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ANGINA PECTORIS, THE: Interview mit Jean Davis

01.01.1970 | 01:00

Kurz vor der Welttournee und dem neuen Album "Lakshmi" der Stuttgarter Gothiclegende Angina Pectoris hatte ich die Möglichkeit mit dem Basser Jean Davis ein Interview zu führen.

Georg:
Wie bist du dazu gekommen Musik zu machen?

Jean:
Mir war eines Tages in meiner Jugend ziemlich langweilig. Und außerdem machte Ich mir auch darüber Gedanken wie Ich möglichst Cool aussehe könnte...

Georg:
Angina Pectoris spielen Gothic, ist das die Musik in der du dich am besten ausdrücken kannst?

Jean:
Bei Joelen (Bandleader von Angina Pectoris) ist das ganz natürlich. Er war schon immer ein "Goth" und hat mit seinen Bands Feu Ma Mere und Angina Pectoris das Gesicht der Scene mitgeprägt

Georg:
Wer schreibt für Angina Pectoris die Songs, bzw. wie entstehen sie?

Jean:
Der Songwriter der Band ist Joelen. Er komponiert meistens auf einer Akustikgitarre und nimmt das ganze auf ein Dictaphone auf. Im Studio steht es uns dann frei zu spielen was wir für passend halten, Details wie Chorgesänge, Flächen oder Streicher werden auch erst im Studio ausgetüftelt.

Georg:
Würdest du auch mal lieber härtere Musik machen?

Jean:
Das habe Ich schon, mit 16 spielte Ich Death Metal! In dem Maße wie Ich als Instrumentalist besser wurde, endeckte Ich dann, daß es noch sehr viel interessante Musik außerhalb der diversen Metalströmungen gibt. Ich war schon immer offen für alles neue. Was The Angina Pectoris angeht würde Ich dir nahelegen unsere letzten beiden Releases anzuhören, die doch wesentlich härter und heftiger ausgefallen sind als die jetzt anstehende Veröffentlichung.

Georg:
Kannst du von der Musik leben?

Jean:
Nein, das kann keiner von uns. Wir stecken im Studium beziehungsweise in ganz normalen Day-Jobs.

Georg:
Was steht als nächstes an? Tour, Festivalauftritte etc?

Jean:
Ja, ab Juni werden wir auf Festivals spielen und Anfang/Mitte Juli gehen wir dann auf Welttournee. Wir spielen 10-15 Gigs in Deutschland, Frankreich und in Benelux und wenn alles klappt gehen wir danach nach Asien, d.h. Japan, Philippinen, Thailand und Australien. Also Augen und Ohren auf, könnt ihr alles nachlesen sobald es sicher ist!

Georg:
Kannst du kurz was zu eurer CD erzählen, die dieses Jahr noch erscheinen soll?

Jean:
Na klar. "Lakshmi" wird Ende April veröffentlicht. Lakshmi ist die Indische Göttin der Liebe und als solche Teil des Cycle of Life. Darum dreht es sich auch im Album das man auch als Konzeptalbum bezeichnen kann. Im Prinzip reflektiert Joelen über das was ihm in den letzten zehn Jahren alles geschehen ist. Es geht generell um die Suche nach Sinn und Erkenntnis, um Liebe, Sex und Tod.

Georg:
Gab / Gibt es für dich Idole oder Vorbilder?

Jean:
Ich lerne als Musiker eigentlich von jedem Musiker den Ich höre, ob jetzt als Instrumentalist oder eher als Songwriter. Wenn du jetzt ´drauf bestehst nenn Ich dir als mein erstes Vorbild Ian Kilmister.

Georg:
Was für Musik hörst du gerne?

Jean:
Alles was Gut ist, natürlich! Im Ernst, es gibt so viel phantastische Musik daß Ich mich da nicht auf eine Stilistik festlegen möchte. Es ist der Song der zählt.

Georg:
Mit wem würdest du gerne mal eine CD zusammen machen und warum?

Jean:
Mit Cindy Crawford! Und warum? Hmm, mal überlegen...


Georg:
Welche Einstellung hast du zum Thema Drogen?

Jean:
Das muß jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings finde Ich es sehr traurig wenn Abhängige, ob jetzt von Alkohol oder härteren Drogen, ihr Umfeld mit in ihre eigenen Abgründe ziehen.

Georg:
Woran glaubst du?

Jean:
Ich glaube an mich selbst. Meistens.

Georg:
Bist du schon einmal mit jemanden verwechselt worden?

Jean:
Ich denke das passiert jedem das eine oder andere mal.

Georg:
Nutzt du das Internet? Wenn ja, wie?

Jean:
Ja, beruflich natürlich, ist ja heute fast schon obligatorisch. Im Allgemeinen halte Ich das Internet aber noch für relativ unausgereift und wenn Ich die Wahl hätte würde Ich eine gut sortierte Bibliothek jederzeit vorziehen.

Georg:
Möchstest du sonst noch was unseren Lesern erzählen?

Jean:
Klar, lest weiterhin dieses superprofessionelle Online-Mag! Und bleibt locker.

Georg:
Vielen Dank für das Interview

Redakteur:
Georg Weihrauch

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