mehr Iron Maiden. Das hat man auch bei den Fans bemerkt. Als er weggegangen ist und seine Solokarriere gestartet hat war zwar auch alles von Erfolg gekrönt, aber eher bescheiden für deren Verhältnisse. Jetzt, wo sie die Reunion haben sind auch die alten Fans wieder und ich glaube, daß das zusammengehört. Die Stimme, der Klang, die Gitarren und dieser ganz spezielle Sound, der sie groß gemacht hat. Und den treffen sie jetzt wieder auf den Punkt. Iron Maiden gehen mit dem neuen Album stark zurück zu ihren Anfangstagen und ich hoffe, daß sie wieder an die alten Erfolge anknüpfen können.

Christian:
Auf der Setliste wünschen sich einige Fans mehr alte Songs, als ihr sie derzeit spielt. Was sagst du dazu ?

Harry:
Das habe ich jetzt so noch gar nicht gehört. Ich weiss, bei uns ist es natürlich so: Die Fans gehen auf das Konzert, um viel mitzusingen und das geht natürlich nur bei Liedern, die sie auch schon kennen. Aber auf dieser Tournee sind wir auch um unser neues Album zu präsentieren und ich denke, daß wir einen guten Schnitt aus alten und neuen Sachen gefunden haben. Wir haben unsere vermeintlich stärksten Songs, also die Klassiker, die wir spielen müssen wie "Touch the rainbow", "Livin in a world", "Kingdom of the night" und "Little look back". Das sind Sachen, die auf jeden Fall mit dabei sind, oder auch "Stay don't leave me". Aber wir müssen natürlich auch einen guten Querschnitt durch das neue Album machen. Wir stellen die Setliste eigentlich täglich um, aber das neue Album wird auch live sehr gut angenommen. Es gibt natürlich immer Leute, die sich andere Songs wünschen und wir versuchen da auch drauf einzugehen und ich denke auch, daß wir auf der nächsten Tournee alte Songs spielen werden, so daß ein bißchen Abwechslung kommt. Aber die alten Sachen werden auf jeden Fall gespielt.

Christian:
OK, jetzt wechsel ich das Thema mal zu den Lyrics. Fangen wir mit "Flashback Radio" an. Verarbeitet der Song eure Probleme, die ihr mit EMI hattet ?

Harry:
Nein, höchstens indirekt. Es hat eher damit zu tun, daß in den letzten 5-6 Jahren, wenn ich so zurückblicke, eine ganz andere Musik groß geworden ist. Rap, HipHop und Techno hat die Szene doch sehr beeinflusst und die Rock- speziell die Heavymusik ist eigentlich mehr in den Untergrund wieder verschwunden, da wo sie auch irgendwo mal herkam. Es ist fast schon wie Punk, also echter Underground. Es gibt allerdings Tendenzen, daß es wieder zurückkommt und mit dem Song "Flashback Radio" sprechen wir eben auch an, wie Musik heutzutage gemacht wird. Ich will das jetzt nicht abtun, aber zum Teil ist es eben so: Da sitzt jemand zu Hause an seinem Computer im Wohnzimmer, schraubt da was zusammen, nimmt irgendein Riff von Van Halen, kloppt einen anderen Beat da drunter und das ist dann die neue Sensation. Das hat ganz klar einen kreativen Anspruch und es hat sicher auch etwas mit Zeitgeist zu tun, es gibt ja schließlich Leute, die sowas gut finden, aber für mich als Komponist ist das eher kläglich. Als Produzent ist das sicher eine gute Arbeit, aber da wird was geklaut, ein anderer Beat drunter und das wars. Aber es ist ganz klar, daß das auch seinen Anspruch hat, nur ist es nicht meine Einstellung oder meine Sache und mit dem Song "Flashback Radio" wollen wir einfach sagen: Wir wünschen uns, daß die ältere Musik, also aus den 70ern, wo noch Songs geschrieben wurden, wieder nach vorne kommt. Nimm zum Beispiel Santana jetzt. Er nimmt seine alten Sachen, spielt die in einem moderneren Gewand und schon läuft das wieder und wir wünschen uns eigentlich, daß diese Musik neben allen anderen wieder ihre Daseinsberechtigung erhält, also daß wieder eine Chance besteht, aus dem Untergrund nach oben zu kommen. Und das ist eben "Flashback Radio". Das alte Radio... Turn it loud...

Christian:
Nunja, durch Bands wie Hammerfall ist doch zum Beispiel ein regelrechter True-Metal-Boom entstanden, der auch sehr viele Chartplazierungen hervorgerufen hat. Da würde ich doch nicht mehr von Underground sprechen.

Harry:
Nunja gut, das sind wie in der Techno-Szene auch Modeerscheinungen und Bands wie Hammerfall haben das mit Sicherheit eingeläutet. Es sind ganz junge Leute, die ein geiles Album gemacht haben, viele überrascht haben und die Fans auf einmal wieder da waren, von denen man geglaubt hat, daß es sie schon gar nicht mehr gibt. Und ich denke, daß Hammerfall eine Initialzündung waren für viele andere Bands wie U.D.O. oder Saxon, weiterzumachen und letztlich auch uns. Nicht direkt durch Hammerfall, aber wir haben den Glauben, daß diese Musik wieder kommt. Und True-Metal-Boom, OK. Es gibt immer einen Boom, auf den ein nächster Boom folgt. Wir sind jedoch keien Trendy-Band. Wir machen unsere Musik, weil wir genau das, was wir machen können und was anderes nicht. Irgendwann kommt sicher der Melodic-Metal-Boom wieder, wie er Ende der 80er war, als wir damals angefangen haben und dann kommt wieder der nächste Boom und alle wollen wieder Sängerinnen hören. Wenn man aber einem Trend hinterherläuft hat man verloren, man muss als Band irgendwie seine eigene Identität wahren.

Christian:
OK, zurück zu den Lyrics. Handelt der Song "Only God knows" von irgendjemanden, den einer von euch verloren hat ?

Harry:
Ja, aber da möchte ich jetzt ehrlich gesagt nicht näher drauf eingehen. Es ist etwas passiert, es geht um jemanden, der gestorben ist. Das einzigste, was ich dazu sagen kann ist: "Only God knows" ist praktisch der erste Song, der von unserem neuen Gitarristen eingespielt worden ist. Er ist grad in das Studio reingekommen und hat dieses schöne Gitarrenspiel am Anfang miterfunden um diesen Song auch die Schwere und den Schmerz, den wir dabei empfunden haben, zu verleihen. Es ist also schon eine wahre Geschichte, aber da möchte ich jetzt nicht näher drauf eingehen.

Christian:
Denkst du nicht, daß die Melodie für diesen Song fast etwas zu fröhlich für dieses Thema ist ?

Harry:
Es soll ja auch ein bißchen Hoffnung ausdrücken. Wenn man jemanden verliert, ist das ja nicht nur Schmerz, sondern es hat auch immer etwas hoffnungsvolles für die Zukunft weil die Auseinandersetzung mit dem Tod etwas ist, womit sich die wenigsten Leute auseinandersetzen. Mit dem Tod kommt ja auch die Hoffnung auf, daß neues Leben entsteht und das kommt natürlich in so einer Melodie zum Tragen. Auf der einen Seite der Schmerz, auf der anderen Seite die Hoffnung und diese Kraft, die man dabei spürt.

Christian:
Seid ihr irgendwie christlich orientiert oder habt ihr einen christlichen Background ?

Harry:
Nein, wir sind sehr bodenständige Leute aus dem Ruhrpott. Es sind keien hochgestochen intellektuellen Typen in der Band, sondern es ist einfach so, daß man in den Proberaum geht und etwas macht. Man hat schon einen Glauben an Gott irgendwo, weil man vielleicht einen religiösen Bezug für sein Leben braucht. Das hilft einem in schwierigen Situationen manchmal weiter, aber es rennt von uns definitiv keiner sonntags in die Kirche.

Christian:
Wie siehst du die Entwicklung von Axxis für die Zukunft betrachtet ?

Harry:
Wir haben Pläne, wir haben uns gewisse Ziele gesetzt und es war ganz klar, daß wir mit dem Album "Back to the kingdom" uns in der Szene zurückmelden wollten um zu sagen: "Hier sind wir wieder. Wir haben eine neue Band zusammengestellt, von der wir sehr überzeugt sind". Und die Tour zeigt es jetzt auch, daß die Fans diese neue Bands jetzt sehr akzeptieren. Die Pläne für die Zukunft sind auf jeden Fall, so schnell wie möglich ein neues Album zu machen, also nicht, daß wieder 3 Jahre ins Land gehen, wie beim letzten Album. Wir wollen auch eine Chance bekommen, das Album europaweit vorzustellen und eine Tournee zu machen, um ein bißchen mal über die deutschen Grenzen hinauszugucken. Und natürlich wäre es schön mit dem nächsten Album vielleicht nächstes Jahr eine Support-Situation zu erschaffen wie zum Beispiel bei Iron Maiden, das wäre geil. Wir wollen die Leute also auch dazu bringen, wieder melodischen Rock zu hören.

Christian:
Habt ihr denn schon konkrete Pläne für ein neues Album ?

Harry:
Ja, also so konkret ist das zwar nicht, aber es gibt schon Songideen. Bernhard und ich, wir haben auch schon Parts aufgenommen, von denen wir sehr überzeugt sind. Es ist eine gute Fortsetzung von diesem Album, wenn man sich auch das Cover anguckt, was ja ein bißchen Fantasy-gestrickt ist. Dadurch erinnert es ein wenig an "Kingdom of the night", es gibt auch schon zwei, drei Songideen, die dieses Thema aufgreifen. Es wäre auch eine Idee, anstatt den üblichen kurzen, knappen Stücken auch mal einen längeren Song zu machen, in dem eine Geschichte erzählt wird. Ziel ist es also, das nächste Album am besten schon im Frühjahr des nächsten Jahres aufzunehmen. Wir werden also augenblicklich nach der Tour hier einen kurzen Break machen, uns kurz erholen und dann ins Studio gehen und mit dem neuen Songwriting anfangen. Ich sag mal, daß wir schon drei, vier Ideen haben, von denen wir sehr überzeugt sind.

Christian:
Ok, dann können wir also gespannt sein. Willst du abschließend unseren Lesern noch etwas sagen ?

Harry:
Ja klar. Ich finde es geil, daß ihr euch das durchlest und daß ihr jetzt bis zu letzten Zeile hier durchgehalten habt. Ich hoffe, euch gefällt unser neues Album "Back to the kingdom". Ich kann mich bei vielen Fans nur bedanken, daß sie uns so lange die Treue gehalten haben. Ich hoffe, daß wir dem gerecht werden können und daß wir auch in Zukunft eine gute Zeit auf den Konzerten zusammen haben werden.

Christian:
OK, danke für das Interview.

Redakteur:
Christian Debes

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