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100 DEMONS: Interview mit Pete

01.01.1970 | 01:00

100 DEMONS beackern das Feld des melodisch geformten Hardcores schon eine ganze Weile und können mit namenhaften Ex-Mitgliedern elitärer Szeneacts eine ganze Menge an Erfahrung aufweisen, die im schweißtreibenden Mix aus brutaler und gnadenloser Härte und dynamischer Instrumentierung explodiert. Im Verbund mit einem extraordinär trashigen Cover und einer megaderb knallenden Produktion von Soundmagier Zeuss (HATEBREED, SHADOWS FALL) ist mit "100 Demons" ein Werk entstanden, das sich in keinem hardcorekampferprobten CD-Schacht dieser Welt eine Blöße gibt. Grund genug, in einem ruhigen Moment in die amerikanische Welt der musikalischen Härte einzutauchen und von Sänger Pete ein paar Facts zu erfragen.

Alex:
Hi Pete, kannst du mir erst mal ein paar Infos zu 100 DEMONS geben, zur Geschichte und den Roots der Band?

Pete:
100 DEMONS existiert seit 1998. Es hat seitdem viele Besetzungswechsel gegeben. Das jetzige Line-up ist aber seit zwei Jahren stabil. In den letzten Jahren hat sich einiges im Umfeld der Band geändert, seitdem wir die ganze Sache seriös angehen. Wir haben eine Menge Arbeit in die Scheibe investiert und sind momentan dabei, das dritte Album aus der Tonne zu treten. Hoffentlich können wir den angepeilten Releasetermin nächsten März halten. Zu unseren Wurzeln ist zu erwähnen, dass sich die Band mittlerweile aus gestandenen Metalveteranen zusammensetzt. Aus ehemaligen Mitgliedern von FORCED REALITY, TYRANT TROOPER, HATEBREED, YUPPICIDE und HIGHER FORCE.

Alex:
Eure neue Scheibe bricht soundtechnisch ziemlich fett durch die Balken. Wer hat den Aufnahmeprozess betreut und produziert?

Pete:
Wir haben das Album im Planet Z. in Holyoke Mass mit Zeuss aus der Traufe gehoben. Zeuss hat bereits HATEBREED, SHADOWS FALL und SWORN ENEMY betreut und ist ein ausgewiesener Fachmann im Extrembereich. Er weiß genau, wie wir zu klingen haben. Von Beginn an hatte er eine Vorstellung von dem Punch, den unsere Songs zur vollen Entfaltung benötigen. Also machten wir uns an die Arbeit und standen am Ende mit neun Songs da, die uns sehr stolz machen.

Alex:
Ihr kombiniert ja eigentlich recht schamlos Extremstile jeder Phrasierung, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Hardcore liegt. Trotzdem findet man bei 100 DEMONS auch Thrash-, Death- und True-Metal-Anleihen, die eingängig miteinander verschmelzen. Ist dieser Crossover wichtig für euch?

Pete:
Klar! Wir kommen alle aus unterschiedlichen musikalischen Backgrounds und daher bringt die neue Scheibe all unsere Geschmäcker gleichberechtigt auf ein gleichbleibendes Level. Es ist uns sehr wichtig, in allen Belangen zusammenzuarbeiten.

Alex:
Was wollt ihr mit 100 DEMONS innerhalb und außerhalb der Staaten erreichen?

Pete:
Wir haben ein ultimatives Ziel anvisiert und das heißt: exzessives Touren und ein möglichst schnelles Release der nächsten Scheibe. Wir sind zur Zeit überglücklich mit dem, was wir erreicht haben. Es ist einfach großartig, eine Fanbase zu haben, vor der man spielen kann und die man mit seiner Musik glücklich macht.

Alex:
Meiner Meinung nach lassen sich 100 DEMONS am ehesten mit HATEBREED und den Engländern STAMPIN´GROUND vergleichen. Geht das in Ordnung?

Pete:
An dieser Feststellung ist absolut nichts auszusetzen. Genau deren Klientel versuchen wir mit 100 DEMONS auch zu erreichen und wir fühlen uns auch definitiv in diesem Genre pudelwohl.

Alex:
Das Coverartwork von "100 Demons" ist total oberthrashig und an japanische Mangas angelehnt. Kannst du mir etwas über den Zeichner berichten?

Pete:
Lou Jacque heißt der Mann, der verantwortlich für das Artwork ist. Er ist ein außergewöhnlich begabter Tattookünstler in New Haven CT. Er hat außerdem eine ganze Menge Arbeiten für unser Merchandising beigesteuert. Jake von CONVERGE hat auch ein paar Ideen für das Artwork beigesteuert.

Alex:
Werdet ihr mit dem Materialvon "100 Demons" auch auf Tour kommen?

Pete:
Auf jeden Fall! Wir werden in Deutschland im September oder Oktober einfallen. Beware!!!

Alex:
Erzähl mir noch ein paar Kleinigkeiten über die Lyrics auf "100 Demons". Sie scheinen sehr angepisst über das Alltagsleben in den USA ausgefallen zu sein.

Pete:
Ja, ich wurde schon sauer geboren. Die Lyrics handeln von Dingen, die ich tagtäglich erlebe. Ich denke einfach, dass es besser ist, all die Scheiße lyrisch anstatt physisch zu entladen und es scheint meine Wut tatsächlich zu dämpfen *lacht*.

Alex:
Euer Material ist ja trotz aller offensichtlichen Brutalität sehr melodiös und eingängig. Wie würdest du eure Mucke in deinen eigenen Worten beschreiben und was kann ein Besucher auf euren Gigs erwarten?

Pete:
Wir sind eine Hardcore-Band, die Elemente aus dem Punk und dem Thrash Metal in ihre Musik einfließen lässt. Letztendlich entscheidet ihr aber über das Genre unserer Musik. Doch wir entscheiden, wie sehr sie euch trifft. Live oder auf CD, ihr werdet nicht enttäuscht werden!

Alex:
Wie sieht die Metalszene in Amerika momentan aus? Die New Wave of American Heavy Metal scheint ja mit ihrer wahren Flut an Metalcore-Bands alles in Beschlag zu nehmen.

Pete:
Die Szene ist den letzten Jahren förmlich explodiert. In Amerika sind jedoch entgegen üblicher Meinungen sämtliche Phrasierungen des Metals vertreten. Das hat gute und schlechte Aspekte. Denn hoffentlich führt diese Flut nicht zu einer Übersättigung des Marktes.

Alex:
Pete, ich danke dir für das Interview. Ich wünsch euch einen weltweit vernichtenden Einschlag mit "100 Demons". Die Sprengkraft hat die Scheibe. Letzte Worte?

Pete:
Haltet Ausschau nach den September- und Oktoberdates und bereitet euch auf einen harten, kurzen und schmerzvollen Überfall von 100 DEMONS vor. Checkt für weitere Infos einfach www.100demons.com und für alles Weitere www.deathwishinc.com.

Redakteur:
Alex Straka

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